2 Router hintereinander (FRITZ!Box - Netgear Orbi)

lalamite

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Hi,

ich habe von meinem neuen ISP (1&1) eine Fritz Box 7520 erhalten.
Vor meinem Umzug hatte ich Kabel DSL und hatte vom ISP nur ein Modem bekommen. Das hat auch top funktioniert.

Das Problem ist, dass ich ein Mesh System von netgear besitze welches ich auch weiterhin nutzen möchte (Netgear Orbi).

Leider kann ich die Routerfunktion der Fritz Box aber nicht deaktivieren.

Somit bekommt die Fritz Box eine IP von ISP und baut ein eigenes DHCP Netzwerk auf und weißt meinem Orbi eine IP zu (192.168.178.21).
Mein Orbi erstellt dann wieder ein DHCP Netzwerk (192.168.1.x) für alle Geräte im Haushalt.

Das funktioniert zwar aber ich glaube irgendwie das es nicht optimal ist wenn ich es so laufen lasse.

Täusche ich mich?

Ich habe zwar im Orbi eine Funktion, das er selbst kein DHCP Netwerk erstellt sondern das von der Fritz Box nimmt, dann wird aber auch das Wifi Mesh durch die Fritz Box administriert und meine Orbi Firewall wäre dann auch Geschichte.

Hoffe jemand von Euch hat einen Tip?
Ein pures VDSL Modem zu kaufen wäre zwar eine Option aber vielleicht gehts ja auch ohne Geld auszugeben
 
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lalamite schrieb:
Aber dann beende ich das Abo wohl
Gute Idee, gleich wieder Geld gespart ;)
Ergänzung ()

Wenn Du die Orbi zu APs machst, kannst Du Dinger auch verkaufen und stattdessen AVMs 1200AX nehmen. Sind kompatibel zur 7520 und spart wahrscheinlich auch Strom.
 
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lalamite schrieb:
Das funktioniert zwar aber ich glaube irgendwie das es nicht optimal ist wenn ich es so laufen lasse.
Wenn du mit der aktuellen Konstellation keine Probleme bemerkst, sehe ich auch keinen Grund, irgendetwas daran zu ändern.


Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten, ein Mesh-System in ein Netzwerk zu integrieren:


1)
www --- ReinesModem --- MeshMasterAlsRouter ---- Satelliten und Endgeräte

Ob das so geht, hängt von den Fähigkeiten des MeshMasters ab. Dieser muss eine Internetverbindung über ein Modem herstellen können. Alle Geräte hinter dem MeshMaster befinden sich in ein und demselben Netzwerk.


2)
www --- ModemRouter --- (WAN) MeshMasterAlsRouter ---- Satelliten und Endgeräte

Hierbei dient der ModemRouter - zB eine Fritzbox - ausschließlich als Internetlieferant. Ihr eigenes Netzwerk ist eine Art DMZ, weil vom FritzNetzwerk zum MeshNetzwerk keine Verbindung möglich ist. Dies verhindert die WAN-Firewall des MeshMasters, weil WAN = "Internet" = böse. Andersherum, vom MeshNetzwerk zum FritzNetzwerk ist jedoch voller Zugriff möglich. Man könnte also zB einen Drucker an die Fritzbox anhängen und von einem PC im Mesh auf ihm drucken. Andersherum, von einem PC an der Fritzbox auf einem Drucker im Mesh, kann man jedoch nicht drucken, weil da wieder die WAN-Firewall zuschlägt.


3)
www --- ModemRouter --- (LAN) MeshMasterAlsAP ---- Satelliten und Endgeräte

Dieses Szenario ähnelt zwar dem vorherigen, aber im Gegensatz dazu wird der MeshMaster nicht mittels WAN-Port angeschlossen, sondern über einen LAN-Port. Zudem ist der Master im AP-Modus. In diesem Modus verliert er jedoch einen Teil seiner Funktionen. Meistens sind das zB der VPN-Server und das Gast-WLAN.



Wenn du aktuell keine Nachteile deines Setups spürst, lass es einfach wie es ist. Deinen Beschreibungen nach zu urteilen hast du #2. Das wird wie erwähnt erst dann zu einem "Problem", wenn du sowohl das Netzwerk der Fritzbox als auch das Netzwerk des Netgear Orbi benutzt und beidseitig Verbindungen herstellen willst.
 
Die aktuelle Konstellation kannst du so lassen. WLAN in der Fritte aus und fertig.

Interessant wird es, wenn du Portfreigaben benötigst. Da musst du dann immer in beiden Routern rumfummeln. Das war auch der einzige Grund, warum ich die Providerkiste bei mir in den Bridgemode hab setzen lassen.

