Phantom Blade Zero im Test: Radeon fliegt beim Rasterizer, GeForce verliert kaum mit Pathtracing

Wolfgang Andermahr
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Phantom Blade Zero im Test: Radeon fliegt beim Rasterizer, GeForce verliert kaum mit Pathtracing

Wir haben die PC-Version von Phantom Blade Zero im Test. Grafikkarten-Benchmarks sowie Analysen zu Raytracing, Pathtracing, DLSS und FSR stehen im Fokus. Das Spiel zeigt eine überraschend geringe Rasterizer-Performance, gleichzeitig ist der Leistungsverlust bei Ray- sowie Pathtracing aber gering. Das ist ungewöhnlich.

Phantom Blade Zero: Die Technik der PC-Version

Nanu, was ist denn bei den Benchmarks los? Wer sich die Benchmark-Seite ansieht, wird schnell feststellen, dass ein paar Grafikkarten fehlen. Während abgesehen von ein paar Einsteiger-Modellen sämtliche üblicherweise getesteten 3D-Beschleuniger von Nvidia vertreten sind, fehlen auf der Seite von AMD ausgerechnet die aktuellen Modelle Radeon RX 9070 und Radeon RX 9070 XT – und mit Letzterer die derzeit mit Abstand beliebteste AMD-Grafikkarte unter den Lesern.

Das war so nicht geplant, stattdessen kam uns der Publisher und damit auch der Entwickler des Spiels in die Quere. Denn dieser hat kurz vor Abschluss der Testreihen den Test-Key über Steam deaktiviert – ja, wirklich. Damit steht uns Phantom Blade Zero zurzeit nicht mehr zur Verfügung, das Spiel lässt sich nicht mehr starten. Wir versuchen derzeit, einen neuen Vorab-Key für den Test zu erhalten. Bislang ohne Erfolg. Entsprechend bitten wir darum, das Fehlen einiger Grafikkarten-Modelle sowie Testreihen zu entschuldigen.

Phantom Blade Zero ist ein sehr gutes Spiel geworden – da sind sich die Presse-Kritiken einig. Doch gilt das auch für die Technik der PC-Version? Bei dem Titel handelt es sich um das erste größere Spiel, das die Unreal Engine 5 in der Version UE5.7 einsetzt. Allein deswegen ist „PBZ“ technisch interessant, doch es gibt auch noch andere Gründe dafür: Denn darüber hinaus werden Hardware-Raytracing und Pathtracing unterstützt. Entsprechend haben wir uns die PC-Version des Actionspiels genauer angesehen.

Optisch ist das Spiel gelungen, mit den aktuellen Grafik-Flaggschiffen kann der Titel aber nicht mithalten. Vor allem die künstlerische Gestaltung fällt positiv auf. Dasselbe gilt für die Beleuchtung, die mit Pathtracing-Optik schick aussieht. Darüber hinaus liefert die Optik eine dichte Atmosphäre und detaillierte Welten. Weniger gelungen sind dagegen die Animationen. Die Bewegungsanimationen gehen noch in Ordnung, die Gesichtsanimationen sind dagegen kaum mehr als rudimentär.

Von den AI-Denoisern fehlt mal wieder ein Hersteller

Bezüglich PC-Technik liefert das Spiel einiges. Neben klassischer Rasterizer-Optik wird auch Hardware-Raytracing und Pathtracing unterstützt. Passend dazu gibt es DLSS Ray Reconstruction – FSR Ray Regeneration fehlt aber. Bei Super Resolution gibt es mit DLSS 4.5, FSR Upscaling 4.1 und XeSS den „Vollausbau“. Dasselbe gilt für Frame Generation mit DLSS MFG, FSR FG und XeSS FG. Einzig XeSS Multi Frame Generation wird damit nicht im Spiel selbst unterstützt, kann per Treiber aber hinzugeschaltet werden.

Die technischen Merkmale
Phantom Blade Zero Eigenschaften
Entwickler S-GAME
Publisher S-GAME
Engine Unreal Engine 5.7.4
API DirectX 12
Nvidia Reflex ✓ (nur mit Frame Gen)
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Unklar
Intel XeLL ✓ (nur mit Frame Gen?)
HDR ✓
Widescreen (21:9) ✓ (Screenshot-Vergleich)
Kantenglättung Nicht vorhanden
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution ✓ (DLSS 4.5 für Performance-Modus im Spiel
DLSS 4.5 komplett per Nvidia-App)
Nvidia DLSS Multi Frame Generation ✓ (6×)
Nvidia DLSS Dynamic-MFG ✓
Nvidia DLSS Ray Reconstruction ✓
Nvidia DLSS 5 Neural Rendering Nein
AMD FSR Upscaling ✓ (4.1 im Spiel)
AMD FSR Frame Generation ✓ (4.0 im Spiel)
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution ✓ (2.0 im Spiel)
Intel XeSS Frame Generation ✓ (2× im Spiel)
Epic UE TSR ✓
Native Auflösung + Upsampling ✓ (DLAA, FSR + XeSS + TSR Native)
Manuelles Nachschärfen ✓
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Software-Lumen (UE5) ✓ (Beleuchtung, Reflexionen)
Hardware-Lumen (UE5) Nein
Globale Beleuchtung Nein
Reflexionen ✓
Schatten ✓
Umgebungsverdeckung Nein
Pathtracing ✓
Direkt zur Raytracing-Analyse
60 FPS im Benchmark ab (mit DLSS/FSR)
WQHD RTX 5070 / RTX 4070 / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UHD RTX 5070 Ti / RTX 4080 / RX 9070 / RX 7900 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 29. Oktober 2026
Preis zum Release 60 Euro
70 Euro (Deluxe Edition)

