B550-Mainboards von Asus: Die Audio-Highlights der neuen AM4-Platinen [Anzeige]

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B550-Mainboards von Asus: Die Audio-Highlights der neuen AM4-Platinen [Anzeige]
Bild: Asus

tl;dr: Fast ein Jahr nach Vorstellung der Ryzen-3000-CPUs ist sie endlich da: Die günstigere Ausführung der neuen AM4-Plattform mit B550-Chipsatz, die das volle Potential der Zen-2-CPUs zu nutzen weiß. Asus präsentiert zum Start elf Platinen in den Serien ROG Strix, TUF Gaming und Prime. Einige besondere Features im Überblick.

Das sind die B550-Mainboards von Asus

Auf den neuen Mainstream-Mainboards kommt statt des seit Juli 2019 verfügbaren X570-Chipsatzes der B550-Chipsatz zum Einsatz. Auch er kann mit PCI Express 4.0 umgehen, ermöglicht das Übertakten aller Ryzen-Prozessoren und wird auf vielen Platinen mit modernen Schnittstellen wie 2,5-Gbit/s-Ethernet und Wi-Fi 6 kombiniert. Asus nutzt den Wechsel von B450 auf B550 darüber hinaus zur Optimierung der Stromversorgung und Kühlung sowie zur Umsetzung spezieller Funktionen, die den Bereich Audio im Fokus haben. Dazu gehören:

  • AI-Noise-Canceling-Microphone (Serien ROG Strix & TUF Gaming)
  • Ein Audio-USB-Typ-C-Anschluss (ROG Strix B550-E & -I Gaming)
  • SupremeFX Audio (Serie ROG Strix)
  • BIOS FlashBack (Serien ROG Strix & TUF Gaming)

Elf B550-Platinen in drei Serien

Von Asus gibt es zum Start der Plattform elf Mainboards in drei Serien: Strix, TUF und Prime. An Spieler richten sich die Serien ROG Strix und TUF Gaming. Angeboten werden die Formate ATX, mATX und Mini-ITX.

  • Die vier Platinen der ROG-Strix-Serie vereinen bekannte ROG-Funktionen mit aufregenden Designs mit klarem Fokus auf Gamer. Mit garantierter ROG-Performance und Cyberpunk-Ästhetik in einer Vielzahl an Formfaktoren liefern die ROG-Strix-Gaming-Platinen eine unschlagbare Leistung mit einer ordentlichen Portion Style. Alle Mainboards der Serie bieten Ethernet mit 2,5 Gbit/s, die WLAN-Varianten Wi-Fi 6 sowie AI-Noise-Canceling-Microphone und einen speziellen Audio-Codec.
  • Auch die drei Platinen der TUF-Gaming-Serie unterstützten alle Funktionen der Ryzen-3000-CPUs und kombinieren sie mit Gaming-Features und bekannt hoher Haltbarkeit zu einem günstigeren Preispunkt. Gegenüber der letzten Generation wurde die Spannungsversorgung der CPU ausgebaut, alle wesentlichen Komponenten werden umfassend passiv gekühlt. Auch die Mainboards dieser Serie bieten Ethernet mit 2,5 Gbit/s, die WLAN-Varianten Wi-Fi 6 sowie AI-Noise-Canceling-Microphone.
  • Die vier Platinen der Prime-Serie bieten Systemintegratoren eine Basis, um das volle Potential von Ryzen 3000 inklusive PCI Express 4.0 in einer Vielzahl an Formaten zu günstigen Kostenpunkten heben zu können.

Das kann der B550-Chipsatz

Bisher konnte PCI Express 4.0 der Ryzen-3000-CPUs auf Basis von Matisse nur mit dem X570-Chipsatz genutzt werden. Mainboards mit B550-Chipsatz beherrschen den Standard jetzt auch. Die 20 PCI-Express-4.0-Lanes der Ryzen-3000-CPUs werden auf B550-Mainboards für einen x16-Grafikkarten-Steckplatz und in der Regel einen mit vier Lanes angebundenen M.2-Steckplatz für die modernsten NVMe-SSDs genutzt. Hinzu kommen weitere vier USB-3.2-Gen-2-Ports von der CPU, die auch in SATA gewandelt werden können.

AMDs B550-Chipsatz
AMDs B550-Chipsatz

Auch über den Chipsatz selbst können B550-Mainboards Komponenten in Zukunft deutlich schneller anbinden: Er bietet jetzt 10 Lanes nach PCI Express 3.0 statt 6 Lanes nach PCI Express 2.0 beim B450. Zweimal USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s), zweimal USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s) und sechsmal USB 2.0 (480 Mbit/s) sowie vier SATA-Ports gehören zu den weiteren Schnittstellen des B550. Zwei der PCIe-Lanes können auch für zwei weitere SATA-Ports konfiguriert werden. AMD sieht nicht vor, dass der B550 aktiv gekühlt wird.

