4 x 4 TB - beste Strategie für Verfügbarkeit und Backup gesucht

maku

Lt. Junior Grade
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Okt. 2008
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358
Hallo zusammen,

aktuell widme ich mich mal wieder dem Thema "neuer Gaming- und Office-PC".

Mit das wichtigste Thema ist für mich diesbezüglich die Verfügbarkeit/Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit.
Bei dem neuen Rechner würde ich gerne auf HDDs verzichten und nur SSDs einsetzen.

Wenn man so die News mitverfolgt, bekommt man ja schon immer mal wieder von "Schreckensmeldungen" mit (Controller fallen bei starker Beanspruchung aus, was teilweise zum Totalschaden der SSD führt / Hitzeprobleme, fehlerhafte Firmwares usw.), was mich natürlich etwas verunsichert hat.

Ich würde mir dann ein entsprechendes Mainboard zulegen, das die Möglichkeit bietet 4 NVMe SSDs parallel anzuschließen/zu nutzen.

Mein bisheriges Setup sieht folgendermaßen aus:

1 x SATA SSD (auf der läuft Betriebssystem, Programme usw.)
2 x 4 TB "RAID-HDDs" (beide laufen als gespiegelter Storage Spaces-Verbund in Windows 10)

Am Ende jeden Tages läuft ein automatisierter Job mit einem SyncTool, das die geänderten Konfigs und wichtigen Dateien auf eine separate Partition auf dem Storage Spaces-Verbund "wegkopiert".

Für Backups schließe ich regelmäßig 3 verschiedene ext. HDDs an, um die Storage-Spaces-Partitionen hierauf zu sichern/syncen und auch ein aktuelles Full-Image der OS-Partitionen zu erstellen.

Außerdem packe ich ab und zu mal noch die allerwichtigsten Daten in ein verschlüsseltes rar-Archiv und lade das in mein G-Drive hoch.

Ursprünglicher Plan für meinen neuen Rechner:

- 4 x 4 TB NVMe SSDs (jeweils 2 gespiegelt und als Storage Spaces eingebunden).

Nachdem ich dann verstanden habe, dass man von einem Storage Spaces-Verbund ja nicht booten kann und daher Windows 11 nicht darauf laufen könnte, muss ich von dieser Idee abrücken.

Was würdet ihr davon halten, wenn ich 2 der 4 TB SSDs dediziert einbinde und dann eben von der System-SSD regelmäßig die wichtigen Konfigs per SyncTool auf die zweite dedizierte SSD kopiere (und regelmäßig Full-Images der OS-Partitionen dort ablege)?

Bis dahin - vielen Dank für euer Interesse und ggf. eure Tipps/Empfehlungen :)
 
Kein RAID.
Interne Backups meiden, die bringen kaum mehr.
Backups auf 1-2 wechselnde externe HDDs.
RAID bringt dir nur, dass der PC sich nicht aufhängt, wenn eine SSD stirbt.
RAID Kostet nur Geld und Performance, ohne wirklichen Mehrwert, wenn du keine HA Anforderungen hast.
Es schützt dich nicht vor den Häufigsten Gründen Daten zu verlieren

Windows ist in 30 Minuten neu installiert. Backups wieder einspielen geht auch schnell.
 
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Vor was genau willst du dich den schützen und wie lange darf der Ausfall sein? Muss alles davon geschützt sein? (Für Gaming würde ich das nicht betreiben)
So ein RAID schützt nicht bei allen, auch können alle Datenträger im System auf einmal betroffen sein.
 
maku schrieb:
aktuell widme ich mich mal wieder dem Thema "neuer Gaming- und Office-PC
Klingt für mich eher nach Trennung zwischen PC und Daten . Da hilft nur ein NAS.

Daten auf eine Synology DiskStation DS425+ und mit SHR1 einrichten. Vorher Update auf DSM7.3. Eine Festplatte darf ausfallen und lässt sich leicht erweitern.. Einfach eine Festplatte dazu, wenn gewollt.
 
madmax2010 schrieb:
RAID bringt dir nur, dass der PC sich nicht aufhängt, wenn eine SSD stirbt.
Genau, darum geht es mir :)

madmax2010 schrieb:
RAID Kostet nur Geld und Performance, ohne wirklichen Mehrwert, wenn du keine HA Anforderungen hast.
Was die Performance anbelangt, ist ja eher das Gegenteil der Fall. Geld ist verschmerzbar (in einem gewissen Rahmen). Die HA-Anforderungen (in einem gewissen Rahmen) gebe ich mir quasi selbst :)

Arboster schrieb:
Wurde das nicht hier schon alles beantwortet?
Nein, das hat mich eher auf die Idee gebracht meine Backup-Strategie zu überdenken - daher dieser Thread :)

Fujiyama schrieb:
Vor was genau willst du dich den schützen und wie lange darf der Ausfall sein? Muss alles davon geschützt sein?
Im Prinzip möchte ich nur die Datenträger vor einem Ausfall schützen. Unabhängig davon werde ich mir noch eine USV anschaffen und ein Netzteil "auf Halde legen".
Ergänzung ()

Langi1 schrieb:
Klingt für mich eher nach Trennung zwischen PC und Daten . Da hilft nur ein NAS.

Daten auf eine Synology DiskStation DS425+ und mit SHR1 einrichten. Vorher Update auf DSM7.3. Eine Festplatte darf ausfallen und lässt sich leicht erweitern.. Einfach eine Festplatte dazu, wenn gewollt.
Ich habe noch zwei zusätzliche DAS (jeweils RAID1), die ich aber nur alle paar Monate anschalte und für die Langzeitarchivierung nutze.

