Battlefield 2042: Genügsame offene Beta startet nächste Woche

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Battlefield 2042: Genügsame offene Beta startet nächste Woche
Bild: EA

Battlefield 2042 kann in einer Woche im Rahmen der angekündigten Open Beta ausprobiert werden. Die Systemanforderungen steigen gegenüber dem Vorgänger geringfügig. Es ist vor allem die Festplatten, die größer und schneller werden sollte.

Die parallel zur Verschiebung des Spiels auf den 19. November verschobene Testphase beginnt am 6. Oktober für Vorbesteller sowie EA-Play-Kunden. Alle anderen dürfen erst ab dem 8. Oktober spielen, der Preload ist jedoch stets ab dem 5. Oktober möglich. Gespielt werden darf dann die Karte „Orbital“ im Spielmodus Eroberung, auf der während des Matches eine Weltraumrakete startet und dadurch das Spielfeld deutlich verändert. Zur Auswahl stehen darüber hinaus vier der Spezialistenklassen.

Systemanforderungen steigen kaum

Gegenüber dem rund drei Jahre alten Battlefield V (Test) halten sich Änderungen an den Systemanforderungen in Grenzen. Die Minimalanforderungen zeigen nur an zwei Punkten eine Veränderung: Aus einer GeForce GTX 1050 wird das etwas schnellere Ti-Modell, den AMD FX-8350 löst ein erheblich schnellerer Ryzen 5 3600 ab.

Bei Intel bildet jedoch weiterhin ein Core i5 6600K die Minimalanforderung für das Spiel, also eine eigentlich erheblich langsamere CPU, während die optimalen Anforderungen auf AMD-Seite weiterhin den Ryzen 7 2700X nennen, der zwar gegenüber dem Ryzen 5 über zwei zusätzliche Kerne, aber weniger Leistung pro Takt verfügt.

Plausibel erscheinen diese Änderungen daher nicht, zumal ein Intel Core i7-4790 mit vier Kernen und acht Threads bereits als empfohlene Wahl bei einem Intel-System genannt wird. Das deutet darauf hin, dass Battlefield 2042 über Nacht keinen spontanen Hunger nach Prozessorleistung entwickelt hat. Ähnlich mit Vorsicht zu genießen ist die Empfehlung von acht Gigabyte Videospeicher, die zahlreiche Nvidia-Grafikkarten wie die RTX 2060 ausschließen würde. Was wirklich zum Spielen nötig ist, werden erst Benchmarks auf ComputerBase bei Erscheinen des Shooters zeigen.

Battlefield 2042 benötigt 100 GB Speicherplatz

Deutlich mehr darf es nur bei der Festplatte werden. Statt 50 werden 100 Gigabyte Speicherplatz benötigt, empfohlen wird nun wie bei anderen Spielen der aktuellen Generation eine SSD. Der steigende Platzbedarf wird sich zu großen Teilen aus dem neuen Portal-Modus erklären, der Karten, Ausrüstung und Vehikel aus älteren Battlefield-Hits zur Verfügung stellt und langfristig den Kern eines Battlefield-Dienstleistungsangebots bilden soll.

Systemanforderungen für Battlefield 2042
Minimal Empfohlen
Prozessor AMD Ryzen 5 1600
Intel Core i5-6600K
AMD Ryzen 7 2700X
Intel Core i7-4790
Arbeitsspeicher 8 GB RAM 16 GB RAM
Grafikkarte AMD Radeon RX 560
Nvidia GeForce GTX 1050 Ti
AMD Radeon RX 6600 XT
Nvidia GeForce RTX 3060
Grafikspeicher 4 GB 8 GB
Speicherplatz 100 GB 100 GB SSD
Software Microsoft Windows 10 (64 Bit)
Update

Battlefield 2042 unterstützt bereits in der offenen Beta Nvidias API Reflex (Test), die die Latenz auf kompatiblen Nvidia-Grafikkarten im GPU-Limit reduzieren kann, DLSS ist hingegen noch nicht integriert. Das verrät ein Beitrag auf dem Nvidia Blog zum Thema.

Dort heißt es nach dem Verweis auf das bereits nutzbare Reflex, dass „auch Nvidia DLSS bald in Battlefield 2042 nutzbar sein wird“. Mit keiner Silbe erwähnt wird Raytracing. Schon zur Ankündigung des Spiels auf der Gamescom Ende August hatte Nvidia lediglich von Reflex und DLSS gesprochen, wenngleich im Kontext der Veröffentlichung unter dem Oberbegriff „GeForce-RTX-Technologien“ auch von Raytracing in anderen Spielen die Rede war. Über Twitter hatte Nvidia parallel sogar, möglicherweise unbewusst, den Anschein erweckt, dass sowohl DLSS als auch Raytracing im neuen Battlefield Einzug halten werden.

Nach der neuen Verlautbarung zur Beta dürfte die Raytracing-Implementierung allerdings mindestens noch länger auf sich warten lassen, wahrscheinlich ist sie gar nicht geplant und der Tweet unglücklich gewählt.

Kein Raytracing in Battlefield V mag überraschen, war Battlefield V doch der erste Titel, der Ende 2018 mit Raytracing-Effekten verfügbar war. Dass die Technologie in dem Multiplayer-Titel überhaupt zum Einsatz kam, stand allerdings weltweit in der Kritik. Begründung: Die mit Raytracing möglichen optischen Spielereien würden in dem schnellen Shooter keine Rolle spielen und am Ende nur Leistung kosten. Möglicherweise haben das EA und Nvidia dieses Mal ähnlich gesehen und verzichten auf eine Implementierung

Update

Battlefield 2042 erhält doch Raytracing, zumindest auf dem PC. Das haben Nvidia und DICE bekanntgegeben. Per Raytracing nach Microsoft DXR umgesetzt wird die Umgebungsverdeckung (Ray-Traced Ambient Occlusion (RTAO)). Ob Raytracing, das bis dato mit keiner Silbe Erwähnung gefunden hatte, direkt zum Start am 12. November 2021 bereitstehen wird, geht aus Nvidias Blog-Post nicht abschließend hervor. Erste Screenshots sollen den optischen Vorteil aus der Nutzung von Raytracing zeigen. Parallel haben Nvidia und DICE einen „GeForce-RTX-Trailer“ veröffentlicht.