News Analyse: Wie hoch die Mehrkosten des Glasfaserausbaus auf dem Land sind

Andy

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Dass der Glasfaserausbau kostet, ist bekannt. Vor allem der Ausbau auf dem Land gilt als Kostentreiber. Eine Analyse des Provider-Verbands Breko zeigt aber, dass die Unterschiede zwischen Stadt und Land nicht allzu gravierend sind. Ein entscheidender Faktor ist vielmehr, wie viel Wohnungen sich in einem Gebäude befinden.

Zur News: Analyse: Wie hoch die Mehrkosten des Glasfaserausbaus auf dem Land sind
 
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Cry me a river...hätte man das Thema die letzten 40 Jahre nicht verpennt, wäre das heute auch schon lange gegessen! (Grüße an der Stelle an Helmut Kohl fürs Stoppen des Ausbaus)
Und jetzt ist dieser Ausbau eine zähe Geschichte, der sich noch ewig hinzieht...
 
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Gut, gerade auf dem Land wird man nicht so häufig diese Mehrfamilienhäuser finden. Hinzu kommt, dass viele Bewohner schon älter sind und einfach keinen Bedarf für einen Glasfaseranschluss haben. Vielmals gibt es dann nur ein, zwei Haushalte pro Straße die Interesse haben und das macht den Anschluss dort dann unrentabel und teuer.
 
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Es fehlt halt einfach an qualifizierten Technikern, die in der Lage sind, das Glas so anzuschließen, das es auch funktioniert. Bei meinem Versuch Glasfaser bei der Telekom zu erhalten, hat das zwei ganze Jahre nicht geklappt.
Zum Glück kam ich nach zwei Jahren raus aus der Nummer.. Starlink regelt das jetzt.
 
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Von der Politik sei hingegen bislang zu wenig gekommen, um die Bedingungen für ausbauende Unternehmen zu verbessern. Hoffnungen setzt man daher auf die Regeln für die Abschaltung der Kupfer-Infrastruktur. Die Bundesnetzagentur hatte diese Woche ein Konzept vorgelegt, das einen konkreten Ablaufplan vorsieht. Auf EU-Ebene wurde zudem ein Entwurf für den Digital Networks Act (DNA) vorgestellt, der vorsieht, die Abschaltung der Kupfernetze zwischen 2030 und 2035 zu vollziehen.
Von der Politik erwarte ich auch nichts mehr. Da sitzen zu viele alte Menschen mit zu viel Lobbies die ihnen das Geld in den Hintern blasen. Würds nach mir gehen, würde ich den Glasfaserausbau forcieren und nur bedingt fördern. Klar ist ein Kilometer auf dem Land teurer als in der Stadt, aber den Status Quo hat uns der Herr Kohl mit seiner damaligen CDU und den Kabelnetzen eingebrockt. Damals hat der Ausbau funktioniert, komisch, dass das heute nicht mehr geht.

Und was 2030-2035 angeht, da werde ich hier auf dem Lande immer noch kein Glasröhrchen im Keller haben. Wenn die weiter so leidenschaftslos ausbauen und punktuell fördern statt ganze Gebiete einzuplanen, dann wird das noch 2040 nix mit Abschaltung von Kupfernetzen ...

So, genug /rant ...
 
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--- hier stand Mist ---

Also ich hoffe mal, dass man sich bei mir im Mehrfamilienhaus mit dem Glasfaseranschluss einig wird, bevor DSL abgeschaltet wird. :rolleyes:
 
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Interessant zu lesen, daß sich die Zahlen nicht stark von denen meines Brötchengebers unterscheiden, wir sind aber auch BREKO-Mitglied.
 
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Ist doch alles "Neuland" und an jeder Milchkanne braucht kein Internet.

Wenn solche Aussagen von unseren Politikern kommen, dann werden wir auch die nächsten 20 Jahre kein Flächendeckendes Glasfasernetz haben.
 
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Das der Ausbau erfolgen muss sollte klar sein. Je nach Gebiet wird man schon Interesse haben.
Auf dem Land leben ja nicht nur alte Leute (70+).

Wir mussten bei uns auch für schnelles Internet kämpfen und am Ende haben wir das auch selbst bezahlt.
 
