Gears of War: E-Day: Den Multiplayer auf dem PC angespielt und erste technische Analysen
ComputerBase hatte die Möglichkeit, den Multiplayer-Modus von Gears of War: E-Day auf dem PC anzuspielen. Wie gewohnt stand bei der Redaktion dabei nicht das Gameplay im Fokus, sondern die technische Umsetzung mit der Unreal Engine 5. In den knapp fünf Stunden Spielzeit konnten einige Eindrücke gesammelt werden.
Gears of War: E-Day – Was konnte gespielt werden?
Nach dem 2019 erschienenen Gears 5 (Test) ist von Microsofts Erfolgsserie kein weiterer Teil mehr erschienen. Das wird sich am 6. Oktober mit Gears of War: E-Day endlich ändern. Denn dann wird der Third-Person-Shooter in Verbindung mit der Unreal Engine 5 in die Gegenwart geholt. ComputerBase hatte die Möglichkeit, vorab schon einmal in den Multiplayer-Modus zu schauen.
Wie gewohnt liegt der Fokus auf ComputerBase nicht auf dem Gameplay, sondern auf der Technik. Diese ist in der Vorabversion natürlich noch nicht final, theoretisch könnte sich in den knapp drei Monaten bis zum Release noch eine ganze Menge ändern. Die technische Basis steht aber, vielmehr ist mit Feintuning und Performanceverbesserungen in der Zeit zu rechnen. Ausführliche Grafikkarten-Benchmarks gibt es daher nicht, wohl aber eine erste Einordnung.
Doch was genau konnte die Redaktion überhaupt spielen? Die zwei Multiplayer-Modi „Horde Siege“ und „Versus“ standen zur Verfügung, ersterer auf einer und letzterer auf zwei Karten. Horde Siege ist ein neuer und zugleich der größte Modus, bei dem auf einer größeren Karte mit insgesamt vier menschlichen Spielern auf einer Seite gegen eine in Horden erscheinende Gegner-KI Punkte eingenommen oder verteidigt werden müssen. Versus ist dagegen ein 4on4 gegen menschliche Spieler, quasi ein Team-Deathmatch, bei dem zusätzlich Punkte eingenommen werden müssen.
| Gears of War: E-Day | Eigenschaften |
|---|---|
| Entwickler | The Coalition |
| Publisher | Xbox Game Studios |
| Engine | Unreal Engine 5.6.1 |
| API | DirectX 12 |
| Widescreen (21:9) | ✓ |
| Temporales Upsampling | |
| Nvidia DLSS Super Resolution | ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App) |
| Nvidia DLSS Frame Generation | ✓ |
| Nvidia DLSS Multi Frame Generation | ✓ (6×) |
| Nvidia DLSS Dynamic-MFG | ✓ |
| Nvidia DLSS Ray Reconstruction | Nein |
| AMD FSR Upscaling | ✓ (4.0.3 im Spiel, FSR 4.1 per AMD-App) |
| AMD FSR Frame Generation | ✓ (4.0 im Spiel) |
| AMD FSR Ray Regeneration | Nein |
| Intel XeSS Super Resolution | ✓ (1.3 im Spiel) |
| Intel XeSS Frame Generation | ✓ (2.0 im Spiel, XeSS MFG per Intel-App) |
| Native Auflösung + Upsampling | ✓ (DLAA, FSR + XeSS Native) |
| Raytracing | |
| Software-Lumen (UE5) | ✓ (Beleuchtung, Reflexionen) |
| Hardware-Lumen (UE5) | ✓ |
| Pathtracing | Nein |
| Release-Datum | 06. Oktober 2026 1. Oktober (Premium Edition) |
| Preis zum Release | 70 Euro 100 Euro (Premium Edition) |
Gears of War: E-Day – Die Technik mit Unreal Engine 5
Gears of War setzt traditionell auf die Unreal Engine, das neue E-Day entsprechend auf die Unreal Engine 5, genauer gesagt die UE 5.6.1. Lumen sowie Nanite werden genutzt, wobei die Entwickler von The Coalition auch Hardware-Lumen und damit Hardware-Raytracing optional einsetzen. Die Option „versteckt“ sich vermutlich hinter dem Menüpunkt „Raytracing Geometry“, der laut Beschreibung Einfluss auf die Beleuchtung, Schatten, Reflexionen und auf die GPU-Physik haben soll.
Passend zur Serie ist Gears of War: E-Day zumindest in den drei gespielten Karten ein recht dunkles, „dreckiges“ Spiel. Das Auge bekommt einiges geboten, allen voran fallen die zahlreichen Details an Charakteren und Umgebung auf. Die Explosionen und Waffeneffekte wirken sehr wuchtig, in Verbindung mit der Beleuchtung macht dies einiges her. Gears of War: E-Day scheint ein sehr schickes Spiel zu werden, wobei dies anhand der drei Levels nur eingeschränkt zu beurteilen ist. Potenzial ist auf jeden Fall ausreichend vorhanden. Wo die Entwickler aber noch dran arbeiten müssen: Die Texturen haben teils lange zum Laden benötigt. Das sollte schneller gehen.
