Adobe Premiere Pro nutzt nur 20% Ressourcen [WIN10]

alx96

Cadet 4th Year
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Hallo zusammen,

Ich habe mir ein neues System für die Bearbeitung von Videos zugelegt.

System:
CPU: Ryzen 3700X
RAM: 32GB CL14 3000 B-Dies
Speicher: 1TB M.2 SSD (MP510)
Graka: Vega 56 Sapphire
Der Rest sollte nicht wichtig sein.

Nun zu meinem Problem:
Ich arbeite mit Adobe Premiere Pro. Wenn ich eine Verkrümmungsstabilisierung auf einen Clip anwende, dann sind alle meine Komponente also CPU/RAM und Speicher zu maximal 20% ausgelastet, eher weniger. Weiß jemand wie ich das beheben kann ? Ich würde nämlich die Stabilisierung gerne schneller fertig haben.

Vielen Dank für alle hilfreichen Antworten !


LG
Alex
 
Es gibt Funktionen die nicht von vielen Kernen Profitieren.
Wie sieht es denn bei anderen Funktionen aus?
 
Hallo alx96 ,

ich habe mal den Warp Stabilizer in After Effects laufen lassen, es scheint als ob zumindest bei mir nur die CPU (FX 8350) zwischen 80-95% pro Kern belastet wird, die Grafikkarte hingegen nicht reagiert, und auch der Ram bei 15 Prozent verharrt.

Beim Ausrendern läuft der Ram bis zur von mir festgelegten Grenze (82 Prozent) voll.
 
Der Warp Stabilizer arbeitet unabhängig von CPU und GPU nur mit einem Bruchteil der Ressourcen (bei aktuellen / schnellen CPUs).
Meine Empfehlung: Wenn Warp Stabilizer, dann auf mehreren Clips gleichzeitig analyzieren lassen. Das lastet dann bis hin zu 100% die ganze CPU aus. Auf einem Clip wird die Last reproduzierbar immer niedrig bleiben.

Oder noch besser: ProDad Mercalli kaufen. Prima Stabi Plugin für PP.
 
Coca_Cola schrieb:
Es gibt Funktionen die nicht von vielen Kernen Profitieren.
Wie sieht es denn bei anderen Funktionen aus?
Beim Rendern ist alles ausgelastet.

Emil Galotti schrieb:
Hallo alx96 ,

ich habe mal den Warp Stabilizer in After Effects laufen lassen, es scheint als ob zumindest bei mir nur die CPU (FX 8350) zwischen 80-95% pro Kern belastet wird, die Grafikkarte hingegen nicht reagiert, und auch der Ram bei 15 Prozent verharrt.

Beim Ausrendern läuft der Ram bis zur von mir festgelegten Grenze (82 Prozent) voll.
Hm komisch bei mir nicht :(.

Arbeitet das ProDad denn effizient ? Und ist die Qualität besser als die Standard Stabi :)?
 
Das wird sicherlich vom verwendeten Algorithmus abhängen. Ganz grob gibt es 2 Arten von Algorithmen:
1. Die, die sich parallelisieren lassen, und
2. Die, die sich nicht parallelisieren lassen.

Etwas anschaulicher:
Wenn die berechneten Ergebnisse nicht voneinander abhängen, dann kann die Berechnung auf beliebig vielen Threads parallel ausgeführt werden. Z.B. "mach jeden Pixel 50% heller". Für diese Berechnung braucht es nur die Daten des jeweiligen Pixels (und die sind ja schon alle vorhanden). D.h. die Berechnung kann unabhängig von den anderen Berechnungen durchgeführt werden. Also ist es prinzipiell möglich, für jeden Pixel einen eigenen Thread zu benutzen.

Bei anderen Berechnungen wird für die Berechnung selbst das Ergebnis einer anderen Berechnung benötigt. Also müssen sie nacheinander (sequenziell) ausgeführt werden, und können nicht parallel verarbeitet werden. Also z.B. wenn für die Berechnung eines Pixels das Ergebnis der Berechnung des vorherigen Pixels benötigt wird.
(Oder die Programmierer waren zu faul, um den Algorithmus auf mehrere Threads anzupassen. Diese Möglichkeit gibt's natürlich auch immer ;) )

Und natürlich nicht zu vergessen, dass es Mischformen gibt: Bei manchen Algorithmen ist die spätere Synchronisation der Ergebnisse aufwändiger als die eigentliche Berechnung. Dort wird dann meist ein hartes Limit (z.B. 4 Threads) vorgegeben, um das Optimum rauszuholen. Z.B. wenn die Berechnung pro Megapixel 1 Sekunde dauert, aber das Zusammenführen der Ergebnisse 5 Sekunden pro Thread. Dann ist die Berechnung zwar parallelisierbar, aber mit 32 Threads käme man dann allein für die Synchronisation auf über 2 Minuten, obwohl die eigentliche Berechnung für ein 60 Megapixelbild nur 1 Minute mit einem einzelnen Thread dauern würde. Da geht man dann den Mittelweg z.B. mit 2 Threads = 10 Sekunden Synchronisation + 30 Sekunden Berechnung (weil 30 Megapixel pro Thread) = 40 Sekunden. (Die Größenordnung der angegebenen Zeiten ist natürlich fiktiv)
 
