8BitDo Ultimate 3E im Test: Gamepad-Luxus, der für jeden passt

Max Doll
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8BitDo Ultimate 3E im Test: Gamepad-Luxus, der für jeden passt

Bessere Technik zum viel niedrigeren Preis, das war bei 8itDo gestern: Der Ultimate 3E ist modular bis zu den Fingerspitzen. Mehr Features zu Kosten des Microsoft Elite-Pad heißt es beim Angriff auf das Luxus-Segment mit einem Gamepad, das auf Speed-Versprechen verzichtet und Allrounder sein will. Der Test klärt, was es taugt.

Was leistet der Controller Ultimate 3E von 8BitDo als Konkurrent zum Microsoft Xbox Elite Wireless Controller? Ziemlich viel, muss man am Ende sagen. Der Ultimate 3E liefert nicht in jeder Hinsicht das maximale, ultimative Paket, aber ein überzeugendes. Sein Trick ist nicht nur das Feature-zu-Preis-Verhältnis, sondern der Eindruck, den er hinterlässt – und mit dem er sich seine eigene Zielgruppe sucht. Alle Details im Test.

8BitDo Ultimate 3E
02.10.2026
  • Leise, klare Tasten
  • Gelungene Allround-Abstimmung
  • Viele Wechseloptionen
  • Bequeme Form
  • Standfestigkeit des Cases
  • Wechsel-Optionen oft nicht nötig
  • Keine Paddle-Sperre

Der Ultimate 3E im Überblick

Technisch liefert der Ultimate 3E im Xbox-Layout einen haltbaren, einstellbaren Unterbau. Sticks und die sperrbaren Trigger sind auf aktuellem Stand und können im Detail konfiguriert werden. Unter ABXY-Buttons stecken Mikrotaster, die schnelle Mausklick-Reaktionen produzieren. Die Buttons sitzen hier allerdings in einem Modul, das gegen eine beiliegende Variante mit weicherer Rubberdome-Bestückung eingewechselt werden kann. Sticks, D-Pad und Faceplate sind ebenfalls modular.

Kleine Extras und Verbesserungen

Dazu kommen zwei Paddle-Tasten auf der Unterseite, dezente RGB-Beleuchtung und ein Wireless Charging Dock. Es lädt ohne Metallpins rein induktiv, was Vorteile bei Zuverlässigkeit und Langlebigkeit bieten soll. Die Form des Pads hat 8BitDo modifiziert, gegenüber älteren Pads des Herstellers werden die Winkel der Griffe flacher, also weiter nach außen gestellt. Es ähnelt so dem immer noch etwas stärker ausgestellten Xbox-Original.

Eine weitere Stärke des Ultimate 3E ist seine Flexibilität bei Plattformen. Er arbeitet nicht mit der PlayStation und nicht (per Software) mit Linux, dafür sonst überall. Auf dem PC arbeitet er mit maximal 1.000 Hz und Gyroskop, maximal sind es laut Hersteller 18 Stunden. Den relativ geringen Wert relativiert die Ladestation.

Der 3E beleuchtet die Anti-Friction-Ringe und den Übergang zwischen Controller und Ladestation
Der 3E beleuchtet die Anti-Friction-Ringe und den Übergang zwischen Controller und Ladestation
Vorne befinden sich zwei zusätzliche Bumper-Tasten
Vorne befinden sich zwei zusätzliche Bumper-Tasten
Auf der Unterseite bietet der 3E zwei Paddle-Tasten an
Auf der Unterseite bietet der 3E zwei Paddle-Tasten an

Varianten, Preis und Zubehör

Den 3E gibt es in einer schwarzen schlichten Version. Preise für Ersatzteile und Zubehör sind noch unbekannt, das Pad selbst orientiert sich aktuell im Handel exakt an der Preisempfehlung von rund 140 Euro.

