HP EliteBoard G1a im Test: Leistungsaufnahme, Lautstärke, Akkulaufzeit und Fazit

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Volker Rißka
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Leistungsaufnahme

Das HP EliteBoard G1a ist ein sparsamer kleiner Tastatur-PC. Im Leerlauf unter Windows 11 genehmigt sich das Modell laut Telemetriedaten (HWiNFO) für die CPU knapp drei Watt. Das Messen des Verbrauchs des Gesamtsystems an der Steckdose ist durch den verbauten Akku und vor dem Netzteil immer etwas ungenau, knapp unter 10 Watt waren im Leerlauf aber drin.

Unter voller Belastung darf der AMD Ryzen auf über 50 Watt in der Spitze hochgehen, pendelt sich nach kurzer Turbophase dann aber deutlich darunter ein. An der Steckdose stehen maximal 65 Watt, im Schnitt knapp 40 Watt zu Buche. Das 65-Watt-Netzteil, das zum Lieferumfang gehört, ist also gerade richtig bemessen worden.

Diagramme
CPU-Leistungsaufnahme in CB24 Multi-Core
0326496128160Watt (W) 150100150200250300350400

In Bezug auf die Leistungsaufnahme respektive die Temperatur des SoC greift beim HP EliteBoard G1a mal wieder eine von AMDs kritischen Variablen, die zuletzt im Notebook und Mini-PC nicht so oft zu sehen war: STAPM.

Doch im EliteBoard G1a wird die Skin Temperature Aware Power Management nach der Anfangsphase mit ungezügeltem Turbo, in der das AMD Package Power Target (PPT) zu 100 Prozent gefahren wird, erreicht und limitiert dann die APU auf nur noch rund 75 Prozent des PPT (rund 25 Watt).

Damit erreicht STAPM aber genau das, wofür es gedacht worden ist: STAPM regelt die Leistung des Prozessors anhand der geschätzten Gehäusetemperatur. In der Tat wurde das HP EliteBoard G1a im Test nie unangenehm warm.

Lautstärke

Mit dem Wissen, wie sich das System unter Last verhält, überraschen auch die Messergebnisse zur Lautstärke nicht. Auf eine kurze Turbo-Phase mit erhöhter Lautstärke folgt ein Dauerbetrieb auf etwas leiserem Niveau, der dann auch die Regel ist. Die warme Luft wird dabei an der zum Bildschirm gewandten Rückseite der Tastatur ausgegeben.

HP EliteBoard G1a im Test – Lüfterauslass
HP EliteBoard G1a im Test – Lüfterauslass

Vor allem beim Anlaufen des Kühlsystems unter Volllast ist das System mit bis zu 39 dB(A) zu hören, da man bei einer Tastatur ja auch zwangsweise in geringem Abstand von rund einer halben Armlänge davor sitzt. Im Leerlauf und bei leichter Last ist das System aber nicht zu hören, wenngleich es keinen kompletten Fanstop gibt.

HP EliteBoard G1a im Einsatz
Profil Lautstärke, Temperatur und Stromverbrauch (nur CPU gesamt)
zum Start Durchschnitt am Ende
Windows 11 im Leerlauf
Standardmodus (36*/42 W) 28 dB(A) bei 44 °C und 3,4 Watt
Cinebench 2024 Multi-Core
Standardmodus (36*/42 W) 39 dB(A) bei 97 °C und 46 Watt 37 dB(A) bei 74 °C und 26 Watt 36 dB(A) bei 73 °C und 25 Watt
3DMark Steel Nomad Light
Standardmodus (36*/42 W) 35 dB(A) bei 70 °C und 22 Watt
Windows-Power-Profil immer auf „Ausbalanciert“, Verbrauch laut Telemetrie (CPU only)
* STAPM regelt im Dauerbetrieb auf 75 % PPT (rund 25 Watt) herunter
Lautstärke unter Last (40 cm vor Display)
  • HandBrake CPU-Encoding:
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      53,2
    • Asus NUC 16 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      51,9
      40 cm vor dem Mini-PC
    • Asus Zenbook S16
      Ryzen AI 9 HX 370, 32 GB LPDDR5X
      44,5
    • Dell XPS 14 (2026)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      44,3
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      42,8
    • Chuwi UniBook 304
      Core 3 304, 8 GB LPDDR5X
      40,2
    • HP EliteBoard G1a
      Ryzen AI 7 350, 32 GB DDR5-5600
      39,1
      40 cm vor dem Mini-PC
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      39,0
    • Asus Ascent QN10
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      38,1
      40 cm vor dem Mini-PC
    • Framework Laptop 13 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      36,1
    • Apple Mac mini (2026)
      M6 (12C/12C), 32 GB LPDDR5X
      35,7
      40 cm vor dem Mini-PC
    • HP OmniBook Ultra 14
      X2E-84-100, 32 GB LPDDR5X
      34,1
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      Passiv gekühlt
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      Passiv gekühlt
Einheit: dB(A)

Um die Geräuschkulisse besser zu dokumentieren, haben wir sie aufgezeichnet. Die Aufnahme erfolgte mit 40 Zentimetern Abstand von vorn zur Tastatur aus dem Leerlauf in einen CPU-Volllast-Benchmark.

