Windows: September-Updates sorgen für Druckerprobleme

Sven Bauduin 128 Kommentare
Windows: September-Updates sorgen für Druckerprobleme
Bild: Microsoft

Microsoft bestätigt, dass ein Sicherheitsupdate für den Internet Explorer von Ende September zu Druckerproblemen in Windows 10 führen kann. Das Update kann unter anderem die Druckerwarteschlange zum Absturz bringen. Auch ausgegraute Drucker im Bereich „Geräte und Drucker“ kann dies zu Folge haben.

Update KB4517211 sorgt für Druckerprobleme

Nachdem Microsoft Ende September das Update KB4517211 für Windows 10 Version 1903 freigegeben hatte, meldeten Anwender vermehrt Abstürze der Druckerwarteschlange, ausgegraute Drucker im Bereich „Geräte und Drucker“, sowie fehlgeschlagene Druckversuche und weitere Probleme, wie abstürzende Programme während des Druckvorganges. Mittlerweile hat Microsoft das Problem bestätigt und arbeitet bereits an einer Lösung. Als Ursache nennt das Unternehmen Probleme mit dem Druckspoolerdienst und Fehler im Remote-Procedure-Call (RPC).

The print spooler service may intermittently have issues completing a print job and may result in a print job being canceled or failing. Some apps may close or error when the print spooler fails and you may receive a remote procedure call error (RPC error) from some printing utility or printing apps.

Microsoft

Microsoft sieht Sicherheitsupdate KB4522016 als Auslöser

Das Unternehmen aus Redmond benennt allerdings nicht das Update KB4517211 sondern das Sicherheitsupdate KB4522016 für den Internet Explorer als Auslöser für die Druckerprobleme in Windows 10. Das Sicherheitsupdate wurde am 23. September zuerst über den Microsoft Update Catalog und anschließend auch über die Windows Server Updates Services (WSUS) verteilt und hatte zur Aufgabe einen schwerwiegenden Fehler in der Speicherverwaltung (Scripting Engine) des Internet Explorers zu schließen. Die National Vulnerability Database (NVD) stufte die Schwachstelle als „kritisch“ ein und listet diese unter der Kennung CVE-2019-1367. Microsoft selbst warnte vor dieser Sicherheitslücke, denn hat ein Opfer zum Zeitpunkt eines Angriffs Administrator-Rechte, kann der Angreifer die volle Kontrolle übernehmen.

So gut wie alle Windows-Versionen sind betroffen

Laut Microsoft können so gut wie alle Windows-Versionen für Client- und Serversysteme von den Druckerproblemen betroffen sein, sobald das Sicherheitsupdate KB4522016 eingespielt wurde. Auch die jeweiligen LTSC-Versionen sind betroffen.

  • Client: Windows 10, Version 1903; Version 1809; Version 1803; Version 1709; Version 1703; Version 1607; Windows 8.1; Windows 7 SP1
  • Server: Windows Server, Version 1903; Version 1809; Version 1803; Version 1709; Windows Server 2016; Windows Server 2012 R2; Windows Server 2012; Windows Server 2008 R2 SP1; Windows Server 2008 SP2

Aktuell hat Microsoft (noch) keine Lösung

Microsoft rät betroffenen Anwendern aktuell dazu, zunächst einfach zu versuchen, erneut zu drucken. Sollte dies nicht von Erfolg gekrönt sein, rät Microsoft zu einem Neustart des Druckers. Auch eine Neuinstallation des Druckertreibers über den Geräte-Manager und die entsprechende .inf-Datei kann zum Erfolg führen. Das Sicherheitsupdate KB4522016 sollte unter gar keinen Umständen deinstalliert werden, da die damit geschlossene Sicherheitslücke bereits ausgenutzt wird. Microsoft erklärte, zeitnah ein Update für das Betriebssystem veröffentlichen zu wollen.