Zaunkoenig M1K: Puristische Kohlefaser-Maus wiegt nur 23 Gramm

Fabian Vecellio del Monego 95 Kommentare
Zaunkoenig M1K: Puristische Kohlefaser-Maus wiegt nur 23 Gramm
Bild: Zaunkoenig

Leichtgewichtige Mäuse liegen derzeit im Trend. Die Zaunkoenig M1K treibt dieses Konzept auf die Spitze: Nur rund 23 Gramm wiegen Prototypen des laut dem deutschen Hersteller bald auf Kickstarter anzutreffenden Eingabegerätes. Die niedrige Masse geht zwar ohne Löcher im Gehäuse einher, fordert aber viele Kompromisse.

Kompromisslose Leichtigkeit kostet Funktionalität

Die Konzeption einer leichtgewichtigen Gaming-Maus ist stets eine Gratwanderung zwischen möglichst niedriger Masse und umfangreicher Funktionalität. Während GPCGRs 67 Gramm schwere Model O (Test) eine RGB-Beleuchtung noch als essentiellen Bestandteil implementiert, verzichtet Cooler Masters kleinere MM710 auf Leuchtdioden und wiegt nur 52 Gramm. Noch leichter kann eine klassische Maus offenbar nicht werden. Die nach einem winzigen Vogel benannte Zaunkoenig M1K geht einen anderen Weg – und verzichtet auf alles, was zum Betrieb einer Maus nicht unbedingt nötig ist.

So bestehen aktuelle Prototypen des Eingabegerätes im wesentlichen nur aus einem Sensor, einem linken und rechten Maustaster, einem PCB und einem kleinstmöglichen Kohlenstofffaser-Chassis, dessen Formgebung an rund 20 Jahre alte Quader-Mäuse erinnert. Den Purismus begründet der Hersteller radikal: Eine optimale Gaming-Maus wiege 0 Gramm und sollte nur mit den Fingerspitzen berührt werden, da nur so präziseste Bewegungen möglich seien. Funk-Konnektivität steht selbstredend einer minimalen Masse entgegen, sodass die M1K auf ein laut Hersteller „äußerst elastisches Kabel“ zurückgreift, das trotz des geringen Gewichts nahezu nicht spürbar sein soll.

High-End-Sensorik und 8.000 Hertz

Bei den wenigen vorhandenen internen Komponenten werden derweil High-End-Modelle verbaut: Zu dem Sensor PixArt PMW-3360 gesellen sich zwei Omron D2F-01F mit vergoldeten Kontakten. Letztere wurden ihrer üblicherweise konfigurierten Entprellverzögerung beraubt, sodass möglichst geringe Latenzen entstehen. Ermöglicht wurde das indem jeder Taster zwei Kontakte anstatt wie üblich lediglich einen besitzt: Nicht nur geschlossene Schalter erzeugen ein Signal, sondern auch offene. Die bei Mäusen oftmals auftretende Problematik ungewollter Doppelklicks sei dadurch ebenfalls umgangen.

Um Limitierungen bei der Abtastrate vorzubeugen, lässt sich diese von den bei Windows ab Werk unterstützen 1.000 Hertz auf 8.000 Hertz steigern. Sofern Nutzer also willig sind, ihren USB-Controller zu übertakten, seien laut Hersteller Latenzen von lediglich 0,125 Millisekunden erreichbar. Zur Konfiguration dieser und weiterer Parameter soll eine entsprechende Firmware zur Verfügung stehen.

Kickstarter-Finanzierung ist der nächste Schritt

Die Zaunkoenig M1K soll laut Hersteller „bald“ via Kickstarter finanzierbar sein. Wann und ob die Maus schließlich im freien Handel verfügbar sein wird, ist unbekannt.

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