alte filme aufpeppeln

Hexxxer76

Captain
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Von welchem Format reden wir ? VHS ?
 

Chesterfield

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wenn du keine profihardware hast , dann ist alles einfaches geschummel und bringt nix. wie auch?
wo wenig "material/information" kann keine dazu gerechenet werden ( zumindest nicht mit einem 0815 tool). also mal ein 480 film auf ull hd rendern geht man nicht so schnell nebei.
 
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Chesterfield

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Daaron

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Hm, bei den alten Bond-Streifen haben sie tatsächlich die Detailfülle erhöht.... aber wahrscheinlich konnte hier von schärferem, unkomprimiertem Material gearbeitet werden, außerdem wurde wohl per Hand oftmals nachgebessert.
 

Tom Keller

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ja du hast recht , ich meinte damit die "verarsche" ala hollywood die einen film ano 1980 in "bluray Full HD vermarkten". Profis "tuns so als ob" :D
Hm, bei den alten Bond-Streifen haben sie tatsächlich die Detailfülle erhöht.... aber wahrscheinlich konnte hier von schärferem, unkomprimiertem Material gearbeitet werden, außerdem wurde wohl per Hand oftmals nachgebessert.
Och neeeee... Leute, Leute, Leute - nicht schon wieder!!! Wie oft muss man das denn noch sagen :rolleyes: :

Alte Filme können SEHR WOHL in HD veröffentlicht werden! Da wird "einfach" das original Negativ genommen und hochauflösend abgetastet. Und bevor jetzt jemand sagt, dass bei diesen analogen Filmrollen ja eh kein HD rauskommen kann:

Ein Bild auf einem modernen 35mm Foto-Film, welches mit einer hochwertigen Linse erzeugt wurde, entspricht von der Detailgenauigkeit ungefähr einer digitalen Auflösung von ca. 5300x4000 Pixeln! Sprich: erst beim Einscannen des Negativs mit dieser Auflösung werden auch wirklich ALLE Details digital erfasst, die der Film analog festhalten konnte. Popeliges Full-HD mit maximal 1920x1080 Pixeln ist davon noch Lichtjahre entfernt.

Ja... OK... modernes 35mm Filmmaterial (und erst recht früheres Filmmaterial) kommt nicht ganz an derartige Auflösungen ran - trotzdem hat es seinen Grund, warum immer mehr Filmrollen mit 4K Auflösung (4096x3072) statt der früher üblichen 2K Auflösung (2048x1536) digitalisiert und in dieser Auflösung nachbearbeitet werden. Sind da Profis mit hochwertiger Ausrüstung am Werk (und ist das Quellmaterial nicht ZU mitgenommen), kann das Ergebnis ziemlich brilliant aussehen - sogar wenn der Film 40 Jahre (und mehr) auf dem Buckel hat. Man werfe nur mal einen Blick auf das 31 Jahre alte "Tron":

http://www.caps-a-holic.com/hd_vergleiche/index.php?vergleich=tron

... oder auf das fast 50 Jahre alte "James Bond - Feuerball":

http://www.caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_comparison.php?disc1=621&disc2=827&hd_multiID=977

... oder auf das 62 Jahre alte "Ein Amerikaner in Paris":

http://www.caps-a-holic.com/hd_vergleiche/index.php?vergleich=an_american_in_paris

Vor allem die Bond-Streifen können teilweise problemlos mit aktuellen Filmen mithalten. Man muss dabei nämlich bedenken: auch heute werden diverse Filme noch auf 35mm gedreht (vor wenigen Jahren sogar noch so gut wie alle) und für DVD- und BluRay-Verwertung ganz genau so wie die Klassiker behandelt. Sprich: sie werden hochauflösend eingescannt und digital nachbearbeitet. Der einzige Unterschied ist: sie sind üblicherweise weniger beschädigt und die Körnung ist (dank besserer Techniken bei den Herstellungsverfahren) nicht ganz so grob. Das war's dann aber auch schon ;) .
 
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chrigu

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genau... alte kinofilme werden neu gescannt, bild für bild, nicht aufgepäppelt.. aber ich glaube das orginal Negativ wird dabei nicht benutzt, da diese nach dem entwickeln und kopieren meist im kübel landete. :D
 
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Tom Keller

Lt. Commander
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ich glaube das orginal Negativ wird dabei nicht benutzt, da diese nach dem entwickeln und kopieren meist im kübel landete. :D
Es kommt meines Wissens immer drauf an!


