Aktuelle politische Lage und Einschätzung

Welche Partei bekommt deine (Zweit-)Stimme zur BTW 2017?

  • CDU/CSU

    Stimmen: 4 2,7%
  • SPD

    Stimmen: 14 9,6%
  • Bündnis 90/Die Grünen

    Stimmen: 5 3,4%
  • Die Linke

    Stimmen: 30 20,5%
  • FDP

    Stimmen: 16 11,0%
  • AfD

    Stimmen: 63 43,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 14 9,6%

  • Umfrageteilnehmer
    146
  • Umfrage geschlossen .
Status
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Naja, ich bin da etwas gespalten...wer nicht wählt, scheint ja eine fragwürdige Einstellung zum Thema Demokratie zu haben. Die einzig konstruktive Maßnahme kann daher "informieren" lauten. Das ist ja der Ansatz den man "schon immer" verfolgt, halt mit mäßigem Erfolg. Aber von einem Wahlzwang halte ich da auch nicht viel. Man kann die Menschen ja nicht zwingen, sich mit Inhalten zu beschäftigen. Dann gehen die hin und kreuzen irgendwas an oder aus Prinzip die Partei, die nach ihrem Empfinden den größtmöglichen Schaden anrichten könnte.
 
Das ist aber auch nur eine Interpretation, die einen Teil der Begründung für einen Teil der Nichtwähler darstellt. Manche sind auch einfach desillusioniert und vertreten die (bequeme) Auffassung, dass sie mit Ihrer Stimme eh nichts bewegen könnten. Oder sehen sich außerhalb des Systems, oder denken einfach wenig über die Gründe für den Status Quo nach...oder oder oder
 
sicherlich gibt es viele individuelle gründe. ich glaube aber dass durchaus derzeit in deutschland bei vielen einerseits eine allgemeine unzufriedenheit herrscht, auf der anderen seite aber auch wieder unsere situation als global betrachtet sehr positiv gesehen wird und daher viele unschlüssig sind, ob sie eine veränderung wollen oder lieber beim bekannten bleiben. also tut man bei der wahl gar nichts und lässt es einfach auf sich zukommen. ist nur ne vermutung, aber ich glaube nicht ganz unrealistisch, oder?
 
@TnTDynamite,

Aber wenn die zur Wahl stehenden Parteien den Status Quo darstellen? Dann wählst du die? Also ich nicht. Da gehe ich auch lieber nicht wählen. Sollen sich die Herren mal fragen, warum was wie ist. Nur werden sie vllt halt auch nicht darauf kommen, weil sie eine andere Weltsicht haben.
Was wir im Moment eindeutig haben ist eine Machterhaltung des Status Quo, keiner der etablierten Parteien will hier grundlegend was ändern, weil das auch kaum möglich sein wird. Da wie wir ja bereits bemerkt haben, die Wirtschaft das Sagen hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Lübke: die Fälle wird es ja sicherlich geben. Aber vielleicht genauso oft völliges politisches Desinteresse, gepaart mit einer pessimistisch-gleichgültigen Sicht auf die Menschheit...oder aber viel simpler, diejenigen die bei der letzten Wahl nach den Wahlversprechen (etwa der SPD) gewählt haben und danach festgestellt haben, dass sich für sie nichts verbessert hat.
Die Leute schauen zum Teil schon auch auf die Wahlversprechen und gleichen dann später ab. Ich meine das hat die FDP damals auch aus der Regierung zu <5% befördert. Das wirkt sich dann auch entsprechend auf eine Abwanderung von Volksparteien zur "Nichtwählerschaft" aus.

@Godde: ich verstehe deine Frage nicht ganz. Wir sind ja nicht in den USA, wo es kaum die Option gibt etwas anderes als die beiden Parteien zu wählen. Du kannst ja "die Partei", die ÖDP oder sonstwas exotisches Wählen. Finde ich alles besser als nicht zu wählen,
oder die eigene politische Beteiligung mit Ziegelsteinen am 1. Mai auszuleben.
 
