News AI Action Plan der EU: AI Gigafactories für das Wettrüsten mit den USA und China

NameHere schrieb:
Nein, du denkst du wärst schlauer und besser als der Rest der Welt!
Ich bin nicht schlauer wie die anderen hier. Aber dir fehlt offensichtlich jegliches Grundverständnis in der Betriebswirtschaft (hier die Preisgestaltung), was sich ja an dem haarsträubenden Ableitung weiter oben zeigt oder auch an der Frage:
"Was hat das mit den günstigeren Strompreisen zu tun?"
 
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ErnstHaft99 schrieb:
Aber dir fehlt offensichtlich jegliches Grundverständnis in der Betriebswirtschaft (hier die Preisgestaltung), was sich ja an dem haarsträubenden Ableitung weiter oben zeigt oder auch an der Frage:
"Was hat das mit den günstigeren Strompreisen zu tun?"
Ich habe nie von Preisgestaltung geredet. Und ja, dein ganzer Mumpitz hat nichts mit günstigeren Strompreisen zu tun. Du schweifst immer ab.
Der größte Kostenfaktor von einem Rechenzentrum ist Strom. Das zeigt auch das Hetzner Beispiel an einem Server, der gleich ist und nur an einem anderen Standort ist.
 
MR2007 schrieb:
die EU wird davon erstmal einen erheblichen Teil für McKinsey&co Berater ausgeben, die uns die letzten Jahre noch Blockchain als the next big thing verkaufen wollten. Ein erheblicher Teil fließt raus aus der EU, weil eigene Chipindustrie man ja nicht hat. Ein erheblicher Teil versickert bei den üblichen Verdächtigen wie T-Systems, SAP, Fraunhofer, Autokonzerne und co., die irgendwelche KI Konzepte zum exorbitanten Kosten umsetzen wollen.
Ah..wie nennt man das nochmal gleich....denk...ahja. Korporatismus. Verwechseln viele mit Kapitalismus. 🤣
Und ich geb dir Recht, ich denke auch das es genau so oder ziemlich ähnlich ablaufen wird.
Haben bisherige "EU-Umsetzungen" ja schon gezeigt, wie das läuft. Am Ende werden halt SMS gelöscht und das Ding ist gegessen.

Ich werd mich einfach zurücklehnen und die Show genießen. Was anders bleibt mir eh nicht übrig aber dann immerhin mit einer gewissen Schadenfreude. 🤣 Wird richtig lustig die nächsten Jahre. 🍿
 
Über den Namen und die Förderhöhe kann man sich streiten, da es wohl weder eine Factory noch in irgendeiner Form GIGA ist. Höchstens bei den Kosten Mrd = Giga.
Trotzdem richtig, dass das Thema angegangen wird und viele Meckerer vor mir haben wohl noch nicht verstanden/erlebt wie die EU Fördermittel verteilt. Eine Nachricht darüber ist eine Interpretation einer Pressemitteilung, die wiederum ein inhaltsarmes Kondensat eines Förderprogramms ist. Darauf bewerben sich Vorhaben, die das Förderziel einigt, aber im Weg verschieden sein können. Diese werden bewertet (durchaus kritisch zu sehender Vorgang) und ausgewählt. Das ist viel risikoärmer (weniger Abhängigkeit schaffend) und nachhaltiger als ein Präsident unterschreibt ein Dikret was einen Oligarchen fördert.
Standort? Naja schon eher in der Nähe eines AKWs und weniger Windpark, weil es um die Versorgungssicherheit geht und nicht den letzten Cent bei den Stromkosten. Sicherlich noch städtisch und am Fluss um die Kühlung zu nutzen. Arbeiterkräfte vor Ort für den Betrieb braucht es wenige.
 
