AMDBase oder ist AMD zur Zeit wirklich überlegen?

Das streite ich nicht ab. Aber lerne zu verstehen, was das Wort "Kontext" bedeutet.

Ich bleibe bei der Meinung: Die aktuelle Situation ist "nur" so, weil Intel dermaßen schwach ist gerade, und nicht, weil AMD besonders stark zur Zeit. Es ist aber schön, dass AMD Intels Schwäche nutzt, wie schon zu Pentium-4-Zeiten.
 
Ltcrusher schrieb:
ist mein AMD Athlon Thunderbird im AXIA Stepping, den ich mit dem Bleistift-Trick von 1 GHz auf 1,4 GHz gezogen habe
Ich auch! Man war das ein Glücksgefühl als er lief. :jumpin:
 
Mag sein, dass die "Affinität zum Underdog" in der Leserschaft daraus resultiert, dass die Plattform verlagsfrei ist.
Intel war nachgewiesener Maßen wegen Sicherheitslücken und unlauterem Wettbewerb in der Presse.

Sich mit der Thematik der "Unvoreingenommenheit" zu beschäftigen wäre bereits im Vorfeld von Vorteil gewesen. Die letzten 3 großen News/Threads sind dadurch bereits geshreddert worden. Diese Duldung hat es hier früher tatsächlich nicht gegeben, so viel ist sicher.
 
AudiRS6+ schrieb:
Intel war die letzten Jahre vor Ryzen im Winterschlaf und hat allenfalls Produktpflege betrieben. Weil sie es sich leisten konnten. Heute ist ein Core i3 das, was ein Core i7 vor nichtmal 3 Jahren war. Und dafür gibt es genau einen Grund: Der Konkurrenzdruck von AMD. AMD nutz mittlerweile den feineren Herstellungsprozess und wird Ende des Jahres mit Ryzen 4 noch einen draufsetzen. Also ja, Intel hat ein Problem. Und auch wenn AMD nicht immer, überall und in jeder Disziplin besser ist, würde ich dennoch auf AMD setzen. Um diesen beispiellosen Impact im CPU Markt seid Ryzen zu honorieren und den durchstartenden Jet nicht zu verpassen. Und so nebenbei nutzen alle Ryzen, von Ryzen 1 über Generation 2 und 3, bis hin zum Ryzen 4 ab 2021, den gleichen Sockel. Das würde Intel seinen Nutzern nichtmal im Traum gönnen!
Ergänzung ()

P.S. Ich war 14 Jahre Intel Nutzer. Jetzt nichtmehr:-)
Schaut man auf die heutige Situation, konnte Intel sich die Produktpflege, wie du es nennst wirklich leisten?
 
tollertyp schrieb:
Ich bleibe bei der Meinung: Die aktuelle Situation ist "nur" so, weil Intel dermaßen schwach ist gerade, und nicht, weil AMD besonders stark zur Zeit.
Dieses Bauchgefühl habe ich ebenfalls. Wirklich entschieden wird ab Vermeer (Ryzen 4000) gegen Rocket Lake (Intel "11.000"); sowie fortfolgend mit Zen3 bzw. dem Implementieren beider Firmen von DDR5-Speicher.

tollertyp schrieb:
Bei den konkreten Kaufempfehlungen sehe ich den Aspekt dennoch weniger.
Es ist relativ schwer geworden, einen Intel in Kaufberatungen zu rechtfertigen. Mit guten Argumenten und Tests im Prozessorlimit lässt sich jedoch viel erreichen.
Immerhin kann man mittlerweile große Netzteile oder viel Ram empfehlen, wenn das Budget da ist. Das ging früher ebenfalls oft nicht. Ständig war alles "gut genug" - ohne Blick auf lange Haltbarkeit.
 
DavidG schrieb:
Wenn man hier in den Foren unterwegs ist und auch die Fazits zu den Tests von Ryzen 3xxx, Comet Lake odrr Renoir liest, lönnte man den einfruck gewinnen, dass AMD zur Zeit auf ganzer Linie schneller/sparsamer/besser ist. Wenn ich mir die Werte angucke, sieht es zum Teil aber eher wie ein Gleichstand aus. In bestimmten Punkten ist AMD vorn, anderswo Intel. Preislich wirkt AMD aber attraktiver. Auf anderen Seiten wird zum Teil auch kein so eindeutiges Bild gezeichnet (zB PCGH).
Zunächst dachte ich, dass Computerbase unter Umständen von AMD Fanboys dominiert wird (die hierauf am besten eher nur verhalten antworten sollten). Oder ist AMD inzwischen auch objektiv besser?
Ich muss zugeben, dass ich lange raus war und die letzten PCs 2014 zusammengeschraubt habe und inzwischen so langsam neue Hardware bräuchte und deshalb wieder mehr mit den Dingen hier beschäftigt habe (mit Ausnahme eines Notebookkaufes). Damals habe ich zu AMD gegriffen, weil sie unfassbar billig waren, aber es war einhellige Meinung, dass AMD langsamer sei und es würde bereits über ein Ende AMDs im Hoghendsegmemt spekuliert, in jedem Fall haben sie da ja wieder erstaunlich aufgeschlossen, das habe ich schon mitgekriegt.

