Black Friday: Angebote sorgen für 4,4 Mrd. USD Umsatz mit Videospielen

Fabian Vecellio del Monego 62 Kommentare
Black Friday: Angebote sorgen für 4,4 Mrd. USD Umsatz mit Videospielen

Der diesjährige Black Friday hat erwartungsgemäß zu einem neuen Rekord beim Umsatz mit Videospielen geführt, wie SuperData Research berichtet. Die meisten Kunden tätigten ihre Käufe digital, wobei das Gros des Umsatzes durch Ingame-Käufe und Mikrotransaktionen zustande kam.

Ein halber Monatsumsatz an einem langen Wochenende

Rund 4,36 Milliarden US-Dollar haben Käufer weltweit im Zuge der Angebote rund um den Black Friday und den Cyber Monday im Jahr 2019 digital ausgegeben. Damit brachte das Rabatt-Wochenende abermals einen Rekord hervor, nachdem im letzten Jahr bereits rund 4 Milliarden US-Dollar erwirtschaftetet wurden; das Wachstum liegt folglich bei 9 Prozent. Zum Vergleich lässt sich der vergangene Oktober 2019 heranziehen: Der Umsatz im gesamten Monat betrug rund 8,84 Milliarden US-Dollar.

Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Segmente zeigt sich, dass selbst die im vergangenen Jahr meist schwächelnden Titel der „Premium-PC“-Kategorie, also die klassischen Vollpreisspiele für den PC, einen Aufwind erfuhren: Mit rund 300 Millionen US-Dollar lag der Umsatz 13 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums.

Drei Viertel des Umsatzes stellen Ingame-Käufe

Ebenfalls um rund 13 Prozent angestiegen ist der Umsatz mit Ingame-Käufen und Mikrotransaktionen, wobei der Präfix der Summe zunehmend unangemessen erscheint: In Rahmen der Angebote wurden in wenigen Tagen über 3,3 Milliarden US-Dollar umgesetzt, wobei hauptsächlich Loot-Boxen und Skins erworben wurden. Insbesondere Call of Duty: Modern Warfare (Test) und Death Stranding profitierten. Im Mobile-Segment war derweil Call of Duty Mobile eine treibende Kraft: Der Umsatz mit Ego-Shootern für Mobilgeräte wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 52 Prozent auf 108 Millionen US-Dollar in Europa und den USA allein.

Bei den Zahlen sollte jedoch auch berücksichtigt werden, dass der Anteil an digitalen Transaktionen an der Gesamtheit der Videospiel-Käufe stets wächst: Im vergangenen Jahr gaben noch rund 27 Prozent der befragten US-Amerikaner an, Spiele überwiegend physisch zu erwerben; im November 2019 waren es nur noch 16 Prozent. Dazu tragen laut SuperData vor allem Abonnement-Systeme bei. Im gesamten Jahr 2019 wird der Umsatz mit entsprechenden Diensten voraussichtlich bei rund 784 Millionen US-Dollar liegen, für das Jahr 2020 hingegen liegt die Prognose bei 1,15 Milliarden US-Dollar.