NameHere schrieb:
Ich habe nie von Preisgestaltung geredet. Und ja, dein ganzer Mumpitz hat nichts mit günstigeren Strompreisen zu tun. Du schweifst immer ab.
Der größte Kostenfaktor von einem Rechenzentrum ist Strom. Das zeigt auch das Hetzner Beispiel an einem Server, der gleich ist und nur an einem anderen Standort ist.
Du fügst ein Bild mit einem Endkundenpreis für einen Server an zwei Standorten ein und hast dann nicht über die Preisgestaltung geredet? Quelle (ich meine damit den Link und nicht das Unternehmen) wurde ja nicht mal genannt. Saubere Argumentation.
Nebenbei läuft in Deutschland noch das aktuelle Stromentlastungspaket = Steuerersparnis bei Strom für die Industrie. In Verbindung mit der Staffelung der Strompreise für energieintensive Unternehmen verhindert das keine Investitionen. Falls es nicht aufgefallen ist. Auch der Strompreis innerhalb Deutschlands unterscheidet sich je Standort. Woran das wohl liegen mag ...
Deiner Argumentation folgend suche ich mir irgendeinen Bäcker auf Sylt raus, der 2€ für`s Brötchen verlangt und schlussfolgere, dass Mehl in Deutschland zu teuer ist.
 
Man kann nur hoffen, dass Europa hier nicht übertreibt. Microsoft fährt die Investitionen in KI-RZ schon zurück, in China stehen halbfertige KI-RZ verwaist in der Gegend rum ....
 
ErnstHaft99 schrieb:
Nebenbei läuft in Deutschland noch das aktuelle Stromentlastungspaket = Steuerersparnis bei Strom für die Industrie. In Verbindung mit der Staffelung der Strompreise für energieintensive Unternehmen verhindert das keine Investitionen.
Du schweifst wieder ab! Du hast keine günstige Energie in Deutschland, weil du diese teuer einkaufen musst und/oder teuer erzeugen musst. Dazu kommt noch, das du von den kleinen Bürger diesen von dir angeführten "vergünstigten" Strom zahlen lässt.
Hör auf den Bullshit nachzuplappern was die Politiker uns als "die Lösung" verkaufen möchten. Insgesamt wird es teuerer, auch wegen der ganzen Abgaben wie für CO2 und wir kaufen und erzeugen nicht günstiger.
 
Evilpla schrieb:
Ich frage mich wie das mit dem Klimaschutz zu vereinbaren ist.
Wenn man keine Infrastruktur und Energie-Souveränität besitzt, weil man erforderliche Rechenprozesse (Wettersimulationen, Forschungssimulationen, Finanzmodellierungen, Forschung an Sprachmodellen, Verkehrsforschung, Automatisierungsentwicklung, etc. etc.) auslagert in "die Cloud" nach irgendwo, hat man auch keinen Einfluss darauf welche Energiequelle genutzt wird.
Im Sinne des Klima- und Umweltschutzes (insofern man diesen Forcieren will) ist dieser Schritt daher nachvollziehbar.

Zensored schrieb:
Europäische Halbleiter Industrie aufbauen mit eigenen CPUs und GPUs würde mehr bringen.
In diesen Bereichen gibt es tatsächlich Bestrebungen. Die European Processor Initiative (EPI) welche in diesem News-Kontext mindestens eine Rolle spielen dürfte, entwickelt Hochleistungsprozessoren um sich genau in diesen Bereichen wettbewerbsfähig und unabhängiger aufstellen zu können. So zumindest das Ziel.

Zensored schrieb:
Corona hat es gezeigt; Handelsketten brechen schnell und wir benötigen z.B. Medikamente- und Halbleiter-herstellung wieder im eigenen Territorium.
Auch da passiert derzeit mehr als zuvor wie man dem Critical Medicines Act den die Europäische Kommission im März 2025 vorgestellt hat, entnehmen kann. Dieser Zielt explizit darauf ab kritische Arzneien innerhalb der EU zu produzieren, um sich medizinisch unabhängiger bzw. resilienter aufzustellen.
Dieses Gesetz hat einige Grundlagen erfordert die, eine berechtigte Kritik an der Geschwindigkeit der EU, Zeit gebraucht haben um entwickelt und beschlossen zu werden.

Zensored schrieb:
Gut, ich warte bis man im Mainstream X86er CPUs sowie GPUS und zu NVIDIA/AMD/INTEL Konkurrenz fähige Hardware kaufen kann.
Die Diskussion bezog sich auf den Einsatz von Hochleistungs-Hardware im Rechenzentrumskontext. Das Ganze von einer Verfügbarkeit europäischer Hardware heute im Mainstream-Bereich abhängig zu machen, macht den Diskurs ehrlich gesagt etwas müßig.

