TSMC-Quartalszahlen: Acht Prozent des Umsatzes bereits von 5-nm-Chips

Volker Rißka 58 Kommentare
TSMC-Quartalszahlen: Acht Prozent des Umsatzes bereits von 5-nm-Chips
Bild: Apple

TSMC hat wie erwartet ein sehr gutes drittes Quartal vermeldet. Der Umsatz stieg um über 20 Prozent, der Gewinn legte ebenfalls deutlich zu. Bereits acht Prozent der Waferumsätze gehen dabei auf die 5-nm-Fertigung zurück, die bislang nahezu vollständig an Apple geht.

Einmal mehr wird damit deutlich, wie groß Apple als Kunde für TSMC ist. Nicht nur hat der Konzern dieses Mal seine vier neuen iPhones mit einen 5-nm-Chip bestückt, sondern zuvor auch bereits ein neues iPad mit gleichem SoC aufgelegt. Die Auftaktproduktion bei TSMC für das wichtigste vierte Quartal im Verkauf für Apple dürfte damit schnell die 100-Millionen-Marke erreicht haben.

Umsatz nach Fertigungsstufe
Umsatz nach Fertigungsstufe (Bild: TSMC)

Zur Umsatzsteigerung beigetragen hat auch TSMCs Fabrikneubau, der in puncto der ausgelieferten Wafer sichtbar wird. Denn die 5-nm-Chips kommen alle aus einem Fabrikneubau, während die bisherigen Fabs ihre Produktion vor allem an 16- und 7-nm-Chips mit jeweiligem Umsatzanteil von 18 respektive 35 Prozent unvermindert fortsetzen können. So konnte TSMC binnen eines Jahres die ausgelieferte Kapazität um 18,6 Prozent erhöhen, 3,24 Millionen äquivalente 300-mm-Wafer wurden bereitgestellt. Dies ist aber nicht das reine Kapazitätswachstum von TSMC, sondern nur der Quartalsvergleich.

Hohe Gewinne für neue Fabriken

Um 21,6 Prozent steigt letztlich der Umsatz im dritten Quartal 2020, 356 Milliarden New Taiwan Dollar, oder umgerechnet 12,1 Milliarden US-Dollar, wurden erwirtschaftet. Der Nettogewinn lag bei umgerechnet knapp 4,7 Milliarden US-Dollar und gibt damit TSMCs Bestreben finanziellen Rückhalt, für neue Fertigungsschritte auch neue Fabrikanlagen zu bauen.

Genau das plant TSMC bei der nächsten Ausbaustufe in 3 nm und auch 2 nm erneut. Gerüchten zufolge soll Apple bei einem Forschungskomplex von TSMC beteiligt sein, bei dem die 2-nm-Fertigung im Fokus steht, bei dem TSMC erstmals Gate-All-Around (GAA) einsetzen wird, um die klassischen FinFETs ablösen. Apple will die Position an der Spitze der Fertigungskette, sofern möglich, nicht aufgeben.