Connected Home Solutions: Intel sucht weiterhin Käufer für Randsparten

Volker Rißka 18 Kommentare
Connected Home Solutions: Intel sucht weiterhin Käufer für Randsparten
Bild: Intel

Intels CEO soll laut Medienberichten weiterhin nach Verkaufsoptionen im eigenen Unternehmen suchen. In den Fokus rückt derzeit eine Sparte am Rand, die unter anderem Chips für Router und andere Netzwerklösungen sowie das Internet of Things fertigt. Die größten Konkurrenten sind hier Qualcomm und Broadcom.

Was nicht profitabel ist, wird geprüft

Bereits beim Verkauf der 5G-Modem-Sparte an Apple hatte Intels Chef erklärt, in Zukunft auch andere Bereiche, die sich nicht wirtschaftlich für den Konzern betreiben lassen, oder in denen Intel nicht konkurrenzfähig ist, unter Prüfung zu stellen. „In the smartphone modem business it has become apparent that there is no clear path to profitability and positive returns“, erklärte Bob Swan seinerzeit zum Verkauf des Modemgeschäfts.

Auch in anderen Marktsegmenten hat Intel große Konkurrenz, bei allen Arten von kleinen Chips für Marktnischen ganz besonders. Hier sind vor allem Qualcomm und Broadcom Branchenriesen, deren Produkte in einer großen Vielfalt anzutreffen sind und so für jedes noch so kleine Marktsegment passend gemacht werden. Intels Fokus auf primär große Chips passt dort nur bedingt, viele Ausflüge in den Bereich der Mini-Chips floppten, wie zuletzt auch die Quark-SoC-Familie deutlich gemacht hat. Und das war Intels Vorzeige-Lösung für Wearables und das Internet der Dinge.

Die Sparte rund um die kleinen Chips für Router und ähnliche Lösungen, aber auch das Smart-Home-Segment passt letztlich in dieses zu prüfende Umfeld, wenngleich Intel einen offiziellen Kommentar ablehnt. In einigen Routern, Media Receivern und Co sind zwar auch klassische Atom-SoCs verbaut, doch gibt es beispielsweise seit vielen Jahren auch die Puma-SoC-Familie, die im Markt jedoch wenig Beachtung findet. Dennoch wird der Geschäftsbereich auf einen Wert von 450 Millionen US-Dollar Umsatz im Jahr geschätzt, etwa ein Zehntel des Gesamtumsatzes der Internet of Things Group bei Intel.

Kooperation oder Verkauf

Zur Option sollen laut Bloomberg dabei sowohl eine mögliche Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen als auch der Verkauf stehen. Wie eine Partnerschaft aussehen kann, zeigt die neuerliche Kooperation mit MediaTek, die für Intels PCs und Notebooks die 5G-Modems bereitstellen werden.