News Amiga 1000: Vor 40 Jahren brach das Zeit­alter der 16 Bit endgültig an

SheepShaver schrieb:
Du ignorierst jetzt aber schon irgendwie sämtliche Amigas mit 68020, 68030, 68040 und 68060 Prozessoren.
Auch wenn die klassische Workbench die MMU ignoriert hat, konnte man so Dinge wie Protected Memory und Virtual Memory mit Third Party Tools nachrüsten:
https://aminet.net/package/util/misc/VMM_V3_3a
https://aminet.net/package/dev/debug/enforcer
Ja ich habe mich nie im Detail mit dem Amiga beschäftigt. Zumindest die ersten Amigas (1000 und 500) hatten als großen Schwachpunkt das interlaced Display, damit waren sie für mich seinerzeit uninteressant. Der Amiga hatte natürlich seine Nische in seinem Marktsegment.
Vielleicht hätte Commodore die Chance gehabt ihn als preiswerte Unix Workstation unterhalb von Sun und SGI zu positionieren. Aber letztendlich hat das niemand geschafft, auch nicht Arcon mit dem Archimedes.

Langfristig hätte es sowieso nichts gebracht, die Economics of Scale der x86 Welt hat alles andere irgendwann vom Markt gefegt, auch die Unix Workstations. Daran hat in meinem Augen auch Linux einen erheblichen Anteil, es hat zu Recht die proprietären Unixe verdrängt.
 
TomH22 schrieb:
Ja ich habe mich nie im Detail mit dem Amiga beschäftigt.
Das merkt man. 🙂
TomH22 schrieb:
Zumindest die ersten Amigas (1000 und 500) hatten als großen Schwachpunkt das interlaced Display, damit waren sie für mich seinerzeit uninteressant.
Moment bitte, da muß man jetzt differenzieren, das war der Monitor, der 1084. Es war eben damals ein Kind seiner Zeit, und mal ehrlich, wer hatte zu Hause in den 80ern ein richtigen Monitor stehen? Die meisten betrieben ihre Heim-PCs am TV. Das war nun mal PAL 50 Hz Interlaces Modus, die ersten Amigas, die hier rüberkamen, waren sogar NTSC, und der 1084 konnte sogar PAL wie NTSC (Umschalter) mit 60Hz. Wenn Du das an einem damaligen Sony Triton mit 100Hz ranhängtest, war das Bild auch ruhig. Und später, mit einem Scandoubler und Multisync-Monitor, der sogar bei mir bis 75Hz ging, war das alles kein Thema mehr.

Und in den 80er hast Du vielfach noch diese monocromen Monitore an den Großrechnern dran, die teilweise nur 19-30 Hz konnten. Fiel nur keinem auf, weil monocrom in diesem häßlichen Bernstein oder Grün.
 
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nutrix schrieb:
Moment bitte, da muß man jetzt differenzieren, das war der Monitor, der 1084. Es war eben damals ein Kind seiner Zeit, und mal ehrlich, wer hatte zu Hause in den 80ern ein richtigen Monitor stehen?
"Zu Hause", also im Sinne Heimcomputer stimmt das. Und als Heimcomputer/Gaming Maschine war der Amiga 500 ja auch erfolgreich.

Aber im professionellen Bereich war der Interlace Bildschirm ein Hindernis, das stand z.B. auch im damaligen Testbericht der c't.
Der deutsche Wikipedia Artikel thematisiert das unter dem Punkt "nicht bürotaugliche Bildschirmdarstellung" auch.

Der ungefähr zur gleichen Zeit erschienene Atari ST hatte optional einen monochromen Monitor der mit 72Hz betrieben wurde (SM124), dadurch war der Atari recht beliebt als DTP Maschine.

Gute Farbmonitore waren damals in der Tat noch sehr teuer, daher hatten z.B. auch Workstation wie die Sun 3/50 einen Monochrom Bildschirm.

Am PC verzichtete man auch meist auf Farbe, und nutzte Monochrom Bildschirme zusammen mit der Hercules Grafik, da hatte man immerhin kein Interlacing.