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Na ich gehe ja wählen. War bloss so ein Gedanke. Letztendlich gibt es wieder eine GroKo und der Status Quo bleibt erhalten. Insofern....
 
Entscheide dich jetzt mal ob du hier gerade deine Gedanken äußerst, oder auch versuchst die Erklärung für Nichtwählerschaften herzuleiten und deren Gedankengänge reflektierst. Also ist das jetzt dein "insofern"? ^^
Egal welche Koalition es werden wird, die FDP könnte ja auch wieder in einer 3er-Koalition mitmischen - das Ergebnis wird mir so oder so nicht gefallen. Aber wenn man das als Argument für Nicht-Wählen nehmen würde, könnten ja überall und immer Opposition und deren Wähler daheim bleiben, sobald die Umfragen deutlich gegen einen Regierungswechsel sprechen. So funktioniert die Demokratie nun mal nicht. Also über was reden wir, wenn nicht über die (für mich falschen) Gedankengänge der Nichtwähler?
 
Apollons Axle schrieb:
Ne, nicht traurig, man merkt, dass hier der intelligentere Teil der Bevölkerung vertreten ist und wohl auch der jüngere.
Der Rest des Dummvolkes mit Tendenz zur Geisteskrankheit[...]

Hast du dir mal die AFD-Veranstaltungen angesehen? Als ich das letzte mal eine gesehen habe, war der Altersschnitt dort gefühlt bei 127 Jahren. Die AFD-Wähler die ich aus TV, Facebook und dem "echten Leben" kenne, machen jetzt auch nicht den Eindruck, dass sie dem Bild entsprechen, das du hier beschreibst. Wundert mich aber nicht, dass ein AFD-Anhänger seine Mitstreiter nicht als durchschnittlich eher alt und ungebildet sieht.

In Teletext-Votings ist die AFD auch immer weit vorn. Die sind zahlungspflichtig. Was sagt das über den typischen Teletext-Voter, bzw. über den AFD-Wähler aus?
Man kann immer viel in Statistiken hinein interpretieren...wie es einem gerade ins Weltbild passt.

Im Übrigen ist die Summe der Stimmen im Thread für, nach deinem Empinden, "Links-Grün-versifft" (sind das SPD, Grüne, Linke, Piraten +X ?) immer noch höher, als die Anzahl der AFD-Stimmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Apollons Axle schrieb:
Ne, nicht traurig, man merkt, dass hier der intelligentere Teil der Bevölkerung vertreten ist und wohl auch der jüngere.
Der Rest des Dummvolkes mit Tendenz zur Geisteskrankheit[...]

Mal eben einen Blick nach NRW werfen...
AfD 7,4 % nach Vorl. amtl. Ergebnis
Gewählt von 6 % der Frauen und 9% der Männer. Zu 8 % von Unter 30 Jährigen, zu 9% von 30-59 Jährigen und 4% von älteren.
Dazu zu 7% von Menschen mit einem Hauptschulabschluss, aber nur 4 % mit einem Hochschulabschluss.

Also der "Jüngere intelligente Teil" ist das sicher nicht^^.
 
Lübke schrieb:
sicherlich gibt es viele individuelle gründe. ich glaube aber dass durchaus derzeit in deutschland bei vielen einerseits eine allgemeine unzufriedenheit herrscht, auf der anderen seite aber auch wieder unsere situation als global betrachtet sehr positiv gesehen wird und daher viele unschlüssig sind, ob sie eine veränderung wollen oder lieber beim bekannten bleiben. also tut man bei der wahl gar nichts und lässt es einfach auf sich zukommen. ist nur ne vermutung, aber ich glaube nicht ganz unrealistisch, oder?

