60 EURO für einen Download von Acrobat Reader bei 99downloads?

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@HeinzNeu: Du scheinst ja ganz bewandert zu sein, aber ein bisschen wirr sind deine Posts trotzdem manchmal ;)

Es ist durchaus möglich, dass ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist. Wenn du als Kunde aufgrund von Fahrlässigkeit nicht glesen hast, was daneben steht, dann könnte dies durchaus dir anzulasten sein und nicht dem Anbieter. Das wäre aber eine AUslegungsfrage im Einzelfall, die von einem Gericht entschieden werden müsste. Das Geschäftsmodell dieser Betreiber wäre keines mehr wenn sie es dauernd darauf ankommen lassen würden.

§ 312d Abs. 3 Nr. 2 könnte aber durchaus trotzdem einschlägig sein, da der "Vertrag" keine einmalige Dienstleistung sondern ein Abonnement zum Inhalt hat. Hierzu werde ich mich mal ein Bisschen in der Literatur belesen.

Der von dir gewitterte Verstoß gegen die PAngV ist genauso wie der eventuell zustande gekommene Vertrag Auslegungssache. Die Preise, auch die Endpreise, stehen ja da. Sogar meistens ziemlich gut lesbar und nicht erst ganz am Ende der Seite in Schriftgröße 6. Ob das allein ausreicht, um die Anforderungen der PAngV zu erfüllen, wage ich zu bezweifeln. Aber generell verneinen darf man dies meiner Meinung nach nicht.
 
Supermax01 schrieb:
Ich sag nur ,das anbieten von Freeware gegen Geld ist schon strafbar.

Nö? Solange man einen Dummen findet, der Geld dafür ausgibt.. Allerdings sollten die Rechteinhaber um ihr Einverständnis gebeten worden sein.
 
Dem kann man wiederum entgegnen, dass man nicht für das Programm bezahlt, sondern für das Herunterladen.
 
Die Seite Nachbarschaft24.net ist noch schlimmer, da sollst du halbjährlich 54 € bezahlen bei einem 2 Jahres-Vertrag - macht unterm Strich 216 €, eine ganz einfache Methode an das Geld anderer Leute zu kommen! ;)
 
HA HA HA heute die erste Mahnung gekommen.Drohung 1. Güteklasse.Aber nur lächeln und cool bleiben.Beim Hamburger Verbraucherschutz steht die Seite auf dem Index. So mal sehen was noch alles kommt.
 
kleine Frage an die Betroffenen:

Werdet ihr nicht stutzig wenn eine Internetseite eure Adresse verlangt?
Was glaubt ihr was solche Seiten mit den Adressen machen?

Wie blauäugig viele Nutzer unterwegs sind und bereitwillig die Adressdaten abgeben ist schon erschreckend.
 
Ich bin auch zwei Mal reingefallen, auf "Lebensprognose.com" und "Nachbarschaft24.de", doch bei beiden Malen war nach Inkassobüro Schluss mit Drohungen, auch wenn man blauäugig seine Adresse dort angibt hat man noch lange nichts zu befürchten, da diese Seiten eben nur auf Einschüchterung aus sind! ;)
 
@FidelZastro,
das Argument mit § 312d Abs. 3 BGB ist ein Ablenkungsmanöver. Diese Vorschrift wäre tatsächlich einschlägig und würde den Widerruf zu Fall bringen.
Es geht hier aber maßgeblich um die Wirksamkeit eines Vertrages wegen eines Verstoßes gegen die PreisAnGVO. Danach kommt ein Vertrag nur zustande, wenn der Kunde ganz deutlich von dem Entgelt Kenntnis genommen hat. Dies ist bei einem Hinweis am Rande einer Vielzahl von Bemerkungen und Hinweisen eben nicht der Fall. Der Preis ist gehört zu den sog. essentialia des Vertages. Deshalb muss die Willenserklärung hierüber zweifellos abgegeben sein- und Zweifel gehen nach den Gerichte zu Lasten des Abzockers. Daher ist bislang auch noch keine Klage anhängig.
Die Drohung in einer Mahnung mit einem Urteil eines Landgerichtes, das solche Sachverhalte entscheiden haben soll, erging vor dem Inkrafttreten des PreisAngVO. Darüber musste ich schmunzeln.
 