Ich selber hatte am PC ab ca. 1988 einen NEC Monochrom Multisync, der hatte die Technik des farbigen Multisync war aber bezahlbarer.

Commodore hat recht halbherzig versucht den Amiga im professionellen Bereich zu etablieren (siehe auch Sidecar), aber es nie geschafft.

nutrix schrieb:
Damit meinte ich vor allem, dass ich die späteren Entwicklungen, auch z.B. die Versuche den Amiga nach der Commodore Pleite weiterzuführen, nicht mehr verfolgt habe. Die Amiga Szene ist ja bis heute aktiv.

Ich hatte seinerzeit tatsächlich überlegt mir einen Amiga 500 als Zweitcomputer zuzulegen, und mich durchaus damals recht intensiv damit beschäftigt. Ich fand als Informatik Student mit einer Affinität zu Computer Architektur den Amiga auch interessanter als den eher langweilig aufgebauten Atari ST (das war ja im wesentlichen ein 68K, mit etwas DRAM und einem simplen Framebuffer-Videocontroller).
Der Amiga 500 hat die Leute abgeholt, wer da nicht eingestiegen ist, ist den Weg auch später nicht mehr weitergegangen.

In der Rückschau war die Zeit zwischen ungefähr 1980 und 2000 eine sehr spannende Zeit, weil da im wesentlichen dass entstanden ist, was heute PCs ausmacht.

Übrig geblieben sind letztendlich die x86-64 Plattform mit Intel und AMD als Hersteller, Windows NT (heute Windows 11) und Linux.
Lediglich Apple hat es geschafft als Alternative zu überleben, zeitweise auch nur knapp, und zwischendurch ja auch durch Nutzung der x86-64 Platform als Hardware.

Und über den Umweg Embedded und Mobil hat ARM auch überlebt und ist heute da wo es am Anfang mal sein wollte.
 
SheepShaver schrieb:
Du ignorierst jetzt aber schon irgendwie sämtliche Amigas mit 68020, 68030, 68040 und 68060 Prozessoren.
Auch wenn die klassische Workbench die MMU ignoriert hat, konnte man so Dinge wie Protected Memory und Virtual Memory mit Third Party Tools nachrüsten:
https://aminet.net/package/util/misc/VMM_V3_3a
https://aminet.net/package/dev/debug/enforcer
Ich habe mit VMM auf einem A1200 68030 4 MB RAM und 16 MB virtual Memory Doom gespielt. Das lief sogar ganz gut.
 
TomH22 schrieb:
Lediglich Apple hat es geschafft als Alternative zu überleben, zeitweise auch nur knapp, und zwischendurch ja auch durch Nutzung der x86-64 Platform als Hardware.
In der Intelzeit war es für Apple schon lange nicht mehr knapp. Knapp war es Mitte der 1990er für Apple und damals kaufte Microsoft große Anteile an Apple, was beim Überleben half. Der iMac hat, das war 1998, eingeschlagen wie eine Bombe und Apple nachaltig zum wirtschaftlich erfolgreichsten Heimcomputerhersteller gemacht. HP, Dell und Fujitsu hatten zeitweise mehr Stückzahlen, aber deutlich weniger Marge. Mit dem Begriff Heimcomputer will ich dessen Nutzung nociht aufs Heim beschränken. Das schließt natürlich Office-Farmen ein, die jetzt nicht eine Hochleistungs-Workstation benötigen.

Nachdem Motorola Ende der 90er aus PPC ausgestiegen war und das daraus ausgelagerte Freescale von Anfang an zu wenig Stückzahlen hatte, um wirtschaftlich zu sein, musste Apple eben einen anderen Prozessorhersteller finden. IBM sprang kurzfristig mit dem G5 ein, hatte aber von Anfang an keinen Bock, Heimcomputerprozessoren zu bauen. Da blieb nur die x86-Welt und AMD war gerade noch dabei, sich in der Trennung von Global Foundries zurechtzufinden, also wurde es Intel.
 
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MountWalker schrieb:
In der Intelzeit war es für Apple schon lange nicht mehr knapp.
Das habe ich auch nirgendwo gesagt.

