1055T OC --> 1090T Leistungsaufnahme

Nope, hab den auf Minimalspannung, mein Board lässt es allerdings leider nicht zu den mehr als 2 Schritte unter die Standardspannung zu setzen.. ;)
 
sheldon schrieb:
Du willst untervolten und bist mit mir einiger der wenigen, deshalb gibts kaum Infos dazu. (...)

Naja so kompliziert ist das auch irgendwie nicht. Takt konstant lassen, Spannung in immer kleineren Schritten absenken und schauen wann Prime Fehler produziert. Anschließend wieder ein bisschen mit der Spannung nach oben und Stabilität verifizieren. ~100 mV waren bei meinen AMDs (Athlon II X3 und Phenom II X4) an Spannungsabsenkung drin, mein Core2Duo hat sogar ~250 mV Absenkung mitgemacht.
 
Athlonscout, dein Test dort bestätigt die allgemeine Theorie und wiederlegt deine ;)

3,2 GHz 1,35V: 233W
3,2 GHz 1,40V: 248W
3,4 GHz 1,35V: 237W
3,4 GHz 1,40V: 253W

Schauen wir mal, beim Übertakten von 3,2 auf 3,4 egal bei welcher Voltage 5W mehr - ein wunderbar linearer Anstieg - der Takt steigt um 6,25% und der Verbrauch um 4% (130/125 - 1) - auch das nennt man noch linear... Zumal es im Rahmen der Messungenauigkeit liegt

Bei ansteigender VCore steigt der Verbrauch bei gleichem Takt um 15W ... 140/125 - 1 = 12% mehr Verbrauch bei um 3,7% gestiegendem VCore ... 3,7² = 13,7


Das bestätigt die vorher im Thread erwähnte Formel:
TDPneu = (neuerTakt / alterTakt ) * (neueVCore / alteVCore )² * alteTDP

Und zeigt wunderbar, dass steigender Takt sehr wohl zu mehr Verbrauch führt - zwar weniger stark (linear vs quadratisch) als eine VCore Erhöhung aber dennoch spielt es mit rein...

"Einstelliger Wattbereich" ist eben noch kein Freifahrtschein, da der Verbrauch eben auch annähernd linear steigt... Vergleich mal deinen Prozessor bei 2,0 GHz vs 3,6 GHz bei gleicher Vcore... wird ein großer Unterschied sein...
 
@Blah

Würde ich gerne vergleichen, nur leider steht mir momentan kein Meßgerät zur Verfügung (war von den hiesigen Stadtwerken geliehen)
 
Von deinen bisherigen Ergebnissen und der TDP (125W bei 3,2 GHz...?) ausgehend bei einem Steigerungsverhalten von 6,25% zu 4% (s.o.) Takt zu Verbrauch würde dein Prozessor bei 2,0 GHz etwa 95W verbrauchen und bei 3,6 135W...
Da sind wir dann aus dem einstelligen Wattbereich nen gutes Stück raus ;)

Wobei das allerdings trotzdem erstaunlich gute Werte wären - ich nehme mal an die TDP ist allgemein zu hoch gegriffen für den Prozessor, evtl sind 100W realistischer...
 
Nunja, jetzt wirds sehr theoretisch, praktische Werte sind da eher aussagekräftig.

Klar, dass eine Taktsteigerung um 80% bei gleichen Spannungen in mehr als einem einstelligen Wattwert münden.
Im konkreten Fall gehts aber um eine Taktsteigerung von 2,8 GHz auf 3,2GHz. Nach meinen Messungen durchaus denkbar, dass man da mit einem einstelligen Wattwert hinkommt.
 
Im Idle vielleicht, da dort die Belastung sehr gering ist, unter Last werden die 400Mhz mehr als 1W aus machen.

Die Formel ist richtig.

@TE

Also kommt drauf an, wenn du den 1055 übertaktest wird er nicht mehr verbrauchen als ein 1090 bei gleichem Takt. Wenn du aber maximal die Spannun senken willst kommst du natürlich bei 2,8GHz ein gutes Stück niedriger.

Der K10 ist glaub um die 2,8Ghz am effizientesten, zumindest meiner Erfahrung nach.
Danach nimmt die Effiziens etwas ab bis 3,6Ghz. Danach schlagartig. Je nach Qualität des Prozessors auch erst etwas später.

Bei meinem z.B. 3,2GHz 1,25V und 3,6Ghz 1,325V. 3,9Ghz brauch ich schon 1,4V.
Die Taktgrenze liegt irgend wo bei mir zwischen 3,9Ghz und 4Ghz
4Ghz erreiche ich selbst mit 1,45Vollt nicht stabil.
Ist ein X4 955BE.

Die X6 sind weit besser was Spannung zu Takt angeht, vor allem im Bereich um 3,2Ghz.

Gut genug geschwafelt.
Du solltest den 1055T auf gleiches Taktniveau bekommen wie den 1090T, ohne Probleme. Die Leistungsaufnahme wird dann nicht höher sein, als mit 1090T und die Spannung kannst du sicher auch noch absenken.

Viel Spaß beim Testen. OC und UV macht Spaß. :)

Ach ja beim 1055T dran denken, es geht nur über den Referenz Takt.
Also auch den Speichercontroller nicht vergessen, Multi senken oder Spannung anheben.
Fürn RAM gillt das auch, zum Übertakten erst mal den Teiler runter bis du die CPU Stabil hast, danach kannst schauen was der RAM noch her gibt.
Beim RAM sinds aber wirklich nur paar Watt, wenn der übertaktet wird. Der verbaucht im gegensatz zur CPU fast nichts, fast. ;)
 
@Suizid

Von einem Watt war nie die Rede - einstelliger Wattwert und ein Watt ist was anderes!

