XMG Fusion 15 im Test: Schlicht, leicht, schnell und ausdauernd

Jan-Frederik Timm 81 Kommentare
XMG Fusion 15 im Test: Schlicht, leicht, schnell und ausdauernd

tl;dr: Das schlichte 15,6-Zoll-Gaming-Notebook XMG Fusion 15 hat zur IFA viele Blicke auf sich gezogen. Federführend von Intel entwickelt, kombiniert es aktuelle Technologie mit einem ebenso schlichten wie leichten Gehäuse, mechanischer Tastatur und riesigem 93-Wh-Akku. Im Test sind damit Laufzeiten von fast 8 Stunden drin.

Das XMG Fusion 15 im Überblick

Das XMG Fusion 15 ist kein Notebook aus der Feder eines der bekannten ODMs. Entwickelt wurde es federführend von Intel, in Kooperation mit zahlreichen regionalen Vertriebspartnern weltweit. In Deutschland ist der exklusive Partner Schenker Technologies.

Als herausragendes Merkmal des 20 Millimeter hohen Gaming-Notebooks nennt Schenker das vergleichsweise kompakte Gehäuse aus der Magnesiumdruckgusslegierung AZ91D mit Kantenlängen von 356 × 234 mm (B × T), das trotz 15,6-Zoll-Formfaktor lediglich ein Gewicht von knapp 1,9 kg auf die Waage bringt und dennoch mit potenter Hardware in Form eines Sechskern-Core-i-Prozessors kombiniert mit einer Nvidia-GeForce-Gaming-GPU aufwartet. Im Gegensatz zum Lenovo Legion Y740 15 Zoll ist das XMG Fusion 15 nicht größer, sondern in der Fläche quasi identisch groß wie das Razer Blade 15. Es ist auch leichter, mit 20 mm allerdings etwas dicker.

Modell Breite × Tiefe × Höhe Gewicht
XMG Fusion 15 (2019) 356 × 234 mm x 20,0 mm 1,9 kg
Razer Blade 15 Zoll (2019) 355 × 235 mm x 17,8 mm 2,1 kg
Lenovo Legion Y740 15 Zoll (2019) 361 × 267 mm x 19,9 mm 2,2 kg

Die Gehäusebasis ist sehr verwindungssteif, weder beim einhändigen Anheben noch beim Auflegen der Hände auf die Tastatur oder die Handballenauflage verzieht sich das Chassis. Das Display verbiegt sich beim Justieren des Neigungswinkels nur leicht. Das Gerät lässt sich einhändig öffnen.

Unter dem Display-Deckel, dessen oberer dünner Rahmen die Webcam und zwei Mikrofone trägt, findet sich die optomechanische Tastatur mit Silent Switches und RGB-Einzeltastenbeleuchtung, die über leicht konkav geformte Tastenkappen verfügt. Das sehr große Touchpad ist mit Glas überzogen. Cleveres Detail: Wer auf die winzige LED in dessen oberer linken Ecke doppelt tippt, deaktiviert oder aktiviert das Touchpad. Ist es deaktiviert, leuchtet die LED weiß auf.

Weniger gut gefällt hingegen, dass das Touchpad zum „Klackern“ neigt, das heißt, obwohl es nicht gedrückt, sondern nur berührt wird, gibt es einen entsprechenden Ton. Die Tastatur verfügt über eine RGB-LED-Beleuchtung, die Tastenkappen lassen sich einfach entfernen.

Was beim XMG Fusion 15 noch sofort ins Auge sticht: Keine Aufkleber zieren das so genannte C-Cover, weder von Intel, noch von Nvidia. Wer möchte, kann zu Hause allerdings nachhelfen: Sie liegen dem Lieferumfang bei.

Das XMG Fusion 15 verfügt über vielfältige Anschlussmöglichkeiten: Rechts sind zweimal USB 3.0 Typ A und ein SD-Karten-Leser, links einmal USB 3.1 Typ A sowie zweimal 3,5 mm Klinke für Audio und Mikrofon zu finden. Auf der Rückseite finden sich wiederum einmal Thunderbolt 3 (USB Typ C), HDMI 2.0, Gigabit-Ethernet und der proprietäre Ladeanschluss.