Trollpost identifiziert. Wenn du dir 2014 eine AMD-CPU gekauft hast, war das ein Bulldozer. Das kann kein normaler Mensch öffentlich ernsthaft zugeben.
 
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Und noch zum Fanboy-Sein: Mich stören Fanboys nicht, wenn sie wissen, dass sie es aus emotionalen Gründen und nicht aus rationalen Gründen (also das Kaufen des Produkts). Und wenn sie nicht anfangen zu missionieren.
Mich stört es nicht, wenn jemand sagt "Ich kaufe mir einen Intel-Prozessor, auch wenn ich weiß, dass er verglichen zu AMD teurer ist und vermutlich auch schlechter im Stromverbrauch ist." Da finde ich es mitunter auch schlimm, wie sich manche Käufer von Intel-Prozessoren dann rechtfertigen müssen. Dennoch ist es für mich deswegen kein AMDBase, weil rational von außen gesehen die Ratschläge argumentativ/inhaltlich/sachlich meistens richtig sind.
Solche Käufe sind aber halt nicht immer rational, vor allem weil es hier oft genug um ein Hobby geht. Häufig wird emotional gekauft (entschieden) und dann versucht es rational zu begründen. Auf rationaler Basis gab es für mich keinen Grund, von einem Ryzen 5 2600 auf einen Ryzen 3 3900X zu wechseln. Gemacht habe ich es dennoch.

@Markchen: Aber besser, dass das gemacht wurde.
 
AMD hat hier das rundere Produkt. Wer das letzte Prozent an Leistung wirklich will, kauft sich einen Intel. Wer für das Geld richtig gute Leistung in allen Bereichen will kauft AMD.

DavidG schrieb:
Auf anderen Seiten wird zum Teil auch kein so eindeutiges Bild gezeichnet (zB PCGH).

Bei PCGH lese ich schon lange nichts mehr. Da gibt es einige Tests bzw Testergebnisse wo ich mir an den Kopf fasse.
 
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Was ich an der ganzen Sache so problematisch finde ist, dass niemand das Gesamtbild im Bezug auf den Marktanteil und auch die Architektur sieht. Intel ist nicht umsonst zehnmal so groß wie AMD. Die machen ihr Geld schlicht nicht mit Desktop-CPUs für Enthusiasten, sondern mit Datacenter, AI und Notebooks (und vielleicht ein bisschen mit Desktop). Das spiegelt sich auch gut in den Marktanteilen wieder (nach wie vor bei über 80%).

Entsprechend ist auch die Prioritätensetzung. Nicht umsonst ist der Mobilbereich mit Ice Lake seit letztem Jahr schon auf 10nm, Tiger Lake folgt dieses Jahr als zweite 10nm-Generation und Ende des Jahres kommt Ice Lake mit 10nm auch in die Xeons. Bei den Desktop-CPUs bleibt Intel ja voraussichtlich auch 2021 noch auf 14nm (wobei die Architektur zurückgeportet sein soll, also neue Architektur, altes Fertigungsverfahren).

AMD hat das Pferd hingegen von der anderen Seite (nicht von hinten) aufgezäumt und sich auf die Desktop-CPUs fokussiert. Das resultiert vor allem in Communities wie dieser und der generellen Presse in einer hohen Resonanz. Gut fürs Image, gut für die Berichterstattung, gut für die öffentliche Meinung. Dass die Technologie sehr universell ist und auch im Serverbereich eingesetzt werden kann, ist für manche Dinge sicher ein Vorteil, aber nicht überall. In einer Zeit, in der AI und Deep Learning immer wichtiger werden, kann AMD den Markt mit noch so vielen Kernen totwerfen, es wird ihnen wenig nützen. Aber klar, alles hat seine Daseinsberechtigung und Anwendungsgebiete, genau deshalb kann man aber nicht 1:1 vergleichen.

