4K Videoschnitt-PC ~2000 Euro

ranx

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Moin,

ich möchte einen neuen PC für Videoschnitt (4K 25p, Premiere Pro, d.h. CUDA) aufbauen. Ein bisschen Luft sollte er haben, damit auch 4k 50p irgendwann möglich (wenn auch nicht komfortabel) ist.

Preisrahmen: 2k €, kann ruhig ausgeschöpft werden. Es kommt aber noch ein nettes Case dazu.

Ich würde gerne eure Meinung zu folgender Zusammenstellung hören. Dazu kommt noch eine Samsung 850 EVO 1TB, die ich von einem vorhandenen System übernehmen möchte.



Was für ein Lüfter ist für die CPU empfehlenswert? Silent ist nice to have, aber kein Muss.

Herzlichen Dank im Voraus!
 
Andere CPU. 5820k nehmen oder auf 6800k warten.

Wobei ich mir nicht 100% sicher bin, wieviel die 2 Kerne mehr dir bringen könnten. Aber bei dem niedrigen Takt, sollten die von mir genannten hexa-core CPUs in übertaktetem Zustand überlegen sein. Der genannte Xeon ist m.E. eher was für nen Server.


Ansonsten ok. Netzteil kann auch etwas kleiner sein.


Mainboard find ich auch zu teuer.


Vllt. sowas:
http://geizhals.de/asus-x99-a-90mb0k50-m0eay0-a1159296.html

Außer du willst unbedingt USB 3.1



GPU ist aufgrund der vielen Cuda Cores gut geeignet. Allerdings kommen bald die neuen GPUs. Wie es bei der GTX 1070 aussehen wird mit den Kernen, kp.


Zweite SSD ist auch ganz nett bei Videobearbeitung --> von einer lesen, auf andere schreiben.
 
Zuletzt bearbeitet:
würd eher:

4*16gb ddr4 und da reicht auch 2400-er .. durch quad-channel ist die bandbreite schon sehr hoch.
x99 board
intel 5820k (deutlich höherer takt, das macht die 2 kerne mehr weg)
nvidia gtx 1070
550-600W Netzteil

nehmen
 
Wofür braucht man so eine Grafikkarte für Videobearbeitung? Premiere Pro nutzt CUDA nur für Effekte. Da braucht man kein solches Monster.
Wichtiger sind da Dinge wie z.B. eine 2. SSD, ein Zuspieler, ein Ziel
 
Für was eine so große Grafikkarte?

Bei der CPU würde ich auch einen i7-5820K oder i7-6800K, übertaktet auf ~ 4,2 GHz bevorzugen, dazu einen ordentlichen Kühler.

Beim RAM reicht DDR4-2400, am besten 4 *16 GB Riegel.

Je nach Grafikkarte dann ein 400 W - 550 W Netzteil.

Machen zwei SSDs bei Videoschnitt nicht Sinn? Eine als Quell- die andere als Ziellaufwerk.


MfG
 
Vielen Dank für euer Feedback!

Der i7-6800K ist interessant, aber wann ist denn da mit einer guten Verfügbarkeit zu rechnen? Ich wollte jetzt nicht noch 2 Monate warten... bei der CPU dachte ich halt an Klotzen statt Kleckern und wollte es gleich richtig machen.

Das mit der kleineren Grafikkarte sehe ich ein. Auch der Vorschlag, eine zweite SSD ins Boot zu holen ist plausibel, vielen Dank!
 
Die CUDA Leistung ist eher zweitrangig wenn ich so bedenke was andere, die das (auch)beruflich machen nur Einsteiger-Quadros verwenden.

Viel dürfte eine (oder mehrere) sehr schnelle SSD bringen, gerade beim Files hin und her schubsen wie auch bei den Ladezeiten.
Vielleicht würde ich da einen grösseren Teil des Budgets in zwei Samsung 950 Pro oder Intel 750er SSD's stecken.

Obs eine 6-Kern CPU sein muss weiss ich nicht. Ein Skylake Xeon oder i7 mit HT wären doch schon schnell genug oder irre ich mich da komplett?
 