NameHere schrieb:
Es ist nicht Falsch und es zeigt das Strom für ein Rechenzentrum in Finnland deutlich günstiger ist als in Deutschland.
Eine "AI Gigafabrik" ist auch nur ein Rechenzentrum mit einem Fancy Namen. Wir lieben es coole Namen zu vergeben, so wie "Koalition der willigen". Muß wohl ein onlyfans Akteur sich ausgedacht haben^^
In der Politik aber auch auf unternehmerischer Ebene hat sich der Begriff Gigafactory mittlerweile als etwas verfestigt was nicht mehr nur noch für die Produktion von Elektrofahrzeugen im großen Maßstab gilt. Sondern mit dem Anspruch in der Fabrik eine Technologie in irgendeiner Form für sich zu beanspruchen und maßgeblich zu gestalten.
Das ist Marketing vom feinsten. Politische Botschaften sind das aber auch. Wenn Europa also für sich in Anspruch nehmen will, im Bereich der KI-Forschung wie auch Bereitstellung der Rechenkapazitäten in diesem Kontext maßgeblich an dieser technologischen Entwicklung teilzuhaben, finde ich den Begriff AI Gigafactory sogar gar nicht mal so weit verfehlt.
Was du tust, ist diesen Anspruch generell in Abrede zu stellen. Ob dieses Unterfangen seinem Anspruch jedoch gerecht werden kann, wissen wir heute nicht. Genau da müssen sich diese Projekte behaupten.

NameHere schrieb:
Keine günstige Energie = nicht Wettbewerbsfähig
Die Kollation hat einen Industriestrompreis bzw. den Willen diesen zu verabschieden gemeinsam beschlossen. Wenn also Friedrich Merz damit wirbt eine AI Gigafactory am Standort DE errichten zu wollen, macht es durchaus Sinn irgendwelche Benefits anbieten zu können.
Ein attraktiver Industriestrompreis, könnte ein solcher Benefit sein. Wie dieser Strompreis am Ende aussieht, konnte ich jedoch nirgends finden. Also abwarten.

lex30 schrieb:
Alles klar. Naja die Mehrheit steht ja dahinter. Also keine Angst. Man wird das schon so machen, wie du das vorschlägst. Die Welt wird damit zwar trotzdem nicht gerettet, weil D. dafür viel zu unbedeutend ist aber ok. Ich versteh schon.
Nein du verstehst den Ansatz scheinbar nicht. Kennst du Spieltheorien (ich hasse diesen Begriff in so einem wichtigen Kontext)?
Kennst du das Phänomen in einer Gruppe wo eine Aktion erforderlich ist um ein Ziel zu erreichen, dadurch das sich jedoch niemand bewegt beeinflusst man sich genau dahingehend?
Man bewirkt durch ausbleibendes Handeln erst recht, dass niemand etwas tut?

Deshalb ist es so wichtig, dass eine der erfolgreichsten Wirtschaftsnationen es vor macht wie es geht.
Und wir hätten es mal wieder nötig aus Gründen des mangelnden Selbstvertrauens eine Transformation gelingen zu lassen.
Schau dir doch die erneuerbaren Energien als Substanz dafür an. Wie hoch ist deren Anteil am DE-Energiemix gewesen bzw. wie hat sich dieser in den letzten Jahren entwickelt? Der Anteil ist maßgeblich gestiegen.
Warum gehen die Stromkurse dann nicht runter wenn erneuerbare Energie doch so günstig ist?
Nun, weil der Energie-Mix nicht per se entscheidend für die Strompreisbildung ist. Das erachte ich als Problem. Und weil solche Dinge passieren können/gemacht werden:

lex30 schrieb:
Und wie lang hört man von der dollen Speichertechnologie schon? Ein Jahrzehnt?
An dieser Entwicklung sind alle interessiert. Selbst wenn dein forciertes Ziel nicht im Klimaschutz mündet.

lex30 schrieb:
Und die 300 Milliarden sind Einsparpotential sind ein Witz gegenüber dem, was uns der Spaß am Ende kosten wird.
Auf was zielst du dabei ab? Man kann in einer Transformation Geld sparen. Okay. Ist das jetzt die Kritik an der Maßnahme? Kann ja nicht sein. Worin liegt da jetzt das Argument die Maßnahmen nicht zu ergreifen? Soweit ich das jetzt schlussfolgere meinst du das Thema Dekarbonisierung?