Genau das sehe ich auch so. Anders ist es nämlich nicht zu erklären warum ausgerechnet die CDU mit Merkel, die ja für absoluten Stillstand steht, so einen Zulauf hat. Ist natürlich sehr kurzsichtig, ich würde sogar sagen dumm, gedacht weil die Zukunft große Herausforderungen, die gerade auch Deutschland betreffen, bereit stellt. Diese müssten jetzt angegangen werden damit es nicht zu spät ist. Aber nein, man belässt es lieber z.B. beim höchst ungerechten Rentensystem anstatt heute schon Weichen zu stellen wie die Altersversorgung für alle auf gute Beine gestellt wird. Man doktort und pfuscht lieber am bestehenden System, als die ganz große Reform zu wagen, weil man sich nicht mit den jetzt Privilegierten Gruppen anlegen will. Dabei geht man sogar so weit das man ganz bewusst Keile in die Gesellschaft treibt und mit Schlagwörtern wie "Generationengerechtigkeit" Unfrieden stiften möchte anstatt Ausgleich und Frieden. So bleibt halt alles wie es ist zum Nachteil gerade auch derer die CDU & Co wählen weil Einwanderung und "Terrorgefahr" als wichtiger angesehen wird. So oberflächlich sind leider die Wahlentscheidungen, auch und gerade bei den vielen dummen AfD Wählern.

@Apollons Axle
ich würde deine Analyse über die angeblich ach so intelligenten AfD Wähler als typischen Fall von absoluter Selbstüberschätzung ansehen, gerade auch im Kontext zu dem was du hier zum Besten gibst.:evillol:
 
Zuletzt bearbeitet:
Anders ist es nämlich nicht zu erklären warum ausgerechnet die CDU mit Merkel, die ja für absoluten Stillstand steht, so einen Zulauf hat. Ist natürlich sehr kurzsichtig, ich würde sogar sagen dumm, gedacht weil die Zukunft große Herausforderungen, die gerade auch Deutschland betreffen, bereit stellt.
siehs mal von der warte: auf der ganzen welt gehts grad abwärts, wirtschaftskriesen, massenarbeitslosigkeit und überall rücken die gesellschaften nach rechts, populisten wie trump geraten an die macht... da wollen sicherlich einige leute einfach stabilität und erhalten lieber den status quo als zu riskieren, dass uns das gleiche blüht.

Man doktort und pfuscht lieber am bestehenden System, als die ganz große Reform zu wagen, ...
möglicherweise ist das bestehende system vom grundsatz her auch wirklich gut, immerhin will das gros aller parteien und aller wähler es ja erhalten und es hat sich über jahrzehnte hinweg entwickelt und etabliert... es gibt viele baustellen, aber ein von grund auf anderes system würde es nicht zwangsläufig besser machen.
naja zum renten- und sozialsystem habe ich ja schon mal meine eigenen vorstellungen von einem gerechten einkommensunabhängigen system genannt und würde so einen wandel sehr begrüßen, aber keine partei steht bisher für das system...
 
@Lübke
doch, ich behaupte mal ein anderes Rentensystem wo grundsätzlich ALLE einzahlen würde es grundsätzlich besser machen ! Es wäre ersteinmal gerechter, denn es ist nicht einzusehen warum fast alle Arbeitnehmer einzahlen müssen und einige wenige nicht. Die Wenigen die dort aber nicht einzahlen viel bessere Leistungen haben, und das auch noch zu 100% staatlich Alimentiert ! Zum anderen ist die Altersversorgung ein gesamtgesellschaftliche Aufgabe da den Menschen die jahrzehntelang für die Gesellschaft und die Wirtschaft gearbeitet haben einfach eine gute Versorgung im Alter verdient haben, und eben nicht nur Beamte, Politiker oder die sogenannten "freien Berufe". Auch kleine Selbstständige würden davon profitieren. Und zu guter letzt fördert eine gute Rente für alle den gesellschaftlichen Zusammenhalt, was man gerade an Österreich sieht wo alle mit ihrer Altersversorgung sehr zufrieden sind. Das ist für mich sogar noch das stärkste Argument für ein einheitliches Rentensystem. Oder ist es etwa schön in einer Gesellschaft zu leben wo man laufend versucht den einen gegen den anderen auszuspielen wie es zur Zeit hier in Deutschland läuft ?