Ach ja: KEINE 850 Evo SSD. Die nutzt langsames TLC NAND und ist nur deshalb so schnell, weil sie einen Cache von x GB hat. Ist dieser Cache voll, dann kann sie nur noch so ca. 160MB/s schreiben. Stattdessen eine MLC SSD wie z.B. eine MX200 nutzen. Bei einem Spiele PC macht so eine TLC SSD nix aus, bei Videoschnitt mit seinen großen Dateien schon.

Obs eine 6-Kern CPU sein muss weiss ich nicht.
Es gibt keine CPU die schnell genug ist. Auch eine 24 Kern CPU und 8 Socket Mainboard reichen nicht. Videorendering will immer so viel Leistung wie möglich, "genug" existiert da nicht, nur ein leerer Geldbeutel. Aber: ein 6 Kerner ist nur ca. 100€ teurer im Gesamtsystempreis. Deswegen ist er die richtige Wahl.
 
HominiLupus schrieb:
Ach ja: KEINE 850 Evo SSD. Die nutzt langsames TLC NAND und ist nur deshalb so schnell, weil sie einen Cache von x GB hat. Ist dieser Cache voll, dann kann sie nur noch so ca. 160MB/s schreiben. Stattdessen eine MLC SSD wie z.B. eine MX200 nutzen. Bei einem Spiele PC macht so eine TLC SSD nix aus, bei Videoschnitt mit seinen großen Dateien schon.

Ab 500GB läuft due Evo 850 mit 500MB/s beim seq. schreiben.
 
Danke für das Feedback. Ich werde auf jeden Fall eine weitere potente SSD mit auf die Liste setzen.

Dann bleiben noch folgende Fragen:
  • gibt es eine Einschätzung, wann der i7-6800K verfügbar sein kann?
  • wie ist die Kompatiblität zwischen genanntem Mainbord und dem i7-6800K / Xeon E5-2620 v4?
  • Welchen Kühler könnt ihr denn empfehlen? Meine Übertaktungszeiten sind schon seit Core2Duo vorbei, seitdem habe ich nur boxed verbaut - jedoch bei nicht so sehr auf Leistung getrimmten Systemen.
 
Innerhalb der nächsten 2 Monate sollte die CPU erhältlich sein.

Die CPU läuft auf Sockel 2011-3 Mainboards. Ggf. ist ein Biosupdate notwendig. Am besten vorher nachsehen, ob der Support gegeben ist. Aber kann mir nicht vorstellen, dass es da Ausnahmen gibt.
 
Könnte mal bitte jemand erklären (am praktischen Beispiel benennen) warum

1. Premiere Pro die Graka nur für Effekte nutzt, obwohl in der Praxis das debayering bei den longGOP-Formaten und insbesondere bei footage, der als RAW vorliegt, komplett von der GPU gestemmt werden muss?
2. Die Aussagen in krassem Widerspruch zu den Berichten in z.B. diesem thread hier stehen
https://www.computerbase.de/forum/threads/arbeits-und-gaming-pc-1500-1700eur.1566952/page-3#post-18614380
3. was für Szenarien (welches footage/ welcher codec) eine SSD als Ziel auch nur ansatzweise notwendig machen
 
zu 3. könnte ich mir nur vorstellen, dass es eher so gemeint ist: Ziel muss nicht superschnell sein, sondern sollte auf jeden Fall ungleich der Quelle sein - damit es nicht gleichzeitige Lese- und Schreibzugriffe auf dem selben Laufwerk gibt.
 
