SILen(e schrieb:
Du scheinst ein falsches Konzept von Usability zu besitzen, wenn du den Schritt von Stylusbedienung zu Fingerbedienung als Usability-Rückschritt ansiehst, weil sich die dargestellten Informationen mit dem Schritt verringert haben.
Es hat sich ja mittlerweile wieder etwas verbessert auf Grund der größeren Displays. Aber vA die ersten Generationen der Touch-Smartphones waren ein Graus.
Ich ermittle Usability eigentlich recht simpel:
Wie lange brauchst Du um an die gewünschte Information ranzukommen bzw. die gestellte Aufgabe zu erfüllen?
Und lange Zeit (tlw. noch heute) war ich inklusive Stylus rein-raus schneller als auf den Finger-Touchscreens.
Dieser "Test" ermittlelt natürlich nicht direkt die Usability, wie Du schon erwähnt hast, ist aber sehr guter Indikator für die Verwendbarkeit des Smartphones im Alltag.
Denn wenn ich 'ne halbe Ewigkeit brauche um über das Smartphone an die Information zu kommen ist es vlt. sinnvoller doch lieber den Informationsschalter zu kontaktieren, einen Passanten zu fragen, den Laptop hochzufahren, etc...
SILen(e schrieb:
Die Nutzbarkeit hingegen, eben Usability (sowie die User Experience), stieg durch das Weglassen des Stylus.
Die Einhandbedienung verbesserte sich -und auch das nicht bei allen OSes. Android kann man problemlos mit einer Hand bedienen, iOS nicht, da es oft nur pinch2zoom unterstützt und keine onscreen +/- Zoombuttons besitzt. Das als Beispiel...
Ebenso brauchte ich bei dem altbackenen WM 6.5 bzw. auch den S60/Symbian-Phones (wie Blackberries) für die einfachen Dinge nicht erst ein Menü öffnen. Relevante Informationen werden direkt auf dem Home-Screen angezeigt. Das lässt sich bei Android zwar über Widgets realisieren, bei iOS überhaupt nicht.
Darum gebe ich dem pool da schon Recht... smarter sind die neuen Geräte nicht zwangsläufig. Das Bedienen der Geräte zwar einfacher, aber dafür teils öfter erforderlich.
Summa summarum fällt die Bedienung im Alltag der neuen Geräte/OSes damit nicht immer besser aus.
MFG, Thomas