8BitDo Ultimate 3E GameSir G7 Pro 8K Aimlabs Edition Microsoft Xbox Series X Elite Wireless Controller
Gehäuse: 104 × 153 × 62 mm 103 × 152 × 58 mm 106 × 158 × 60 mm
Griffe: Gummiert
Layout: Xbox
Gewicht: 285 g 269 g 345 g
Konnektivität: USB/Type-C-USB (modular), Bluetooth, 4,0 m Kabel USB/Type-C-USB (modular), Funk, 3,0 m Kabel USB/Type-C-USB (modular), Bluetooth, 3,0 m Kabel
Force Feedback: Trigger, Griffe Griffe Trigger?, Griffe?
Kompatibilität: Windows, Xbox, Android, iOS Windows, Android, Switch Windows, Xbox, Android, iOS
Akku: Proprietär, 18 Stunden Laufzeit Proprietär, 9 Stunden Laufzeit Proprietär, 40 Stunden Laufzeit
Thumbsticks: TMR, Austauschbare Thumbstick-Kappen Potentiometer, Austauschbare Thumbstick-Kappen
Tasten XYAB: Microswitches Rubberdome
Zusatztasten: 2 Unterseite, 2 Oberseite 2 Unterseite, 2 Vorderseite 4 Unterseite
Sonderausstattung: Trigger Stop, Austauschbare Thumbstick-Kappen, D-Pad auswechselbar, Gyroskop
Austauschbare Faceplate, RGB-Beleuchtung
Trigger Stop, Austauschbare Thumbstick-Kappen, D-Pad auswechselbar, Gyroskop
Austauschbare Faceplate
Trigger Stop, Austauschbare Thumbstick-Kappen, D-Pad auswechselbar
Zusatztasten Unterseite deaktivierbar
Software: Programmierbar
3 Profile
Programmierbar
4 Profile
Programmierbar
3 Profile
Preis: ab 140 € ab 91 € ab 150 €

Praxistest: Gediegen

Andere Gaming-Gamepads präsentieren sich zackig, clicky, snappy und positionieren sich so mit deutlichem Kontrast in Abgrenzung zum Standard-(Elite-)Controller. Das ist nicht der Weg, den 8BitDo einschlägt. Der Ultimate 3E will sich nicht in erster Linie scharf abgrenzen, sondern ein Upgrade durch Premium-Feeling sein.

Das gelingt dem Pad sowohl hinsichtlich der Haptik der Materialien als auch der Abstimmung. Sie zielt darauf, klare, aber weiche Klicks zu liefern, die den Eindruck eines hochwertigen Upgrades vermitteln. Sticks lassen sich mit ordentlicher Rückstellkraft, aber ohne Mühe bewegen, Schultertasten klicken klar, sind in der Abstimmung aber ebenfalls weich, der Druckpunkt also nicht spitz ausgelegt. Dazu kommt auch bei den Paddles eine dezente Akustik, die dem Preispunkt gerecht wird.

Für diese unteren Zusatztasten hat sich 8BitDo die sonst häufig zu findende Sperre gespart, die Tasten klicken also immer. Aufgrund ihrer Position lässt sich damit leben, sie liegen flach am Chassis, das Risiko versehentlicher Betätigung wird dadurch minimiert.

Der Austausch der Tasten sorgt für feine Klick-Unterschiede
Der Austausch der Tasten sorgt für feine Klick-Unterschiede

Modularität im Check

Die vielen Austauschoptionen helfen, das Pad an eigene Vorstellungen oder besondere Vorlieben anzupassen. Mehr sind sie nicht: Für normale Bedürfnisse und Finger funktioniert die Standardkonfiguration am besten. Das D-Pad zeigt das exemplarisch auf. Die 8-direktionale Variante ermöglicht durch ihre klare Formgebung klare Eingaben in vier Richtungen, ohne dass die vier zusätzlichen, deutlich abgesetzten Richtungen überhaupt auffallen.

Das eigentliche Highlight, das austauschbare Modul für ABXY-Tasten, erleidet dasselbe Schicksal. Zum Entfernen müssen nur zwei Haken auseinandergezogen werden, das Pad-Modul springt anschließend aus seiner Halterung. Der Drang zum Austausch dürfte jedoch gering bleiben, denn am Ende müssen sich die Optionen harmonisch in ein Gesamtbild einfügen, das durch die übrigen, fest installierten Tasten definiert wird.

Das Rubberdome-Modul passt trotz geringem Spiel der Kappen und leiser Betätigung weniger gut zu den akzentuierten Klicks der übrigen Tasten. Die feinen Klicks der Mikrotaster-Alternative funktionieren besser: Sie sind immer noch weich abgestimmt, fühlen sich durch einen spitzeren Druckpunkt aber klar präziser an. Unter Windows können zudem 1.000 Hz im „Tournament-Modus“ aktiviert werden, allerdings unter Verzicht auf die gelungenen Vibrationen in den Triggern. Es braucht die 1.000 Hz nicht zwingend, erst recht nicht in Verbindung mit der Charakteristik des Pads.

