53°C zu heiß für HDD? Platte zeigt erste Ausfallerscheinungen (?)

julioo

Lt. Junior Grade
Registriert
Okt. 2010
Beiträge
316
Hi,

meine (interne) Daten-HDD verhält sich seit etwa 2 Std. merkwürdig: Hatte eine Virtual Machine (VirtualBox), deren Daten auf der Platte gespeichert sind, und einige Downloads mit etwa 7-8MBit am Laufen, als ich plötzlich diverse Fehlermeldungen von der VM erhalten habe und alle Downloads gefreezt waren. Ein Fehler-Fenster enthielt die Warnung:
Die Anforderung konnte wegen eines E/A-Gerätefehlers nicht ausgeführt werden
Das alles aus heiterem Himmel, also keine Klack-oder andere Geräusche wie mans sonst als Vorwarnung kennt. SMART Werte inkl. Health Scan vor wenigen Wo. und eben noch mal waren und sind alle in Ordnung (siehe Screens)

Ich konnte die ganzen Programme beenden und den Rechner neustarten (Runter+Hochfahren hat nun jeweils etwa 5 Min. gedauert): Danach war die Platte nicht mehr unter Windows registriert. Rechner für 10 Min. aus, wieder an und nun war sie wieder da. Hab dann schnell alles Wichtige gesynct, zum Ende hin aber wieder ein Freeze. Wieder für 10 Min. aus und zu Ende gebackuped. Nun läuft die Platte seit 30 Min. ohne Murren.

Was ist davon zu halten?
- War/Ist die Platte mit 53°C (HD Tune) überhitzt?
- Sind das eindeutige Zeichen des Abschieds der Platte? Sollte ich sie solange Ersatz da ist ausschalten? Würdet Ihr an meiner Stelle auf jeden Fall sofort Ersatz ordern?
- Die E/A Fehlermeldung trat bei Google-Resultaten immer im Zsh. mit externen Platten auf. Vermute aber, dass es einfach nur heißt: "Auf Platte nicht mehr zugreifbar"...

Danke für Eure Hilfe!!
 

Anhänge

  • HDTune_Health_SAMSUNG_HD103UJ 1.png
    HDTune_Health_SAMSUNG_HD103UJ 1.png
    53,1 KB · Aufrufe: 320
  • HDTune_Health_SAMSUNG_HD103UJ 2.png
    HDTune_Health_SAMSUNG_HD103UJ 2.png
    53,2 KB · Aufrufe: 341
Zuletzt bearbeitet:
53C° sind imho schon zuviel für eine HDD, meine Platten erreichen ca. 30-35C°
 
optimale Temp wären 30-40°, 53 sind also schon zu Hoch
 
nutze dringend einen Kühler um die HDD zu kühlen
 
53°C sind für eine hdd schon ziemlich hoch. kommt auf die platte an, aber die temp müsste sogar schon ausserhalb des betriebstemperaturbereichs liegen. schäden wären also temperaturbedingt möglich...
 
Bis 50° gehts noch, drüber wirds "problematscher", genauso wie unter 30...
Lass halt mal mit HDTune einen Errorscan laufen, ansonsten, hast keinerlei Lüfter vor den Festplatten?
 
also sichere erstmal ALLE daten und dann betreibe sie noch indem du sie Kühlst...und kannst dich schonmal darauf einstellen das sie Hops geht weil das is nicht normal...
 
Du solltest Dir mal ein besseres Tool zum Auslesen der Smart-Werte installieren
z.B. HD Sentinel

Das SMART-Attribut B8 (bei Samsung end-to-end Error) besagt: irgend ein Problem in der Elektronik, zB Cache. Das hat mit der Temperatur (53° liegt noch im erlaubten Betriebbereich) ursächlich nichts zu tun, falls die hier überhaupt richtig angezeigt wird (Samsung sind bekannt dafür)
 
Zuletzt bearbeitet:
UDMA CRC Error Count hat zwar "nur" 2 Einträge, aber das könnte ein Hinweis auf einen Fehler im Übertragungsweg (Stecker, Kabel) sein. Kontrollier den Sitz der Kabel noch mal und schau ob was verstaubt ist.

53° ist auch schon bissl hoch. Mehr als 45~50 sollten es nicht sein (aber auch nicht unbedingt weit darunter).
Eventuell ist hier auch Komorbidität am Werk: Weil die Platte bzw. Umgebung zu warm wird, sitzen die Stecker nicht mehr richtig oder so...
 
Platten-Scan (z.B. den Health Scan von HD Tune?) kann ich später noch machen, aber zeigt der mir nicht einfach (nur) fehlerhafte Sektoren an? Mir scheints, als würde das eher sinnvoll sein, wenn einzelne Ordner oder Dateien nicht mehr erreichbar sind. Hier verabschiedet sich aber die Platte komplett...

30-40°?? Wie soll das möglich sein? Habt ihr die Platten hinter nem Lüfter stehen? Aus Platzgründen leider nicht möglich: Im Centurion Cooler Master Gehäuse ist unten an der Front ein Lüfter. Dahinter war anfangs der Platten-Kit mit 2-3 HDD-Slots angebracht, den ich wg. absolut nervigem Vibrieren ausgebaut und die Platten über die vertikale Bandbreite des Gehäuses verteilt habe. Bin davon ausgegangen, dass der Abstand für die Temp. am Entscheidensten ist.
Dann vor einigen Tagen eine SSD als primäre Platte hinzugefügt und unten vor den Lüfter gestellt. Da der Lüfter im Laufe der Zeit Unmengen an Staub von außen hineinbefördert, hab ich ihn (nach Rücksprache mit einigen hier im Forum) ausgestellt.
Naja, beim Ausfall der HDD eben dachte ich nat. auch als Erstes, die Platte vermisst zumindest die Luftzirkulation (werd den Lüfter gleich wieder anschmeißen). Aber HD Tune hat mir dann 53°C angezeigt, was soweit ich mich erinnern kann derselbe Wert wie in den Monaten zuvor war.