Beispiel "Bladerunner": da gab es die fertig geschnittene und auf Negativ ausbelichtete Kopie der original Aufnahmen nicht mehr... aber durch unglaublich viel Glück wurden wohl die original Negative vom Dreh in unbeschrifteten Kartons eines Lagerhauses der Produktionsfirma(???) gefunden und konnten so abgetastet und restauriert werden.
In diesem speziellen Fall bestand Ridley Scott sogar auf eine Abtastung in 8K (7680x4320 Pixel), da die Special-Effects-Aufnahmen ursprünglich auf 65mm Film produziert worden waren und Scott außerdem für zukünftige (über Full-HD hinausgehende) Heimkino-Formate vorbereitet sein wollte.


Beispiel "Star Trek - TNG": da MUSSTE für die Blu-ray-Veröffentlichung sogar das ungeschnittene Rohmaterial als Negativ eingescannt werden, weil die Komposition der Effekte und die fertig geschnittenen Episoden grundsätzlich auf Video ausgegeben und eingelagert wurden. Für die Blu-ray-Veröffentlichung wurde daher ein extremer Aufwand betrieben, um das ebenfalls in den Archiven eingelagerte, unsortierte(!) original 35mm-Material zu finden, zu sichten und zu ordnen. Original Motion-Control-Effekt-Aufnahmen (z.B. von Enterprise- und anderen Raumschiff-Modellen) mussten dabei neu zusammengefügt werden... einige direkt auf Video produzierte Effekte (z.B. Phaser- & Torpedo-Schüsse, der "Glitzer-Effekt" beim Beamen, der Traktor-Strahl usw.) mussten dafür digital "nachgebaut" werden - dabei wurden auch kleinere Fehler in der Logik korrigiert und der Blick vom Weltall auf die Planeten-Oberflächen verschönt. In dieses Remastering wurde echt viel Geld rein gesteckt - und das sieht man auch am Ergebnis. Gegenüber den alten DVDs, für die noch die Videobänder als Quelle dienten, ist die Blu-ray-Fassung eine Offenbarung:

http://www.caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_list.php?hd_multiID=1024
http://www.caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_list.php?hd_multiID=1025
http://www.caps-a-holic.com/hd_vergleiche/multi_list.php?hd_multiID=1026


Beispiel "Die rechte und die linke Hand des Teufels": Hier waren weder die original Negative, noch ein vollständiges ausbelichtetes Negativ der kompletten dt. Kino-Fassung aufzutreiben. Für die dt. Blu-ray diente daher ein Kino-Positiv als Quelle. Im Vergleich zum Rohmaterial oder der ausbelichteten Ur-Fassung hat das einige Nachteile: da Kino-Positive quasi Kopien von Kopien (oder sogar Kopien von Kopien von Kopien ;) ) sind, hat im Vergleich zum ursprünglichen Material schon mal massiv (durch jeden Kopiervorgang mehr) die Schärfe nachgelassen. Außerdem waren Kino-Positive ja auch in der Benutzung... liefen also unzählige Male durch den Kino-Projektor... und haben dementsprechend auch deutliche Abnutzungserscheinungen (sprich: Laufstreifen, Kratzer & die bekannten Brandmale, welche den Wechsel der Rolle ankündigen). Logischerweise aufwändig(er) ist daher die digitale Restaurierung des eingescannten Rohmaterials im Vergleich zur sowieso schon aufwändigen Restaurierung alter Filme (hier mal anhand von Vorher/Nachher-Screenshots vom HD-Scan des Films "Mein Name ist Nobody" demonstriert).


Ach ja:

Aktuell ist es tatsächlich so, dass (im Gegensatz zu damals) praktisch gar nicht mehr analog geschnitten und das geschnittene Ergebnis ausbelichtet wird.
Genauer gesagt: das analog gedrehte Roh-Filmmaterial wird schon seit Jahren direkt eingescannt und das dabei erzeugte "Digital Intermediate" wird für die Weiterbearbeitung (Schnitt, Farbkorrektur, usw.) genutzt bzw. nach der fertigen Bearbeitung als Quelle für die DVD bzw. Blu-ray verwendet.
Zu Zeiten der analogen Kino-Projektion über Filmrollen wurde das DI auch direkt als Kino-Positiv ausbelichtet. Da heute die meisten Kinos auf digitale Projektion umgestiegen sind, ist das aber auch nicht mehr nötig.
 
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