lex30 schrieb:
Bin gespannt wie dem "Arbeitnehmer" das gefällt, wenn er gutem Wetter arbeiten muss, weil der Strom gerade dafür da ist.....
Und solang die bei ihrem AKW-Verbot bleiben, wirds hier in Deutschland keine AI-Factory geben.
Glaubst du das wir ein Energie-Verfügbarkeits-Problem haben? Also uns die real verfügbare Menge Energie (in Form von diversen Kraftwerken etc.) in Deutschland fehlt um unsere Industrie und Haushalte versorgen zu können?
Weißt du wie viel Energie uns grundsätzlich in Deutschland zur Verfügung steht und wie diese Energie sich im Verhältnis zu unserem Verbrauch verhält und welche Rolle Kernenergie dabei in den sagen wir mal letzten 10 Jahren gespielt hat?
Deine Annahme, fehlende Atomkraftwerke würden eine Errichtung von Rechenzentren und Fabriken in DE ausschließen fußt genau auf welcher Grundlage? Dir müssen ja Werte zur Verfügung stehen anhand derer du bewertest, dass AKWs defacto Elternteil sind. Die würden mich interessieren.
 
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Ist schon lustig, bei uns kündigt die EU an Mrd. zu investieren. In den USA etc. machen dies die Firmen selbst. Das sind schon Planwirtschaft-ähnliche Züge, die das Ganze annimmt. Aber passt gut zu dem aktuell ausgeprägten linksgerichteten politischen Kurs. Wenigstens sieht man nun, wo mit Sicherheit Teile des "Sondervermögens" landen werden.
 
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NameHere schrieb:
Der größte Kostenfaktor von einem Rechenzentrum ist Strom. Das zeigt auch das Hetzner Beispiel an einem Server, der gleich ist und nur an einem anderen Standort ist.

Wenn das der Fall wäre, dann müsste der Server doch noch deutlich günstiger sein:

Strom.png


Und hier vor einer Woche:

Bildschirmfoto_20250302_141734.png

MR2007 schrieb:
Ich liege gerne falsch, aber du darfst mich in 5 Jahren mal dran erinnern, wie es ausgegangen ist.

Du kannst gerne mal deinen Plan darlegen, wie man es stattdessen "richtig" machen könnte.

MR2007 schrieb:
Ein ähnliches Versagen gab es bereits in kleiner bei der europäischen "Cloud" Gaia-X.

Ja aber eben, weil es keinen politischen Willen gab. Konzerne in einem Konsortium zu parken bringt garnix voran. Das war auch genau das, was Nextcloud bemängelt hat: Kein politischer Wille.

lex30 schrieb:
Die Welt wird damit zwar trotzdem nicht gerettet, weil D. dafür viel zu unbedeutend ist aber ok.

Dann schlag was besseres vor. Fakt ist, wenn du im universitären Bereich mal mit Geologen redest, dann werfen die bisweilen schon 7-14° Erwärmung global bis 2100 an die Tafel. Das was im IPCC steht ist da nur das optimalste Szenario (und eigentlich ja bereits jetzt gerissen) und dient nur dazu, Massenpanik zu verhindern. Die Gletscher im Himalaja werden sich um mindestens 1/3 bis Ende des Jahrhunderts reduzieren, dabei versorgen diese über 2 Milliarden Menschen mit Wasser. Die Alpinen Gletscher sind noch viel früher Geschichte, die deutschen in wenigen Jahren. Und nicht nur da:

Bildschirmfoto_20250410_133715.png


Bildschirmfoto_20250410_133922.png


Da fehlen streckenweise über 2,5 Millionen Quadratkilometer Eis zum letzten 30-jährigen Mittel (nicht zur historischen Bilanz), also mehr als Polen, Deutschland, Frankreich, die iberische Halbinsel, Italien, Schweden und Finnland zusammen. Ich meine, bei dem Aspekt, dass Deutschland nicht die Welt retten kann, kann man durchaus mitgehen. Historisch sind wir aber mit etwa 3,5% einer der größten Emittenten (Platz 6) in der Weltgeschichte (China ist mit 11% nur etwas mehr als dreimal so groß, dabei hatten die aber bereits vor 2.500 Jahren über 80 Millionen Einwohner). Die Verantwortung ist also durchaus da. Was würdest du denn konkret vorschlagen, um den Klimaschutz voranzubringen?
 
