Purism Librem Mini Version 2: Mini-PC speziell für Linux wird mit Comet Lake-U aufgewertet

Frank Meyer
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Purism Librem Mini Version 2: Mini-PC speziell für Linux wird mit Comet Lake-U aufgewertet
Bild: Purism

Den Small-Form-Factor-PC (SFF) Librem Mini in der Größe eines Intel-NUC bietet der für seine Linux-Notebooks bekannte Hersteller Purism fortan mit einem Intel Core i7 der Generation Comet Lake an. Wie üblich setzt der Mini-PC mit vier Kernen und acht Threads sowie bis zu 64 GB RAM auf freie Betriebssysteme mit Linux.

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SFF-PC mit Intel-Comet-Lake – speziell für Linux

Im März dieses Jahres von Purism als ein Experiment gestartet, hat der Neueinsteiger bei kleinen und leichten Mini-PCs auf Basis von Linux den Librem Mini nun in Version 2 aufgelegt. Anstatt einer aktiv gekühlten Intel-CPU der Baureihe Whiskey Lake kommt bei der Neuauflage ein neuerer Notebook-Prozessor der Familie Comet Lake-U mit 15 Watt TDP und vier Kernen zum Einsatz. Der Wechsel vom Core i7-8565U auf den im optimierten Fertigungsverfahren hergestellten Core i7-10510U bedeutet einen Anstieg des Maximaltaktes auf bis zu 4,9 GHz bei Einkernlast. Der Basistakt liegt bei 1,8 GHz.

Die Grundfläche bleibt mit 128 × 128 mm (B × T) unverändert und auch die Bauhöhe von 38 mm ist im Vergleich zur Erstauflage des kompakten PC-Systems weiterhin kaum größer konzipiert als die eines Intel-NUC der 10. Generation mit dem Codenamen Frost Canyon (Test). Der Librem Mini hat sich in Version 2 äußerlich nicht verändert und wiegt in der Grundausstattung 1 kg.

Purism Librem Mini
Purism Librem Mini (Bild: Purism)
Purism Librem Mini
Purism Librem Mini (Bild: Purism)

Auch bei der Ausstattung belässt es Purism bei den altbekannten Schnittstellen. In zwei SO-DIMM-Slots wird DDR4-RAM bis 2.400 MHz und maximal 64 GB unterstützt. Die integrierte Intel-Grafik UHD 620 ermöglicht eine Videoausgabe mit 4K-Auflösung bei 60 Hz über HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.2. Die Grafikeinheit bietet darüber hinaus eine native Hardwarebeschleunigung für 4K-Videos in H.265 oder VP9. Für Massenspeicher ist ein Steckplatz für eine M.2-SSD vorgesehen, der über vier Lanes angebunden ist und das NVMe-Protokoll unterstützt. Außerdem kann eine weitere SSD respektive HDD im 2,5-Zoll-Formfaktor mit SATA-Port und einer maximalen Höhe von 7 mm verbaut werden.

Wahlweise mit WLAN-Modul von Atheros mit freier Firmware

Neben einem klassischen Gigabit-LAN-Anschluss kann der kleine Linux-PC die Verbindung zum Netzwerk über ein optional angebotenes WLAN-Modul herstellen, das nach älterem 802.11n-Standard (Wi-Fi 4) spezifiziert ist. Die Besonderheit dabei: Der NIC stammt von Atheros und bietet eine freie Firmware. Für den Sound gibt es außerdem eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Ein USB-Typ-C- sowie vier Typ-A-Anschlüsse sind über USB 3.1 Gen1 (ehemals USB 3.0) angebunden. Zwei weitere USB-2.0-Ports werden zusätzlich geboten.

Der hohe Aufpreis für Arbeits- und Massenspeicher bleibt

Purism bietet den Librem Mini auch in einer Upgrade-Variante direkt ab Werk mit der freien Firmware Coreboot an. Alternativ dazu kann bei der Konfiguration auf der Herstellerseite die Kombination aus Pureboot und Librem Key gewählt werden, um beim Bootvorgang eine höhere Sicherheit zu gewährleisten. Als Betriebssystem kommt das hauseigene PureOS zum Einsatz, das auf Debian basiert. In der Basisausstattung mit 8 GB RAM und einer vorinstallierten, 256 GB fassenden M.2-SSD kostet der Librem Mini Version 2 identische 699 US-Dollar wie der Vorgänger. Für das Upgrade auf 64 GB RAM verlangt Purism 509 US-Dollar und für eine 2 TB große NVMe-SSD steigt der Preis um beachtliche 879 US-Dollar.