Und weil eben nicht jeder den finanziellen Vorteil hat ist in dem aktuellen Vorschlag ja auch eine Gehaltsgrenze eingeflossen.
Aber wir wollen doch nicht darüber streiten, dass jemand mit 2500€ Brutto als Berufseinsteiger schon einen Nutzen aus dem Studium zieht. Oder etwa doch?
/edit:
Seppuku schrieb:
Nur dass auf die Interessen der Wähler doch nach der Wahl nichts mehr gegeben wird!
Und das ist doch der springende Punkt!
Der Wähler der Grünen bekommt sehr wohl etwas dafür, dass die Partei seiner Wahl nun an der Regierung beteiligt ist. Die Grünen haben der Koalition sehr wohl ihren Stempel aufgedrückt.
Es müssen in Hamburg zwei Parteien mit teils vollkommen unterschiedlichen Zielen zusammen eine Regierung bilden. Dabei muss jede Partei Abstriche machen und zwar so, dass auch den Stimmverhältnissen Rechnung getragen werden kann. Naturgemäß hat dabei die Partei mit dem geringeren Stimmanteil auch weniger Anspruch darauf ihre Ziele zu verwirklichen.
Aber sie kann dennoch einen Teil ihrer Ziele mit in die Gesetzgebung einbringen und dies zu versuchen ist sie nun mal ihren Wählern schuldig.
Sorry aber der Wähler der glaubt, dass eine Partei wie die Grünen die immer der kleinere Koalitionspartner sein wird ihre Wahlversprechen in einer Koalition 1:1 umsetzen kann, der ist
dumm und naiv.
Seppuku schrieb:
Sollte man dann auch Betrug in deinen Augen nicht mehr strafrechtlich verfolgen? Denn die Leichgläubigkeit und die "Uninfomiertheit" der Menschen fordert ja dieses Verhalten heraus...
Schon interessant wie man den "Täter" aus der Verantwortung nimmt und dem "Opfer" die Schuld zuweist.
Wie oben geschrieben:
Die gemachten Wahlversprechen gelten für den Fall, dass die Partei ihre Ziele mit einer absoluten Mehrheit umsetzen kann. Bekommt sie diese absolute Mehrheit nicht, so muss sie Kompromisse eingehen um wenigstens einen Teil der Ziele umsetzen zu können. Ich kann hier keinen Betrug erkennen. Es gibt übrigens keinerlei rechtliche Grundlage um den Bruch eines Versprechens zu verfolgen. Betrug ist das nämlich nicht.
Übrigens noch ein kleiner Ausflug ins Strafrecht:
Wer einem anderen Geld dafür bietet, dass dieser einen selber zusammenschlägt wird u.a. wegen Anstiftung zu einer Straftat belangt. Dabei liegt das Strafmaß meist mindestens genau so hoch wie das der Person, die das Geld entgegen nimmt und die Tat vollzieht.
Wer als Wähler leichtgläubig seine Stimmen an den Verteilt der am meisten lügt stiftet damit zur Lügerei an und trägt in meinen Augen mindestens genau so viel Schuld.