Ich habe Apple nur der Vollständigkeit halber in diesem Amiga Thread erwähnt, weil die x86 Plattform eben nicht alles andere, sondern nur fast alles andere verdrängt hat. Man müsste ja auch noch IBM Power Series und Z Series (Mainframes) erwähnen.

Knapp wurde es für Apple zwischenzeitlich vor allem wegen ihrer Probleme mit der Software (Stichwort Copland). Die technische Rettung war bekanntermaßen die Übernahme von Next.

Vor der Einführung des M1 war Apple zwar nicht wirtschaftlich in Gefahr, aber die Bedeutung der Mac Linie wurde langsam kleiner. Apple Silicon war ein Durchbruch und hat die Macs aus der Nische geführt. Heute kaufen Leute Macs, die früher nie auf die Idee gekommen wären, das zu tun, mich eingeschlossen.
 
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Caramon2 schrieb:
Wir waren 1987 als Klassenfahrt auf der Cebit und dort wurden A500 und A2000 vorgestellt. Ausdem wurden Probeexemplare vom Amiga-Magazin verteilt, in denen es ein Preisausschreiben gab: Wenn man ein Abo abschließt, kann man einen Amiga 500 gewinnen.

Das habe ich gemacht, aber nicht gewonnen, habe das Abo aber behalten, da sehr interessant und ich mir sowieso einrn Amiga kaufen werde: Bis zum bitteren Ende, als das Abo in ein PCgo-Abo (mit CD) umgewandelt wurde und das Amiga-Magazin nur noch eine mehrseitige Beilage war. - Auf der CD waren immer mal wieder interessante Sachen, aber nach ca. einem Jahr hatte ich genug und es gekündigt. - Die gut 1,5 m Amiga-Magazine im Regal habe ich irgendwann entsporgt. Zwar etwas schade, aber bei den beiden Umzügen seit dem hätte ich die nicht mitschleppen wollen und ich hatte auch nie das Bedürfnis mal wieder drin rum zu blättern.

Jedenfalls wurde damals häufiger gesagt, der Amiga ist ein 16-bitter, der aber intern mit 32-bit arbeitet. - Das habe ich nicht hinterfragt. Hauptsache der Amiga war ein Amiga! - Was will man mehr? ;)


Der Spruch gefällt mir! :)


Bei der Workbech 3.0 meines A1200 gab es CrossDOS, was 720k PC-Disketten lesen und schreiben konnte. Damit habe ich damals meine Daten übernommen.

Vor einigrn Jahren habe ich mir für 5€ bei eBay ein USB-Diskettenlaufwerk gekauft, um einen Gutschein nicht verfallen zu lassen (weil ich noch ein paar alte Disketten habe - die dann tatsächlich noch funktionierten und wovon ich den PC sogar noch booten konnte), damit könnte ich das auch heute noch machen, hätte ich noch den Amiga.
Auf der Cebit habe ich mit einem Kumpel die Mitarbeiter von Commodore bequatschen, dass die uns Disketten mit Software geben....
Mein Bekannter hatte den ersten offiziellen A1000 von Data Becker!


Die Copypartys des Amigas waren legendär!
Man hörte vorl darüber !
Die Demoscene war überragend !
 
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TomH22 schrieb:
... Heute kaufen Leute Macs, die früher nie auf die Idee gekommen wären, das zu tun, mich eingeschlossen.
Wobei genau das schon der Clou am ersten iMac 1998 war - der erste Heimcomputer überhaupt für Nichtcomputerleute, für Leute, die keinen Computer für Arbeit brauchen. In Deutschland war das nicht so groß, aber in Nordamerika war das ein Kulturschock.
 
Michael1967 schrieb:
Mein Bekannter hatte den ersten offiziellen A1000 von Data Becker!
Dazu habe ich neulich erst die Hintergründe gelesen (vom Amiga wollte man bei Dats Becker überhaupt nicht wissen, so dass es eine Menge Überzeugungsarbeit brauchte, dass es überhaupt dazu kam):

https://www.digisaurier.de/im-feindesland-warum-der-amiga-freunde-brauchte-2/

Auch die anderen Teile sind interessant.
Ergänzung ()

Donnerkind schrieb:
Ich höre die Musik heute noch rauf und runter. Turrican ist C64- und Amigamusik in Höchstform.
Ich habe zwei CDs von Chis Hülsbeck, wo er seine Sachen richtig professionell gemacht hat: Shades und R-Type gefallen mir besonders gut.