Auch wenn andere Themen wie die sogenannte "Terrorgefahr" oder allgemein Sicherheit zur Zeit wichtiger erscheinen, ist die soziale Frage, wie z.B. die Altersversorgung, aber auch Pflege, Gesundheit usw, die Fragen aller Fragen. Die angeblich zur Zeit wichtig erscheinenden Themen sind eigentlich nur Ablenkung vom wirklich wichtigen. Es ist aber leider nur zu oft das Menschen hysterisch auf Nebensächlichkeiten mit Aktionismus (oder auch irren Wahlentscheidungen) reagieren und dabei die wirklich wichtigen Dinge aus dem Blick verlieren. Das jemand Oper eines Zerroranschlages wird ist äußerst unwahrscheinlich, eher wird man vom Blitz getroffen. Altersarmut ist jedoch eine sehr reale Gefahr für sehr viele, auch wenn diese zur Zeit die Augen davor verschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Prosaft schrieb:
@DerOlf: Kannst du denn nachweisen, dass diese Drogenabhaengigen SPD/Linke waehlen wuerden? Dass wenig informierte Menschen haeufig gerade nicht in ihrem eigenen Interesse waehlen, haben wir ja im letzten Jahr gesehen.
Nachweisen kann ich das nicht, aber ich kann dich gleich mal in einer impliziten These widerlegen.
Drogenabhängige sind nicht zwingend "wenig informierte Menschen".
Die gehen z.B. keiner Arbeit nach (sondern schnorren, klauen oder prostituieren sich freiberuflich) und ansonsten haben die viel viel Zeit, sich mit anderen Menschen zu beschäftigen, sich zu unterhalten usw.
Ein Teil tut das nicht (das sind aber meist eben NICHT die, die an den bekannten Treffpunkten zu sehen sind), die sind teilweise nichta anders gestrickt, als du oder ich ... sie sind nur süchtig nach Substanzen, die es hier eben NICHT an jeder Ecke zu kaufen gibt (Zigaretten und Alkohol ... oder Zucker und Kaffee).
Ansonsten sind das oft genug nichtmal "dumme" Menschen ... auch wenn man bei vielen echt merkt, dass das Hirn auch nicht mehr so recht will und kann.
Aber natürlich haben die eine Meinung ... die, die ich persönlich kenne, kommen direkt aus der politischen LINKEN jugendbewegung (wir haben hier ein "Arbeiterjugendzentrum" in einem seit Mitte der 1970er besetzten Haus - OK ... mittlerweile sind sie reguläre Mieter bei der Stadt).
Daher bin ich mir ziemlich sicher, die meisten würden wohl LINKE wählen ... einige wohl auch Grüne oder SPD vielleicht gibt es da sogar FDP, CDU oder sogar AfD Wähler, aber es sind definitiv nicht so viele (der MLPD würde ich da höhere Prognosen stellen). Denn eines hat dieses "Volk der Strasse" gemeinsam:
Die SIND in unserer Gesellschaft schon ganz unten, und neigen damit wohl eher NICHT zu den etablierten Parteien, denn die haben ja seit 50 Jahren eigentlich nichts anderes getan, als sie zu jagen, aus der Stadt zu verteiben, in Gefängnisse zu stecken, oder in geschlossene "Therapieeinrichtungen", in denen man dann nur mal kurz auf die harte Tour entgiftet wird, und dann wieder gehen MUSS.
Und in dieser Subkultur wimmelt es von Geschichten dazu ... da kann man institutionelle Diskriminierung studieren, ganz international, denn nicht ganz wenige erfolglose Zuwanderer landen auch genau da ... Einige nach der versuchten Selbstständigkeit (z.B. mit einem Vatering-Service) mit Offenbahrungseid und allem drum und dran.