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Das zeigen zwei Beispiele anhand der Durchschnittskosten:

  • Ein Einfamilienhaus auf dem Land kostet im Durchschnitt 3.000 Euro. Für das Verlegen der Glasfaserleitung zum Haus sind durchschnittlich 1.600 Euro fällig, für die direkte Anbindung nochmals 1.400 Euro.
  • Die Glasfaseranbindung für ein Haus mit sechs Wohneinheiten in der Stadt kostet hingegen 3.330 Euro. 2.750 Euro für den Glasfaseranschluss, dann nochmals 580 Euro für die Inhouse-Verkabelung (N4). Pro Wohneinheit liegt der Preis damit aber bei 555 Euro.

Na gut - dafür sind dann aber direkt auch 6 Haushalte für 3330 € angebunden. Aufm Land wäre es logisch viel teurer sechs Einfamilienhäuser anzuschließen - um dann auch sechs Verträge verkaufen zu können.
 
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LauneBaer86 schrieb:
Und jetzt ist dieser Ausbau eine zähe Geschichte, der sich noch ewig hinzieht...
Die man aber auch längst hätte beschleunigen können, wenn man denn nur wollte.
Also der werte Herr Kohl ist hier nicht der alleinige Schuldige, sondern ebenso sämtliche Regierenden, die nach ihm kamen und die Sache nicht angepackt haben.
Hauptsache man bringt sowas wie das "Selbstbestimmungsgesetz" auf den Weg. Oder man zieht sich solchen Blödsinn wie an Flaschen befestigte Plastikdeckel aus der Nase.
Denn das sind ja die wirklich wichtigen Dinge, die unsere Gesellschaft braucht, ne?
Ergänzung ()

TilTuesday schrieb:
Vielmals gibt es dann nur ein, zwei Haushalte pro Straße die Interesse haben und das macht den Anschluss dort dann unrentabel und teuer.
Unrentabel, aber nicht teuer bzw. teurer.
Es ist völlig egal, wieviele Häuser am Ende an der Leitung hängen. Die Kosten fürs Verlegen sind die Gleichen.
 
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Die 1400€ würde ich für mein EFH sofort bezahlen wenn ich Glasfaser dafür bekomme @Telekom hilft ;)
 
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LauneBaer86 schrieb:
Cry me a river...hätte man das Thema die letzten 40 Jahre nicht verpennt, wäre das heute auch schon lange gegessen! (Grüße an der Stelle an Helmut Kohl fürs Stoppen des Ausbaus)
Wir haben 1997/98 OPAL Glasfaser bis in den Keller gelegt bekommen. Dumm nur, dass die Telekom seitdem nie was damit anfangen konnte bis auf ISDN mit Kanalbündelung. Zu keinem Zeitpunkt war es uns möglich, DSL darüber zu bekommen, weshalb wir "Early Adopter" von Kabel Deutschland wurden (heute Vodafone), angefangen bei 1 bis 2 MBit, später 32 MBit, dann 100 MBit und zum Schluss 1.000 MBit. Selbst wenn Kohl den Ausbau damals nicht gestoppt hätte, wäre OPAL nicht zukunftsfähig gewesen.
 
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Das ist mir natürlich im Grunde genommen klar.
Trotzdem (oder gerade deswegen) wundere ich mich, warum das in den größten deutschen Städten (hier: Hamburg) so lange dauert.
Die Telekom zeigt bei mir (mitten in der Stadt): 'ist nicht geplant'
 
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LauneBaer86 schrieb:
Cry me a river...hätte man das Thema die letzten 40 Jahre nicht verpennt, wäre das heute auch schon lange gegessen! (Grüße an der Stelle an Helmut Kohl fürs Stoppen des Ausbaus)
Und jetzt ist dieser Ausbau eine zähe Geschichte, der sich noch ewig hinzieht...
Schon wieder dieser dumme Quatsch ... dir ist schon bekannt, dass man die Glasfasern die man damals verbuddelt hatte, später entsorgen musste? Weil die überhaupt nicht für heutige Technik geeignet waren? Also komm - nimm dir nen Taschentuch und hör auf unnötig zu heulen.

coxon schrieb:
Damals hat der Ausbau funktioniert, komisch, dass das heute nicht mehr geht.
Heute haben wir gefühlt 300% mehr Bürokratie. Am schnellsten sind noch Orte anzuschließen, wo sich die Gemeinden/Städte um alles kümmern und unbürokratisch helfen. Da zieht der Bauer neben der Straße mit ner geliehen Maschine den Graben.

