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In Win 805 im Test: Ein echter Hingucker aus Glas und Aluminium

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Carsten Lissack
120 Kommentare

Praktische Erfahrungen

Der Hardwareeinbau in das 805 gestaltet sich größtenteils problemlos und geht wie bei jedem herkömmlichen Midi-Tower vonstatten. Lediglich bei der Installation der Stromversorgung ist darauf zu achten, dass Sie mit dem Lüfter nach oben zeigend eingesetzt wird. Ansonsten hat das Netzteil keine Chance frische Luft zu beziehen und wird wärmer als üblich.

Zum Problem beim 805 können SATA-Kabel werden. Um 2,5"-Festplatten anschließen zu können, werden flache Stecker benötigt. Gewinkelte Anschlüsse sind wegen der eng am Mainboardtray anliegenden Festplattenbrackets nicht zu gebrauchen.

Weil hinter dem Mainboardtray nur 20 mm Platz für das Verlegen von Kabeln gegeben sind, muss jedes einzelne Kabel mit Bedacht verlegt werden. Wegen fehlender Gummimanschetten weiß das Kabelmanagement auch dann nicht so recht zu gefallen, weil diverse Kabel sichtbar bleiben. Wer ein perfektes Ergebnis anstrebt, muss viel Zeit und Mühe investieren.

Entgegen der Aussage des Herstellers nimmt das In Win 805 CPU-Kühler bis zu 160 mm und nicht nur 156 mm Höhe auf. Grafikkarten dürfen nicht länger als 390 mm ausfallen, solange kein Radiator in der Front verbaut ist.

Diagramme
Grafikkartenlänge (Referenzdesign)
  • Benötigter Platz:
    • AMD Radeon R9 295X2
      30,5
    • AMD Radeon R9 290X
      27,5
    • Nvidia GeForce GTX 970
      27,5
    • AMD Radeon R9 285
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX Titan
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 980
      27,0
    • Nvidia GeForce GTX 780 Ti
      27,0
    • AMD Radeon R9 270X
      24,0
    • AMD Radeon R7 260X
      17,5
  • Vorhandener Platz:
    • Thermaltake Suppressor F31
      44,5
    • Cooler Master MasterCase 5
      41,2
    • NZXT Noctis 450
      40,5
    • In Win 805
      39,0
    • Silverstone Mammoth MM01
      33,8
    • NZXT Manta
      33,5
    • Streacom F12C
      31,0
Einheit: Zentimeter (cm)

Messergebnisse

Wie ComputerBase Gehäuse testet und dabei Messwerte ermittelt, kann im Detail im Artikel „So testet ComputerBase Gehäuse“ nachvollzogen werden.

Lautstärke

Der mitgelieferte Hecklüfter erreicht eine durchschnittliche Geräuschkulisse von 34,6 Dezibel, wenn er mit voller Umdrehungszahl betrieben wird. Wird die Spannung auf 5 Volt reduziert, sinkt die Lautstärke des Midi-Towers auf 31,0 Dezibel im Durchschnitt und ist damit bei absoluter Stille kaum noch wahrnehmbar.

Auch die 3,5"-Festplattenentkopplung leistet gute Dienste. Durch sie sind keine störenden Resonanzen am Gehäuse festzustellen.

Lautstärke
Lautstärke – Vorne
  • Vorne:
    • Thermaltake Suppressor F31 (5 V)
      29,1
    • In Win 805 (5 V)
      30,5
    • NZXT Manta (5 V)
      33,4
    • Silverstone Mammoth MM01 (5 V)
      34,2
    • In Win 805 (12 V)
      34,2
    • Thermaltake Suppressor F31 (12 V)
      34,7
    • NZXT Manta (12 V)
      36,9
    • Silverstone Mammoth MM01 (12 V)
      57,6
Einheit: dB(A)

Temperatur

Mit nur einem einzigen Gehäuselüfter ab Werk, erreicht die CPU-Temperatur bei anliegenden 5 Volt mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost einen Wert von 53 °C. Deutlich höher fallen die Prozessortemperaturen aus, wenn eine Grafikkarte mit Axiallüftern verbaut wird.

Mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC steigt die ermittelte maximale Prozessortemperatur um 17 °C auf 70 °C an. Auch bei 12 Volt liegt die CPU-Temperatur mit 54 °C immer noch deutlich höher als mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost und ihren Radiallüfter. Hier wird der Prozessor lediglich 48 °C warm.

