Core i5-11400F im Test: Benchmarks in Anwendungen und Spielen

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Volker Rißka
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Für alle Anwendungstests kommt das mit AMD Ryzen 3000 (Test) eingeführte Testsystem zum Einsatz. Die Datenbasis ist dadurch auf über 120 Lösungen angewachsen und der Vergleich über Generationen gegeben. Alle Modelle werden stets mit ihren Herstellervorgaben getestet, insbesondere beim RAM – diese Thematik wurde beim Core i5-11400F bereits ausführlich beleuchtet.

Für Spiele wird das mit AMD Ryzen 5000 aufgesetzte neue System genutzt, das auf eine RTX 3080 vertraut. Diverse Datensätze in 720p, 1080p und 2160p bieten die Grundlage in einem breit gestreuten Feld von Casual-Gaming bis High-End-Anforderung.

Intel Core i5-11400F im Test
Intel Core i5-11400F im Test

Benchmarks in Anwendungen

Ohne die Powerlimits, die bei vielen Mainboards selbst in den unteren Preisklassen aufgehoben werden, liefert der neue Intel Core i5-11400F in Mehr-Kern-Szenarien 19 Prozent mehr Leistung als ein Core i5-10400F, dem ebenfalls keine Fesseln anliegen. Die Mischung aus gesteigerter IPC und ein wenig mehr Takt schlägt hier voll durch, sodass sich das Ergebnis sehen lassen kann.

Wird der 11400F mit seinen offiziellen Limits gefahren (wie sie alle Mainboard-Hersteller auch anbieten, aber vor allem die OEM-Partner auch umsetzen), fällt die Leistung des neuen Modells in Multi-Core-Volllast-Szenarien hingegen deutlich ab. Denn die neue CPU braucht offensichtlich mehr elektrische Leistung für denselben Takt bei höherer IPC. Wird dieser Verbrauch eingeschränkt, liegt der Takt im Durchschnitt deutlich unter dem Vorgänger. Am Ende rettet die erhöhte IPC im Durchschnitt dann lediglich die fehlenden mindestens 400 MHz, sodass der Core i5-11400F mit einem Wimpernschlag Vorsprung vor dem Core i5-10400F bei gleicher TDP von 65 Watt ins Ziel kommt.

Diagramme
Performancerating für Anwendungen (Multi-Core)
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      28
    • AMD Ryzen 7 3700X
      27
    • AMD Ryzen 5 5600X
      26
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-2933 G1)
      23
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      23
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-3200 G2)
      23
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      22
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-2933 G1)
      21
    • AMD Ryzen 5 3600
      20
    • Intel Core i5-10600K
      20
    • Intel Core i5-10600K (125/182 W LT)
      20
    • AMD Ryzen 5 4650G Pro
      20
    • Intel Core i5-10400F
      18
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT, 2933 G1)
      18
    • Intel Core i5-10400F (65/134 W LT)
      18
    • Intel Core i5-9400F
      14
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

In Single-Core-Szenarien zeigt noch einmal die gesteigerte IPC von Rocket Lake-S gegenüber Comet Lake-S. Hier spielt auch die TDP-Beschränkung bei aktiviertem Powerlimit keine Rolle, denn ein Kern verbraucht selbst unter voller Last nie so viel, dass es zu einer Taktabsenkung kommen muss. In allen Lebenslagen liegt der Vorsprung hier letztlich sogar bei 20 Prozent und damit über all dem, was größere CPUs aus der neuen Familie gegenüber dem Vorgänger bereitstellen.

Single
Cinebench R20 – Single
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-3200 G2)
      603
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-2933 G1)
      601
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      600
    • AMD Ryzen 5 5600X
      599
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-2933 G1)
      542
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      539
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT, 2933 G1)
      538
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      529
    • Intel Core i5-10600K
      508
    • Intel Core i5-10600K (125/182 W LT)
      508
    • AMD Ryzen 7 3700X
      502
    • AMD Ryzen 5 4650G Pro
      491
    • AMD Ryzen 5 3600
      474
    • Intel Core i5-10400F
      450
    • Intel Core i5-10400F (65/134 W LT)
      450
    • Intel Core i5-9400F
      426
Einheit: Punkte

Benchmarks in Spielen

Die Spiele liefern in den drei gewählten Modi am heutigen Tag viele Erkenntnisse. Getestet wurde die neue CPU mit folgenden Einstellungen

  • Unlimitierter Intel Core i5-11400F mit DDR4-2933 Gear 1 (ohne Limits)
  • Limitierter Intel Core i5-11400F mit DDR4-2933 Gear 1 (Mit Limits: 65 W nach max. 28 s 154 W)
  • Unlimitierter Intel Core i5-11400F mit DDR4-3733 Gear 1 (ohne Limits mit Speicher-OC)

Der unlimitierte Prozessor ist mit übertaktetem Speicher natürlich die schnellste Lösung. Doch auch ohne RAM-Overclocking kann sich die Mehrleistung gegenüber dem Vorgänger sehen lassen. Wie in Anwendungen kann sie in diesem Fall allerdings in bestimmten Spielen durch zusätzliche Leistungsaufnahme erkauft sein. Denn wie der Prozessor am Limit letztlich offenbart, fällt seine Leistung selbst in Spielen ab. Unterm Strich macht Rocket Lake gegenüber Comet Lake-S aber seinen Schritt nach vorn, das bestätigt auch der kleinste Prozessor.

Powerlimit erstmals mit deutlicheren Auswirkungen

In der Vergangenheit war bei kleinen CPUs das feste Powerlimit, sofern gewählt, in Spielen nicht bemerkbar, denn „dank“ niedriger Auslastung konnte der Prozessor den maximalen Takt auch in den engeren Grenzen voll ausfahren. Doch beim neuen Prozessor ist das anders. Denn wenn dieser schon in Anwendungen fast 40 Watt mehr verbraucht als sein Vorgänger, kann sich das in fordernden Spielen auch bemerkbar machen.