Die Haben zu einem guten Teil auch schon einfach aufgegeben, und denken sich: "Wählen? ... vergiss es, ich behalt meine Stimme selbst".

Zur Nichtwählerschaft:
Sicherlich gibt es da die frustrierten - aber die gibts unter den Wählern anderer Parteien genauso.
Es gibt auch sicherlich die, die kein Intersse daran haben (Politik egal) und deswegen nicht wählen gehen. Es gibt wohl auch die, die aus Ideologischen Gründen nicht hingehen ... oder wegen dem Kater vom Samstag davor - ich habe auch selbst schon Bundestagswahlen "verpennt".
Es gibt auch die, die sowieso von ganzem Herzen eine Partei wählen würden, die niemals 5% erhält ... vielleicht ist denen das Wählen auch einfach nicht so wichtig?
Apropos "wichtig" ... für den Junky ist es u.U. erstmal wichtig, seine erste Dosis zu bekommen, vielleicht will er sogar dringend wählen gehen ... aber bis 18 Uhr war der Schuss halt noch nicht finanziert.
Manche Leute "verpeilen" es auch einfach, weil ihnen z.B. unsere Verbreitungswege zu egal sind (es GIBT Leute ohne Internet, Radio, Fernseher ... auch in DE) und haben auch irgendwie nie so recht Zugang zur Presse erhalten. So jemand wähnt sich halt nicht nur ausserhalb der Gesellschaft.
Für jemanden ohne Zugang zu diesen Medien ist eine Wahl vielleicht auch ganz allgemein nicht so ein wichtiges Ereignis.
Trotzdem kann es sein, dass so jemand dann sein Häuschen räumen muss, weil die neue Autobahn eben da lang MUSS (muss ja alles so gebaut werden, wie vor 10 Jahren geplant). Und er hat nicht mitbekommen, dass die neue NRW-Regierung da eben einfach ihr Wahlversprechen an NRW einlöst.

Was ich sagen will, nicht alle, die nicht wählen gehen, tun das wirklich absichtlich.
Ich habe auch schon tagelang vor der Wahl, über MEINE Wahl nachgedacht ... und am Sonntag selbst ist es mir dann erst um 17:30 eingefallen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Lübke
doch, ich behaupte mal ein anderes Rentensystem wo grundsätzlich ALLE einzahlen würde es grundsätzlich besser machen ! Es wäre ersteinmal gerechter, denn es ist nicht einzusehen warum fast alle Arbeitnehmer einzahlen müssen und einige wenige nicht. Die Wenigen die dort aber nicht einzahlen viel bessere Leistungen haben, und das auch noch zu 100% staatlich Alimentiert ! Zum anderen ist die Altersversorgung ein gesamtgesellschaftliche Aufgabe da den Menschen die jahrzehntelang für die Gesellschaft und die Wirtschaft gearbeitet haben einfach eine gute Versorgung im Alter verdient haben, und eben nicht nur Beamte, Politiker oder die sogenannten "freien Berufe". Auch kleine Selbstständige würden davon profitieren. Und zu guter letzt fördert eine gute Rente für alle den gesellschaftlichen Zusammenhalt, was man gerade an Österreich sieht wo alle mit ihrer Altersversorgung sehr zufrieden sind. Das ist für mich sogar noch das stärkste Argument für ein einheitliches Rentensystem. Oder ist es etwa schön in einer Gesellschaft zu leben wo man laufend versucht den einen gegen den anderen auszuspielen wie es zur Zeit hier in Deutschland läuft ?

Das meine ich aber auch.