Donnerkind schrieb:
Ich habe das Coverbild meiner VHS von Star Trek der erste Kontakt mit Folienstift auf Frischhaltefolie kopiert, diese elektrostatisch auf den Fernseher gebappt und dann das Bild in Deluxe Paint Pixel für Pixel mit der Hand abgemalt. Fertig geworden ist es leider nie.
Sowas in der Art hatte ich auch mal versucht, aber ich hatte das zu übertragende Bild in Kästchen aufgeteilt, die ich dann Stück für Stück übertragen wollte. Das ist auch nie fertig geworden.
 
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ThePlayer schrieb:
Nur wenn hier Leute schreiben das sie von den Disketten genervt sind
Wieso haben leere Diskettenlaufwerke eigentlich immer geklickt und man brauchte ein extra Programm, um das zu deaktivieren?

Abgesehen davon dass das nervt, ist es auf Dauer doch bestimmt auch nicht gut für die Mechanik.

Das habe ich nie verstanden.
 
Es hat meiner Erinnerung nach nur dann geklickt, wenn Du die Diskette wechseln solltest, und das Laufwerk auf die andere Diskette wartet.
 
TomH22 schrieb:
Zumindest die ersten Amigas (1000 und 500) hatten als großen Schwachpunkt das interlaced Display, damit waren sie für mich seinerzeit uninteressant.
Stimmt, die Interlace-Modie waren unterirdisch. Aber auf PAL (50 Hz) im Büro nicht so toll:

Als Azubi konnte ich durchsetzen, dass ich einen A2000 mit PC-Brückenkarte und Farbmonitor bekam, den ich zum Teil selbst in Amiga-BASIC programmierte (+ PD Datenbank und Becker-Text), was mir eine große Hilfe war: Der Chef, der den Anschaffungspreis des kompletten PCs natürlich kannte, war vom Farbmonitor echt beeindruckt, als er den das erste Mal in Aktion gesehen habe. - Alles andere in der Firma lief über eine Wang-Anlage mit Grün-Monitoren an den 8 Arbeitsplätzen. - Was er wohl erst zur Sprachausgabe gesagt hätte, die ich bei meinen BASIC-Programmen genutzt habe, um meine Eingaben zu kontrollieren. - Also ich gebe Zahlenreihen ein und habe den Amiga die anschließend vorlesen lassen, damit ich sich mit den Originalen vergleichen konnte. - Vorher eine Aufgabe für zwei Leute, wofür der/die/das andere erst mal Zeit haben musste.

Interlace war natürlich ein no-go für 60 Hz habe ich die noch etwas geringere vertikale Auflösung von NTSC gerne in Kauf genommen.
Ergänzung ()

nutrix schrieb:
Und in den 80er hast Du vielfach noch diese monocromen Monitore an den Großrechnern dran, die teilweise nur 19-30 Hz konnten. Fiel nur keinem auf, weil monocrom in diesem häßlichen Bernstein oder Grün.
Über die Refreshrate dieser Dinger habe ich mir nie Gedanken gemacht. Dass sie selbst im Augenwinkel nicht flackerten, hatte dann wohl mit der ziemlich langen Nachleuchtdauer zu tun.
Ergänzung ()

nutrix schrieb:
Es hat meiner Erinnerung nach nur dann geklickt, wenn Du die Diskette wechseln solltest, und das Laufwerk auf die andere Diskette wartet.
Ne, immer wenn keine Diskette eingelegt war: Vom einschalten an, auch wenn von HD gebootet wurde und Disketten deswegen kaum noch gebräuchlich waren (nur zur Installation von Software).

Mit "no klick" konnte man das abstellen und sie haben trotzdem noch normal funktioniert, neue Disketten erkannt, usw. Das ständige klicken war offensichtlich überhaupt nicht notwendig.
 