@Sierra1505

AKW´s sind nun mal Grundlast-fähig. Wir brauchen Strom dann, wenn man ihn braucht und nicht wenn gerade der Wind weht oder die Sonne scheint. Ist ja schön, wenn man bei Speichertechnologien forscht. Ist ja auch absolut ok aber bisher is da nix bei rumbekommen, irgendwie große Mengen zu speichern.
Deshalb ist das auch immer lustig, wenn die Erneuerbaren im Energie-Mix erwähnt werden und das hier 50% und mehr den Strom geliefert haben. Wie gesagt, nützt halt nix, wenn wir gerade Dunkelflaute haben. Dann liefern die genau in dem Moment nämlich nix.
Vom massiven Anstieg der Redispatchmaßnahmen will ich erst gar nicht anfangen. Geht ja hier eigentlich auch um ein anderes Thema. Aber auch das bringt den Strompreis nach oben. Und von den fast 19 Milliarden die durch "Steuergelder" aufs EEG-Konto einbezahlt werden mussten, will ich jetzt auch net anfangen. Die müssten nämlich nochmal auf den Strompreis mit drauf. Wird aber eben durch Steuergelder gedeckt.
Ihr braucht euch hier auch gar nicht so reinhängen mich zu überzeugen. Ich hab den Kram nicht in der Hand. Ich glaub da auch nicht dran. Da müsst ihr schon eure gewählten Parteien in Verantwortung nehmen.
Wie gesagt, ich werd die Show genießen. Ich glaube ihr fahrt da mit Highspeed in eine Sackgasse an deren Ende ne fette Mauer steht. 🤣
Wenn ihr doch Recht haben solltet, dann bitte, gönn ich euch. Dann is ja schön. Aber ich sehe das absolut nicht.
Aber wie gesagt, ich hab die Entscheidung auch nicht in der Hand. 🤷‍♂️
 
Zornica schrieb:
Na hoffentlich designt man die so, dass sie auch nach dem unweigerlichen platzen der AI blase noch irgendwie sinnvoll verwendet werden können...
AI-Blase würde bedeuten, dass AI in Zukunft viel weniger nutzen wird, als erwartet. Das ist extrem unwahrscheinlich, im Gegenteil - "AI" ist jetzt schon Alltag.
 
In Deutschland laufen die ai Zentren aber nur bei Sonnenschein. Oder man verplempert die nächsten Milliarden in Speicher (natürlich über explodierende Netzentgelte finanziert) , was dann so lange dauert wie die verhassten neuen AKWs zu bauen.

Die Investitionssumme ist ein schlechter Witz. Das hätte selbst chat gpt besser hin bekommen.
 
lex30 schrieb:
Wir brauchen Strom dann, wenn man ihn braucht und nicht wenn gerade der Wind weht oder die Sonne scheint.

Darum existiert ja auch ein europäisches Netz mit angeschlossener Börse. Schau dir die Bilanzen an:

Bildschirmfoto_20250410_154407.png


Allein Dänemark hat fast 5x soviel Strom an uns verkauft, wie wir dahin exportiert haben. In der Menge sogar mehr als doppelt soviel wie Frankreich, und Dänemark hat 0 AKW's.
Dabei muss nichtmal eine Notwendigkeit im Sinne eines Mangels bestehen. Denn Strom wird auch dann eingekauft, wenn er an der Börse einfach günstiger angeboten wird, als wir ihn produzieren können.

lex30 schrieb:
Und von den fast 19 Milliarden die durch "Steuergelder" aufs EEG-Konto einbezahlt werden mussten, will ich jetzt auch net anfangen.

Aber warum? Weil die Differenz aus Erzeugungskosten und garantiertem Abnahmepreis so groß ist. Den braucht man aber als marktpolitischen Anreiz, damit überhaupt Investitionen getätigt werden. Das ist aber bei allen anderen Energieträgern auch so, oder glaubst du AKW,s bauen sich ohne Subventionen?

