2 Fragen zur Datendichte und Test neuer Festplatten

Florian26

Lt. Commander
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1.
Ich habe mal ne frage, ich habe irgendwie mal ne seite gehabt wo drinne stand , das umso großer die festplatten werden um so größer wird die datendichte, was bewirkt das?

Heisst das das der lesekopf der Platte nicht so weit gehen muss, um seine Daten zu finden, was sich wiederrum um eine schnellere Reaktion bemerkbar macht?

2.
Wenn man neue Festplatten kauft, kann es ja immer mal sein (durch transport ect.) das die teile berreits schon kaputt sind und evtl nicht hörbare und sehbare schäden vorhanden sind.

Mit welchen Tool sollte man eine neue festplatte unbedingt kontrollieren?



Danke schonmal im Vorraus.


Liebe Grüsse

Florian
 

Radde

Captain
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Zur ersten Frage:
Das siehst du eigentlich genau richtig. Dadurch, dass die Daten "enger nebeneinander" liegen muss sich der Lesekopf nicht so weit bewegen um auf die nächste Spur zu kommen. Das ist aber nur der kleinere Teil, wodurch die Geschwindigkeit mit höherer Dichte steigt.
Bei gleicher Drehgeschwindigkeit kommen nämlich auch deutlich mehr Daten unter dem Lesekopf durch. Somit konnte die Lesegeschwindigkeit v. a. von großen, zusammenhängenden Daten gesteigert werden. An der Drehzahl hat sich ja schon länger nichts geändert. (bzw. Platten mit 5400 U/min waren ja lange Zeit eher "out")
 

HisN

Fleet Admiral
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2) Gar nicht. Von wichtigen Dateien hat man doch sowieso ein Backup. Wenn die Platte im Arsch ist merkt man das auch ohne seine Zeit mit Kontrolle verbracht zu haben.

Meine 3 neuen EARS gehen gerade ohne Kontrolle an die Docking-Station und in meinen beiden Daten-Server laufen seit Jahren 20 Platten die nie kontrolliert worden sind.

<-- hat manchmal das Gefühl das jeder 2. PC-Nutzer ein Kontrollfreak ist :-)
 

arack

Banned
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2) Ganz einfach: Lade Dir von der Herstellerwebseite das jeweilige Tool zum Festplattencheck runter und führe es einmal aus. Gut ist auch HD Tune Pro, leider ist das nur die ersten 15 Tage kostenfrei.
 

Florian26

Lt. Commander
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Würde man am Arbeiten in Winxp oder im allg. einen unterschied merken?

Nehmen wir mal an so wie ich, ich habe ne ganz alte Samsung mit 250gb 7200 u/min mit 8mb cach, so und würde jetzt auf einer Samsung F§ Spinnpoint wechseln mit 1 TB und 32 cach mit 7200 u/min. Würde man da was merken? Also vielleicht das Programme fließender sich öffnen oder er seltener hängen bleibt weil er nur am Rattern ist?



@HisN naja mag sein das jeder 2. ein Kontrollfreak ist, aber man wird hier im Forum regelrecht dazu gezüchtet lol ^^

Also ich finde immer das man schon einmal Kontrollieren sollte, ich bin jetzt nicht einer der jede Woche einmal checkt, ahhhh ok *gg*

Aber dennoch danke für die Antworten :)
 

M-X

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Zu deiner alten Festplatte wirst du nur einen Messbaren unterschied merken einen spürbaren allerdings nicht. Wenn du einen spürbaren unterschied willst musst du zu einer SSD greifen.

<-( der denkt das nicht nur jeder 2. ein Kontrollfreak ist sondern auch jeder 2. Seine Daten für soo wichtig hält das alles mit TrueCrypt verschlüsselt werden muss aber dennoch zu faul ist ein Backup zu machen und das ganze einem FakeRAID1 überlässt)
 

Florian26

Lt. Commander
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lol

Naja aber das komische ist wirklich, das ich das Gefühl habe das die platte en hau weg hat, ich meine ok das OS ist nu schon was länger nicht mehr neu gemacht wurden. Aber früher wenn es auch so war, lief irgendwie alles sehr flott, mittlerweile merkt man oft, wie sie sehr stark am arbeiten ist, und verrichtet die arbeiten sehr sehr langsam.
Also wenn z.b. Hd Tune laufen lasse komme ich auf max 59,8 MB/s ist nicht viel oder?
 

