Acer CB342CKC: 34-Zoll-Monitor mit UWQHD, IPS und USB-C

Michael Günsch 28 Kommentare
Acer CB342CKC: 34-Zoll-Monitor mit UWQHD, IPS und USB-C
Bild: Acer

Ab Mai steht mit dem Acer CB342CKC ein neuer 34-Zoll-Monitor mit 3.440 × 1.440 Pixeln (UWQHD) im 21:9-Format im Handel. Das IPS-Display unterstützt FreeSync, ist mit 75 Hertz aber kein Gaming-Modell. Der Hersteller wirbt mit DisplayHDR 400 und USB Typ-C.

Der Acer CB342CKC lässt sich wie der neue Philips 346P1CRH als moderner Office-Monitor in diesem Format beschreiben. Doch jenseits der Größe und Auflösung gibt es große Unterschiede. Statt des gekrümmten VA-Panels bei Philips besitzt der Acer-Neuling ein flaches IPS-Panel mit 8 Bit Farbtiefe. Acer spricht zwar von einer Farbgenauigkeit „auf dem Level professioneller Bild- und Videobearbeitung“, untermauert dies aber nicht mit Fakten wie einer Werkskalibrierung oder anderen Zertifizierungen. Nicht einmal die Farbraumabdeckung wird bei der Ankündigung erwähnt.

Während das Philips-Pendant für flüssigere Spieldarstellung eine Bildwiederholrate von 100 Hz liefert, sind es beim Acer CB342CKC nur 75 Hz, was gegenüber dem Standardwert von 60 Hz lediglich einen kleinen Vorteil bedeutet. Adaptive-Sync und damit AMD FreeSync unterstützen beide Modelle. Die Reaktionszeit von 1 ms gilt für die Moving Picture Response Time (MPRT) und nicht für den Grauwechsel (G2G). Acer spricht dabei von „Visual Response Boost“, was nur eine von vielen Bezeichnungen für Backlight-Strobing gegen Bewegungsunschärfe darstellt.

Klärungsbedarf bei den Spezifikationen

Ein zumindest im ausgeschalteten Zustand nahezu rahmenloses Design kombiniert Acer mit einem silbernen Standfuß, mit dem sich das Display in Höhe und Neigung verstellen sowie horizontal schwenken lässt. Bei den Anschlüssen ist „USB-Type-C 3.1“ vertreten, doch bleibt angesichts der neuen Namen der USB-3-Standards unklar, welcher davon konkret gemeint ist.

Eine Produktseite für die Variante CB342CK nennt viermal USB 3.0 sowie einmal DisplayPort und zweimal HDMI. Dort ist auch von 250 cd/m² Helligkeit die Rede, obgleich das Display punktuell mindestens 400 cd/m² erreichen muss, um die in der Pressemitteilung erwähnte DisplayHDR-400-Zertifizierung zu bekommen. Für Fragezeichen sorgt auch die Angabe von 700:1 beim Kontrastverhältnis, das bei IPS-Monitoren üblicherweise mit 1.000:1 angegeben wird. Die Redaktion hat ein Datenblatt zum CB342CKC zur Klärung der Spezifikationen angefragt und wird den Artikel bei Ankunft aktualisieren.

Preis erscheint hoch

Angesichts der vergleichsweise geringen Ausstattung gegenüber dem nur 40 Euro teureren Philips 346P1CRH mit mehr Hertz, KVM-Funktion, Webcam sowie mehr Kontrast und Helligkeit, erscheinen die 549 Euro (UVP) für den Acer CB342CKC recht hoch gegriffen.

Update 25.03.2020 16:08 Uhr

Acers PR-Agentur hat inzwischen einige Fragen der Redaktion zum Monitor Acer CB342CKC beantwortet. Ein ausführliches Datenblatt liege aber noch nicht vor. Bei Helligkeit und Kontrast seien die Werte 400 cd/m² und 1.000:1 korrekt. Beim USB-Anschluss herrscht weiter Unklarheit, denn auch die Angabe „USB Type-C 3.1 mit 65 W Ausgangsleistung“ entspricht nicht der aktuellen (und verwirrenden) Nomenklatur des USB-Gremiums. Bestätigt wurde, dass es weder eine Werkskalibrierung noch eine damit verbundene Angabe zum Farbabstand (Delta E) für den Monitor gibt, der 99 Prozent des sRGB-Spektrums abdecken soll.