Galaxy Z Flip 4 im Test: Leistung, Akkulaufzeiten und Software

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Nicolas La Rocco
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Obwohl der Startpreis deutlich niedriger als beim Fold 4 ausfällt, ist auch das Flip 4 mit dem neuen Qualcomm Snapdragon 8+ Gen 1 ausgestattet, der dank TSMC-N4-Fertigung Vorteile gegenüber dem Basismodell bei Effizienz und Leistung hat. Details zu dem Chip hat die Redaktion zur Vorstellung, in einem Benchmark-Test und bereits zu mehreren Smartphones veröffentlicht, weshalb an dieser Stelle nicht erneut alle Informationen niedergeschrieben werden.

Basismodell kommt mit 128 GB Speicher

Im Unterschied zum Fold 4 liegt der RAM-Ausbau bei stets 8 statt 12 GB LPDDR5 und das Basismodell ist mit 128 statt 256 GB UFS 3.1 bestückt (Maximalausbau: 512 statt 1 TB). Auch beim Flip 4 kann der Speicher nicht per microSD-Karte erweitert werden, im seitlichen SIM-Fach findet lediglich eine Nano-SIM-Karte Platz. Für Dual-SIM kann zusätzlich eine eSIM aktiviert werden oder für Single-SIM nur die eSIM, während das Fold 4 die Wahl zwischen zwei physischen Karten oder einer physischen und einer eSIM erlaubt.

Galaxy Z Flip 4 im Benchmark

Bei der Spitzenleistung liegen Flip 4 und Fold 4 praktisch gleichauf, auch das subjektive Bediengefühl fällt identisch hoch aus. In Kombination mit dem 120-Hz-Display ergibt sich ein in jeder Situation erhabenes Verhalten, das auf absolutem Spitzenniveau liegt.

Diagramme
Geekbench 5.1 – Single-Core Total
    • Apple iPhone 13 Pro (iOS 15.0)
      1.727
    • Samsung Galaxy Z Fold 4 (Android 12.0)
      1.333
    • Asus ROG Phone 6 (Android 12.0)
      1.323
    • Samsung Galaxy Z Flip 4 (Android 12.0)
      1.306
    • OnePlus 10 Pro (Android 12.0)
      1.261
    • Asus Zenfone 9 (Android 12.0)
      1.181
    • Samsung Galaxy S22+ (Android 12.0)
      1.178
    • Samsung Galaxy S22 (Android 12.0)
      1.176
    • Sony Xperia 5 III (Android 11.0)
      1.127
    • Samsung Galaxy Z Flip 3 (Android 11.0)
      1.122
    • Google Pixel 6a (Android 12.0)
      1.060
    • Google Pixel 6 Pro (Android 12.0)
      1.052
    • Google Pixel 6 (Android 12.0)
      1.048
    • Vivo X60 Pro (Android 11.0)
      1.032
    • Realme GT Neo 3 (Android 12.0)
      974
    • Nothing Phone (1) (Android 12.0)
      825
    • OnePlus Nord 2 (Android 11.0)
      801
    • Samsung Galaxy XCover6 Pro (Android 12.0)
      767
    • Samsung Galaxy A52 5G (Android 11.0)
      646
    • Nokia XR20 (Android 11.0)
      507
Einheit: Punkte

Unter Dauerlast im Nachteil

Unter Dauerlast fällt das Flip 4 allerdings hinter das Fold 4 und andere Smartphones mit Snapdragon 8+ Gen 1 zurück. Die thermischen Restriktionen werden sogar noch etwas früher als beim kompakten Asus Zenfone 9 (Test) erreicht, sodass zwischen Peak- und „Sustained“-Leistung am Beispiel des 3DMark Wild Life im schlechtesten Fall bis zu 143 Prozent liegen – oder ein Sprung von 4.573 auf 11.090 Punkte. Beim Fold 4 lag die Spitzenleistung hingegen nur 77 Prozent über dem schlechtesten Ergebnis. Klassenprimus bleibt das Asus ROG Phone 6 (Test) mit 46 Prozent. Unter Dauerlast im GFXBench zeichnet das Flip 4 ein ähnliches Bild und landet auch hinter ROG Phone 6, Fold 4 und Zenfone 9.

Diagramme
3DMark Wild Life Unlimited Stress Test (Metal/Vulkan)
291,02.573,64.856,27.138,89.421,411.704,0Punkte 1. Durchlauf2. Durchlauf3. Durchlauf4. Durchlauf5. Durchlauf6. Durchlauf7. Durchlauf8. Durchlauf9. Durchlauf10. Durchlauf11. Durchlauf12. Durchlauf13. Durchlauf14. Durchlauf15. Durchlauf16. Durchlauf17. Durchlauf18. Durchlauf19. Durchlauf20. Durchlauf

UFS 3.1 langsamer als beim Fold 4

Beim verbauten UFS 3.1 hinkt das Flip 4 ebenfalls dem Fold 4 hinterher, wenngleich die Messwerte alles andere als schlecht ausfallen. Das sequenzielle Lesen fällt mit knapp 1,5 GB/s etwas schlechter als im letzten Jahr (1,6 GB/s) aus, beim Schreiben hat sich das Flip 4 jedoch von 760 MB/s kommend auf knapp 1 GB/s verbessert. Ein Fold 4 schafft hier jedoch 1,9 GB/s respektive 1,2 GB/s, wenngleich größere Speicherkonfigurationen meistens einen Vorteil haben. Im Allgemeinen sind deutlich höhere Werte erst mit dem anstehenden UFS 4.0 zu erwarten.