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99download

Hilfe! Ich werde bombardiert mit Zahlungsaufforderungen (keine Rechnung!) ich hätte mich für einen kostenpflichtigen Dienst registriert!

Es wird in einem der vielen Emails in der letzten Woche explizit auf
<< Außerdem ist ein Widerruf, auch ohne Aktivierung, nach den derzeitig gültigen Bestimmungen des Fernabsatzgesetzes nur innerhalb von 30 Tagen nach Anmeldung möglich.>

Prophylaktisch habe ich einen Tag nach Zusendung der Zahlungsaufforderung Widerrede eingelegt, was scheinbar ignoriert wird. Ich spreche hier von 1 Tag!

Wer konnte sich wie schon dagegen wehren?
Was kann man überhaupt dagegen tun? Wo kann man das anzeigen? Wer mahnt hier ab?

Danke!
Stellas
 
Stellas schrieb:
Was kann man überhaupt dagegen tun? Wo kann man das anzeigen? Wer mahnt hier ab?

1. Gar nichts, solange kein gerichtlicher Mahnbescheid zu Dir nach Hause flattert!
2. Bei der Polizei oder der Verbraucherzentrale!
3. Das wird die Online Contend Ltd. sein!

Also: Ganz ruhig bleiben, du wirst zu 99,9999 % nie wieder mehr was von denen hören! :)
 
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Danke Rene! Dann schaun mer mal:
Die Comany heißt übringens Belleros Premium Media Limited, UK:freak:
 
Hallo Leute... ich hab gestern auch vonn 99download ne Rechnung über 60€ und von opendownload sogar ne Rechnung von 96 € bekommen...

Hab natürlich gleich die Widerrufsbeklehrungen gesucht und gekündigt.

Aber jetzt kam von 99download die gleiche email die Stellas bekommen hat... :(
Und die Tatsache das man auf die Zahlungsinfo nicht aufmerksam gemacht wurde stimmt jetzt wohl nicht mehr, denn ich habe ja die Kündige aufgrund der Zahlungsinformation zurückgemailt. Oder?
 
@ Stellas,

der Name dieser Firma sagt mir zwar nichts, das wird mit Sicherheit aber genau so eine Abzockfirma sein --> also nur nicht einschüchtern lassen und bei Mahnbescheid Widerspruch einlegen! :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Immer schön cool bleiben,solange nichts gerichtliches kommt .Alles andere sind nur Drohungen,da fallen viele User drauf rein und zahlen und die Abzocker im Hintergrund reiben sich die Hände.Man sollte die Mails aber archivieren um später was in der Hand zu haben.
 
Habe jetzt eben wieder eine Email von der Rechtsabteilung der Belleros Premium Media Limited, 99downsloads. Die machen mich irre!!!!! :grr:
Unglaublich, dass die das so dürfen. Wo ist denn der Gesetzgeber?
Gruß in die Welt
Stellas
 
bartio schrieb:
kleine Frage an die Betroffenen:

Werdet ihr nicht stutzig wenn eine Internetseite eure Adresse verlangt?
Was glaubt ihr was solche Seiten mit den Adressen machen?

Wie blauäugig viele Nutzer unterwegs sind und bereitwillig die Adressdaten abgeben ist schon erschreckend.

+++
Das frage ich mich auch immer. WENN ich schon irgendwo offensichtlich völlig sinnlos für etwas meine Adresse angeben soll (für nen Download braucht die ja niemand, bei einem Gewinnspiel ist das vllt. anders) dann geb ich doch irgend eine Adresse in Australien oder sonst wo an. Klar, über die IP-Adresse kommt man irgendwie auch an meinen Wohnort, aber da müssen sie meines Wissens über den Provider gehen und ich denke und hoffe das der einem solchen Unternehmen keine Auskunft geben würde.
Naja, ich hoffe die Betroffenen lernen wenigstens fürs nächste mal...
 
@ Stellas,

ruhig Blut :), niemand wird Dich da anzeigen, etc.!

Und vor allem woher wollen die wissen, dass du Dich da angemeldet hast und nicht jemand anders mit Deinem Namen an Deinem PC -> das muss erstmal geklärt werden! ;)

Schöne Grüße

René ;)
 
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