Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Mustis schrieb:
Und das Dividenden den Kurs bremsen ist auch nur son Mythos von selbsternannten Börsengurus

Naja so ganz falsch ist die Aussage nicht. Am Tag nach Zahlung der Dividende, sinkt die Aktie genau um den Wert der Dividende. Somit "Bremst" die Zahlung schon das Wachstum. Das sieht man nur meist nicht, da es in der Kursbewegung verschwindet. Daher werden die Aktien nach der Zahlung der Dividende auch mit "exDiv" gekennzeichnet.
 
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Das liegt daran, da die Dividende schon im Kurs einbepreist wird. Auch weil Geld bei diesem Vorgang ja nicht verloren geht oder "neu" entsteht.
Angenommen du hast 100 EUR im Depot und keine sonstigen Kursbewegungen. Dann wird 5 EUR Dividende gezahlt. Deswegen hast du aber nicht 105 EUR sondern immer noch 100 (95 Depot / 5 bar als Dividende).
Zumal der Wert des Unternehmens theoretisch sinkt, da das Geld ausbezahlt wird.

Und wenn das als Erläuterung nicht reicht:
https://www.boerse.de/dividenden/am-tag-danach-ex-dividende/
 
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ICh kenne die Erklärung, ich weiß was das ist. Und habe verstanden, dass das nichts vorgeschriebenes ist, sondern etwas, dass sich aufgrund einer gewissen Vorstellung eingebürgert hat.

Ich halte die Sichtweise für Unsinn. Sie setzt Dinge voraus, die nicht zwingend sein müssen. Es ist ein theoretisches Konstrukt, das einmal gewisse Schwankungen erklären sollte. Weder kauft jeder eine Aktie mit dem Vorsatz, diese eine anstehende Dividendenzahlung mitzunehmen und "entpreist" sie danach wieder noch ist das abseits der theoretischen Überlegung logisch. Der Wert des Unternehmens fällt nicht plötzlich wegen der Dividendenzahlung, somit auch nicht deren Anteile in Form von Aktien. Das ist nichts weiter als eine Überlegung, die BWLer/Aktienhändler angestellt haben um zu begründen, warum eine Aktie nach einer Dividendenzahlung weniger wert sein soll, damit sie diese günstiger kaufen können.

Es ist keine mathematische Regel, kein Gesetz oder dergleichen. Das sollte man sich bewusst machen, bevor man diese Denke unreflektiert übernimmt. Dann weiß man auch, dass das gar nicht eintreten muss, ganz ohne sonstige Schwankungen.
 
Das ist keine "Denke" sondern Realität, dass es diesen Abschlag gibt. Zumal das ebenfalls in diversen Lehrbüchern steht und genau so auch Unterrichtet wird.

edit:
Es wird auch oft so dargestellt, dass sich der Anspruch auf die Dividende erst mit der Zeit "aufbaut" und nach Ausschüttung sozusagen nicht mehr vorhanden ist und damit dieses recht aus der Aktie anders bewertet ist.
Es gibt diesen Abschlag aber, egal wieso, und damit bremst er praktisch die Kursentwicklung.
 
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Holt schrieb:
Wozu soll das Tool denn gut sein?
Ist halt praktisch weil es direkt die "echte" Rendite anzeigt inkl. (Kauf)gebühren, Steuern, Sparpläne, Tagesgeld und über mehrere Depots hinweg.
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Irgendwo müssen die Dividenden ja herkommen. Entweder kommen sie aus dem Eigenkapital, dann muss das aber auch um die Dividenden gekürzt werden aka der Kurs fällt, oder es stammt aus Fremdkapital, aber warum sollte eine Firma Schulden aufnehmen nur um die an die Aktionäre auszuzahlen?
 
OK. Also immer am Tag vor der Ausschüttung kaufen, Dividende absahnen und wieder weg damit. Ab geht's. Dass da noch niemand drauf gekommen ist.
 
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Bennomatico schrieb:
OK. Also immer am Tag vor der Ausschüttung kaufen, Dividende absahnen und wieder weg damit. Ab geht's. Dass da noch niemand drauf gekommen ist.
Und das hilft was?
 
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PCGamer007 schrieb:
Das ist keine "Denke" sondern Realität, dass es diesen Abschlag gibt. Zumal das ebenfalls in diversen Lehrbüchern steht und genau so auch Unterrichtet wird.
Natürlich ist er das. Er wird ja nichtmal automatisch abgezogen sondern würde nur entstehen, wenn tatsächlich jede Order am Tag danach um den entsprechenden Wert der Dividende gesenkt werden würde und jeder Anbieter entsprechend seinen Verkaufspreis senkt. Das ist in der Realität mitnichten so. Und das es geöehrt wird beweist bitte was? Grade in der BWL werden so viele Dinge gelehrt, die rein theoretisch vorkommen, in der Praxis aber teils gar nicht mehr vorkommen oder dort genauso unsinnig sind. Grade bei Kennzahlen gibt's da so 1-2, die, wenn man versteht was da mathematisch getan wird, ziemlich sinnfrei sind.
 
Man kann ja short gehen auf den Ex-Tag und sehen was passiert... Natürlich gehen die Dividenden auf den Kurs, grundsätzlich auch 1 zu 1 aber soweit das bei meinen Aktien der Fall ist bleibt das Niveau über 2 wochen davor und danach ungefähr gleich.
 
Mustis schrieb:
Der Wert des Unternehmens fällt nicht plötzlich wegen der Dividendenzahlung, somit auch nicht deren Anteile in Form von Aktien.
Geld in den Kassen eines Unternehmens hat einen Wert. Schütte Ich das an Anleger aus, habe Ich also weniger Wert im Unternehmen.