Androbench
Androbench – Sequentielles Lesen
    • Asus ROG Phone 6 (Android 12.0)
      1.957,21
    • Samsung Galaxy S22+ (Android 12.0)
      1.909,40
    • Samsung Galaxy Z Fold 4 (Android 12.0)
      1.908,47
    • Asus Zenfone 9 (Android 12.0)
      1.868,38
    • OnePlus Nord 2 (Android 11.0)
      1.829,33
    • OnePlus 10 Pro (Android 12.0)
      1.802,51
    • Realme GT Neo 3 (Android 12.0)
      1.791,64
    • Nothing Phone (1) (Android 12.0)
      1.658,96
    • Vivo X60 Pro (Android 11.0)
      1.638,08
    • Sony Xperia 5 III (Android 11.0)
      1.637,75
    • Samsung Galaxy Z Flip 3 (Android 11.0)
      1.615,32
    • Google Pixel 6 (Android 12.0)
      1.553,57
    • Google Pixel 6 Pro (Android 12.0)
      1.546,92
    • Samsung Galaxy S22 (Android 12.0)
      1.521,45
    • Samsung Galaxy Z Flip 4 (Android 12.0)
      1.457,70
    • Google Pixel 6a (Android 12.0)
      1.427,61
    • Samsung Galaxy A52 5G (Android 11.0)
      958,49
    • Samsung Galaxy XCover6 Pro (Android 12.0)
      833,13
    • Nokia XR20 (Android 11.0)
      484,18
Einheit: Megabyte pro Sekunde (MB/s)

Akku wächst von 3.300 auf 3.700 mAh

Die Leistung ist zwar ein durchaus wichtiger Faktor und macht gegenüber dem Flip 3 mit Snapdragon 888 einen großen Schritt nach vorne, die Energieversorgung nimmt dieses Jahr aber eine mindestens ebenso wichtige Rolle ein. Beim Fold 4 hatte Samsung keine Veränderungen vornehmen können, sodass es dort bei 4.400 mAh für den Akku bleibt. Im Flip 4 fand der Hersteller hingegen Platz für eine Vergrößerung von 3.300 auf 3.700 mAh. Bei diesem Plus von 12 Prozent bleibt es allerdings nicht.

Über 40 Prozent längere Laufzeiten

Weil die meisten Eckdaten des Flip 4 gegenüber dem Flip 3 gleich geblieben sind, vor allem das Display, zeigt dieses Smartphone gut, welche Auswirkungen der größere Akku und der neue Prozessor auf die Laufzeiten haben. Statt nur 6:20 Stunden im produktiven 3DMark schafft das neue Modell glatt 9 Stunden – ein Vorsprung von 42 Prozent. Der Akku selbst ist dabei nur um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Und beim YouTube-Streaming werden aus 12:36 Stunden mit der aktuellen Generation 16:57 Stunden – eine Steigerung um 35 Prozent. Der größere Akku und die gesteigerte Effizienz des Prozessors sind damit zwei der wichtigsten Verbesserungen für das Flip 4.

Diagramme
PCMark 3.0 Akkutest 200 cd/m²
    • Asus ROG Phone 6 (Android 12.0)
      17:18
    • Asus Zenfone 9 (Android 12.0)
      14:02
    • Sony Xperia 5 III (Android 11.0)
      13:08
    • Vivo X60 Pro (Android 11.0)
      13:02
    • Google Pixel 6a (Android 12.0)
      12:16
    • Google Pixel 6 (Android 12.0)
      11:10
    • OnePlus Nord 2 (Android 11.0)
      10:41
    • Samsung Galaxy S22+ (Android 12.0)
      10:20
    • Samsung Galaxy Z Fold 4 (Android 12.0)
      9:24
    • Google Pixel 6 Pro (Android 12.0)
      9:20
    • Samsung Galaxy XCover6 Pro (Android 12.0)
      9:06
    • Samsung Galaxy Z Flip 4 (Android 12.0)
      9:00
    • Samsung Galaxy S22 (Android 12.0)
      8:53
    • Nothing Phone (1) (Android 12.0)
      8:46
    • Samsung Galaxy Z Flip 3 (Android 11.0)
      6:20
    • Nokia XR20 (Android 11.0)
      0:00
      stürzt ab
Einheit: Stunden, Minuten

Android 12 mit Flip-Funktionen

In puncto Software kommt das Flip 4 mit Android 12 und One UI 4.1.1 daher, das Samsung über die kommenden vier Jahre mit neuen Android-Hauptversionen und für fünf Jahre mit Sicherheitspatches versorgen will. Das Flip 4 gehört zum Marktstart zu den Geräten, die der Hersteller monatlich mit neuen Updates versorgen will.

Das Flip 4 nutzt ein deutlich weniger angepasstes Betriebssystem als das Fold 4, das mit Android 12L und Taskleiste ausgeliefert wird. Dennoch besitzt auch das kleinere Gerät im App-Switcher eine Funktion, um jeweils eine App pro Bildschirmhälfte auszuführen. Die entsprechenden Apps werden dann ober- und unterhalb der Falz in einem fast quadratischen Fenster gestartet, können in ihrer Position getauscht und als favorisierte Kombination gespeichert werden, um dieses App-Paar später gemeinsam zu starten, anstatt erneut manuell die Apps in die beiden Hälften ziehen zu müssen.

In YouTube wandert das aktive Video in die obere Hälfte, sobald das Scharnier auf etwa 45 Grad angewinkelt wird. So lässt sich das Smartphone ohne spezielle Hülle ablegen und der Blick auf den Inhalt bleibt trotzdem noch möglich. Eine ähnliche Funktion bietet Google Meet, wo Bedienelemente und Teilnehmer auf die beiden Hälften des Bildschirms verteilt werden und somit freihändig am Gespräch teilgenommen werden kann.

Weitere Anpassungen der Software bietet das Smartphone im Bereich Kamera.

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