Unser Problem beim Preis ist vor allem eine dynamische Stromerzeugung in ein überaltertes Abnahmeprinzip zu quetschen, also die Merit Order und der Unit Price. Schau dir die Strombörse an. Schweden hat gravierende Preisunterschiede zwischen seinen Strompreiszonen. Wenn wir die hier auch hätten, würde automatisch der Preis in den Regionen mit viel EE-Energie absinken. Das Problem ist, dass das politisch nicht vertretbar ist, wenn München dann 200€ für eine Megawattstunde aufbringen müsste, während man in Flensburg den Strom für 3€ die Megawattstunde quasi verschenkt. Aber man schaue nach Skandinavien, da funktioniert das. Wieso sind Deutsche dafür zu blöd?

lex30 schrieb:
Ich glaub da auch nicht dran.

Das hat nichts mit Glaube zutun. Andernfalls glaubt man auch nicht an Dinosaurier oder Gravitation. Molekülschwingung ist Physik, kein Glaube. Der erhöhte CO2-Anteil an der Atomsphäre lässt sich messen, über die Isotope des Kohlenstoffs sogar chemisch beweisen, dass der Faktor Mensche diese durch Verbrennung emittiert. Der Strahlungshaushalt der Erde wird mit Satelliten gemessen, und wenn immer weniger rausgeht als reinkommt, dann muss doch jedem irgendwie logisch ersichtlich sein, dass da irgendwas ist, was die Energie auffängt.

lex30 schrieb:
Ich hab den Kram nicht in der Hand.

Und genau das ist der Denkfehler, denn auch dein Handeln trägt dazu bei. Letztlich kann man sich auf diesen Standpunkt zurückziehen, nur dann muss man sich auch die Fragen gefallen lassen, wie man sich eigentlich die Zukunft vorstellt. Weil eins muss doch klar: Mit den Zahlen und dem Wissen, was sich da für ein Problem aufbaut, kann man ja nicht ohne Sorgenfalten in die Zukunft schauen.
Immer nur meckern, ohne auch nur einen einzigen plausiblen Gegenvorschlag zu bringen, ist dabei weit entfernt von einem konstruktiven Lösungsvorschlag.
 
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ErnstHaft99 schrieb:
Wo baut man denn eine AI Gigafactory? Dort wo Strom noch billiger ist, aber kein Personal mit Know How vorhanden ist?
Dass in der 4. größten Wirtschaftsnation der Welt / bzw. der größten in der EU eine der Anlagen errichtet wird, ist völlig logisch.
Man baut sie dort, wo Strom billig UND kompetentes Personal vorhanden ist. Und vor allem in einem Land, wo der Aufbau schnell vonstatten geht.

Was das mit der Stärke der Wirtschaft zu tun hat, weiß ich in diesem Zusammenhang nicht, europäisch gedacht ist diese Argumentation jedenfalls in meinen Augen nicht.

In meinen Augen kann man nur mit den Vereinigten Staaten konkurrieren, wenn man auch wie vereinigte Staaten agiert. In der EU dominiert hingegen die Priorisierung der nationalen Interessen.
 
Hardware_Junkie schrieb:
Offensichtlich hast du die News nicht gelesen, der Kontext zählt, nicht die Schlagzeile.

Ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.
Der überwiegende Teil des Geldes wird in Hardware fließen und eben dafür braucht man es eher nicht, weil, wie ich schrieb, man für den Anfang auch KI Cloudlösungen nutzen kann und wenn sich etwas bezahlt macht, umswitchen kann auf eigene Hardware.
Wenn man heimische IT voran bringen will, dann vor allem dadurch, dass man nicht mehr den Hyperscalern das Geld in den Rachen schiebt und damit den Status Quo zementiert. Und dadurch, dass man viel mehr Geld als Risikokapital hergibt.

Mein Hauptkritikpunkt ist, dass viel Geld und viel KI Hardware vielleicht gut klingt, aber kein besonders gut eingesetztes Kapital sind. Wenn du das nicht aus meinem Beitrag herausgelesen hast, dann solltest du besser an deinen Leseskills arbeiten.
 
Viel interassnter ist doch die Frage, WAS eine AI Gigafactory eigentlich sein soll.
 
@Tevur Das wissen die Bürokraten bestimmt auch nicht, aber es klingt doch toll und zukunftsweisend. Man ist sozusagen vermeintlich vorne dabei.
 
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