Paar Helfer werfen das Kabelverbundrohr rein und dahinter wirds schon wieder zugebuddelt.
Oder man hat gleich nen Kabelpflug besorgt.

Hundert mal schneller als wenn Behörden blöde erstmal Genehmigungsverfahren juckeln. Dann findet sich auch nen Anbeiter, der im Ort die Fasern verbuddelt. Oft genug so vorgekommen.

Nightmar17 schrieb:
Auf dem Land leben ja nicht nur alte Leute (70+).
Kommt arg auf die Regionen an .. wenn man an den Demografischen Wandel denkt .. vor 10 Jahren hab ich in nen Bericht aus Thüringen schon gelesen, wie viele Orte/Dörfer eigentlich vor dem Rückbau stehen müssten. Hier muss man sich Gesellschaftlich eigentlich die Frage stellen, inwiefern sollte man nicht über den Rückbau von Kleinstdörfern nachdenken.

Die Infrastruktur die da ist, verfällt eh.
Neue Infrastruktur hinziehen ist unsinnig und ein Grab für Fördergeld.
Und in spätestens 10-20 Jahren sind die letzten Bewohner für die man Glasfaser hin zieht eh .. nicht mehr da.
 
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Ich sehe das ja schon bei uns im MFH. Wohne in einer "Stadt" mit etwas über 20.000 Einwohnern. Wir wohnen in einem MFH mit acht Parteien. Es handelt sich um ein, sagen wir mal, Mischgebiet. EFH und MFH. In der ganzen Stadt wurde Glasfaser verlegt, bei uns in den Hausanschlussraum. Weiterhin haben wie einen Ausbau mit Kabel, womit auch ohne Probleme 1Gbit/s möglich sind.
Bei uns im Haus, sind wir die einzigen die einen GF Anschluss nutzen. Alle anderen haben entweder Kabel oder noch klassisch DSL. Der Bedarf ist einfach bei vielen nicht vorhanden, eben auch weil Kabel liegt.

Ich habe GF gleich gebucht, weil der Anschluss noch kostenlos ist. Da wurde geschaut wie das Kabel in das Büro kommt, dann kam der Kollege der das Loch gebohrt hat und fertig. Alle die nach uns noch GF möchten, müssen für den Service bezahlen. Da wir im Erdgeschoss wohnen, war das Verlegen auch einfach. Die die über uns sind, werden richtig Spaß haben. Da muss dann durch den Flur gelegt werden. Schön Aufputz und durch den Flur und dann in die Wohnung.
 
Ich gehe davon aus das man bei vielen/einigen Haushalten in Zukunft kein Glasfaser verbaut (da zu teuer und zu aufwändig) und dafür Alternativen verwendet, wie Mobilfunk. Das Netz hierfür ist für die meisten Anwendungsfälle mehr als ausreichend.
Ich bin ja gespannt wie es mit dem Ausbau generell weitergeht, teilweise habe ich das Gefühl das es durchaus Problem gibt, auch beim Ausbau, da hohe Kosten, überschaubare Einnahmen und Mangel an Kräften für den Ausbau.
 
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-Staat als Infratruktur-Betreiber gilt als zu unflexibel, langsam und Kundenfeindlich
-Privatisiere allerhand Infrastruktur
-Private Unternehmen betteln um strikte Regulierung, um Gebietsmonopole, zumindest zeitlich begrenzt, zu erhalten
-Ausbau und Betrieb funktioniert so "gut" wie unter Staats-Hand, Service nicht vorhanden.
 
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TilTuesday schrieb:
Hinzu kommt, dass viele Bewohner schon älter sind und einfach keinen Bedarf für einen Glasfaseranschluss haben.
Ja, aber das ist eben sehr kurzsichtig. Die Nachfolger hätten sicher Bedarf und spätestens wenn die Kupfernetze abgeschaltet werden, gibt es große Augen wenn keine Glasfaser daliegt.

LauneBaer86 schrieb:
Cry me a river...hätte man das Thema die letzten 40 Jahre nicht verpennt, wäre das heute auch schon lange gegessen! (Grüße an der Stelle an Helmut Kohl fürs Stoppen des Ausbaus)
Helmut Kohl - das ich nicht lache!! Wo warst Du die letzten Jahre?! DIE GRÜNEN sind schuld!!! /s :D
 
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