Logitech & Herman Miller: Der teuerste Gaming-Stuhl kostet vierstellig

Max Doll 255 Kommentare
Logitech & Herman Miller: Der teuerste Gaming-Stuhl kostet vierstellig
Bild: Herman Miller

In Kooperation mit Logitech hat der Luxusmöbelhersteller Herman Miller den bislang teuersten Gaming Chair auf den Markt gebracht. Bei dem Embody Gaming Chair handelt es sich um den bereits länger erhältlichen Embody-Bürostuhl des Unternehmens, der leicht modifiziert wurde. Der Preis bleibt vierstellig.

Der Embody soll den Körper beim Sitzen im Büro unterstützen und eine natürliche Haltung des Rückens und Beckens begünstigen. Zu diesem Zweck wird durch Form und Widerstand der Rückenlehne die Haltung des Körpers beim Stehen imitiert, weitere Verstellmöglichkeiten erlauben die Anpassung der Form an die Wirbelsäule. Sitz und Lehne, schreibt Herman Miller, würden zudem den Druck beim Sitzen durch 150 Punkthalterungen gleichmäßig verteilen.

Anpassungen für Spieler

Spielen über eine längere Zeit sei jedoch ein anderes Anforderungsszenario als das Sitzen im Büro, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Deshalb sei der Embody-Stuhl auf dieses Szenario hin angepasst worden. Einen Seitenhieb auf andere Gaming-Stühle können sich die Unternehmen nicht verkneifen: Traditionelle Gaming-Stühle würden sich „typischerweise auf das Aussehen konzentrieren“, seien aber unbequem und würden zu nachlassender Leistung aufgrund der höheren Beanspruchung des Körpers führen.

Da Spieler bis zu dreimal länger als Büroarbeiter vor dem Schreibtisch sitzen würden, besitzt der Embody Gaming Chair Kühlschaum unter der Sitzfläche, der die Temperatur der Beine regulieren soll. In der Lehne findet sich ein zusätzliches Schaumstoff-Element, das die beim Spielen aufrechte Sitzposition unterstützen soll. Die maximale Belastbarkeit liegt bei 158 Kilogramm laut Pressemitteilung, auf der Homepage werden aber nur 136 Kilogramm genannt.

Der Preis: hoch

Anders als der herkömmliche Embody lässt sich die Gaming-Ausführung nicht weiter konfigurieren. Die Rückenlehne wird stets in Logitech-Cyan gefärbt, die Vorderseite aus Polyester bleibt wie Sitzgestell und Stuhlkreuz Schwarz. Damit kostet diese Variante etwas weniger als der rund 1.400 Euro teure Embody. Aufgerufen werden bei Herman Miller sowie im Logitech-Webshop 1.276 Euro. Zwölf Jahre Garantie und der Versand sind im Preis inbegriffen.

Außerdem verfügbar: Monitorarm und Gaming-Tisch

Parallel bietet Herman Miller einen höhenverstellbaren Tisch mit matter Furnieroberfläche und einer Belastbarkeit von 75 Kilogramm an. Der Nevi Desk kostet 1.097 Euro. Das Gaming-Angebot wird durch den Monitor-Arm Ollin für 189 Euro komplettiert. Dieser kann 9 Kilogramm schwere Monitore mit VESA-Halterung fassen und lässt sich 674 Millimeter in horizontaler und 346 Millimeter in vertikaler Richtung bewegen sowie um 80 Grand nach hinten und 10 Grad nach vorne neigen. Auch das Drehen des Monitors ist möglich.