Performance & Bildqualität im Test: Bildqualität: RX 6000 vs. RX 7000 vs. RX 9000
2/4Wir haben die Bildqualität in Call of Duty: Modern Warfare 4, Halo: Campaign Evolved und The Witcher 3 Remastered verglichen. Für alle drei Spiele gilt: Es lässt sich sofort erkennen, dass alle drei FSR-4.1-Varianten vom selben neuronalen Netzwerk abstammen, das lediglich an die jeweilige Hardware angepasst worden ist, denn ihre Eigenschaften und Eigenheiten sind identisch.
Zugleich lassen sich aber auch Unterschiede erkennen. In allen drei Spielen und bei allen drei Varianten. Und in jedem Fall geht die FP8-Variante von FSR Upscaling 4.1, die nur auf RDNA 4 lauffähig ist, als Sieger hervor.
Ja, das FSR 4.1 auf RDNA 3 sieht sehr ähnlich aus, überall und immer mithalten kann die INT8-Variante aber nicht. Und das FSR 4.1 auf RDNA 2 wiederum kann nicht durchweg mit dem Pendant auf RDNA 3 mithalten.
Radeon RX 6000 hat (wie erwartet?) also das schlechteste FSR Upscaling 4.1, das es aktuell gibt. Doch die Bildqualität ist nach wie vor gut und gegenüber FSR Upscaling 3.1 ist auch die RDNA-2-Version unfassbar viel besser. Will heißen: AMD FSR Upscaling 4.1 ist das von RX-6000-Nutzern in Sachen Bildqualität so sehnlich erwartete Upgrade.
Call of Duty: Modern Warfare 4
In Call of Duty: Modern Warfare 4 lassen sich die größten Differenzen zwischen den FSR-Versionen erkennen und FSR 4.1 auf Radeon RX 9000 geht hier als überraschend klarer Sieger hervor.
Denn die INT8-Variante hat sichtbare Probleme, die dichte Vegetation zu rekonstruieren. Das Ergebnis ist eine deutlich matschigere Vegetation, die auch zu Ghosting neigt. Die FP8-Variante auf RDNA 4 hat die Probleme dagegen nicht, dort sieht die Vegetation deutlich klarer aus.
Davon abgesehen sind die Unterschiede minimal. Bei den Screenspace-Fehlern in den Reflexionen schneidet die RDNA-4-Variante ebenfalls etwas besser ab und manchmal flackert es mit dem Upscaling der älteren Generation kurzzeitig etwas mehr. Doch anders als das Verhalten bei der Vegetation ist das nichts, was im Spielealltag auffällt.
FSR Upscaling 4.1 auf Radeon RX 6000 hat bei der Vegetation dieselben Probleme wie auf der RX-7000-GPU. Auf der älteren Hardware sind diese aber noch ausgeprägter, die Vegetation verliert nochmal etwas mehr an Details. Zugleich gibt es nochmal etwas mehr Probleme bei den Screenspace-Fehlern und ab und zu finden sich einige Stellen in der Testsequenz, wo die Bildstabilität nicht ganz an die der RDNA-3-Variante heranreicht.
Insgesamt bleiben die Unterschiede zwischen den zwei INT8-Varianten aber sehr klein. Im Spielealltag wird dies unbemerkt bleiben.
Halo Campaign Evolved
Auch in Halo Campaign Evolved hat die originäre FP8-Version Vorteile, aber sie sind weniger stark ausgeprägt. Primär kann die RX-9000-Version die Felsen besser darstellen, auf RX 7000 gehen dort kleinere Details verloren. Darüber hinaus hat RX 7000 sichtbar mit Grafikfehlern auf einigen Felsenelementen zu kämpfen. Auf RX 9000 sind diese nur im Ansatz zu sehen, auf RX 7000 dagegen deutlich ausgeprägter. Bei der Vegetation gibt es dieses Mal dagegen keinen großen Vorteil für die „große“ FSR-Version.
Die zwei INT8-Varianten sind wiederum beinahe gleichwertig. Auf RX 6000 verlieren die Felsen nochmal minimal an Details, dafür sind aber auch die Grafikfehler weniger ausgeprägt. Und davon abgesehen? Es sind eigentlich keine wirklichen Unterschiede zu erkennen. Zumindest keine, die irgendein Muster erkennen lassen.
The Witcher 3 Remastered
Auch in The Witcher 3 Remastered liegt das FSR Upscaling 4.1 mit FP8 wieder vorne. Die Unterschiede sind in dem Spiel geringer als in Modern Warfare 4, aber größer als in Halo. Und erneut macht die Vegetation den größten Unterschied aus. Denn auf RX 7000 kann das einfachere FSR 4.1 diese nicht so gut rekonstruieren. Insbesondere Bäume mit dünnen Ästen, die etwas weiter von der Spielfigur entfernt sind, fangen an, unscharf zu werden und neigen teils auch zum Ghosting. Auch die Bildstabilität der FP8-Version ist bei Vegetation stellenweise besser. Davon abgesehen gibt es keine nennenswerten Unterschiede in der Testsequenz.
Die zwei INT8-Versionen sehen dann wieder sehr ähnlich aus mit minimalen Vorteilen für die RDNA-3-Version. Auch hier bleibt die Vegetation die größte Herausforderung. Das FSR 4.1 auf RDNA 2 neigt etwas mehr dazu diese zu verwischen. Das gilt aber nicht durchweg, sondern ist nur bei einigen einzelnen Ästen in der Testsequenz zu sehen. Dasselbe gilt für die Bildstabilität, die zu einem Großteil identisch ist und an ausgesuchten Stellen minimale Nachteile für Radeon RX 6000 zeigt. Doch ist auch das erneut nichts, was im Spiele-Alltag auffallen wird.
Kurzzusammenfassung
Ja, alle drei FSR-4.1-Versionen sehen tatsächlich anders aus. Doch sind die Unterschiede im Spielealltag in den meisten Fällen gering oder gar nicht sichtbar. Wenn man es drauf anlegt, hat die FP8-Version auf RX 9000 die optisch größten Vorteile, die INT8-Versionen sind sich dagegen so ähnlich, dass beim Spielen niemandem ein Unterschied auffallen wird. Der Qualitätsunterschied zwischen RX 6000 und RX 7000 ist also kleiner als der zwischen RX 9000 und RX 7000/6000.
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