@TnTDynamite,

Entscheide dich jetzt mal ob du hier gerade deine Gedanken äußerst, oder auch versuchst die Erklärung für Nichtwählerschaften herzuleiten und deren Gedankengänge reflektierst. Also ist das jetzt dein "insofern"? ^^
Egal welche Koalition es werden wird, die FDP könnte ja auch wieder in einer 3er-Koalition mitmischen - das Ergebnis wird mir so oder so nicht gefallen. Aber wenn man das als Argument für Nicht-Wählen nehmen würde, könnten ja überall und immer Opposition und deren Wähler daheim bleiben, sobald die Umfragen deutlich gegen einen Regierungswechsel sprechen. So funktioniert die Demokratie nun mal nicht. Also über was reden wir, wenn nicht über die (für mich falschen) Gedankengänge der Nichtwähler?

Mag sein, dass du recht hast. Was bringt mir eine angebliche Demokratie, wenn zum Grossteil Kapitalinteressen vertreten werden?
 
Lübke schrieb:
da wollen sicherlich einige leute einfach stabilität und erhalten lieber den status quo als zu riskieren, dass uns das gleiche blüht.

Ohne den Schwarzmaler zu spielen, aber darin steckt doch eine Gefahr, wenn man sich die Probleme mit dem Euro, innerhalb der EU und aktuell mit den USA anschaut und die Zukunft (siehe Industrie 4.0) im Auge hat.
Der deutschen Wirtschaft/der an ihr am meisten profitierenden Geldelite, geht es blendend. Man profitiert von der EU, dem Euro, dem Freihandel (wohl mehr als alle anderen beteiligten Staaten) und auch an der Agenda 2010 und all ihren Folgen, an den hohen Parteispenden für die Union, der wirtschaftsgefälligen Politik und am Nichtstun der Kanzlerin. Vermutlich wäre es noch nicht einmal aufgefallen, wenn wir die vergangenen 12 Jahre gar keine Bundesregierung gehabt hätten. Selbst in der "Finanzkrise" haben die Verursacher, die Vorstände der Banken, selbst im Kanzleramt die Feder erfolgreich in die Hand genommen.
All die Wirtschaftsskandale der letzten Jahre sind auf das Prinzip zurückzuführen, dass der Staat "nicht so genau" hinschaut, wo er eigentlich regulieren und kontrollieren müsste.
 
Mir bringt die "angebliche" Demokratie in unserem Land zum Beispiel Meinungsfreiheit, Einhaltung der UN-Menschenrechte, Frieden, vielfältige Wahlfreiheit, Rechtsstaatlichkeit , gesicherte Eigentumsverhältnisse, einen guten materiellen Lebensstandard, gute Bildung und Lebenserwartung, gute Infrastruktur, gute Umweltdaten, soziale Absicherung im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit und bestimmt noch einiges mehr !

Schade, das sie Dir anscheinend nichts bringt.

Wobei ich mich schon frage, welches existierende Alternativsystem Dir denn mehr bringt ?
Falls Du jetzt einwenden willst, dass nur ein völlig neues politisches System den Menschen mehr bringen würde, kommen wir wieder auf das Argument der Unsicherheit, welches die Wähler vielleicht zu Recht davon abhält, ein im internationalen Vergleich gutes System deswegen über Bord zu werfen.
Bei Ländern am unteren Ende des internationalen Vergleiches kann eine Änderung vielleicht klappen, weil die eh kaum etwas zu verlieren, aber viel zu gewinnen haben (Chancen-Risiken-Vergleich).

Das Gros der deutschen Wähler ist nicht so dumm, wie von einigen hier ständig unterstellt !
 
@Schrammler,
wie so oft bei dir. Absolut klasse Analyse. Dem ist nicht mehr hinzuzufügen :D

@ThomasK_7
ich weiß ja nicht was du in den letzten Jahren so mitbekommen hast. Aber siehst du nicht wie all die positiven Errungenschaften die du in deinem Beitrag am Anfang zu recht erwähnst hast Stück für Stück unter dem Deckmantel von "notwendigen Reformen" oder auch "Sachzwängen" zurückgefahren oder relativiert werden ? Die die das Geld haben wollen ALLES haben. Soziale Leistungen, Steuern, ja sogar die Demokratie sehen die als Einschränkung ihres rechtes maximalen Profit aus allem und alles herauszuziehen. Klar geht es vielen hier (noch) recht gut, aber das wird sich ganz bestimmt ändern wenn nicht umgesteuert wird und der Neoliberalismus endlich überwunden wird. Es werden sich so manche die heute noch meinen das alles so gut ist wie es ist noch ganz schön umschauen wenn sie aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht sind. Aber dann ist es leider zu spät.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

