NZXT H700i im Test: Kontrastreicher Midi-Tower mit Empfehlung

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Carsten Lissack
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Messergebnisse

Wie ComputerBase Gehäuse testet und dabei Messwerte ermittelt, kann im Detail im Artikel „So testet ComputerBase Gehäuse“ nachvollzogen werden.

Lautstärke

Mit drei 120-mm-Frontlüftern und einem 140-mm-Exemplar an der Rückseite ausgestattet, erreicht das NZXT H700i eine Geräuschkulisse von durchschnittlich 31,3 Dezibel bei anliegenden 5 Volt. Der Midi-Tower darf somit auch subjektiv als flüsterleise, aber so gerade eben nicht als lautlos bezeichnet werden.

Lautstärke 5 Volt
Lautstärke 5 Volt – Vorne
  • Vorne:
    • Fractal Design Define R6
      29,1
    • Corsair Obsidian 500D
      30,4
    • Cougar Panzer Evo
      30,7
    • NZXT H700i
      31,6
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      32,1
    • Deepcool New Ark 90
      36,2
Einheit: dB(A)

Ein etwas anderes Bild zeichnet sich ab, wenn die vier vorinstallierten Gehäuselüfter mit 12 Volt angesteuert werden. Zwar ist das NZXT H700i mit 36,9 Dezibel im Durchschnitt nicht übermäßig laut, aus der Stille eines Raumes ist es jetzt allerdings deutlich wahrzunehmen. Die nun erreichte Geräuschkulisse ist höchstens noch befriedigend.

Lautstärke 12 Volt
Lautstärke 12 Volt – Vorne
    • Fractal Design Define R6
      32,8
    • Cougar Panzer Evo
      33,5
    • Corsair Obsidian 500D
      36,0
    • NZXT H700i
      37,5
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      38,3
    • Deepcool New Ark 90
      47,9
Einheit: dB(A)

Die Festplattenentkopplung für 3,5"-Festplatten gelingt dem NZXT H700i nur mittelmäßig bis gut. Zwar werden die meisten Resonanzen aufgrund des hohen Eigengewichts und der hohen Verwindungssteifigkeit insgesamt gut unterdrückt, bei Stille ist das Brummen der 3,5"-Testfestplatte jedoch trotzdem leicht aus dem System herauszuhören. Eine Festplattenentkopplung hätte hier sicher Abhilfe geschaffen.

Temperatur

Bei der Temperatur-Ermittlung zeigt das NZXT H700i, was in ihm steckt: Den Anfang macht wie immer die CCU, die im verbauten Testsystem zusammen mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost und einem Radiallüfter als Grafikkartenkühleinheit einen Wert von gerade einmal 46 °C erreicht, wenn alle im System verbauten Lüfter mit 12 Volt Spannung, also mit voller Umdrehungszahl betrieben werden.

Im selben Szenario fällt die Temperatur des Prozessors zusammen mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC und den beiden darauf verbauten Axiallüftern mit 50 °C etwas wärmer aus, bleibt jedoch ebenfalls sehr kühl. Selbiges gilt für die beiden Pixelbeschleuniger, die maximal 60 beziehungsweise 62 °C erreichen.

Auch bei Hauptplatine und 3,5"-Festplatte, die im Zusammenspiel mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC 34 bzw. 27 °C erreichen und mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost mit jeweils 32 bzw. 26 °C nochmals ein paar Grad Celsius kühler ausfallen, bewegen sich die Temperaturen völlig im grünen Bereich.

Systemtemperaturen 12 Volt
Systemtemperaturen 12 Volt – CPU
  • Nvidia GTX 650 Ti Boost (Radiallüfter):
    • Deepcool New Ark 90
      44,0
      Integrierte Wasserkühlung
    • Cougar Panzer Evo
      45,0
    • NZXT H700i
      46,0
    • Fractal Design Define R6
      47,0
    • Corsair Obsidian 500D
      50,0
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      59,0
      Mini-ITX-Testsystem
    • Nanoxia Project S Mini
      61,0
      Mini-ITX-Testsystem
  • Asus GTX 760 DirectCU II OC (Axiallüfter):
    • Cougar Panzer Evo
      46,0
    • Deepcool New Ark 90
      47,0
      Integrierte Wasserkühlung
    • Fractal Design Define R6
      50,0
    • NZXT H700i
      50,0
    • Corsair Obsidian 500D
      52,0
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      60,0
      Mini-ITX-Testsystem
    • Nanoxia Project S Mini
      65,0
      Mini-ITX-Testsystem
Einheit: °C

