Vermeer und Navi 2X: Zen 3 und RDNA 2 erscheinen wie geplant in 7 Nanometer

Sven Bauduin 175 Kommentare
Vermeer und Navi 2X: Zen 3 und RDNA 2 erscheinen wie geplant in 7 Nanometer
Bild: AMD

Nachdem die Gerüchteküche Ryzen 4000 („Vermeer“) bereits in 5 nm gehandelt hat, bestätigt AMD auf seiner jüngsten offiziellen Roadmap sowohl die für Ende des Jahres erwarteten Desktop-Prozessoren auf Basis von Zen 3 als auch die kommenden Radeon-Grafikkarten mit Navi X2 auf Basis von RDNA 2 wie geplant im 7-Nanometer-Node.

Gerüchte, nach denen bereits Vermeer im verfeinerten 5-nm-Fertigungsprozess (N5+) bei TSMC vom Band laufen soll, sind damit offiziell vom Tisch und waren ohnehin von zweifelhafter Natur.

Neue „alte“ Roadmaps zu Zen 3 und RDNA 2

In einer Präsentation unter dem Motto Leadership High-Performance Computing (PDF) zeigte AMD zwei aktuelle Roadmaps, die sich bis ins Jahr 2022 erstrecken und sowohl Zen 3 als auch RDNA 2 in 7 Nanometer offiziell bestätigen.

Demnach erscheint erst Zen 4 alias AMD Ryzen 5000 zwischen 2021 und 2022 im viel zitierten 5-Nanometer-Node, und Grafikchips vom Typ Navi 3X auf Basis von RDNA 3 sollen im gleichen Zeitraum in einem „Advanced Node“ erscheinen. Vor allem bei Grafiklösungen sollen die Leistungssprünge sehr groß ausfallen, die Mischung aus vielen Optimierungen und Anpassungen inklusive gesteigerten Taktraten soll viel schnellere Grafikkarten ermöglichen.

Die neuen Roadmaps sind aktuell und repräsentieren den Stand Juni 2020.

Kein Wort zu einem möglichen „Matisse Refresh“

In seiner aktuellen Präsentation verliert AMD allerdings kein Wort über einen möglichen „Matisse Refresh“, der in Form der drei gehandelten Prozessoren Ryzen 5 3600XT, Ryzen 7 3800XT und Ryzen 9 3900XT, die sich mit höheren Taktraten bereits im französischen Einzelhandel gezeigt haben, noch vor Vermeer erscheinen könnte.

Milan soll 13 Prozent mehr Leistung als Rome bieten

Wie Planet 3DNow! berichtet, sollen Server-Prozessoren vom Typ Milan auf Basis von Zen 3 mindestens 13 Prozent mehr Leistung haben als die AMD Epyc 7002 („Rome“).

Hierzu wurden simulierte Daten des „Anvil“ Supercomputers der Purdue Universität mit aktuellen Supercomputern verglichen. Nach Angaben der Purdue Universität soll „Anvil“ auf 1.000 AMD Epyc („Milan“) basieren.

Die Redaktion dankt den Community-Mitgliedern „Rockstar85“ und „Ned Flanders“ für ihre Hinweise zu dieser Meldung.