Performance & Bildqualität im Test: Fazit
4/4Ein großes Update für RDNA 3 und nun auch RDNA 2
Nun haben endlich (und sogar früher als angekündigt) alle Desktop-Grafikkarten und mobilen dGPUs von Radeon RX 9000, Radeon RX 7000 und Radeon RX 6000 Zugriff auf FSR Upscaling 4.1. Technisch und auch optisch gibt es zwar Unterschiede zwischen allen drei Umsetzungen, doch sind diese in den meisten Fällen gering. Und was noch wichtiger ist: Auch auf der älteren RDNA-2-Generation ist die Bildqualität um ein Vielfaches besser als mit FSR Upscaling 3.1. Auch dort sieht FSR 4.1 Performance eigentlich immer besser als FSR 3.1 Native aus und läuft zugleich wesentlich schneller.
Wir wollen dennoch auf die Details blicken und da zeigt sich: RDNA 4 liefert die beste Bildqualität, RDNA 2 die schlechteste. Meistens sind die Unterschiede zwischen den Varianten jedoch so gering, dass sie in der Spielepraxis nicht auffallen werden. Nur selten kann sich die FP8-Version auf RDNA 4 deutlich von den beiden anderen Versionen absetzen. Die INT8-Umsetzungen auf RDNA 2 und RDNA 3 ähneln sich dagegen mehr. Größere Unterschiede irgendwelcher Art haben sich in den Tests nicht gezeigt.
FSR 4.1 kostet RDNA 2 weniger als RDNA 3
Das gilt allerdings nicht für die Performance. Trotz der besten Qualität kann Radeon RX 9000 aufgrund neuer Hardware-Einheiten FSR Upscaling 4.1 mit Abstand am schnellsten berechnen. Radeon RX 7000 ist mal etwas, mal allerdings auch deutlich langsamer – bis zu 46 Prozent kann der Leistungsunterschied zu FSR 3.1 betragen! Im Durchschnitt sind es in Ultra HD aber geringere 31 Prozent und in WQHD nur 15 Prozent.
Interessanterweise ist das nochmals geringfügig abgespeckte neuronale Netzwerk auf RDNA 2 nicht nur „nicht viel langsamer“, sondern sogar etwas schneller als das Pendant auf RDNA 3. Auf der Radeon RX 6950 XT liegt das Worst-Case-Szenario in Ultra HD bei 35 Prozent Leistungsdifferenz. Im Schnitt sind es 24 Prozent in Ultra HD und elf Prozent in WQHD. Zum Vergleich dazu: Auf der aktuellen Radeon RX 9070 GRE liegt der Worst Case bei 15 Prozent und der Schnitt bei elf Prozent in Ultra HD. Gerade einmal noch vier Prozent sind es in WQHD.
FSR 4.1 ist FSR 3.1 auf RDNA 2 vorzuziehen
FSR Upscaling 4.1 ist auf Radeon RX 6000 und vor allem Radeon RX 7000 also deutlich langsamer als auf Radeon RX 9000 und dabei auch nicht ganz so hübsch. Aber dennoch bedeutet FSR 4.1 auf RDNA 2 und RDNA 3 ein schier riesiges Update gegenüber FSR 3.1. Die Qualität ist derart viel besser, dass selbst aggressive FSR-4.1-Modi weitaus besser aussehen als die besten FSR-3.1-Einstellungen und dann auch mit mehr FPS laufen. Entsprechend ist es kein Problem, auf aggressivere FSR-4.1-Modi zu gehen, um den höheren Leistungsverlust auszugleichen.
Wer zuvor auf Quality gespielt hat, kann nun bedenkenlos auf Performance wechseln. In den meisten Fällen bedeutet das eine immer noch etwas höhere Framerate bei zugleich definitiv massiv besserer Bildqualität. Wer natürlich bereits mit FSR 3.1 auf Performance gespielt hat, wird leistungstechnisch mit FSR 4.1 Rückschritte in Kauf nehmen müssen. Wobei in dem Fall vermutlich auch FSR 4.1 Ultra Performance noch deutlich besser aussehen wird.
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