Aber nochmal zurück zu Mobile. Hier ist Intel vor allem durch Programme wie Project Athena und die neuen Architekturen sehr gut aufgestellt. Viele hoffen ja, dass AMD auch hier zuschlagen könnte. Das wird aber aus diversen Gründen so nicht passieren. Einerseits schafft AMD die Produktionsmasse an CPUs nicht, die für den Mobile-Bereich wirklich notwendig ist, andererseits gibt es hier keinen verschlafenen Konkurrenten. Mobile war für Intel immer schon die Paradedisziplin, entsprechend hoch ist die Erfahrung und entsprechend gut ist das Ökosystem entwickelt (Thunderbolt 3, WiFi 6 etc.). Die geleakten Benchmarks diese Woche zu Tiger Lake (vier Kerne) gegen Renoir U (acht Kerne) haben ganz gut gezeigt, wo die Reise hingeht, nicht nur im Bezug auf die GPUs. Auch Devices wie der Surface Laptop 3, die mit Ice Lake einfach schneller und länger laufen, zeigen ganz gut den Rückstand von AMD (oder den Vorsprung von Intel). Einzig im H-Bereich ist Intel derzeit in der Defensive, hier tritt aber die gleiche Mechanik wie bei den Desktop-CPUs auf: der Fokus darauf ist nicht vorhanden, entsprechend nach wie vor 14nm auf alter Architektur.

Meiner Meinung nach sollte man also seinen Horizont bei der ganzen Debatte "Intel vs. AMD" etwas erweitern. Sicher, für die Enthusiasten zählt nur der Desktop-Bereich. Und hier ist Intel ganz klar ins Hintertreffen geraten, allerdings deshalb, weil der Fokus wo anders liegt und das Marktsegment entsprechend einfach zu erobern war. Sicher, auch dafür müssen Technik und Leistung stimmen (beides hat AMD sehr gut geliefert), ein weiterer Faktor ist aber auch der günstige Preis, den AMD im Retail für seine Prozessoren aufruft. Nur dadurch ist es der Firma gelungen, eine so gute öffentliche/mediale Meinung zu ergattern, da Ryzen jetzt auf einmal DAS Budget-Ding schlechthin ist. Anders würde die Sache aussehen, wären die CPUs gleich teuer wie bei Intel. Man könnte es also als (sehr umfangreichen, teuren, aufwändigen) Marketing-Gag auffassen, den AMD aber gebraucht hat, um sich überhaupt wieder zurückzukämpfen. Intel juckt das allerdings nicht wirklich, da das Geld in anderen Bereichen verdient wird. Der Marktanteil und auch ein Rekordquartal nach dem anderen sprechen dafür. Zum Vergleich: während AMD im ersten Quartal 2020 1,79 Milliarden USD Umsatz und 222 Millionen USD Gewinn gemacht hat, kommt Intel auf 19,8 Milliarden USD Umsatz und 5,7 Milliarden USD Gewinn. Bereits Intels Gewinn ist also dreimal so hoch wie der Umsatz von AMD.

Also immer etwas differenzieren ;)
 
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Stromverbrauch ist in meinen Augen immer so die letzte Möglichkeit, eine spezielle Meinung zu untermauern. Egal ob bei AMD gegen Intel oder bei AMD gegen nVidia.

Für mich ist das absoluter Quatsch. Man weiß, daß ein Gaming-PC oder entsprechender Rechner für Bild- und Videobearbeitung Strom verbraucht, und weiterhin verschwendet man schön mit den tollen LED Leuchtmitteln und auch den schicken Lämpchen für das Wohlfühlgefühl, wie Philips Hue, auch Strom.

Man redet sich das nur immer schön. Es sind ja nur LEDs, die verbrauchen doch nichts. Und früher...jetzt kommt er wieder, mein Lieblingsspruch deswegen: "Mach in Küche und Flur das Licht aus, wenn du es nicht brauchst. Das kostet alles Geld und wir brauchen keine Festbeleuchtung!"

Und damals kostete Strom weniger und die D-Mark war viel mehr wert.
 
Ltcrusher schrieb:
Stromverbrauch ist in meinen Augen immer so die letzte Möglichkeit, eine spezielle Meinung zu untermauern. Egal ob bei AMD gegen Intel oder bei AMD gegen nVidia.

Der Stromverbrauch ist so ein typisch deutsches Argument. Ich kann es aber durchaus nachvollziehen, im Bezug auf CPUs aber weniger auf die Kosten sondern mehr auf die notwendige Kühlleistung. Wobei es hier so sehr anwendungsabhängig ist, was man braucht...
 
@Zenodotus: Yap, mir geht es da auch mehr um die Wärmeentwicklung.
Und die Tatsache, dass vieles an Benchmarks darauf basiert, dass die TDP halt nicht "eingehalten" wird. Ist aber ein anderes Thema.