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Läuft noch. Der originale Monitor gibt das richtige Flair 😄 bräuchte nur ein paar spiele die ich vermisse. Aber Pirates werde ich mal wieder auf dem Amiga zocken. Habe es mir neulich bei GoG geholt, ist aber kein Vergleich. Vir allem der Sound auf dem Amiga ist um Längen besser. Aber such für Grafik empfinde ich als wesentlich schöner.
 

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@Caramon2 : Ich zitiere mal aus https://www.amigawiki.org/doku.php?id=de:expansion:storage:disk_drive

Der Amiga verwendet eine Shugart-ähnliche Floppy-Schnittstelle. Anders als die meisten PCs nutzt der Amiga das Diskchange-Signal um zu erkennen, ob eine Diskette eingelegt ist oder nicht. Das Signal wird vom Laufwerk gespeichert: Wird eine Diskette herausgenommen und wieder eingelegt, meldet das Laufwerk immer noch „Diskette entnommen“. Erst wenn der Schreib/Lese-Kopf einen Schritt bewegt wurde, wird der Zustand der Diskchange-Leitung aktualisiert. Auf diese Weise kann der Computer einen Wechselvorgang nicht verpassen, egal wie schnell er ausgeführt wurde.

Übrigens: Dass die höheren Auflösungen nur in interlaced gingen, fand auch Commodore nicht so toll. Nicht umsonst gab es den A2024. UND nicht umsonst gab es für die Büro-Geräte die Flicker-Fixer-Karten (ab dem A2000 mit eigenem Slot dafür) oder später die höherwertigen Grafikkarten.

Regards, Bigfoot29
 
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Voltcraft schrieb:
Läuft noch. Der originale Monitor gibt das richtige Flair 😄
Den Joystick hatten wir auch. Ich fand ihn schröcklich, weil die Knöpfe nicht eindeutig klickten, sondern so weich waren.
 
Donnerkind schrieb:
Den Joystick hatten wir auch. Ich fand ihn schröcklich, weil die Knöpfe nicht eindeutig klickten, sondern so weich waren.

Einen competition pro habe ich auch noch da. Je nach Spiel bevorzuge ich den einen oder den anderen 🙂
 
Voltcraft schrieb:
Läuft noch. Der originale Monitor gibt das richtige Flair 😄
Beim Netzteil auf dem Tisch musste ich daran denken was mit mal passiert ist:

Um Platz zu machen schiebe ich alles nach hinten (der Amiga war eingeschaltet) und komme irgendwie dabei so an den im Netzteil integrierten Stromschalter, das er sozusagen auf Kippe was und mehrmals schnell hintereinander aus und an ging, was der noch rel. neue Aniga scheinbar nicht "überlebt" hat.

Ich bringe ihn zur Reparatur zurück in den Allkauf Herford (ich wohnte noch bei meinen Eltern in Bünde), musste zwei oder drei Wochen darauf warten und die Rechnung war dann 80 DM, mit nicht genauer bezeichneten Materialkosten von 80 Pfennig! - Offenbar war nur die Sicherung durch gewesen.

Da habe ich mich schon etwas verarscht gefühlt. - Aber das war ja meine eigene Schuld: An die Sicherung hätte ich bei sowas als ersten denken sollen.

Voltcraft schrieb:
bräuchte nur ein paar spiele die ich vermisse. Aber Pirates werde ich mal wieder auf dem Amiga zocken.
Pirates habe ich viel auf dem C64 gespielt. Auf dem Amiga har es mir nicht gefallen: Die Grafik war zwar viel besser, aber dass wenn man übers Meer segelte, es nicht gescrollt wurde, sondern seitenweise geblättert, ging mir ziemlich gegen den Strich.