Ernst@at

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Das hat eigentlich überhaupt nichts mit Kontrollfreak zu tun, wenn man eine neu erworbene Platte auf ihre Tauglichkeit untersucht, bevor man sie mit eigenen Daten beschickt und in das System einbindet. Ein paar Gedankensplitter dazu:

- Platte kann Transportschaden haben
- Platte kann schon verwendet gewesen sein (Rückläufer eines anderen unzufriedenen Kunden)
- Platte kann Fehler in einem Datenbereich aufweisen, auf die man erst in Monaten zugreift
- Bei Neuerstellung z.B. eines Systemes kommt man dann bei der ersten Sicherung drauf, dass man Teile nicht mehr lesen kann - überaus lustig und zeitraubend
- Selbst eine neue Platte kann Defektstellen haben, welche man dabei ausräumen kann
- Einmal in ein System eingebundene Platten (dyn. oder RAID-Cluster) lassen sich trotz vorhandener aktueller Sicherung nicht ohne erheblichen Aufwand wieder daraus entfernen
...

Der Gewiefte wird daher
- mittels SMART-Auszug zuallererst prüfen, ob die wirklich neu ist
- ob sie die versprochene Garantiezeit besitzt oder OEM ist (anhand der Seriennummer)
- auf der Platte zumindest einmal komplett alle Sektoren beschreiben und wieder lesen
- einen mehrstündigen Stresstest laufen lassen
- dabei auf Auffälligkeiten (Einbrüche Übertragungsrate, Positionierungszeit, Temperaturverlauf, Vibrationen, Lärmpegel) überprüfen
- danach nochmals die SMART-Werte kontrollieren
um sich späteren Ärger zu ersparen. Damit hat man zwar nur am linken Rand der Badewannenkurve der statistischen Ausfallrate mehr oder weniger gekratzt, einem Ausfall schon wenige Tage später kann man damit nicht vorbeugen, aber bei Auffälligkeiten problemlos von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch machen, was bei Fehlern Wochen oder Monate später dann mit längeren Wartezeiten verbunden sein könnte, bis man einen Ersatz bekommt...

Tools dazu gibt es viele, zB HDDScan und HD Sentinel

PS: Obwohl die Transferrate nicht unbedingt ausschlaggebend ist, sind 58,8MB/s selbst als Average-Wert für eine 1TB Platte mehr als dürftig (wenn das nicht durch Fremdaktivität während der Messung extrem verfälscht wurde)
 
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Ernst@at

Admiral
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Warum nicht? das ist ein vergleichsweise geringer Aufwand von wenigen Minuten, der nichts kostet und nach einigen Stunden/Tagen (je nach Belieben) die Gewissheit bringt, dass die Platte nicht schon von Anfang an defekt ist.

Obwohl der Vergleich mit einem Auto etwas hinkt - würdest Du mit einem neuen Auto am Tag der Übernahme 1500km in den Urlaub fahren in eine Gegend, wo es keine mit dem Modell vertrauten Fachwerkstätten gibt? Dann mit all dem Gepäck und familären Anhängseln in der Pampa liegenzubleiben, weil irgendwas an der Elektronik spinnt, kann einem den ganzen Urlaub versauen.

Binde ich eine ungeprüfte Platte (als Extrembeispiel) zusätzlich in einen RAID-Verbund ein und die kränkelt bei der Migration, ist alles im Arsch und der Ausfall während des Restores der Sicherung kann mehrere Tage dauern.
Selbst wenn nur ein neues System auf die Platte gepappt wird mit einigen Softwarekomponenten, wären ein paar Stunden Arbeit für die Katz gewesen.
Wem das nichts ausmacht, dem steht es ja frei, auf die paar Minuten Aufwand zu verzichten :D

Eine Prüfung der Platte vor dem Gebrauch ist weit weniger paranoid als das mehrfache löschen vertraulicher Daten vor einem Garantietausch...
 
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Ernst@at

Admiral
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Nach Anschluss der Platte(ohne sie einzubauen :) ) sind es bei mir einige Mausklicks, um die Tests aufzurufen, deren Ergebnisse dann Stunden oder Tage später nur kurz gesichtet werden. IT soll ja schließlich Arbeit ersparen - oder glaubst Du, ich stehe dabei mit offenem Mund daneben? :lol: Pro TB Kapazität dauert das mindestens 6 Stunden...

Selbst ohne Fertigungsfehler bleibt ein gewisses Restrisiko, weil die Platten nur stichprobenartig geprüft werden (auch das kann man herausfinden, ob die das durchgemacht hat). Und ob die Platte irgendwo auf dem Weg zu Dir vom Packtisch gefallen ist, kann nicht ausgeschlossen werden. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser...
 
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gidra

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Bei mir sind alle Platten erst 1 Monat im Betrieb bevor ich sie übernehme. Auch die neue HD203WI von Samsung ist nach 3 Wochen tot gewesen.

edit: irgendwelche Tools haben zuvor keinerlei Fehler angezeigt. Das erste Mal ist mir das 2006 mit WDC WD2500YD-01NVB1 (233 GB) passiert. Ich hatte damals 2 gekauft, 1 für das System die andere für den Rest. Da könnte ich die Haare am .... vor Wut rausreissen, denn alles gesammelte war mit einem Schlag nach nur 4 Wochen weg. 4 Wochen alles ok, alle Tests durch gehabt und dann einfach so - TOT !
 
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