Umfassend konfigurierbar

Das XMG Fusion 15 kann beim Anbieter umfassend konfiguriert werden. Das Herzstück ist allerdings immer der von Intel in der 45-Watt-TDP-Klasse angesiedelte Core i7-9750H mit sechs Kernen samt Hyper-Threading. Die Berechnung der Bildsignale übernimmt im XMG Fusion 15 hingegen wahlweise eine mobile GeForce GTX 1660 Ti (6 GB) oder die schnellere GeForce RTX 2070 Max-Q mit 8 GB GDDR6-Grafikspeicher. Beide verfügen über eine TDP von 90 Watt.

ComputerBase hat das Modell mit GeForce RTX 2070 Max-Q im Test. Wie groß die Leistungsunterschiede zur kleineren GeForce GTX 1660 Ti ausfallen, dazu hat sich der Hersteller allerdings bereits in der Community zu Wort gemeldet. Je nach Betriebsmodus sollen die Vorteile durch den Griff zur GeForce RTX in Spielen zwischen 12 und 24 Prozent liegen. Der Aufpreis für die GPU beträgt 465 Euro.

Die Leistungsunterschied der GPU-Optionen
Die Leistungsunterschied der GPU-Optionen (Bild: Schenker Technologies)

Die Preise für das XMG Fusion 15 beginnen bei 1.599 Euro für das Modell mit GeForce GTX 1660 Ti, 8 GB RAM, einer 250 GB großen SATA-SSD und ohne Betriebssystem. Die ersten Vorbesteller erhalten dieser Tage ihre Lieferung, sofort ab Lager verfügar ist das Notebook derzeit aber noch nicht. Erst müssen weitere Vorbestellungen abgearbeitet werden. Über den aktuellen Status quo informiert Schenker Technologies auch im Forum von ComputerBase.

Konfigurationen im Überblick
Schenker XMG Fusion 15
Display 15,6 Zoll, IPS
Full HD, 144 Hz, 90 % sRGB (kalibriert)
CPU Intel Core i7-9750H (6C/12T, max. 4,5 GHz Turbo), 45 Watt (TDP)
RAM 8/16/32/64 GB DDR4 2.666 MHz (2 × SO-DIMM)
SSD 250 GB – 4 TB (1× M.2 SATA/NVMe, 1× M.2 NVMe), 500 GB NVMe
GPU NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti (6 GB GDDR6)
NVIDIA GeForce RTX 2070 Max-Q (8 GB GDDR6)
Anschlüsse 1 × USB 3.0 Typ C (mit Thunderbolt 3)
1 × USB 3.1 Gen2 Typ A, 2 × USB 3.0 Typ A
2 × DisplayPort 1.4 via Thunderbolt 3, 1 × HDMI 2.0
1 × Kopfhörerausgang, 1 × Mikrofoneingang
1 × RJ45, SD-Kartenleser
Maße (B × T × H) 356 × 234 × 20 mm
Gewicht 1,89 kg
Akku 93 Wh
Betriebssystem ohne/Windows 10 Pro/Home
Preis ab 1.599 Euro (2.324 Euro)
fett = Testmuster

Kunden dürfen aufrüsten

Der Zugriff auf die Hardware erfolgt auch bei diesem Notebook über die Bodenplatte, es kommen herkömmliche Kreuzschlitzschrauben zum Einsatz. Nach dem Öffnen sind die beiden M.2- sowie die beiden SO-DIMM-Slots frei zugänglich. Der Akku ist verschraubt, nicht geklebt. Die Garantie erlischt durch das ordnungsgemäße Öffnen/Nachrüsten nicht.

Die Hardware ist einfach zugänglich
Die Hardware ist einfach zugänglich

Die Garantiedauer liegt bei zwei Jahren ab Kaufdatum, der Hersteller lässt kostenlos abholen. Für die ersten sechs Monate wird eine Reparaturdauer von maximal 48 Stunden nach Eingang am Standort in Leipzig versprochen. Dieser Zeitraum lässt sich gegen Aufpreis verlängern.

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