Die Daten im Rechner möchte ich jederzeit verfügbar haben und dafür kein zusätzliches Gerät benötigen.
 
maku schrieb:
Genau, darum geht es mir :)
aber das ist nur ein winziger Bruchteil der gruende aus denen Daten verloren gehen
Du hast keinen Schutz vor eventuellen schaeden durch Mainboard oder Netzteildefekt, schadsoftware, Bugs,....

maku schrieb:
Was die Performance anbelangt, ist ja eher das Gegenteil der Fall.
Latenzen limitieren die Performance.
Im Office/Gaming PC ist ab 300-500MB/s nicht mit mehr Performance zu rechnen.
Wenn da jetzt jedoch noch eine Software/Hardwareschicht fuer RAID zwischen kommt, verlierst du schnell deutlich an Performance, weil die Latenzen schlechter werden.

Was treibst du auf dem PC, dass er auf keinen Fall ausgehen darf?
Wenn es kein windows sein, kannst du auch coole moderne Backuptools nutzen, bei denen du im Bootloader beliebige Snapshots starten kannst. Egal wo sie abgelegt sind.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was machst du wenn das ganze System nicht mehr läuft bzw. alle verbauen Datenträger nicht mehr das tun was zu erwarten ist?
 
madmax2010 schrieb:
Wenn da jetzt jedoch noch eine Software/Hardwareschicht fuer RAID zwischen kommt, verlierst du schnell deutlich an Performance, weil die Latenzen schlechter werden.
Das Gegenteil sollte der Fall sein (zumindest erinnere ich mich an zahlreiche Publikationen der letzten Jahre, die besagen, dass ein RAID1 - zumindest lesend - performanter ist). Allerdings dürfte sich das alles in einem Bereich bewegen, der nur mess- aber nicht spürbar ist. Insofern dürfte zumindest das stark zu vernachlässigen sein.

madmax2010 schrieb:
Was treibst du auf dem PC, dass er auf keinen Fall ausgehen darf?
Arbeiten (z. B. mit VMs usw.).
Ergänzung ()

Fujiyama schrieb:
Und was machst du wenn das ganze System nicht mehr läuft bzw. alle verbauen Datenträger nicht mehr das tun was zu erwarten ist?
Natürlich kann man sich nie zu 100% absichern.
Das Typische ist nunmal ein Datenträgerausfall und direkt danach ein Netzteilausfall.
Ersatzhardwarekomponenten hat man ja aber in der Regel genug rumfliegen.
 
Kauf 3-4 SN8100, eine ist halt für Raid1 o.ä. und eine für Spiegeln über schnelles USB-C, + normale Backups über sonstige externe Datenträger/Inetz/whatever.
Eigentlich lüppt eine SATA-SSD auch absolut locker mehrere VMs, aufsetzen dauert dann aber evtl. etwas. Prozesse die mit einer SATA-SSD Sekunden und Minuten dauern, dauern mit einer HDD Minuten und Stunden. 🫣
Hab noch keine VMs mit einer NVMe SSD Betrieben. 🤷
🍿
 
maku schrieb:
Das Typische ist nunmal ein Datenträgerausfall und direkt danach ein Netzteilausfall.
Ich kann mich nicht daran erinnern wann mir zuletzt ein Datenträger ausgefallen ist und ich hab da einige in Benutzung, auch ältere SATA-SSDs.
Der typischste Fall für Datenverlust ist m.E. Softwarefehler und Anwenderfehler - für beides hilft Dir ein RAID nicht.
 
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Alter_Falter schrieb:
Ich kann mich nicht daran erinnern wann mir zuletzt ein Datenträger ausgefallen ist
Ich leider schon. Waren damals regelmässig WD Red EFRX oder EFHX. Weiss leider nicht mehr genau.
 
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Alter_Falter schrieb:
Ich kann mich nicht daran erinnern wann mir zuletzt ein Datenträger ausgefallen ist und ich hab da einige in Benutzung, auch ältere SATA-SSDs.
Der typischste Fall für Datenverlust ist m.E. Softwarefehler und Anwenderfehler - für beides hilft Dir ein RAID nicht.
Daran kann ich mich leider sehr gut erinnern - sowohl im privaten, als auch im beruflichen Umfeld. Von Sektorenfehlern bis hin zum Totalausfall von einer auf die nächste Sekunde, war da schon alles dabei. Mit gutem Abstand kommen dann Netzteil und dann ganz weit abgeschlagen die restlichen Komponenten.
Wenn man z. B. auch die 990 Pro gesetzt hat, dürften so einige "doof aus der Wäsche geschaut" haben.

Deshalb bin ich da "risikobewusster" geworden :)
Ergänzung ()

Langi1 schrieb:
@maku

Ein Budget wäre hilfreich.

So vom Gefühl her würde ich mal sagen, dass mir rein das Datenträgerthema so um die 1500€ wert wäre.
 
maku schrieb:
Wenn man so die News mitverfolgt, bekommt man ja schon immer mal wieder von "Schreckensmeldungen" mit (Controller fallen bei starker Beanspruchung aus, was teilweise zum Totalschaden der SSD führt / Hitzeprobleme, fehlerhafte Firmwares usw.), was mich natürlich etwas verunsichert hat.
Vermutlich Tatsachenberichte von mir und heute.
 
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