Bestätigt: AMD nennt Ryzen 9 7950X, 7900X, 7 7700X und 5 7600X

Michael Günsch
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Bestätigt: AMD nennt Ryzen 9 7950X, 7900X, 7 7700X und 5 7600X
Bild: AMD

Welche Modelle zum Start der Ryzen 7000 zu erwarten sind, darauf liefert AMD schon jetzt einen Hinweis. In der eigenen Produktbibliothek finden sich nämlich bereits der Ryzen 9 7950X, der Ryzen 9 7900X, der Ryzen 7 7700X und der Ryzen 5 7600X.

Diese Entdeckung in der öffentlichen Produktbibliothek von AMD hat VideoCardz gemacht. Dort wurde bereits Marketing-Material mit den besagten Modellen markiert. Die Modellnamen entsprechend den Erwartungen und passend zum Startaufgebot der Ryzen 5000, mit einer Ausnahme: Ein „Ryzen 7 7800X“ als Nachfolger des Ryzen 7 5800X fehlt. Stattdessen wird der Ryzen 7 7700X genannt, während dessen Vorgänger Ryzen 7 5700X (Test) erst als Nachzügler erschienen war.

AMD verrät schon erste Ryzen-7000-Modelle
AMD verrät schon erste Ryzen-7000-Modelle (Bild: VideoCardz)

Allerdings müssen die Einträge nicht zwingend bedeuten, dass genau so das Startaufgebot der für September erwarteten Ryzen 7000 mit dem Codenamen Raphael ausschauen wird. Frühere Gerüchte hatten auch den Ryzen 7 7800X in die erste Reihe gepackt und besagt, dass der Ryzen 7 7700X erst später kommt.

Eckdaten noch unbekannt

Die nun von AMD indirekt bestätigten Modelle sorgen für keine überraschten Gesichter, entsprechen sie doch weitgehend den Erwartungen. Interessanter, aber weiterhin unbekannt, bleiben deren Spezifikationen. Momentan wird davon ausgegangen, dass die Anzahl der Kerne dem jeweiligen Vorgänger entspricht, sodass das Spitzenmodell 7950X erneut 16 Kerne und 32 Threads aufweist.

IPC-Steigerung bei Zen 4
IPC-Steigerung bei Zen 4 (Bild: AMD)
AMD Zen 4 im groben Überblick
AMD Zen 4 im groben Überblick (Bild: AMD)
5,5 GHz in Spielen sind kein Problem – Single Core dürfte mindestens gleich takten
5,5 GHz in Spielen sind kein Problem – Single Core dürfte mindestens gleich takten (Bild: AMD)

Klar ist, dass die neue Zen-4-Architektur für mehr Leistung sorgt. Bei Single-Thread-Anwendungen hat AMD ein Leistungsplus von mehr als 15 Prozent in Aussicht gestellt. Die Zahl der Befehle pro Taktzyklus (IPC) soll lediglich um etwa 8 bis 10 Prozent steigen. Höhere Taktraten, AMD sprach von 5,5 GHz, sorgen für weitere Steigerungen. Dank des Wechsels auf DDR5-Speicher soll die Speicherbandbreite massiv anwachsen. Neue Instruktionen für Künstliche Intelligenz und AVX-512 kommen hinzu. Obwohl sich mit bis zu 170 Watt TDP eine deutliche Steigerung der Wärmeverlustleistung ankündigt, sprach AMD zudem von signifikanten Verbesserungen bei der Leistung pro Watt.

Mehr zur AM5-Plattform in Kürze

Es ist gut möglich, dass es in Kürze weitere offizielle Informationen zu den Ryzen 7000 geben wird. Am 4. August will AMD gemeinsam mit den Mainboard-Partnern Asus, ASRock, Biostar, Gigabyte und MSI nämlich die ersten Hauptplatinen mit dem neuen Sockel AM5 präsentieren. Erwartet werden dabei die Flaggschiffe mit dem „doppelten“ X670E-Chipsatz.

Der Vorstellung der Ryzen 7000 wird wiederum weiterhin für Mitte September erwartet, während AMD lediglich von „Herbst 2022“ spricht. Kurz darauf wird auch schon der neue Gegenspieler in Form von Intel Raptor Lake alias Core ix-13xxx erwartet.

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