Spectre x360 13 (2019): HPs Vorzeige-Convertible wird immer kleiner

Jan-Frederik Timm 21 Kommentare
Spectre x360 13 (2019): HPs Vorzeige-Convertible wird immer kleiner
Bild: HP

Nach dem besonders schlanken Elite Dragonfly für den Unternehmenseinsatz legt HP auch das bereits in der Vergangenheit äußerst kompakte Spectre x360 in der 13,3-Zoll-Variante neu auf. Mit einem Anteil des Displays am Deckel von jetzt über 90 Prozent fällt die neue Generation allerdings noch einmal deutlich kleiner aus.

Winzige IR-Webcam ermöglicht dünne Rahmen

Durch die abermals geschrumpften Rahmen um das Display ist das neue HP Spectre x360 13 nur noch 194,5 statt vormals 217,9 mm tief – das sind 23 Millimeter weniger. Einen großen Beitrag habe die neue Webcam dazu beigetragen, die inklusive Infrarot-Kamera für die Anmeldung in Windows über Windows Hello mit dem Gesicht nur 2,2 mm Platz benötigt. Beim Vorgänger waren es noch etwas über sechs Millimeter und damit mehr, als der jetzt auf 5,85 mm geschrumpfte obere Rahmen des Displays überhaupt noch hergibt.

HP Spectre x360 13
HP Spectre x360 13 (Bild: HP)

Geblieben ist dem x360 der „Kill Switch“ am rechten Gehäuserand, über den die Webcam komplett vom Strom getrennt werden kann. Aufkleber über der Optik sollen so nicht mehr notwendig sein. Neu hinzugekommen ist eine Funktionstaste, die das Mikrofon deaktiviert. In diesem Fall wird allerdings keine Stromverbindung getrennt, hier geht es vorrangig um den Wegfall der Suche nach der entsprechenden Funktion in Windows.

Mit Intel Ice Lake in 10 nm

Bei den CPUs wechselt HP von Whiskey Lake (14 nm) auf Ice Lake (10 nm) und verspricht auf dieser Basis die bis zu zweifache Leistung, wobei sich das auf den 3DMark und damit vorrangig die Leistung der iGPU bezieht. Die iGPU der 11. Generation ist in Intels neuer Ice-Lake-Architektur in der Tat schneller. Es kommt allerdings auf die jeweilige Ausbaustufe an. Ohne bereits eine allumfassende Übersicht über die verfügbaren Konfigurationen zu liefern, wird laut Pressemitteilung und ersten Listungen im Handel mit Core i5 samt G1-Grafik bis hin zu Core i7 samt G7-Grafik die ganze Bandbreite der mit Ice Lake bisher verfügbaren iGPUs zum Angebot gehören.

Mit dem Intel Core i5-1035G1 soll das Spectre x360 13 (2019) bis zu 22 Stunden Akkulaufzeit bieten und damit so lange durchhalten wie kein anderes vergleichbares Endgerät. Voraussetzung ist der Einsatz des 1-Watt-Full-HD-Displays mit maximal 400 cd/m², das auch im HP Dragonfly zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu diesem Gerät wird es beim Spectre x360 auch wieder eine Ultra-HD-OLED-Option geben. Anfang 2020 soll es darüber hinaus ein Full-HD-Display mit HP Sure View der 3. Generation geben, das die Blickwinkel auf Knopfdruck deutlich einschränkt und damit neugierigen Blicken vom Sitznachbar Einhalt gebieten soll. Es wird bis zu 1.000 cd/m² bieten.

Mit dem Griff zu Ice Lake statt Comet Lake bleibt es vorerst bei maximal vier CPU-Kernen und acht Threads, die in Folge von Anpassungen am Gehäuse- und Kühlerdesign weiterhin effizient gekühlt werden sollen. So wurden der Auslass für die erwärmte Luft am hinteren Ende sowie die Lufteinlässe am Boden etwas vergrößert und auch über die Tastatur kann das Kühlsystem in Zukunft Frischluft ansaugen. Bei den Anschlüssen bietet das neue Spectre x360 USB 3.0 als Typ A sowie zweimal Thunderbolt 3 über USB Typ C, microSD und Klinke. Geladen wird über den einen USB-Typ-C-Port.

Ab Oktober in den USA verfügbar

In den USA kommt die neue Generation im Oktober auf den Markt, die Preise beginnen mit Intel Core i5-1035G1, 8 GB RAM und einer 256 GB großen SSD sowie Full HD bei 1.099 US-Dollar vor Steuern. Der Intel Core i7-1065G7 kostet zusammen mit 16 GB RAM, einer 1 TB großen SSD, 32 GB Optane Memory und dem UHD-Touch-OLED-Display 1.699 US-Dollar vor Steuern. Preise und Termine für Deutschland hat HP noch nicht genannt.