Es wird doch ausdrücklich eine SSD hier im thread als Ziel empfohlen?! Brauchst doch nur die Datenraten zu den entsprechenden Kompressionsverfahren anschauen, 4k@50fps die du als nicht komfortabel im TO bezeichnest, lassen sich ganz wunderbar bearbeiten, solange das footage hoch genug komprimiert ist. Nimm sowas wie XAVC, da bekommst du Bandbreiten von etwas über 12MB/s, bei 2.160p50 versteht sich, was willst du denn da bitte mit einer SSD als Ziel? Womit auch schon 1. und 2. beantwortet wären: ganz vereinfacht, je höher das Eingangsfootage komprimiert ist, je performanter muss die CPU sein, im Umkehrschluss bedeutet dieses, dass bei leichtkomprimiertem footage (Intra-frames wie ProRes z.B.) die GPU gar nicht performant genug sein kann, bis hin zu hochauflösendem RAW, das mit einer einzelnen GTX980ti nicht mehr auf der timeline darstellbar ist.
 
Desto schneller die Daten gelesen werden können, desto schneller kommen sie in den Cache und können verarbeitet/abgerufen werden. Multitasking wird erleichtert, wenn nicht dieselbe SSD gleichzeitig gelesen und beschrieben wird.

Andererseits sind die zuschreibenden Datenraten (z.B. beim Rendering) natürlich recht gering und fallen eher weniger ins Gewicht. Somit hat JB1994 schon Recht. - Eine HDD als Ziellaufwerk tut es im Prinzip genauso.

Vorteil bei einer zweiten SSD ist jedoch, dass man die Daten auch nachträglich noch flott bearbeiten kann, sie u.U. nützlich sein kann, wenn von mehreren Quellen gelesen wird, auch als separates Laufwerk für Effekte (After Effects).

Abgesehen davon könnte sich der OP (der bereits eine große SSD besitzt) auch die zweite mit der ersten im RAID1 Modus betreiben, was nochmal einen ordentlichen Geschwindigkeitsboost gibt.



Das mit der GPU ist gut zu wissen. ;)
 
Alles völlig richtig MrJules. Mir ging es nur um die grundsätzliche Empfehlung einer 2.SSD, wo ich noch immer keine Ahnung hab, wer auf die Idee gekommen ist, weil generell Blödsinn und viel zu teuer. Es gibt genügend Szenarien, wo mehrere SSD Sinn machen können, allerdings sind das durch die Bank Aufgaben, wo eine einzelne GPU sofort am Anschlag hängen würde, weil die nicht mit dem debayering hinterher kommt, dann machen allerdings auch SSD an Sata keinen Sinn mehr und es müssen andere Kaliber her.

Aus den Gründen hab ich auch den 'Streit' hier im Forum mit @ohlschirr nicht verstanden, dessen Begeisterung für Power Director ich jederzeit nachvollziehen kann. PD arbeitet halt, ähnlich wie Edius, ganz anders als die übrigen NLE, hier wird das decoding bereits über die iGPU realisiert und genau das macht die enorme Performance dieser Anwendung aus.

Edit: zu der Idee mehrere SSD im Raid0 (Raid1 war wohl ein Schreibfehler) laufen zu lassen gilt ähnliches: wozu? Selbst wenn du im consumerbereich völlige Exoten in 16Bit RAW und 4k mit 25fps schneiden willst und das in Echtzeit bearbeiten, dann reden wir über Datenströme von 400MB/s selbst das kann eine einzelne SSD.
 
Zuletzt bearbeitet: (Erklärung zu Raid0)
Ja, meinte natürlich RAID0.

Schneller lesen ist halt immer besser :D

Aber klar, sich stattdessen eine sehr große hdd als ziellaufwerk zu holen, ist schon eine überlegung wert.
 
MrJules schrieb:
Innerhalb der nächsten 2 Monate sollte die CPU erhältlich sein.

Sie scheint sogar jetzt schon verfügbar, das ist ja mal ein Zufall ;)

Danke an alle.
 
Wobei ich den für den aktuellen Preis nicht kaufen würde.

Der bringt keinen wirklichen Vorteil zum 5820k. Keinen, der auch nur ansatzweise den Preisunterschied rechtfertigen würde.

Falls du unbedingt den 6800k willst, wäre es schlau, ein paar Wochen zu warten. Der Preis müsste m.E. schnell fallen. Ist jetzt halt ganz neu - da sind die Preise immer sehr hoch.
 
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