Am deutlichsten sichtbar ist es in Total War, einem echten „CPU-Fresser“. Hier verliert der Core i5-11400F mit vollem Powerlimit in 720p- und auch 1080p-Auflösung 7 FPS und viele ms bei den Frametimes, was bei einem Ausgangswert von 54 FPS direkt 15 Prozent ausmacht. In keinem anderen Spiel ist es so deutlich ausgeprägt. Doch das Fazit ist klar: Der Core i5-11400F verliert mit Powerlimit-Referenzvorgaben erstmals auch in extrem CPU-lastigen Titeln deutlich, im Durchschnitt sind es 5 Prozent. Damit ist er aber immer noch schneller als der Vorgänger

Auch der Core i5-10400F musste Total War noch einmal über sich ergehen lassen. Doch dort zeigt sich das Bild, das bisher bei den Intel-CPUs galt: Selbst mit vollem Powerlimit liegt der Unterschied in Spielen bei lediglich 1 FPS und auch die Frametimes sind quasi gleich, beides fällt unter Messungenauigkeiten.

Total War – Messreihen mit und ohne Powerlimit
CPU + Einstellung 720p FPS + FT 1080p FPS + FT 2160p FPS + FT
Intel Core i5-11400F ohne Limits 54,4 / 43,6 53,8 / 43,7 54,8 / 44,7
Intel Core i5-11400F mit Limits 47,6 / 34,4 45,8 / 35,8 47,6 / 37,2
Intel Core i5-10400F ohne Limits 44,7 / 35,0 44,5 / 34,4 44,3 / 34,0
Intel Core i5-10400F mit Limits 46,3 / 37,0 44,2 / 33,8 43,4 / 32,0

Unterm Strich spiegelt Total War letztlich das wider, was extreme Anwendungen zeigen: Im Worst-Case-Szenario ist der 11400F nur so schnell wie ein 10400F. Über den Durchschnitt reicht es jedoch letztlich für eine Führung.

Speicherübertaktung hilft in Spielen

Auf der anderen Seite stehen die Aufhebung aller Limits und obendrein die Anhebung des Speichertakts. Mit DDR4-3733 Gear 1 bei scharfen Timings von CL14 gibt es im Mittel ein Plus von 5 Prozent gegenüber der Nutzung von DDR4-2933 Gear 1 CL14, was insofern beachtlich ist, da es den Core i5-11400F dann sogar vor den Core i5-11600K schieben kann. Und Speicher-OC geht jetzt auch mit B560.

1.280 × 720 Bildpunkte
Performancerating FPS – 1.280 × 720 Bildpunkte
    • AMD Ryzen 7 5800X
      184
    • AMD Ryzen 5 5600X
      175
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-2933 G1)
      166
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-3733 G1)
      165
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-3200 G2)
      159
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      158
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-2933 G1)
      157
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      150
    • Intel Core i5-10600K
      144
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      144
    • AMD Ryzen 7 3700X
      140
    • Intel Core i5-10400F
      140
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      137
    • Intel Core i7-8700K
      136
    • AMD Ryzen 5 3600
      134
    • AMD Ryzen 3 3300X
      124
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Ob 720p oder 1080p, die Ergebnisse ähneln sich wie üblich sehr. Statt 5 Prozent Unterschied zwischen den drei Modi des 11400F sind es bei 1080p jeweils 4 Prozent. Auch der Vorsprung oder Rückstand zu den anderen Modellen schrumpft ein wenig. Der Core i5-11400F ist eine gute und vor allem relativ günstige CPU für hohe Spieleleistung.

1.920 × 1.080 Bildpunkte
Performancerating FPS – 1.920 × 1.080 Bildpunkte
    • AMD Ryzen 7 5800X
      165
    • AMD Ryzen 5 5600X
      161
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-2933 G1)
      153
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-3733 G1)
      152
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-3200 G2)
      148
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      147
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-2933 G1)
      146
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      141
    • Intel Core i5-10600K
      136
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      136
    • AMD Ryzen 7 3700X
      134
    • Intel Core i5-10400F
      132
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      130
    • Intel Core i7-8700K
      129
    • AMD Ryzen 5 3600
      128
    • AMD Ryzen 3 3300X
      121
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Auf Displays mit der höchsten Auflösung UHD rücken die Prozessoren immer weiter in den Hintergrund, die Grafikkarte ist nun definitiv die wichtigste Komponente. Die Abstände fallen hier letztlich sehr groß aus, im Jahr 2021 sollten es jedoch mindestens sechs Kerne sein – hier ist der Core i5-11400F als günstigste neue Lösung perfekt aufgehoben. Die Problematik ist aktuell ohnehin eher die, eine passende Grafikkarte zu bekommen, ohne dafür eine Niere verkaufen zu müssen.

3.840 × 2.160 Bildpunkte
Performancerating FPS – 3.840 × 2.160 Bildpunkte
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      96
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-3733 G1)
      96
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-2933 G1)
      96
    • AMD Ryzen 7 5800X
      96
    • AMD Ryzen 5 5600X
      95
    • Intel Core i5-11600K (DDR4-3200 G2)
      95
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      94
    • Intel Core i5-11400F (DDR4-2933 G1)
      93
    • AMD Ryzen 7 3700X
      93
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      92
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      92
    • Intel Core i7-8700K
      92
    • AMD Ryzen 5 3600
      92
    • Intel Core i5-10600K
      90
    • Intel Core i5-10400F
      89
    • AMD Ryzen 3 3300X
      87
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel
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