Also geht mir die HDD bei 5x°C sicher früher als später flöten?
Also def. die HDDs unten vor den Lüfter? trotz MiniMe-Abstand, trotz Staub?
Also würdet Ihr Euch auf jeden Fall noch ne Backup-Platte anschaffen?

Danke noch mal für die rege Unterstützung!


Edit @Ernst: "..., falls die hier ..." ??? :)
Edit @t-6: Stecker sitzen, eben gecheckt.
 
Zuletzt bearbeitet:
julioo schrieb:
Platten-Scan (z.B. den Health Scan von HD Tune?) kann ich später noch machen, aber zeigt der mir nicht einfach (nur) fehlerhafte Sektoren an?

Dann vor einigen Tagen eine SSD als primäre Platte hinzugefügt und unten vor den Lüfter gestellt.

Also geht mir die HDD bei 5x°C sicher früher als später flöten?
Also def. die HDDs unten vor den Lüfter? trotz MiniMe-Abstand, trotz Staub?
Also würdet Ihr Euch auf jeden Fall noch ne Backup-Platte anschaffen?

Ein Festplattenscan zeigt dir nicht nur defekte Sektoren an, diese Daten werden dann auch an das Smart System gemeldet, welches einmal die defekten Sektoren ausliest und diese weiterhin im Smart Status anzeigt. Diese Daten auf den defekten Sektoren werden mit Glück korrigiert, genauso wie defekte Datenbankeinträge etc.. Wenn du keinen Scan machst, brauchst du dich nicht wundern, daß dein System instabil ist und du einen ausgezeichneten Smart Status hast. :rolleyes:

Und natürlich wird auch Deine Platte irgendwann mal das zeitliche segnen. Ein Backup ist in jedem Fall gut ! Warum du nun die SSD vor den Lüfter geschnallt hast, musste mir mal erklären. Ein Gehäuse braucht Luftzirkulation und eine SSD wohl mit die geringste Kühlung.
 
sorry, da ist eine Zeile abhanden gekommmen - hab es oben ergänzt
 
@ Ernst: die 2. und 3. Samsung HDD liegt bei 45 bzw. 47°C, liegt aber daran, dass die Platten per Tool quasi deaktiviert sind. Wollte nur sagen, dass mir jetzt nicht nach fehlerhaften Temp-Anzeigen ausschaut. Obwohl 53-54°C noch im erlaubten Bereich sein sollen, werd ich mir, nach den Aussagen der anderen hier, den Rechner in Sachen Plattenanordnung noch mal vornehmen.

@ Dario: "Kein Scan => falsche Smart-Werte" klingt für mich nicht nachvollziehbar. Gibt ja etliche Tools, die Smarts anzeigen, ohne einen Scan anzubieten (z.B. Everest). Deiner Meinung nach müsste man also immer zuerst einen Scan machen bzw. beziehen sich die Werte auf den letzten Scan??
Und ja, die Anordnung hat sich halt mit der Zeit so entwickelt :D 3 HDDs + DVD-Lw. + SSD wollen ja auch irg.wie untergebracht werden und die Kabellänge/-IDE-breite machts einem auch nicht einfacher. Der Lüfter vor der SSD ist wie gesagt aus und die SSD unten "abgestellt", da sie sonst zu nah an den heißen HDDs ist....
 
Die Temp ist zwar hoch- wenn korrekt, aber nicht das Problem.
Die Bewertung der end-to-end errors liegt schon statt 100 bei 1, was am Rande des Ausfalls liegt.
Die kämpft damit, die Daten von den Leseköpfen bis zur SATA-Bridge zu kriegen - vielleicht auch daher die freezes
 
Zuletzt bearbeitet:
Verstehe. Everest zeigt (bei B8) dieselben Werte an. Ist dann HDSentinel noch notwendig?

Ich steck die Platten sonst noch mal ab und an...
 
HD Sentinel ist in 30 Sekunden runtergeladen, entzippt und aufgerufen.
Dann wirst Du sehen, was die einzelnen Werte bedeuten(uralte Tools kennen nichtmal die Bedeutung mancher Werte) und wie sie sich im einstellbaren Abfrageintervall verändern.
 
Festplatten haben zulässsige Betriebstemperaturen von bis zu 60 Grad sollte also nicht das Problem sein.
 
julioo schrieb:
@ Dario: "Kein Scan => falsche Smart-Werte" klingt für mich nicht nachvollziehbar. Gibt ja etliche Tools, die Smarts anzeigen, ohne einen Scan anzubieten (z.B. Everest). Deiner Meinung nach müsste man also immer zuerst einen Scan machen bzw. beziehen sich die Werte auf den letzten Scan??

Wie genau Smart arbeitet kann ich dir auch nicht sagen aber gerade wenn du defekte Sektoren hast, werden die erst repariert und in die Smart Tabelle geschrieben, nachdem du einen Scan gemacht hast.

Hab hier grad einen eee-pc mit kaputter Festplatte zu stehen. Der lief die ganze Zeit Scheiße obwohl die Smart Werte in Ordnung waren. Nach einem Scan waren sie das nicht mehr und es wurde angezeigt, daß man die Platte austauschen sollte.
 
Zurück
Oben