5G in Deutschland: Vodafone startet die zweite Stufe des 5G-Netzausbaus

Sven Bauduin 46 Kommentare
5G in Deutschland: Vodafone startet die zweite Stufe des 5G-Netzausbaus
Bild: Vodafone

Vodafone startet mit rund 150 zusätzlichen 5G-Antennen an zusätzlichen 60 Stationen die zweite 5G-Ausbaustufe und bietet 5G in deutschen Großstädten erstmals auf größeren Flächen. Die drei Metropolen Berlin, Frankfurt und Düsseldorf stehen dabei vorerst im Fokus und kommen zuerst in den Genuss der zweiten Ausbaustufe des Netzes.

Gerade erst haben die drei Telekommunikationsanbieter Telekom, Telefónica und Vodafone beschlossen, beim Ausbau des Mobilfunknetzes zu kooperieren; da startet das letztgenannte Unternehmen bereits die zweite Ausbaustufe seines 5G-Netzes, von der vor allem Großstädte profitieren sollen.

60 weitere 5G-Stationen im Geschäftsjahr 2019

Mit insgesamt 150 zusätzlichen 5G-Antennen an 60 weiteren 5G-Stationen möchte der Konzern aus Düsseldorf in der zweiten Ausbaustufe an die erste Phase anknüpfen, in der das Unternehmen bereits 140 Antennen an 60 Standorten installiert hat. Mit dann insgesamt 290 5G-Antennen verteilt auf 120 Standorte soll der 5G-Empfang für Vodafone-Kunden erstmalig auf größeren zusammenhängenden Flächen möglich sein – zumindest in drei ausgewählten Großstädten.

Mehr 5G für Berlin, Frankfurt und Düsseldorf

Die drei Metropolen Berlin, Frankfurt und Düsseldorf werden als erstes vom Ausbau profitieren, allein in der Hauptstadt Berlin sollen laut Vodafone bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 rund 20 5G-Stationen des Unternehmens vor allem an viel frequentierten Orten funken. Vodafone nennt dabei die Flächen rund um das Pergamonmuseum in Berlin-Mitte, das allein im vergangenen Jahr von etwa 780.000 Menschen besucht wurde und den Flughafen Berlin Tegel, wo pro Jahr 22 Millionen Menschen starten und landen, als erste Ausbauziele.

In Düsseldorf sollen im gleichen Zeitraum rund 15 zusätzliche Stationen mit 5G im Vodafone-Netz funken, auch hier beginnt das Unternehmen am Flughafen mit dem Ausbau. Zusätzlich soll in Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt unter anderem das Naherholungsgebiet Unterbacher See in den Genuss der zweiten 5G-Ausbaustufe kommen.

Das Gallusviertel und der Palmengarten im Stadtteil Westend sind die ersten Flächen, die in Frankfurt am Main mit neuen 5G-Antennen bestückt werden. Bis Ende 2019 sollen in der Stadt insgesamt 10 5G-Stationen ihren Betrieb aufgenommen haben. Zudem sollen auch in Bremen, Leipzig und Dresden neue Stationen in Betrieb genommen werden. In der Regel installiert Vodafone dabei jeweils drei 5G-Antennen pro Mobilfunkstation.

5G-Modellregionen werden ausgebaut

Wie Hannes Ametsreiter, CEO von Vodafone Deutschland, in einer Pressemitteilung bekanntgab, sollen auch die sogenannten „5G-Modellregionen“ weiter ausgebaut werden. Dabei handelt es sich um kleinere Gemeinden, in denen Vodafone laut Ametsreiter „erste 5G-Stationen ans Netz bringt, um unterschiedliche 5G-Anwendungen im Alltag zu ermöglichen“.

In der nun startenden zweiten 5G-Ausbaustufe möchte Vodafone mit Hamburg, Wolfsburg, Aachen, Kaiserslautern, Amberg-Weiden und in der Lausitz auch die sechs deutschen Modellregionen für 5G weiter ausbauen. Hier soll vor allem „der Einsatz von 5G branchen­übergreifend und praxisnah weiterentwi­ckelt werden“, so Vodafone.

Erste 5G-Anwendungen in der Praxis

Gemeinsam mit der Industrie hat Vodafone zudem die ersten 5G-Anwendungen in der Praxis in Betrieb genommen, so habe das Unternehmen „gemeinsam mit der DFL in Wolfsburg das erste 5G-Bundesliga-Stadion im Profi-Fußball ans Netz gebracht“ und mit der e.GO Mobile AG in Aachen die erste Industriehalle mit 5G-Technik ausgestattet. Gemeinsam mit Airbus nutzt Vodafone 5G außerdem zur Steuerung von Luftschiffen.