Bigfoot29 schrieb:
Nicht umsonst gab es den A2024. UND nicht umsonst gab es für die Büro-Geräte die Flicker-Fixer-Karten (ab dem A2000 mit eigenem Slot dafür) oder später die höherwertigen Grafikkarten.
Mein A3000 (nur der mit 16 MHz (statt 25 MHz, aber dafür mit der großen 105 MB (statt 52 MB) Quantum SCSI HD) hatte den Flickerfixer integriert und ich einen 16" Eizo Monitor (damals High End: der Monitor war fast so teuer wie der ganze Amiga), trotzdem habe ich den interlace-Modus gemieden, da es zwar nicht flackerte, es aber kein deinterlace gab, so dass bewegtes zerrupft wirkte.
 
Caramon2 schrieb:
Pirates habe ich viel auf dem C64 gespielt. Auf dem Amiga har es mir nicht gefallen: Die Grafik war zwar viel besser, aber dass wenn man übers Meer segelte, es nicht gescrollt wurde, sondern seitenweise geblättert, ging mir ziemlich gegen den Strich.

Ok das verstehe ich, ist tatsächlich ein Minuspunkt.

Das mit dem Netzteil ist ärgerlich. Im allgemeinen bin ich aber positiv überrascht, dass nach so langer Zeit alles noch tadellos läuft.
 
TomH22 schrieb:
BTW: System V basiertes Unix auf PCs derf 386/486 Generation war kein Spaß, auch unter anderem deswegen, weil X-Windows nicht für die kleinen PC Bildschirme geeignet war.

Ich habe 1991 u.a. mit einem (System V-basierten) Interactive Unix auf einem 386 gearbeitet, und habe keine schlechte Erinnerung daran, auch wenn DG/UX (auch System V) auf DG Aviion Systemen natuerlich schneller war. Den Bildschirm des 386er habe ich da aber nicht benutzt, sondern den 19"-Schirm (1280x1024) einer Aviion-Workstation.

Auf meinem 486er habe ich ab 1993 X unter Linux auf einem 14"-Schirm benutzt (1024x768), und ich wuesste nicht, warum X dafuer schlechter geeignet sein sollte als andere Systeme fuer GUIs, insbesondere da X selbst ja nur die Basistechnologie ist, und was damit angezeigt wird, ist Sache der Anwendung und des Window Managers. Ich verwende z.B. bis heute twm mit 1 Pixel breitem Fensterrand (default), der ist fuer kleine Schirme besser geeignet als alles, was ich von Windows oder MacOS kenne; und twm verwende ich bis heute (auch auf 3840x2160). Und es ist nicht nur der Window Manager. Die von mir verwendeten Anwendungen sind auch platzsparender und auch platzsparend konfiguriert.

Tatsaechlich kann ich es nicht verstehen, warum unter Windows und MacOS das Window-System und die Anwendung soviel vom Bildschirm fuer irgendwelche Sachen, die der Benutzer praktisch nie braucht, dauerhaft belegt, sodass fuer den vom Benutzer bearbeiteten Inhalt nur mehr ein ganz kleiner Teil des Bildschirms uebrig bleibt.

Motorala selber hat, spätestens mit dem Erscheinen des "echten" 32Bitters 68020, den 68000 als "16 Bit klassifiziert", und auch in den Apple zentrischen Publikationen der Zeit (wie MacWorld) wird zwischen 16- und 32 Bit Macs unterschieden.

Naja, wenn man das Neue verkaufen will, muss man eben hervorheben, dass es besser ist als das Alte, und mehr Bits zogen damals offenbar mehr als mehr Geschwindigkeit.

Atari nannte seinen 68000-basierten Computer ST (sixteen/thirtytwo), und den 68030-basierten TT (thirtytwo/thirtytwo), was einerseits zeigt, wie diese Prozessoren damals klassifiziert wurden, andererseits auch, wie wichtig die Zahl der Bits im Marketing war.
 
Die 500er waren noch aus einer Zeit VOR den Kondensatorsterben der SMD-Elkos (3000er/600/1200/4000) oder der klassischen Elkos Ende der 90er. Die Elkos verlieren lediglich etwas an Kapazität, wodurch die Bildqualität leidet (Bild wird dunkler) oder Audio-Lautstärke lässt nach.

UND es wurde noch keine Batterie verbaut.

Alles richtig gemacht.

Regards, Bigfoot29
 
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