3rd-Party Batteriegriffe für Canon - Einschränkungen?

AndrewPoison

Admiral Pro
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Hallo,
ich sehe mich derzeit nach Batteriehandgriffen für meine EOS 6D um, allerdings ist mir das Original für 170 Euro doch eine Spur zu teuer. Alternativen gibt es schon für 30-60 Euro. Für die Häufigkeit der Anwendung und den "Einfluss", den die Komponente auf meine Bilder hat, schon ein wesentlich realistischerer Preis ;)

Was ich mich jedoch frage ist, ob es technische Einschränkungen gibt die entweder generell mit der Nutzung von Batteriehandgriffen einhergehen (auch dem Original) oder die nur die Kopien betreffen.

Die EOS 6D bzw. die Akkus zählen ja Ihre Auslösungen mit, bis sie das nächste mal geladen werden. Führen also eine kleine Statistik - wenn ich nun zwei Akkus im Griff kopple, funktioniert dass das noch (und wie?). Bzw klappt es vielleicht beim Original-Modell, aber nicht mit den Kopien? Oder läuft das komplett unabhängig voneinander?

Gibt es andere Einschränkungen, die den Preis des Originals rechtfertigen könnten? Von der "Build-Quality" mal abgesehen - denn auf die kann ich bei dem Teil getrost verzichten, genauso auf irgendwelche Zusatzbuttons um besser Portrait schießen zu können oder dergleichen ;)
 
Moin,

also mir wäre es neu, dass die Kamera bzw. Akkus irgendwas mitloggen um daraus den Ladestand zu errechnen. Da wird der Akkustand ganz herkömmlich über die Spannung des Akkus abgeschätzt.

Was die Batteriegriffe angeht: Kaufe nicht das billigste Angebot, verwende hochwertige Akkus, dann passt das. So ein Batteriegriff ist ja nichts anderes als eine Weiche, die mehrere Akkus oder Batterien an die Kontakte der Kamera bringt bzw. noch eine Art "Fernbedienung" enthält, z.b. wenn der Griff einen zusätzlichen Auslöseknopf oder Display hat. Bei den billigsten Angeboten ist die Verarbeitung meist nicht so der Hit, z.B. scharfe Kanten / Grate am Griff oder ähnliches, was einen jedes mal aufregt, wenn man die Kamera in die Hand nimmt.

Und mich hochwertigen Akkus meine ich nicht die originalen, es gibt auch Fremdhersteller, die gutes Material liefern, ich sehe mir dazu gern die Rezensionen auf amazon.de an.

Gruß vom dud
 
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Die Cam (bzw. eben Akkus) loggen in der Tat die Auslösungen mit. Ala "800 Bilder mit diesem Akku bis er leer war"*. Lädt man ihn auf, wird das wieder zurückgesetzt. Ist nicht viel mehr als eine Spielerei (wann bleiben die Shooting-Bedingungen schon so konstant, dass man daraus ableiten könnte wie viel Leistung der Akku seit dem Kauf verloren hat) - aber trotzdem ;)

Dass ich natürlich nicht das Modell kaufe, das beim einschrauben der Stativ-Schnellwechselplatte auseinander fällt und auch keine Billig-Akkus, ist klar. Geht eben mehr um so andere Details ;)


*das ersetzt nicht die Ladezustands-Anzeige, es ergänzt sie nur. Die Akkus haben eine eigene ID, können gewechselt werden etc., und zählen trotzdem korrekt mit. Die Kamera spricht quasi noch ein wenig mehr mit den Akkus als sich nur die Energie davon zu holen. Und genau da ist der Punkt, ob und wie das "noch mehr erzählen" bei einem Batteriehandgriff klappt, der zwei Akkus koppelt. Vielleicht geht das ja auch im Original nicht, wird im Menü anders angezeigt, etc. pp.

/edit: ich sehe aber gerade dieses Bild online: http://www.p4pictures.com/wp-content/uploads/2014/08/Battery-info-1-600x337.jpg dass mir verrät, dass es zumindest vorgesehen ist auch mit 2 Akkus zu funktionieren. Ob Original oder auch Kopie, bleibt Unklar.
 
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Ist die Anzeige denn auch verbindlich? Sprich die Anzeige sagt "noch 100 Bilder" und nach exakt 100 Bildern geht sie aus?

Ich denke, dass ist auch nur der Schätzwert anhand der Spannung, weil wie du schon schriebst, es ist ja keine konstante Belastung, wenn man Bilder macht. Das wird sicher ähnlich wie bei der Restreichweite des Autos: Die schwankt ja auch anhand des momentanen Verbrauchs.

Achso, jetzt fällt der Groschen. Das ist ein Akku mit etwas "Eigenintelligenz"... Ok, da kenne ich mich zuwenig aus. Im Batteriegriff würde ich vermuten, dass diese Angabe nicht übertragen wird, allein schon, weil sich ja zwei Kennungen mit unterschiedlichen Ständen in die Quere kommen würden. Es sei denn, am Batterigriff kann man gezielt zwischen den integrierten Akkus umschalten.

Ich wär da pragmatisch: Frag vorab den Händler oder Hersteller, der wirds wissen. Beim Onlineversand gäbe es ja auch meist die Möglichkeit zur Rückgabe, wenn dir die Ware bzw. deren Eigenschaften nicht gefallen.

Gruß vom Dude
 
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also ich kann nicht für billige Nachbauten sprechen, aber die Orginale zeigen ziemlich genau an wieviele Bilder noch gehen +/- 2 Bilder ... sollte das zum Beispiel in den Wintermonaten durch extreme Kälte varierien passt sich die Anzeige entsprechend an: mehr als 2 Bilder Abweichung hatte ich nie auch nicht im Winter in Norwegen ;p
 
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Ich habe eine EOS 550D mit einem Fremdhersteller-Batteriegriff und eine EOS 7D mit dem Original Canon-Batteriegriff. Beide erfüllen ihren Zweck, d.h. man gute Portraitfotos schießen und hat auch sonst jede Menge weitere Buttons dran. Außerdem liegen sie beide gut in der Hand und man kann auch bei beiden die Buttons am Batteriegriff per Schalter abschalten. Kurzum: Ich sehe keinen Grund, warum man einen Fremdhersteller-Batteriegriff nicth kaufen sollte.
 
Funktionieren werden die Nachbauten sicher genauso, jedoch gibts einen Punkt, der mich bis jetzt davon abgehalten hat, sowas zu kaufen, auch wenn die Originale im Vergleich schweineteuer sind. Haptik.

Die Knöpfe am BG fühlen sich 1:1 so an wie auf der Kamera an sich, ebenso der Auslöser. Das "Leder" hat die selbe Textur, der Kunststoff die selbe Farbe bzw. greift er sich genau gleich an. Außerdem ist der Griff verdammt robust und ebenso wassergeschützt wie die Kamera.

Bei diesen ganzen Billiggriffen ist die Funktionalität sicher gegeben, aber sie fühlen sich halt oft an wie ein Fremdkörper und bei einem Arbeitsgerät bzw. Hobbyspielzeug, das ich wöchentlich 5-30h in den Pfoten habe, ist mir der Preisunterschied dann doch egal, da ich mit der 6D neben dem Studium als Fotograf arbeite.

Meine Meinung dazu ist: wenn du schon eine 6D hast, die ja auch nicht gerade billig ist, spar nicht bei einem Zubehörteil, welches du direkt in der Hand hältst und bedienst, davon abgesehen, dass Canon dir sprichwörtlich den Finger zeigt, wenn du dir durch einen Nachbau die Kamera kaputtmachst (bspw. Elektronik).
 
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