Also ich glaube nicht, dass ich einen Unterschied im Stromverbrauch merke, wenn mein Prozessor unter Last 125 Watt mehr verbraucht. Bei 3h am Tag wären das ca 40 Euro im Jahr...
 
tollertyp schrieb:
Und die Tatsache, dass vieles an Benchmarks darauf basiert, dass die TDP halt nicht "eingehalten" wird. Ist aber ein anderes Thema.

Die Benchmark-Problematik ist meiner Ansicht nach sehr relativ. Sicher, man kann die neuen Comet Lake-CPUs problemlos auf 260 Watt Dauerlast und mehr treiben, aber das sind Laborwerte. Beim Gaming liegen die CPUs je nach Forderung und Modell bei unter 100 Watt oder maximal am TDP-Limit. Es gibt sicher Workloads, bei denen der Verbrauch höher ist, aber dieses ständige "Aber die CPU braucht jetzt ja eh mindestens 200 Watt" geht mir etwas auf den Senkel.
 
Die meisten Anwender haben gar kein Szenario, dass sie eine Last wie ein CineBench oder so erzeugen (dauerhaft)... Genauso denke ich, dass die meisten nicht merken werden, ob nun ein Ryzen 3900X oder ein Intel i9-9900K drin ist... Und diejenigen, die es merken, die wissen, warum sie was kaufen.
 
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tollertyp schrieb:
Also ich glaube nicht, dass ich einen Unterschied im Stromverbrauch merke, wenn mein Prozessor unter Last 125 Watt mehr verbraucht. Bei 3h am Tag wären das ca 40 Euro im Jahr...
Und 200€ in 5 Jahren (wenn du eine Plattform so lange nutzen würdest, ich schon).... on Top auf den Kaufpreis der CPU. Das zeugt eher von einer schlechten Haushaltsführung.

Sowas merkst du auch direkt am Geldbeutel, wenn du nicht nur beim PC, sondern bei allen Geräten im Haushalt so denkst. Bei Neuanschaffungen macht es durchaus Sinn sich Gedanken über die Folgekosten zu machen.

Ich verstehe natürlich, dass man beim PC mal ein Auge zu drücken kann, weil das halt nicht so nen langweiliges Ding wie nen Kühlschrank ist. Dennoch ist der Stromverbrauch ein valides Argument, auch unabhängig von leiserer/günstigerer Kühlmöglichkeiten.
 
Stromverbrauch ist auch für mich Quatsch. Ich hatte schon AMD/AMD Systeme und Intel/NVidia Systeme die gesoffen haben ohne Ende. Nehme ich in Kauf
Dualshock schrieb:
Und 200€ in 5 Jahren (wenn du eine Plattform so lange nutzen würdest, ich schon).... on Top auf den Kaufpreis der CPU. Das zeugt eher von einer schlechten Haushaltsführung.

Sorry, aber 200 Euro in 5 Jahren sind nichts. Das merkt man gar nicht. Wäre mir dann auch völlig egal.
 
@Dualshock: Die 40 Euro sind eine sehr theoretische Annahme... ich sagte: Selbst wenn das so wäre, wären es 40 Euro. Dass es so sein wird, ist eher unwahrscheinlich...
Aber wenn du die 40 Euro im Jahr merkst, dann solltest du dir wirklich keine Intel-CPU kaufen.
 
Nein, ich merke es auch nicht. Aber zwischen "merken" und Fakten liegen Unterschiede und ich habe auch gar nicht Partei ergriffen. Ich hab selbst eine Intel-Plattform. Und ich nehme den Mehrverbrauch bewusst in Kauf, weil die CPU halt besser zu meinem aktuellen Usecase passt. Aber nur weil sie besser zu mir passt, relativiere ich nichts, indem ich meine Bedürfnisse als allgemein gültig erkläre, wie ihr.
 
Sorry, aber wo habe ich hier verallgemeinert? Du weißt, was das Wort "ich" bedeutet?
tollertyp schrieb:
Also ich glaube nicht, dass ich einen Unterschied im Stromverbrauch merke, wenn mein Prozessor unter Last 125 Watt mehr verbraucht. Bei 3h am Tag wären das ca 40 Euro im Jahr...

Zudem sind die Zahlen von mir total aus der Luft gegriffen... es war ein rein fiktives Beispiel. Wie viel braucht ein Intel-Prozessor in Spielen denn mehr als ein AMD? Aus solchen Vergleichen kann man das schlecht ableiten:
https://www.computerbase.de/artikel...ufnahme-volllast-windows-10-komplettes-system
Da sehe ich zwar die Leistungsaufnahme unter Volllast, aber die wenigsten Spiele erreichen eine Volllast der CPU (bei so vielen Kernen/Threads).
 
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