AMD Ryzen Threadripper 9000 im Test: Fazit und Empfehlung

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Volker Rißka
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AMD Ryzen Threadripper 9000X ist die schnellste Ausbaustufe der Zen-5-Architektur im Desktop. Im favorisierten Gebiet der Multi-Core-Anwendungen beträgt der Leistungszuwachs gegenüber dem stärksten AMD Ryzen 9000X3D teilweise über 100 Prozent, ohne in Single-Core-Szenarien groß in Rückstand zu geraten.

Die unterm Strich wohl sinnvollste Wahl als HEDT-Lösung ist einmal mehr der Prozessor mit 32 Kernen, also der AMD Ryzen Threadripper 9970X. Hier skaliert die Leistung gegenüber dem besten Prozessor im klassischen Mainstream-Segment mit 16 Kernen gut, während dies bei dem 64-Kerner 9980X nur noch selten ein weiteres Plus hervorbringt. Dem gegenüber steht der nicht zu verachtende preisliche Vorteil, denn der 32-Kerner kostet „nur“ die Hälfte des 64-Kerners, 2.500 vs. 5.000 US-Dollar.

AMD Ryzen Threadripper 9000X im Test
AMD Ryzen Threadripper 9000X im Test

Für Kunden, die jedoch schon einmal das sprichwörtliche 64-Kern-Blut geleckt haben, beispielsweise mit einem AMD Ryzen Threadripper 3990X aus dem Jahr 2020, und das System auch weiterhin gut auszunutzen wissen, kann ein Upgrade sinnvoll sein. Die Leistungssteigerung in den fünf Jahren liegt in einigen Bereichen bei bis zu 300 Prozent. Und wenn etwas statt drei Stunden nur noch eine Stunde benötigt, dann kann Zeit durchaus Geld sein. Dies wiederum kann die teure Investition rechtfertigen.

AMD Ryzen Threadripper 9980X
31.07.2025
  • Extreme Anwendungsleistung
  • Und dabei sogar ziemlich effizient
  • Schneller Vier-Kanal-Speicher
  • 1 TByte maximaler Speicherausbau
  • 80 PCIe-5.0-Lanes
  • Dadurch Vielzahl an Möglichkeiten für SSDs und PCIe
  • Lauffähig auf bekannten Mainboards
  • Hohe Leistungsaufnahme im Leerlauf
  • durchschnittliche Spieleleistung
  • gesamte Plattformkosten sehr hoch
AMD Ryzen Threadripper 9970X
30.07.2025
  • Sehr hohe Anwendungsleistung
  • Und dabei sogar ziemlich effizient
  • Schneller Vier-Kanal-Speicher
  • 1 TByte maximaler Speicherausbau
  • 80 PCIe-5.0-Lanes
  • Dadurch Vielzahl an Möglichkeiten für SSDs und PCIe
  • Lauffähig auf bekannten Mainboards
  • Hohe Leistungsaufnahme im Leerlauf
  • durchschnittliche Spieleleistung
  • gesamte Plattformkosten sehr hoch

Was der 24-Kerner 9960X kann, lässt sich durch den Test des 7960X im vergangenen Jahr parallel zu den neuen Werten der großen Modelle schnell ableiten. Rund 30 Prozent mehr CPU-Leistung gibt es gegenüber der Mainstream-Plattform, gepaart mit den gleichen Nachteilen der größeren Modelle, aber den Vorteilen der Plattform. Der Gesamtpreis für CPU und Board, Kühler sowie RAM ist weiterhin vermutlich jenseits der 2.500-Euro-Marke angesiedelt, insofern müssen sich geneigte Kunden auch hier vorab die Fragen stellen:

  • Brauche ich mehr als 16 Kerne/32 Threads wirklich?
  • Reichen 256 GByte DDR5-Speicher oder muss es (mehr und) eventuell zusätzlich ein Quad-Channel-Speicherinterface sein?
  • PCIe-Lanes bieten den größten Spielraum für Entfaltungen, hier ist das Mainstream-Segment aber auch am stärksten eingeschränkt. Brauch ich zusätzliche Lanes, insgesamt 80 PCIe-5.0-Lanes an der Zahl, für GPUs und/oder SSDs?
  • die Kosten: Threadripper X kostet mindestens das Dreifache, Sechsfache oder Achtfache
AMD Ryzen Threadripper 9000X im Test
AMD Ryzen Threadripper 9000X im Test

Die Frage, die sich am Ende des Tests und auch in Bezug auf den 24-Kerner noch stellt: Wie geht es mit Threadripper weiter? Im kommenden Jahr werden erstmals AMD-Mainstream-Prozessoren mit 24 Kernen erwartet, die wiederum die kleinsten Threadripper kannibalisieren werden. Ob darüber dann 2027 noch Luft für eine nächste Generation Threadripper besteht, bleibt abzuwarten. Aber Threadripper wurde vor einigen Jahren schon einmal fast begraben, nur um dann doch wiederaufzuerstehen.

ComputerBase hat ein Threadripper-9000-Testkit mit zwei Prozessoren, Mainboard, AiO, SSD und Speicher von AMD unter NDA leihweise zum Testen erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungstermin. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

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