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dersuperpro1337 schrieb:
Der Warp Stabilizer arbeitet unabhängig von CPU und GPU nur mit einem Bruchteil der Ressourcen (bei aktuellen / schnellen CPUs).
Meine Empfehlung: Wenn Warp Stabilizer, dann auf mehreren Clips gleichzeitig analyzieren lassen. Das lastet dann bis hin zu 100% die ganze CPU aus. Auf einem Clip wird die Last reproduzierbar immer niedrig bleiben.

Oder noch besser: ProDad Mercalli kaufen. Prima Stabi Plugin für PP.
Wtf ?! 150€ gibt's das auch in günstig xD ?
Ergänzung ()

benneq schrieb:
Das wird sicherlich vom verwendeten Algorithmus abhängen. Ganz grob gibt es 2 Arten von Algorithmen:
1. Die, die sich parallelisieren lassen, und
2. Die, die sich nicht parallelisieren lassen.

Etwas anschaulicher:
Wenn die berechneten Ergebnisse nicht voneinander abhängen, dann kann die Berechnung auf beliebig vielen Threads parallel ausgeführt werden. Z.B. "mach jeden Pixel 50% heller". Für diese Berechnung braucht es nur die Daten des jeweiligen Pixels (und die sind ja schon alle vorhanden). D.h. die Berechnung kann unabhängig von den anderen Berechnungen durchgeführt werden. Also ist es prinzipiell möglich, für jeden Pixel einen eigenen Thread zu benutzen.

Bei anderen Berechnungen wird für die Berechnung selbst das Ergebnis einer anderen Berechnung benötigt. Also müssen sie nacheinander (sequenziell) ausgeführt werden, und können nicht parallel verarbeitet werden. Also z.B. wenn für die Berechnung eines Pixels das Ergebnis der Berechnung des vorherigen Pixels benötigt wird.
(Oder die Programmierer waren zu faul, um den Algorithmus auf mehrere Threads anzupassen. Diese Möglichkeit gibt's natürlich auch immer ;) )
Ja aber das Problem... Der ist genauso schnell wie bei meinem alten CPU wo die Single Core Leistung gute 30% schlechter ist... :O
 
Na dann einfach mal den Tipp von der superpro beherzigen und den verwendeten Clip verdoppeln oder verdreifachen, mit dem Effekt belegen, und die jeweilige Belastung der CPU ablesen!
 
alx96 schrieb:
Ja aber das Problem... Der ist genauso schnell wie bei meinem alten CPU wo die Single Core Leistung gute 30% schlechter ist... :O
Das kann viele Ursachen haben...
Deine vorherige CPU hatte sicherlich keine Zen2 Architektur. Und nun kommt's darauf an, welche Recheneinheiten der CPU von dem Algorithmus genutzt werden. Sowas wie "vergleichbare" IPC oder Single Core Leistung gibt es eigentlich nicht.

Das Ergebnis von Geekbench oder Cinebench beansprucht einen ganz bestimmten Teil der Recheneinheiten und das Ergebnis ist dann auch ganz speziell gewichtete Kombination davon. Es kann also sein, dass dein Stabilisator Filter exzessiven Gebrauch von einer Kombination aus Recheneinheiten macht, die von deinen Benchmarks überhaupt nicht berücksichtigt werden.
 
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alx96 schrieb:
Wtf ?! 150€ gibt's das auch in günstig xD ?

Wenn du mit professionellen Tools arbeitest, gehe ich davon aus, dass Du entweder Budget oder Zeit hast.
Kein Budget und keine Zeit gibts leider nicht, bei Leistungsintensiven Anwendungen :)

Der Warp Stabilizer ist totale Grütze. Die Ergebnisse sind okay, aber wenn Du in einem Projekt nur einen einzelnen Clip stabilisieren willst, musst du einfach ewig darauf warten. Wenn Du mehrere Clips stabilisieren willst, hau einfach auf 2-6 Clips den Stabilizer drauf und so "parallelisierst" Du den Prozess manuell einfach bis die CPU bei 100% ist.
Ist ein schon lange bekannter Workaround ich ich tippe, dass Adobe zu sehr damit beschäftigt ist, im Abo Geld zu schwimmen, als dieses Plugin zu fixen / zu optimieren.

Edit: Und zu der ganzen CPU Architektur Sache kann ich gleich 3 Dinge beitragen und die Diskussion darüber hoffentlich beenden:
Phenom X4 925, i7 3770k, i7 6900k - Windows 7, Windows 10 - Identisches Verhalten
 
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