Die Temperaturdifferenz zwischen den Grafikkarten selbst ist in beiden Testszenarien nicht sehr hoch. Während die Nvidia GTX 650 Ti Boost 75 °C im 5-Volt- beziehungsweise 63 °C im 12-Volt-Betrieb des Lüfters warm wird, fallen die Werte der Asus GTX 760 DirectCU II OC um 7 °C beziehungsweise 2 °C höher aus.

Unbedeutende Temperaturunterschiede sind auch am Mainboard sowie bei der Festplatte auszumachen. Kommt die Nvidia GTX 650 Ti Boost zum Einsatz, wird die Hauptplatine maximal 43 °C warm. Bei Verwendung der Asus GTX 760 DirectCU II OC steigt sie auf maximal 46 °C. Je nach Grafikkarte erreicht die verbaute 3,5"-Festplatte maximal 32 °C beziehungsweise 33 °C.

Sofern keine zusätzlichen Gehäuselüfter mehr in das In Win 805 eingebaut werden, ist eine Grafikkarte mit Radiallüfter zu bevorzugen. Erst dann kann die von der Grafikkarte im Gehäuse verwirbelte Abluft besser abgeführt werden.

Systemtemperaturen
Systemtemperaturen – CPU
  • Nvidia GTX 650 Ti Boost:
    • Silverstone Mammoth MM01 (12 V)
      38
    • NZXT Manta (12 V)
      47
      Mini-ITX-Testsystem
    • In Win 805 (12 V)
      48
    • Thermaltake Suppressor F31 (12 V)
      51
    • Streacom F12C (12 V)
      51
    • In Win 805 (5 V)
      53
    • Silverstone Mammoth MM01 (5 V)
      54
    • NZXT Manta (5 V)
      56
      Mini-ITX-Testsystem
    • Thermaltake Suppressor F31 (5 V)
      57
    • Streacom F12C (5 V)
      61
  • Asus GTX 760 DirectCU II OC:
    • Silverstone Mammoth MM01 (12 V)
      47
    • NZXT Manta (12 V)
      54
      Mini-ITX-Testsystem
    • In Win 805 (12 V)
      54
    • Thermaltake Suppressor F31 (12 V)
      56
    • Streacom F12C (12 V)
      56
    • NZXT Manta (5 V)
      64
      Mini-ITX-Testsystem
    • Silverstone Mammoth MM01 (5 V)
      67
    • In Win 805 (5 V)
      70
    • Streacom F12C (5 V)
      73
    • Thermaltake Suppressor F31 (5 V)
      74
Einheit: °C

Leistungsaufnahme

Mit 1,3 Watt im 5-Volt- beziehungsweise 3,2 Watt im 12-Volt-Szenario liegt der Verbrauch des Hecklüfters im grünen Bereich.

Leistungsaufnahme
  • 5 Volt:
    • Silverstone Mammoth MM01
      1,0
    • In Win 805
      1,3
    • Cooler Master MasterCase 5
      1,6
    • NZXT Manta
      2,5
    • NZXT Noctis 450
      2,9
    • Antec Signature S10
      3,5
  • 12 Volt:
    • In Win 805
      3,2
    • Cooler Master MasterCase 5
      3,6
    • Antec Signature S10
      7,3
    • NZXT Manta
      7,8
    • NZXT Noctis 450
      10,4
    • Silverstone Mammoth MM01
      29,7
Einheit: Watt (W)

Lieferumfang

In Win liefert das 805 mit dem obligatorischen Montagematerial, einem Mikrofasertuch, fünf Kabelklemmen zum Aufkleben und zehn Kabelbindern aus.

Das Handbuch ist schlecht aufgebaut

Die faltbare Gebrauchsanweisung erweist sich als unhandlich und ist schlecht aufgebaut. Wesentliche Bedienungsschritte sind nur in englischer Sprache verfasst. Hinzu kommt, dass sowohl die gedruckte als auch die online verfügbare PDF-Version fehlerhafte Angaben in der deutschen Spezifikationstabelle aufweisen.

Merkmale der vorinstallierten Lüfter
Position Größe U/min Anschluss Anlaufspannung
Heck 1 × 120 mm 1.000 3-Pin 3,0 Volt
Aktuelle Community-Benchmarks:
- 3DMark
- Cinebench 2026
- Forza Horizon 6
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