Denselben Test durchlaufend, jetzt allerdings mit auf 5 Volt reduzierter Spannung an jedem Lüfter, steigt die Prozessortemperatur in Kombination mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost um 4 °C auf 50 °C an. Deutlich kritischer fällt die Zunahme unter der Verwendung der Asus GTX 760 DirectCU II OC aus. Der Prozessor erreicht in diesem Szenario 62 °C, ist damit also um ganze 12 °C im Vergleich zum 12-Volt-Szenario angestiegen. Weiter kritisch ist das aber nicht, im Gegenteil. Ein Blick in die Tabelle zeigt, dass es sich hierbei um einen insgesamt sehr guten Wert handelt.

Während die Nvidia GTX 650 Ti Boost nun maximal 72 °C misst, erreicht die Asus GTX 760 DirectCU II OC 77 °C und ist damit nur unwesentlich wärmer als die durch einen Radiallüfter gekühlte Grafikkarte. Ähnlich geringfügige Unterschiede sind auch bei der Mainboard- und Festplattentemperatur zu verzeichnen. Während die Hauptplatine zusammen mit der Asus GTX 760 DirectCU II OC 35 °C warm wird, erreicht die HDD eine Temperatur von maximal 30 °C im Test. Im Verbund mit der Nvidia GTX 650 Ti Boost liegen die Werte um ein beziehungsweise zwei Grad Celsius darunter.

Systemtemperaturen 5 Volt
Systemtemperaturen 5 Volt – CPU
  • Nvidia GTX 650 Ti Boost (Radiallüfter):
    • Fractal Design Define R6
      47
    • NZXT H700i
      50
    • Cougar Panzer Evo
      51
    • Deepcool New Ark 90
      51
      Integrierte Wasserkühlung
    • Corsair Obsidian 500D
      55
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      65
      Mini-ITX-Testsystem
    • Nanoxia Project S Mini
      71
      Mini-ITX-Testsystem
  • Asus GTX 760 DirectCU II OC (Axiallüfter):
    • Cougar Panzer Evo
      60
    • Deepcool New Ark 90
      60
      Integrierte Wasserkühlung
    • Fractal Design Define R6
      62
    • NZXT H700i
      62
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      66
      Mini-ITX-Testsystem
    • Corsair Obsidian 500D
      69
    • Nanoxia Project S Mini
      76
      Mini-ITX-Testsystem
Einheit: °C

Wie bei so ziemlich allen Midi-Towern gilt auch für das NZXT H700i folgende Regel: Soll der Prozessor nicht unnötig von der Abwärme einer Grafikkarte mit Axiallüftern belastet werden, ist ein Pixelbeschleuniger mit einem Radiallüfter bei der Ausstattung vorzuziehen. Die maximal erreichte CPU-Temperatur von 62 °C ist wie so oft aber alles andere als kritisch, weshalb auch eine durch Axiallüfter gekühlte Grafikkarte ohne schlechtes Gewissen in das NZXT H700i verbaut werden kann.

Leistungsaufnahme

Die insgesamt vier verbauten Gehäuselüfter verbrauchen bei einer angelegten Spannung von 5 Volt zusammen 6,5 Watt. Das ergibt einen theoretischen Verbrauch von gerundet 1,6 Watt pro Ventilator, was ein unkritischer Wert ist.

Selbiges gilt für den Verbrauch bei voller Umdrehungszahl, also bei einer Spannung von 12 Volt: Hier beträgt der Verlust 10,4 Watt, was 2,6 Watt pro Lüfter ausmacht. Aus das ist ein vollkommen akzeptabler Wert, der weiterhin nicht in die Dimensionierung des Netzteils miteinbezogen werden muss.

Leistungsaufnahme
  • 5 Volt:
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      0,8
    • Corsair Obsidian 500D
      1,8
    • Fractal Design Define R6
      2,4
    • Cougar Panzer Evo
      3,7
    • NZXT H700i
      6,5
    • Deepcool New Ark 90
      7,6
  • 12 Volt:
    • Phanteks Enthoo Evolv Shift
      2,0
    • Corsair Obsidian 500D
      4,5
    • Fractal Design Define R6
      6,2
    • Cougar Panzer Evo
      9,5
    • NZXT H700i
      10,4
    • Deepcool New Ark 90
      14,4
Einheit: Watt (W)
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