Die I/O-Schnittstellen der Chipsätze und CPUs von AMD für den Sockel AM4
X570 B550 X470 B450 Ryzen 3000 (CPU)
PCIe 4.0 16 0 0 0 24 (20*)
PCIe 3.0 0 10 0 0 0
PCIe 2.0 0 0 8 6 0
USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) 8 2 2 2 4
USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s) 0 2 6 2 0
USB 2.0 (480 Mbit/s) 4 6 6 6 0
SATA 6 Gbit/s 4 (max. 12****) 4 (max. 6*****) 6 4 2**
SATA-RAID ? ? 0/1/10 0/1/10
Übertakten Ja Ja Ja Ja
CrossFire/SLI ja / ja ja / ? ja / ja ja*** / –
*Bei X570/B550/X470/X370/B450/B350/A320 sind 4 PCIe-Lanes für die Chipsatzanbindung belegt
**SATA-Ports kosten 2 weitere PCIe-Lanes des SoCs
***CrossFire-Support durch eigene Lösungen der Mainboard-Hersteller

****Statt 8 × PCIe 4.0 ist 8 × SATA möglich
*****Statt 2 × PCIe 3.0 ist 2 × SATA möglich

Übertakten mit allen Ryzen auch auf B-Chipsätzen

Wie von AMD bekannt, erlaubt auch der neue B-Chipsatz das Übertakten aller Ryzen-Prozessoren – es bedarf weder des Top-Chipsatzes noch bestimmter Prozessoren. Asus' ROG-Strix-Serie mit B550 bietet sich besonders dazu an, von dem ab Werk brachliegenden Leistungspotential der CPU durch Übertakten zu profitieren. Die Stromversorgung der CPU nutzt Asus Teamed Power Stages. Auch RAM-OC schiebt der B550-Chipsatz keinen Riegel vor.

AI-Noise-Canceling-Microphone

Die B550-Mainboards der Serien ROG Strix und TUF Gaming sind Asus' erste Platinen, die das Feature AI-Noise-Canceling-Microphone bieten. Es filtert Hintergeräusche wie Stimmen, Musik, Tastatureingaben oder Mausklicks aus dem Audiosignal und macht die Teamkommunikation im Gefecht so deutlich verständlicher. Der AI-Algorithmus greift auf eine mittels Deep Learning generierte Datenbank zu und belastet den Prozessor dabei nur minimal. Spieler erhalten den besseren Klang also ohne Einbußen im Gameplay.

AI-Noise-Canceling-Microphone unterstützt Mikrofone, die über 3,5-mm-Klinke, USB oder Bluetooth angeschlossen werden.

SupremeFX S1220A: Perfekter Klang mit ROG Strix

Die vier ROG-Strix-Platinen setzen mit dem Audio-Codec SupremeFX S1220A auf eine exklusiv nur bei Asus anzutreffende Lösung, die mit einem erweiterten Rauschabstand von 113 Dezibel aufwartet. Simultan zu einem 7.1-Signal kann dank zehn DACs auch ein Stereosignal ausgegeben werden.

Exklusiver Audio-Codec SupremeFX S1220A
Exklusiver Audio-Codec SupremeFX S1220A (Bild: Asus)

Der neue Virtual-Audio-Mixer in Sonic Studio richtet sich an alle Streamer: Ohne Zusatz-Software erlaubt er das Zusammenführen ausgewählter Audiostreams mit dem Mikrofonsignal auf Treiberebene. Das vereinfacht es wiederum, mit Streaming-Plattformen wie OBS oder Xsplit alle gewünschten Audiosignale zu berücksichtigen.

Der ganz besondere USB-Typ-C-Anschluss

Die Platinen ROG Strix B550-E Gaming und ROG Strix B550-I Gaming warten in Sachen Audio mit noch einer Besonderheit auf: dem Audio-USB-Typ-C-Anschluss. Er erlaubt es, USB-Headsets mit Typ-C-Stecker am Kabel mit dem System zu verbinden, ohne dass ein klassischer USB-3.x-Anschluss mit Typ-C-Stecker belegt wird. Die Stromversorgung dieses Anschlusses wird darüber hinaus gesondert gefiltert. Im Lieferumfang liegt ein Adapter für Headsets oder Kopfhörer mit 3,5-mm-Klinke bei.

Ein USB-Typ-C-Anschluss speziell für Audio
Ein USB-Typ-C-Anschluss speziell für Audio (Bild: Asus)

BIOS FlashBack: Updates ganz ohne CPU

Was tun, wenn das neu gekaufte Mainboard eine CPU zwar grundsätzlich unterstützt, das ab Werk installierte BIOS aber noch nicht? Hat man einen unterstützten Prozessor zur Hand, nimmt man ihn für das Update und wechselt dann. Aber was, wenn keine solche CPU zur Verfügung steht?

Wer ein Mainboard mit BIOS FlashBack gekauft hat, kommt trotzdem ans Ziel, denn diese Platinen erlauben ein BIOS-Update ganz ohne installierte CPU oder Speicher. Ein nach FAT32 formatierter USB-Stick mit dem neuen BIOS genügt. Alle B550-Mainboards der Serien ROG Strix und TUF Gaming unterstützen BIOS FlashBack.

Eine runde Sache: ROG Strix und TUF Gaming mit B550

Zusammengefasst erhalten Spieler auf der Suche nach einer topaktuellen Gaming-PC-Plattform mit B550-Mainboards der Serien Asus ROG Strix und TUF Gaming ab sofort eine sehr interessante und kostengünstigere Alternative zu den X570-Mainboards für Ryzen 3000, die alle für Spieler interessanten Vorzüge der Zen-2-CPUs ebenfalls zu nutzen weiß.

Und mit abermals optimierter Stromversorgung und Kühlung sowie neuen Features profitieren Käufer bei Asus auch abseits des neuen Chipsatzes vom technischen Fortschritt. Eine ausführliche Übersicht aller B550-Platinen liefert die Website des Herstellers.