HP EliteBoard G1a im Einsatz (Programmstart)

Akkulaufzeit

Akkulaufzeit bei einem Mini-PC? Das kann man doch gar nicht messen! Doch, beim EliteBoard G1a ist das möglich. Denn der mit 32 Wh überraschend große Akku erlaubt den Betrieb auch ohne ein Kabel und sorgt im Office-Betrieb für Stunden an Laufzeit. Bei der 4K-Videowiedergabe in YouTub verliert der PC deutlicher den Anschluss. HP selbst gibt 3,5 Stunden Akkulaufzeit an.

Diagramme
Procyon Office Battery Life 200 cd/m²
  • Office Productivity (Multi-Platform):
    • Dell XPS 14 (2026) (2,8K OLED)
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      14:01
      120 Hz
    • Framework Laptop 13 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      13:31
      120 Hz
    • Apple MacBook Pro 16" (2026)
      M5 Max (18C/40C), 128 GB LPDDR5X
      13:05
      120 Hz ProMotion
    • Chuwi UniBook 304
      Core 3 304, 8 GB LPDDR5X
      11:26
      60 Hz
    • Apple MacBook Air 15" (2026)
      M5 (10C/10C), 32 GB LPDDR5X
      11:07
      60 Hz
    • HP OmniBook Ultra 14
      X2E-84-100, 32 GB LPDDR5X
      10:16
      120 Hz
    • Lenovo Yoga Slim 7x Gen 11
      X2E-88-100, 32 GB LPDDR5X
      10:06
      120 Hz
    • Samsung Galaxy Book 6 Pro
      Core Ultra X7 358H, 32 GB LPDDR5X
      10:02
      120 Hz
    • Apple MacBook Neo (2026)
      A18 Pro (6C/5C), 8 GB LPDDR5X
      7:01
      60 Hz
    • HP EliteBoard G1a
      Ryzen AI 7 370, 32 GB DDR5-5600
      6:21
      Mini-PC ohne Display
Einheit: Stunden, Minuten

Da das System nicht ohne Display zu betreiben ist, stellt sich die Frage, wofür der Akku überhaupt gedacht ist, wenn es nicht vollständig autark mit einem kleinen, über die Tastatur versorgten USB-C-Monitor zum Einsatz kommt. Letztendlich fällt hier nur der Wechsel zwischen Arbeitsplätzen (am Arbeitsplatz, oder vom Arbeitsplatz ins Home Office) ein, der mit dem EliteBoard G1a dank Akku unterbrechungsfrei wie mit einem Notebook vollzogen werden kann.

Fazit

Das HP EliteBoard G1a bringt ein Konzept in den Markt, das zwar irgendwie offensichtlich erscheint, aber dann doch nicht war. Und so ist der Tastatur-PC mit integriertem Akku ein ziemlich einzigartiges Produkt in der westlichen PC-Welt. Warum in Zukunft nicht statt ein Notebook von A nach B mitzunehmen „nur“ die Tastatur? Und neu hochfahren muss man das System am Zielort dennoch nicht. Das EliteBoard G1a kommt dazu passend in einem schicken Segeltuch als Tasche zum Kunden und kann so problemlos im Rucksack verstaut werden.

HP EliteBoard G1a im Test
HP EliteBoard G1a im Test

Die verbaute AMD-Ryzen-Plattform sorgt für soliden Vortrieb im Office-Alltag. Der PC ist auf eine Balance zwischen Leistung und Wärme plus Lautstärke eingestellt, im Test hat das überzeugt. Bei höherer Last wird der Lüfter in der Tastatur hörbar und die Tasten auch etwas wärmer, aber nie so stark, dass es stören würde.

„Next Gen-KI-PC“ nennt HP das System, das ist wie üblich in diesen Marktsegmenten aber ziemlich übertrieben. Ja, es gehen gewisse KI-Aufgaben mit dem PC – aber eigentlich nur solche, die auch mit jedem anderen PC funktionieren. Sobald die Anforderungen nämlich auch nur ein ganz wenig über absolut rudimentär hinausgehen, geht dem System auch schon die Puste aus.

HP EliteBoard G1a tippt sich gut
HP EliteBoard G1a tippt sich gut

Am Ende ist das HP EliteBoard G1a nicht nur eine interessante Idee, sondern auch eine gut umgesetzte, teilt sich aber mit jeder anderen PC-Hardware das Problem der Zeit: den sehr hohen Preis.

Die Testkonfiguration kostet so stattliche 2.149 Euro (UVP), die kleinste Variante startet immerhin ab 1.299 Euro – dann gibt es aber auch nur vier Kerne und die halbierte Menge RAM und SSD. Und so wird es die interessante Lösung am Ende vermutlich ziemlich schwer haben in einer Nische zwischen klassischen Desktop- und Mini-PCs einerseits und wirklich mobil nutzbaren Notebooks anderseits.

HP EliteBoard G1a (Ryzen AI 350/32 GB/1 TB)
09.10.2026
  • Kompakte Tastatur als Komplett-PC
  • Moderne AMD-APU mit acht Kernen
  • Integrierte Grafik und NPU
  • Im Alltag nur leises Lüftergeräusch
  • RAM und SSD aufrüstbar
  • Zwei Mal USB-C evtl. zu knapp
  • Nur eingeschränkt ein „KI-PC“
  • Nur ein SO-DIMM-Riegel verbaut

ComputerBase wurde das EliteBoard G1a von HP leihweise zum Testen zur Verfügung gestellt. Eine Einflussnahme der Hersteller auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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