Klar, an der Börse verschmiert der ganze Effekt - einen Einbruch in der ungefähren Höhe der Dividende habe Ich aber noch jedes Jahr bei meinen 2 Einzelaktien beobachten können.
 
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SothaSil schrieb:
Geld in den Kassen eines Unternehmens hat einen Wert. Schütte Ich das an Anleger aus, habe Ich also weniger Wert im Unternehmen.
Dann müsste jede Investition den selben Effekt haben solange der Gewinn daraus nur spekulativer Natur ist. Dividenden sind oftmals festgelegt somit bekannt und wer dann hergeht und den aktuellen Kassenbestand unbereinigt ausstehender Zahlungen als Betriebsvermögen wertet, handelt schlicht falsch. Sonst müssten auch ausstehende Rechnungen etc. diesen Effekt aufweisen, denn sie sind noch nicht aus der Kasse abgezogen, wird dies dann getan, wäre das Unternehmen "weniger" wert. Daher werden anstehende Dividenden ja auch entsprechend berücksichtigt denn letztlich sind es nichts anderes als bestehende Verbindlichkeiten, dieses Geld sollte nicht zum Wert des Unternehmens hinzugerechnet werden.
 
Mustis schrieb:
Dann müsste jede Investition den selben Effekt haben solange der Gewinn daraus nur spekulativer Natur ist.
Spekulation über zukünftige Gewinne sind Teil der Preisfindung an der Börse und somit ist nicht der selbe Effekt zu erwarten. Eine Bekanntmachung einer Großinvestition kann natürlich den Kurs beeinflussen, je nachdem ob diese positiv oder negativ aufgenommen wird.
Abgesehen davon kann eine Investition, z.B. eine Maschine, auch einen relevanten Wiederverkaufswert haben.

Die Dividende ist zwar zuvor festgelegt, aber diese Verbindlichkeit dem Aktionär gegenüber wird an der Börse mitverkauft bis zum Stichtag und somit ist der Vergleich mit einer Rechnung unsinnig.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mustis schrieb:
Dann müsste jede Investition den selben Effekt haben
Eben nicht. Es ist schon ein Unterschied ob das Geld im Unternehmen bleibt oder eben nicht.
Die Dividende ist ich zum Zeitpunkt des Stichtages habe. Danach hab ich das Recht erst einmal nicht.
Aber es gibt diese bremsende Bewegung die du verneint hast. Egal ob ich Sie mathematisch oder anders beweisen kann.
Ich weiß zwar nicht welche Kennzahlen du meinst, aber weil Mathematiker meinen das etwas Sinnfrei ist, muss das nicht zwangsläufig so sein. Es muss auch nicht alles per Gesetzt geregelt sein.

Schau dir mal den Dax als Dividendenindex an und als Performanceindex. Da siehst du die Bremse deutlich.
Ergänzung ()

Mustis schrieb:
Dividenden sind oftmals festgelegt somit bekannt
Dividenden sind mit nichten im Voraus festgelegt. Erst mit der Hauptversammlung sind sie das. Alles vorher ist Spekulation.
 
Was soll ein Dividenden Dax sein? Meinst du den Unterschied zwischen Performance Dax und Kursdax? Falls ja, was soll dasbringen? Das ist einer der Kritikpunkte am DAX, das er ein Performance Index ist und nicht ein Kurs Index wie der Dow Jones.

Ausgehend von der Theorie der BRemse wärst du dann der Meinung, dass ohne Dividenden der Kursdax heute auf Niveau von dem Performancedax liegen müsste? Das wäre eine völlige Fehlannahme in meinen Augen...
 
Mustis schrieb:
Steuern musst du doch so oder so zahlen

Im Idealfall lässt man seine Kursgewinne aber so lange wie möglich unversteuert weiterlaufen damit die gesparten steuern durch den Zinseszins gemehrt werden. Zieht man die Gewinne früh raus, versteuert diese und legt das Kapital erneut an, hat man Geld verloren, was ansonsten für einen weiter gearbeitet hätte - man verliert sozusagen den Hebel-Effekt durch die gesparten steuern.

Das war früher auch der große Vorteil von Thesaurierenden ETFs, die Ihre Dividenden steuerfrei wieder anlegen konnten.
 
Ich sehe es als guten Vergleich. Und deine Aussage das dieser Abschlag nur eine "Denke" ist und Dividenden vorher feststehen als völlig falsch an. Aber jedem das seine :)
 
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Dividenden und Gewinnausschüttungen liegen oftmals vorab fest. Andere legen es in der Hauptversammlung fest, dennoch muss die Geschäftsleitung doch dafür entsprechende Rücklagen bilden, ergo ist auch das vorab berücksichtigt. Man könnte auch sagen, dass in jedem Preis die Dividende steckt, denn man erwartet ja eine gewisse Rendite für das Investment wenn man eine Firma aufbaut oder dran beteiligt welche zwangsweise in den Preis einfließen muss. Oder wo soll sie herkommen? Der Gewinnaufschlag ist essentieller Bestandteil der Preisfindung...
Und natürlich ist das nur eine Denke. Was denn sonst? Ein Naturgesetz? XD Es hätte sich genauso durchsetzen können, dass man eben sowas nicht herunterrechnet, da es vorab ja bereits "eingepreist" war. Nur dann hätten findige Aktienhändler ja keinen Grund, ihren reduzierten Preis nach der Dividendenauszahlung zu begründen...

Letzten Endes ist auch hier das Prinzip Angebot und nachfrage. Wenn das aber stets so gelehrt wird, dadurch gelebt wird, wird sich es dann auch im kurs nachweisen lassen. Denn die Teilnehmer am Markt sind ja entsprechend "konditioniert".
 
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