ThomasK_7 schrieb:
Mir bringt die "angebliche" Demokratie in unserem Land zum Beispiel Meinungsfreiheit, Einhaltung der UN-Menschenrechte, Frieden, vielfältige Wahlfreiheit, Rechtsstaatlichkeit , gesicherte Eigentumsverhältnisse, einen guten materiellen Lebensstandard, gute Bildung und Lebenserwartung, gute Infrastruktur, gute Umweltdaten, soziale Absicherung im Falle von Krankheit oder Arbeitslosigkeit und bestimmt noch einiges mehr !
Genau so sehe ich das auch und solange man nicht dumm und faul ist kann man in Deutschland ein tolles Leben haben, auch wenn die Zeiten rauher geworden sind.

ThomasK_7 schrieb:
Schade, das sie Dir anscheinend nichts bringt.
Kein Wunder wenn man den größten Teil seiner Energie/Kraft dafür aufbringt gegen das System zu kämpfen anstatt am System zu partizipieren, da frage ich mich wer der dumme ist.

ThomasK_7 schrieb:
Das Gros der deutschen Wähler ist nicht so dumm, wie von einigen hier ständig unterstellt !
Solange es mir so gut geht wie jetzt bin ich gerne der dumme aus der Sicht der erleuchteten linken und rechten.

MasterXTC schrieb:
@ThomasK_7
ich weiß ja nicht was du in den letzten Jahren so mitbekommen hast.
So wie er rüber kommt, wahrscheinlich ein gutes, glückliches und zufriedenes Leben.

MasterXTC schrieb:
Aber siehst du nicht wie all die positiven Errungenschaften die du in deinem Beitrag am Anfang zu recht erwähnst hast Stück für Stück unter dem Deckmantel von "notwendigen Reformen" oder auch "Sachzwängen" zurückgefahren oder relativiert werden ?
Ich sehe das nicht, zumindest nicht bei denen die nicht dumm und faul sind.

MasterXTC schrieb:
Klar geht es vielen hier (noch) recht gut, aber das wird sich ganz bestimmt ändern wenn nicht umgesteuert wird und der Neoliberalismus endlich überwunden wird.
Warum sollte sich das ändern ? Weil die rechten und linken es sich so sehnlichst herbeisehnen, damit Ihre nervtötende Schwarzmalerei endlich bestätigt wird ?

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
ThomasK_7 schrieb:
Das Gros der deutschen Wähler ist nicht so dumm, wie von einigen hier ständig unterstellt !

Unterstellen wir das? Der deutsche Wähler ist sehr intelligent, daher kann man ihm schließlich auch nicht mit mehr direkter Demokratie Entscheidungen überlassen, bei denen es um die Interessen der Eliten geht.

Ich halte die Wähler keineswegs für dumm. Sie sind, wie alle Menschen, welche die Methoden nicht kennen oder verstehen, nur sehr leicht manipulierbar und dadurch sehr berechenbar. Der Schulzhype fällt genauso in die Kategorie wie die nun wieder "ewige Kanzlerin", deren Groko oder Koalition mit einer sehr starken FDP schon vier Monate vor der Wahl heraufbeschworen wird.

Falls du 1:45h Zeit mitbringst empfehle ich dir folgenden Vortrag von Prof. Mausfeld mit dem schönen Titel "Wie werden Meinung und Demokratie gesteuert": https://www.youtube.com/watch?v=AU8hjfhAAxg
...aber vorsicht, du könntest vom Glauben an das System abkommen.
 
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