Kostet dich die Fritte monatlich Geld? Falls ja, kannst du dir die Kosten auch sparen und ein eigenes (gebrauchtes) Gerät vor deinen Orbi setzen. Im Idealfall ein reines Modem.
 
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lalamite schrieb:
Ein pures VDSL Modem zu kaufen wäre zwar eine Option […]
Wenn Du kein Super-Vectoring hast, wäres das gerade mal 15 € gebraucht für den Speedport Entry 2. Den kann man als einfaches Modem oder Router konfigurieren. Wenn Du Super-Vectoring hast, wären es 40 € für die Digitalisierungsbox Basic. Mehr Gerät in …
lalamite schrieb:
[…] aber vielleicht gehts ja auch ohne Geld auszugeben
Im Gegensatz zur Telekom erlaubt 1&1 die Mehrfach-Einwahl. Folglich kannst Du zusätzlich zu den Alternativen, die Raijin beschrieb auch noch:

4. in der FRITZ!Box PPPoE-Passthrough aktivieren …
Der Netgear wählt sich dann direkt ein (von DHCP auf PPPoE umstellen). An der FRITZ!Box schaltest Du WLAN aus. Sie ist dann nur noch für die Telefonie zuständig. Leider kenne ich Deinen Netgear nicht genau. Manche Modell-Serien bei Netgear kommen mit DS-Lite klar, manche nicht. Im Zweifel einfach über das 1&1 eigene Forum gehen und bitte, dass DS-Lite für Deinen Anschluss abgeschaltet wird.

Und weil ich Deinen Netgear nicht kenne, kann es sein, dass Du Probleme mit den dynamischen IPv6-Adressen nach der täglichen Zwangstrennung hast. Keine statischen sondern dynamische IP-Adressen zu vergeben, ist in Deutschland bei DSL und Glasfaser leider normal. Das mit der Zwangstrennung leider auch. Das musst Du beobachten. Entweder ganz auf IPv6 verzichten oder mit einer analogen Zeitschaltuhr den Netgear-Router Nachts kurz stromlos machen. Aber auch das muss nicht klappen.

Du merkst, besser bleibt die FRITZ!Box der Router und Du schaltest den Netgear auf LAN-Brücke, Access-Point, Bridge (oder wie das bei Dir heißt) um.
 
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Wow ich bin begeistert von Eurem Support und das obwohl ich ein ganz frischer user bin!

Vielen vielen Dank euch allen @till69 @Raijin @SaxnPaule @norKoeri

Meine Frage kam da ich leider ein paar kleine Probleme hatte die ich mir nicht erklären konnte.
Z.b. schaue ich viel IPTV und es ist immer wieder passiert, dass es nach ein paar Tagen nicht mehr lief. Ein Neustart beider Router hat dann geholfen.

Nun seitdem ich es so umgestellt habe wie @till69 es mir geschrieben hat, läuft alles ohne einen einzigen Aussetzer. Die Fritz!Box bietet ja leider keinen Bridge Mode, sonst hätte ich das sofort gemacht. Kosten tut sie mich nichts, war mit dabei :-)

Den Austausch des Orbi Systems durch die Fritz Access Points kommt für mich leider nicht in Frage da ich auch die LAN Ports der Satelliten nutze. Das würde bedeuten, dass ich hinter den Fritz Access Points wieder einen Switch anschließen müsste. Ist mir dann zu viel gefummel. Der Orbi läuft top auch wenn ich von der Software an sich (wenn man den Preis des Systems bedenkt) echt mies ist. Am meisten fehlt mir dort z.B. dass ich ein Gerät einem Satelliten fest zuweisen kann. Es passiert immer wieder das meine Video-Türklingel im EG sich mit dem Satellit im Keller verbindet - macht wenig Sinn da der HauptOrbi ca. 10 Meter von der Videoklingel entfernt ist.

Die weitere Lösung von Dir @norKoeri ist leider keine Option für mich. Zum einen habe ich keine Lust auf weitere "eventuell" auftretende Probleme und zum anderen habe ich ständig über 40 Gerät im WLAN hängen. Hiervon viele Smart Home Geräte die es teilweise nicht so toll finden, wenn sie sich immer wieder neu mit dem Router "verheiraten" müssen. Klar, liegt ganz klar an teilweise billigen China Steckern aber wollte nun erstmal kein weiteres Geld investieren was nicht absolut nötig ist :-)

Nur noch der Vollständigkeit halber, ich habe einen Netgear Orbi AX6000 (850). Somit Hauptrouter mit zwei Satelliten die über UG - EG und OG verteilt sind.

Nochmals 1000 Dank für Eure Zeit und Bemühungen mir zu helfen. :-)

 
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