Günstige Prozessoren im Test: Leistungsaufnahme und Temperaturen
4/7Die Messungen auf dem Windows-Desktop wurden als einzige Ausnahme im Test im Energieprofil „Ausbalanciert“ ausgeführt und stellen einen Mittelwert aus einer einminütigen „Ruhephase“ beim Betrachten des Windows-Desktop dar. Aktive Anwendungen oder Anwendungen in der Taskleiste (zum Beispiel Steam) gab es nicht. Die Messungen unter Volllast in Anwendungen und Spielen erfolgten wie alle anderen Benchmarks im Profil „Beste Leistung“ jeweils beim Benchmark (19 Spiele respektive Szenario „Encoding in Handbrake“).
Leistungsaufnahme auf dem Windows-Desktop
AMD hat mit dem Wechsel auf das Chiplet-Design mit I/O-Die im Desktop „Leerlauf-Leistungsaufnahmen“ von unter 20 Watt quasi den Rücken gekehrt. Intels Core-(Ultra)CPUs liegen in dieser Disziplin klar vorne, ob alt oder neu ist in dem Fall ziemlich egal. Was eine AMD-CPU kann, wenn sie kein Chiplet, sondern einen monolithischen Die nutzt, zeigt erneut der AMD Ryzen 5 8400F. Da er im Kern eine APU mit deaktivierter Grafik ist, liegt er im Windows-Betrieb auf dem Niveau von Intels CPUs.
Hinweis: Das Plus-Zeichen blendet die größeren, teureren und zumeist auch schnelleren und stromhungrigen CPUs ein.
Leistungsaufnahme unter Volllast
Den Verbrauch unter Volllast ermittelt ComputerBase im Benchmark mit Handbrake, das heißt über die Dauer des Benchmarks wird mit HWiNFO sekündlich die Telemetrie ausgelesen. Im Anschluss werden der Maximal- und der Mittelwert ermittelt. Hinweis: Große CPUs wie Ryzen 9000X werden schnell von der PPT eingebremst, können so ihren maximal möglichen Takt oft gar nicht ausfahren, größere Intel-CPUs mit einem TDP-Deckel von 65 Watt trifft das gleiche Schicksal.
Hinweis: Das Plus-Zeichen blendet die größeren, teureren und zumeist auch schnelleren und stromhungrigen CPUs ein.
AMDs 65-Watt-CPUs haben eine PPT von 88 Watt – und die schöpfen sie dann auch regelmäßig aus. Bei Intel sind die Parameter für den Turbo-Modus stets andere, auch hier gehen die Lösungen aber stets über die TDP hinaus und verbrauchen gern mehr. Im Durchschnitt über lange Zeit normalisiert sich das dann aber – und wenn etwas 25 Minuten dauert, wie mit einem 12100F, dann steht die Lösung zumindest beim Verbrauch auf den ersten Blick gut da. Dass dies nicht automatisch heißt, dass die Lösung effizient ist, zeigt sich auf der nächsten Seite.
Leistungsaufnahme in Spielen
In Spielen ist die durchschnittliche Leistungsaufnahme geringer als in Anwendungen, das Schema bleibt dennoch nahezu gleich. Kleine CPUs verbrauchen wenig, erst Intels ältere K-Lösungen stehen für hohen Verbrauch.
Temperaturen unter Volllast
Die Temperaturen bei günstigen CPUs sind aufgrund der zumeist auferlegten TDP-Limits unkritisch und mit jedem guten Luftkühler zu bewerkstelligen. Wie üblich kommen auch viele Intel-CPUs heutzutage ohne einen Kühler in den Handel, dieser muss vom Kunden selbst angeschafft werden.