Das höchste Grafik-Preset benötigt noch Tuning
So viel sei aber schon mal verraten: Die Optik benötigt eine schnelle Grafikkarte. Zumindest gilt das für die Beta-Version; bis zum Spielstart kann es noch Änderungen geben. Selbst die eingesetzte GeForce RTX 5090 hatte in Ultra HD gut zu schuften und auch in Verbindung mit DLSS Balanced wurden keine 120 FPS erreicht, DLSS Performance hat dies zumindest teilweise geschafft. Und das gilt für das Grafik-Preset „Ultra“. Mit „Ludicrous“ gibt es eine weitere Stufe, bei der der Name Programm ist. Die Leistungskosten sind enorm, in einem Schnellversuch gingen satte 39 Prozent Performance verloren und die GeForce RTX 5090 scheiterte in Ultra HD stellenweise an der 60-FPS-Marke – in Verbindung mit DLSS Performance. Doch vermutlich hatten die Entwickler nicht umsonst bei der Ludicrous-Stufe einen Warnhinweis angefügt, zumal der Modus laut Beschreibung gar nicht erst funktionieren sollte – was er aber tat.
Tuning-Möglichkeiten gibt es per Upsampling und bereits die Beta bietet alles Wichtige. DLSS 4.5 war mit an Bord (Preset M mit Performance, sonst Preset K), ebenso FSR Upscaling 4.0.3 und XeSS 1.3. Bezüglich Frame Generation standen DLSS Multi Frame Generation bis hinauf zu 6× inklusive Dynamic-MFG, FSR (4.0) und XeSS (2.0) Frame Generation zur Verfügung.
ComputerBase hat zwei verschiedene Benchmark-Läufe mit einer GeForce RTX 5090 und einem Ryzen 9 7950X3D in Ultra HD mit DLSS Balanced und dem Ultra-Preset durchgeführt. Zu bedenken ist, dass die gespielte Version einen nicht abschaltbaren (!) FPS-Limiter von maximal 120 FPS hatte. Dieser wird sich zum Launch des Spiels hoffentlich komplett abschalten lassen. 120 FPS erreichte der Rechner während der Tests aber ohnehin kaum, wobei das Limit offenbar zumindest kurzzeitig überschritten werden konnte. Auf der anspruchsvollsten Karte des Events erreichte das Testsystem 90 FPS im Durchschnitt, auf einer weniger anspruchsvollen waren es knapp 108 FPS.
Für eine gute Performance in Gears of War: E-Day scheint nicht nur eine schnelle Grafikkarte wichtig zu sein. Auch der Prozessor hat zumindest in der Vorabversion einiges zu tun. Der Ryzen 9 7950X3D wurde teilweise bis zu 50 Prozent ausgelastet, sodass eine Acht-Kern-CPU potenziell komplett am Limit arbeiten würde.
Was gibt es sonst noch Wichtiges? Die Testversion von Gears of War: E-Day hat beim ersten Spielstart für mehrere Minuten Shader vorab kompiliert. Das hat ziemlich lange gedauert, war aber effektiv. Shader-Kompilierungsruckler hat es nicht gegeben, dasselbe gilt für Traversal-Stotterer. Das Spiel unterstützt Widescreen-Auflösungen und es gibt einen integrierten Benchmark. In Ultra HD belegt das Spiel bei maximalen Grafikeinstellungen etwas mehr als 12 GB VRAM, 12-GB-Grafikkarten würden damit am Limit arbeiten, könnten aber gerade noch damit zurechtkommen.
Ein erster Eindruck
Gears of War: E-Day wird technisch einiges auffahren, die Grafikqualität ist insgesamt sehr gut. Das Spiel wirkt sehr „dreckig“, was zum Szenario passt. Die Levels sind wirklich sehr detailliert und mit Hilfe moderner Rendertechniken wie Hardware-Raytracing und Lumen wirkt dies auch alles wie aus einem Guss. Die Gefechte wirken allesamt gewaltig, hier steht der neueste Teil seinem Vorgänger in nichts nach.
Die PC-Version macht knapp drei Monate vor dem Release einen ordentlichen Eindruck und hat ohne größere Probleme während des Tests funktioniert. Abstürze oder störende Bugs gab es keine. Was es definitiv noch benötigt, ist etwas Leistungstuning. Vor allem das Ludicrous-Preset muss noch optimiert oder angepasst werden, wobei die Entwickler dieses bereits mit einem Warnhinweis versehen hatten. Wenn dieses noch angepasst wird, spricht nichts gegen eine spaßige Metzelorgie auf dem PC.
ComputerBase hat die Multiplayer-Beta zu Gears of War: E-Day von Microsoft erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Publishers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.
Die Reader's Choice Awards 2026