Schaue dir bzgl meiner Argumentation den Link in Post #22 an!
 
Nur mal zur Orientierung:

Mein 1055T läuft unter Last mit 1.1V und im Idle 0.85V. Niedrigere Werte habe ich noch nicht getestet. Die Prozessoren scheinen nach unten hin viel Luft zu haben was die Spannung angeht...

HF damit
 
was ist eigtl so das maximum bei der übertaktbarkeit vom 1055T mit einem mugen 2 oder vergleichbarer Luftkühlung?

Ich weiß ist schwer zu sagen und immer unterschiedlich aber ungefähr?
 
ist schon erstaunlich es ist ja nichtmal eine Black edition...
Sagen wir mal er geht bis 3,8 und das auf allen 6 Kernen? Aber dann ohne Turbo oder?
Das reicht ja noch 3 jahre.
 
Alles kein Problem der 1090T schafft 6x4GHz stabiel mit Luftkühlung OHNE Vcore (1,38V) anzuheben. Ohne Turbo natürlich denn den braucht man dann nicht mehr ;). Mehr habe ich mich nicht versucht, man muss die CPU ja nicht mit aller Gewalt himmeln. Eigentlich habe ich noch keine BE gesehen der nicht ein OC von 200-400MHz je Kern geschaft hat. Wo ich mir aber noch nich ganz sicher binn ist beim Ram OC, ob weniger Latenz oder mehr Takt sinnvoll ist.


MfG
 
Hey, also wieviel genau der mehr brauchen wird kann dir keiner sagen,
das hängt von deinem Prozessor ab.
Ansich wird er vermutlich etwas mehr brauchen, wenn du ihn über den BUS auf den 1090er Takt bringst,
als wenn das über multi geschieht.

Ich behaupte der unterschied ist marginal.
Außerdem solltet ihr noch folgendes beachten:
Bei besserer Kühlung wird auch die Leistungsaufnahme geringer denn:

W(thermisch) = R * I²

Wie wir sicherlich alle wissen nimmt der Widerstand eines Halbleiters jedoch mit Steigender Temperatur zu.

Das heisst, die Verlustleistung nimmt auch mit sinkender Temperatur ab,
da auch der Widerstand des Prozessors an sich gesenkt wird.

Kauf die einfach den Kleineren und takte ihn auf 1090er Niveau.
Wenn du die Übertaktbarkeit des 1090ers durch den freien Multi nichtbrauchst,
lohnt sich das in jedem Fall.

MFG Che
 
CheGuerillia schrieb:
Wie wir sicherlich alle wissen nimmt der Widerstand eines Halbleiters jedoch mit Steigender Temperatur zu.

Fast richtig ;), bis auf die Tatsache, dass der Widerstand eines Halbleiters mit steigender Temperatur abnimmt*.

For the elements carbon, silicon, and germanium, this coefficient is a negative number, meaning that resistance decreases with increasing temperature.
Quelle

*unter Vorbehalt: Das Zusammenspiel aus intrinsischer Ladungsträgerkonzentration, Besetzung bzw. Entleerung der Störstellen und Temperaturabhängigkeit der Beweglichkeiten ist weitaus komplexer und kann nur für kleine Temperaturintervalle linear angenähert werden. Für sehr große Temperaturen dominiert wie in jedem Metall die Streuung der Ladungsträger an den Atomen des Halbleiters und führt zu einer Erhöhung des Widerstands. Der in Frage kommende Temperaturbereich liegt dabei mit einigen hundert °C jedoch weit jenseits dessen, was ein Prozessor erreicht. Um die Raumtemperatur herum wird der Widerstand des Halbleiters hauptsächlich durch die Anzahl freier Ladungsträger bestimmt, und diese nimmt hier noch mit der Temperatur zu.

edit: Du solltest die Gleichung als

P = U²/R

schreiben, da dem Prozessor nicht der Strom sondern die Spannung vorgegeben wird**. Der Strom ergibt sich dann aus der Spannung und dem Widerstand. Generell stimmt natürlich: Kühlere CPU = größerer Widerstand = geringere Leistungsaufnahme.

** Die Feldeffekttransistoren im Prozessor benötigen eine bestimmte Spannung, um ihren Zustand zu ändern. 0 V für "aus" und x V für "ein". Soll der Zustand schnell geändert werden so wird eine größere Spannung benötigt (z.B. 0.8 V für 800 MHz, jedoch 1.3 V für 3 GHz - die Taktrate ist ja nichts anderes als die Geschwindigkeit, mit der die FETs umschalten müssen). Der Stromverbrauch der CPU (bzw. der CMOS-FETs) setzt sich dabei aus zwei Anteilen zusammen: Der Leckstrom zwischen dem Gate und Source/Drain / der Leckstrom zwischen Source und Drain, sowie dem Strom, der kurzzeitig fließt, wenn der FET seinen Zustand ändert (für einen kurzen Augenblick sind sowohl der p- als auch der n-Kanal Transistor leitend und verbinden die Versorgungsspannung mit Masse). Die parasitären Leckströme werden dabei durch den Isolationswiderstand zwischen den einzelnen Terminals sowie der anliegenden Spannung bestimmt, die Ströme beim Umschalten des gesamten CMOS Transistors hängen dagegen vom Widerstand des p- und n-Kanals (in leitendem Zustand) und ebenfalls der anliegenden Spannung ab.
 
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