Widescreen im Kurz-Test

Die meisten Spiele unterstützen heute die beliebten Widescreen-Formate, alle Titel dann aber immer mal wieder doch nicht – oder auch nicht korrekt. ComputerBase hat folgende 2 Screenshots in der Auflösung 3.440 × 1.440 (UWQHD) sowie 2.560 × 1.440 (WQHD) aufgenommen, was dem 21:9- und dem klassischen 16:9-Format entspricht. Daran lässt sich erkennen, wie das Spiel mit Widescreen-Auflösungen umgeht.

Die offiziellen Systemanforderungen

Minimal Empfohlen
Betriebssystem Windows 10/11 (64 Bit)
Auflösung, FPS, Details 1.920 × 1.080, 30 FPS 2.560 × 1.440, 60 FPS
Prozessor AMD Ryzen 5 3600
Intel Core i7-8700K
AMD Ryzen 5 5600X
Intel Core i5-10600K
Arbeitsspeicher 16 GB RAM
Grafikkarte AMD Radeon RX 5500 XT
Nvidia GeForce GTX 1660
AMD Radeon RX 6700 XT
Nvidia GeForce RTX 3060 Ti
VRAM 6 GB 8 GB
Speicherplatz ? GB SSD

Das Grafikmenü im Detail

Eigenschaften
Grafik-Presets ✓ (Ultra, Sehr Hoch, Hoch, Mittel, Niedrig)
Einzelne Grafikoptionen ✓
FPS-Limiter ✓
Dynamische Auflösung ✓
Spieleigenes Up-/Downscaling Nein / Nein
Spatiales Upscaling von AMD/Nvidia Nein / Nein
FPS-Counter Nein
Sonstige Overlays Nein
VRAM-Auslastungsanzeige Nein
Live-Vorschau Nein
Vergleichs-Screenshots ✓
Detaillierte Beschreibungen Nein
Integrierter Benchmark Nein
Das Grafikmenü der PC-Version

Die Ladezeiten

Manche Spiele laden unglaublich schnell, andere wiederum benötigen eine schiere Ewigkeit. Mit einer Stoppuhr ausgestattet, misst die Redaktion die Ladezeiten ins Hauptmenü und dann von dort in die Testsequenz. Da Ladezeiten variieren können, wird dies insgesamt dreimal durchgeführt und dann ein Durchschnitt gebildet. Zwischen jedem Versuch wird der Rechner neu hochgefahren, sodass keine Dateien mehr im Cache vorliegen. Falls es abbrechbare Intros oder Videosequenzen gibt, werden sie weggeklickt, denn nur die reine Ladezeit ist wichtig. Sofern das Spiel bemerkbar einmalig Shader vorab kompiliert, wird dieser Lauf nicht in die Rechnung einbezogen. Die Zeit der Shader-Erstellung wird separat angegeben.

Dabei ist zu bedenken, dass ComputerBase einen High-End-PC besitzt, der unter anderem mit einem Ryzen 7 9800X3D und einer Seagate FireCuda 530 als PCIe-4.0-fähige NVMe-SSD ausgestattet ist. Entsprechend werden die Ladezeiten auf den meisten Systemen länger ausfallen. Die Werte hier sind nur zur Orientierung gedacht.

So schnell lädt das Spiel
In das Hauptmenü Vom Menü zur Testsequenz Shader-Kompilierung
20 Sekunden 9 Sekunden ✓ (einmalig, mehrere Minuten)

Steam-Kompatibilität

Wenn Spiele auf der Plattform Steam erscheinen, laufen sie auch oft auf der tragbaren Steam Deck und der stationären Steam Machine (Test) – oder DIY-Builds mit SteamOS. Und einige Spiele sind im Standalone-Modus auf Steam Frame (Test) lauffähig. Wie es um die Kompatibilität laut Valve zum Zeitpunkt der Testveröffentlichung gestellt ist, verraten wir hier. Den aktuellen Stand liefert die Steam-Store-Seite zu Phantom Blade Zero.

Aktuell hat Valve aber noch keine Einordnung zur Steam-Deck- und Steam-Machine-Kompatibilität für Phantom Blade Zero bekanntgegeben.

Unsere Community-Benchmarks: Mach mit!
- Blender Benchmark (neu!)
- 3DMark Steel Nomad + X
- Cinebench 2026
- Apple M1 – M6
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