The Division 2 im Test: Benchmarks und Fazit

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Wolfgang Andermahr 238 Kommentare

Benchmarks in Full HD, WQHD und Ultra HD

The Division 2 braucht eine schnelle Grafikkarte, was sich auch mit dem DLC Warlords of New York nicht geändert hat. In 1.920 × 1.080 ist für 60 FPS bei Ultra-Details mindestens eine GeForce GTX 1080, GeForce RTX 2060, Radeon RX Vega 56 oder Radeon RX 5600 XT nötig. Für 2.560 × 1.440 muss es bei denselben Details dann schon mindestens eine GeForce RTX 2070 Super oder Radeon RX 5700 XT sein, in 3.840 × 2.160 auch bei reduzierten Details eine GeForce RTX 2080 Super. Im Vergleich zum alten Schauplatz Washington zeigt sich New York nicht fordernder am oberen Ende. Die Worst-Case-Szenarien sind ziemlich gleich. Allerdings liegt in New York die durchschnittliche Framerate etwas unterhalb der alten Karte.

Die GPU-Architektur spielt in The Division 2 eine große Rolle, denn es zeigt sich durchgängig, dass Nvidias alte Generation Pascal so einige Schwierigkeiten mit dem Spiel hat. Gegenüber allen anderen 3D-Beschleunigern sind die Pascal-Modelle nämlich meist massiv unterlegen und schneiden deutlich schlechter ab als durchschnittlich in AAA-Spielen.

Pascal hat klar das Nachsehen gegen Turing und Radeon

So ist die GeForce GTX 1080 normalerweise ein ebenbürtiger Gegner für die Radeon RX Vega 64. In The Division 2: Warlords of New York ist die AMD-Karte aber mit einem Plus von 21 Prozent in Full HD und von 20 Prozent in WQHD deutlich schneller. Dasselbe Bild erstreckt sich über alle Preisklassen. Nvidias neue Turing-Generation ist dagegen deutlich schneller. Die GeForce GTX 1650 Super ist gewöhnlich 5 Prozent flotter als die GeForce GTX 1060. In dem Loot-Shooter beträgt das Plus dagegen deutlich höhere 21 Prozent.

AMDs alte GCN-Technik hat die Probleme derweil nicht. Sowohl die Radeon RX 580 als auch die Radeon RX Vega 64 schlagen sich sehr gut. In dem Spiel ist die Radeon RX Vega 64 gar nur 11 bis 13 Prozent von der Radeon RX 5700 XT mit der neuen RDNA-Technik entfernt, gewöhnlich liegt das Plus bei höheren 20 bis 22 Prozent. Das Duell Turing gegen RDNA kann AMD mit einem kleinen Sieg für sich verbuchen. Die GeForce RTX 2070 ist zwar wie gewohnt schneller als die Radeon RX 5700 XT, was primär auf ein Plus von 5 bis 9 Prozent bei den FPS hinausläuft – gewöhnlich ist die Nvidia-Karte 10 bis 11 Prozent flotter. Bei den Frametimes liegt die Radeon RX 5700 XT in Full HD aber gar um 2 Prozent vorne und in WQHD beträgt der Rückstand ebenso nur 2 Prozent.

Die Frametimes sind hervorragend

The Division 2 hatte mit DirectX 12 schon immer sehr gute Frametimes und das ändert sich auch mit dem DLC Warlords of New York nicht. Das Spiel ist auf allen vier Grafikkarten dazu in der Lage, die einzelnen Bilder in sehr gleichmäßigen Abständen auszugeben. Gelegentlich gibt es zwar kleinere Unregelmäßigkeiten, doch sind diese eben nur klein und fallen damit nicht auf. The Division 2 fühlt sich daher selbst mit recht geringen Frameraten noch ordentlich an, auch wenn mehr FPS die Steuerung deutlich flüssiger machen.

CPU-Benchmarks mit neun verschiedenen Prozessoren

Wie die Benchmarks auf einer GeForce RTX 2080 Ti FE in Full HD unter DirectX 12 zeigen, macht The Division 2 – Warlords of New York mit einer Vier-Kern-CPU, so lange nicht auch Hyper-Threading geboten wird, nur wenig Spaß. Der Core i3-8100 mit vier Kernen und nur vier Threads kommt zwar noch auf eine ordentliche Framerate, allerdings bleibt das Bild bei maximalen Grafikdetails in den detaillierten Straßen von New York immer mal wieder hängen – echten Spielspaß gibt es erst mit reduzierten Details. Alle anderen Testkandidaten bieten dagegen eine gute Spielbarkeit.

Schon der Core i7-7700K mit ebenfalls nur vier Kernen, aber aktiviertem Hyper Threading bietet mal eben doppelt so viele FPS und fast dreimal so hohe Frametimes. AMDs älterer Ryzen 5 1600X muss sich um 13 Prozent bei der Framerate und hohe 27 Prozent bei den Frametimes geschlagen geben – bei letzteren werden damit 60 FPS nicht gehalten.