3E vs G7 Pro 8K: Die Form des 8BitDo-Pads ist gefälliger
3E vs G7 Pro 8K: Die Form des 8BitDo-Pads ist gefälliger

Ergonomie & Bedienung

Ergonomisch erfreut der 3E durch den angepassten Winkel der Griffe. Er lässt sich so bequemer halten, dabei fällt der Effekt größer aus, als die Geringfügigkeit der Änderung erwarten lässt. So liegt er komfortabler in der Hand als etwa ein GameSir G7 Pro oder ältere 8BitDo-Pads. Die Position der Menütasten wirkt im ersten Moment umständlich, funktioniert zumindest mit den normalen Sticks aber gut. Als feine Verbesserung erweist sich auch die induktive Ladestation. Nichts „einrasten“ zu lassen, erhöht den Komfort. Ärgerlich im Bereich Bedienung ist das (Stand-)Case. Es sieht gut aus, muss aber zur Entnahme von Zubehör und Controller eigentlich aufgestellt werden – und fällt um, sobald der Controller entnommen wurde.

Software

Die „Ultimate X“-App des Controllers wird, passend zur Xbox-Zertifizierung, über den Xbox-Store ausgeliefert. Sie bietet übliche Optionen, für die Trigger lassen sich aber keine Reaktionskurven festlegen. Das mag an der Beta-Version der Software liegen, die zum Test zur Verfügung stand. Wie bei anderen Lizenz-Controllern bleiben Tastenbelegungen auf Xbox-Inputs beschränkt. So macht die App insgesamt einen guten Eindruck.

Fazit

Was taugt das Gesamtpaket? Ziemlich viel, muss man am Ende sagen. Der Ultimate 3E liefert nicht in jeder Hinsicht das maximale, ultimative Paket, aber ein überzeugendes. Sein Trick ist nicht nur das Feature-zu-Preis-Verhältnis, sondern der Eindruck, den er hinterlässt – und mit dem er sich seine eigene Zielgruppe sucht.

Beim Ultimate 3E passt nicht nur das „Was“, sondern auch das „Wie“. Er fühlt sich nicht extrem schnell, sondern vor allem hochwertig und genau an, in der Abstimmung bleibt er also in der gleichen Spur wie das Standard-Gamepad – nur präziser, gediegener und überaus leise. Insofern ist der 3E eine exzellente Upgrade-Option und eine überzeugende Alternative zu Microsofts Elite Wireless Controller.

Fazit: Modularität ist ein Bonus, das Gesamtpaket stimmig
Fazit: Modularität ist ein Bonus, das Gesamtpaket stimmig

Die Modularität ist ein nettes Extra, für den Normalfall aber eigentlich nicht nötig. Klickende Buttons und Standard-Caps reichen eigentlich. Optionen zu haben, ist besser, als sie zu brauchen, sofern man ignoriert, dass sie im Preis stecken. Aber das gehört zum Komfort-Konzept, zu dem auch die gelungene Ladestation beiträgt.

Stärker aus dem Rahmen fällt das Design des Cases. Es genügt den Ansprüchen einer Preisklasse nicht, in der „passt schon“ nicht der Anspruch sein darf.

Trotzdem hat sich das Pad eine Empfehlung verdient, denn der Gesamteindruck überzeugt. Direkte Konkurrenten kommen ohnehin kaum in den Sinn. Für weniger Geld gibt es mit dem GameSir G7 Pro 8K (Test) einen Controller, der bei Anmutung und Form nicht ganz mithält, dafür zackiger auftritt – und abseits des PCs auf anderen Plattformen arbeitet. Der Elite Wireless Controller kostet mehr und ist technisch schlechter. Darüber geht zwar mehr, aber auch zu noch höheren Kosten. In diesem Dreieck hat sich der Ultimate 3E bequem als exzellente Option eingerichtet.

8BitDo Ultimate 3E
02.10.2026
  • Leise, klare Tasten
  • Gelungene Allround-Abstimmung
  • Viele Wechseloptionen
  • Bequeme Form
  • Standfestigkeit des Cases
  • Wechsel-Optionen oft nicht nötig
  • Keine Paddle-Sperre

ComputerBase hat den Ultimate 3E von 8BitDo leihweise zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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