Der Ryzen 5 2600X legt dann 17 Prozent bei den FPS und ordentliche 28 Prozent bei den Frametimes zu, sodass dann auch dort die 60-FPS-Marke fällt. Bei den FPS reicht es damit für einen Gleichstand zum Intel-Ableger, bei den Frametimes ist er dagegen immer noch besser. Intels Consumer-Flaggschiff Core i9-9900K ist die schnellste CPU in The Division 2 – Warlords of New York und erhöht die FPS gegenüber dem Core i7-7700K nochmals um 19 Prozent und die Frametimes um 22 Prozent. Der Core i7-8700K liegt nahe am größeren Bruder.

CPU-Tests auf einer RTX 2080 Ti FE – 1.920 × 1.080
  • FPS, Durchschnitt:
    • Intel Core i9-9900K (8K/16T)
      128,6
    • AMD Ryzen 9 3900X (12K/24T)
      125,7
    • Intel Core i7-8700K (6K/12T)
      125,4
    • AMD Ryzen 7 3700X (8K/16T)
      125,3
    • AMD Ryzen 5 3600 (6K/12T)
      124,8
    • AMD Ryzen 5 2600X (6K/12T)
      109,8
    • Intel Core i7-7700K (4K/8T)
      107,7
    • AMD Ryzen 5 1600X (6K/12T)
      93,5
    • Intel Core i3-8100 (4K/4T)
      53,7
  • 99,8th Percentile (Frametimes in FPS):
    • Intel Core i9-9900K (8K/16T)
      86,3
    • AMD Ryzen 9 3900X (12K/24T)
      82,7
    • AMD Ryzen 7 3700X (8K/16T)
      82,1
    • AMD Ryzen 5 3600 (6K/12T)
      81,0
    • Intel Core i7-8700K (6K/12T)
      80,2
    • Intel Core i7-7700K (4K/8T)
      71,0
    • AMD Ryzen 5 2600X (6K/12T)
      66,6
    • AMD Ryzen 5 1600X (6K/12T)
      52,0
    • Intel Core i3-8100 (4K/4T)
      26,2

Die Ryzen-3000-CPUs liegen sehr nahe beieinander

AMDs Ryzen-3000-Generation auf Basis von Zen 2 macht in dem Loot-Shooter einen großen Sprung gegenüber dem Vorgänger. Der Ryzen 5 3600 als Quasi-Nachfolger des Ryzen 5 2600X zeigt 14 Prozent höhere FPS und 22 Prozent bessere Frametimes. Damit arbeitet der Ryzen 5 3600 so schnell wie der Core i7-8700K, der Rückstand zum Core i9-9900K beträgt geringe drei respektive sechs Prozent. Mit dem Ryzen 7 3700X und dem Ryzen 9 3900X legen die AMD-CPUs kaum noch zu, letzterer ist nur ein bis zwei Prozent schneller. Das zeigt, dass The Division 2 – Warlords of New York zumindest in praxisnahen Grafikeinstellungen von mehr als sechs CPU-Kernen nicht profitieren kann.

Bei den durchgeführten CPU-Benchmarks geht es nicht darum zu zeigen, welcher Prozessor theoretisch eine bessere Performance in The Division 2 – Warlords of New York zeigt. Das Ziel der Tests ist es herauszufinden, ob der Prozessor in realitätsnahen Einstellungen Auswirkungen auf das Spielgeschehen hat. Deshalb gibt es keine Benchmarks in sehr niedrigen Auflösungen, die die Grafikkarte so wenig wie möglich belasten. Stattdessen ist Full HD bei vollen Grafikdetails das häufigste Szenario für die CPUs, das im Spielalltag genutzt wird.

Fazit

New York aus dem DLC Warlords of New York sieht in The Division 2 auf dem PC genauso gut aus wie Washington aus dem Original. Und damit wirkt die neue Stadt visuell teils beeindruckend, teils aber auch nur „in Ordnung“. Die optische Qualität schwankt damit erneut recht stark, die Nacht und die Innenräume sind nach wie vor keine große Freude für die Augen. Da in erster Linie aber auf den Straßen der heruntergekommenen Stadt gekämpft wird, hat der Spieler meist viel Freude mit der Grafik.

Sie wirklich genießen zu können, setzt aber schnelle Hardware voraus. Auch wenn die Details reduziert werden, braucht es eine schnelle Grafikkarte – und wie die CPU-Benchmarks in Kürze zeigen werden, auch einen aktuellen Prozessor. Die zahlreichen Details der Spielwelt fordern diesbezüglich ihren Tribut. Am auffälligsten bei den Benchmarks ist das durchweg schlechte Abschneiden von Nvidias alter Generation Pascal. Der Nachfolger Turing sowie AMDs konkurrierende Techniken GCN und RDNA sind deutlich schneller in dem Spiel unterwegs.

The Division 2 – Warlords of New York im Test

Erneut ein Muss ist DirectX 12 als API. Die Low-Level-API arbeitet mit in Verbindung mit einem halbwegs flotten Prozessor teils deutlich besser als DirectX 11. Und da die PC-Version von The Division 2: Warlords of New York zumindest im Test keinerlei Probleme mit DirectX 12 gezeigt hat, sollte durchweg die aktuelle API genutzt werden.

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