News Analyse: Wie hoch die Mehrkosten des Glasfaserausbaus auf dem Land sind

LauneBaer86 schrieb:
Cry me a river...hätte man das Thema die letzten 40 Jahre nicht verpennt, wäre das heute auch schon lange gegessen! (Grüße an der Stelle an Helmut Kohl fürs Stoppen des Ausbaus)

Das was man zu Kohls Zeiten an Glas hätte verbuddeln können, könnte man Stand heute zu nichts mehr gebrauchen. Weder von der Art der Technik (Singlemode VS Multimode), noch von der Qualität der Glasfasern, noch würde dieses Glas heute noch nutzbar sein. Nach 30 Jahren muss man es eh wieder ersetzen.
Das Einzige was da noch sinnvoll nutzbar wäre, sind vielleicht die Lehrrohre.

Das könnt ihr auf den Kohl schimpfen wie ihr wollt. Wahrer werden die Aussagen deshalb nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: Zarlak, Tom081580, Golden_ und 3 andere
Bei uns auf dem Land gibt es seit mehr als 5 Jahren Glasfaser. Da ging es von langsamer Kupferleitung direkt auf High Speed. Schleswig Holstein hat den Ausbau ordentlich vorangetrieben. Am Ende war im Topf wohl noch so viel Geld, dass sie selbst Haushalte außerhalb von Gemeinden noch angebunden haben. Die sollten ursprünglich draufzahlen.

Was mich ein bisschen am Ausbau stört, ist die rechtliche Seite, wer den gelegten Anschluss letztlich legen darf. Bei uns ist das nur die Gesellschaft, die wir zuerst hatten. Damit ist sie Monopolist und kann dadurch deutlich höhere Preise als die anderen verlangen. Einen Wettbewerb gibt es somit nicht.

Fujiyama schrieb:
as Netz hierfür ist für die meisten Anwendungsfälle mehr als ausreichend.
Ich sehe hier das Problem mit Ausfallsicherheit. Klar ein Bagger kann mal ein Glasfaserkabel durchtrennen. Ist bei uns auch schon vorgekommen. Aber ansonsten passiert relativ wenig.
Und das Prädikat "mehr als ausreichend" trifft für viele Gebiete in Deutschland nicht zu. Wer kennt nicht das klassische Funkloch, dass hin und wieder selbst in Städten auftritt. Dazu gibt es eine Vielzahl an Anbietern, wobei sich die Qualität der Verbindung mitunter erheblich unterscheidet.
 
Atkatla schrieb:
Das ist dann eine Limitierung, die aus wirtschaftlichen Gründen entsteht. Hat aber nichts mit "Shared medium" zu tun. Denn du kannst dort mehrere Medien einsetzen (wenn die Kunden es bezahlen und das Geschäftsmodell es hergibt).

Das stimmt zwar, geht aber am Punkt vorbei. Manche Kommentatoren denken, sie hätten keine Einbußen beim Down/Upstream, wenn sie sich nicht wie PON ihr Medium mit anderen teilen müssen, sondern eine exklusive Leitung zum PoP haben. Das ist der Trugschluß, denn es liegt nicht am geteilten Medium, sondern daran, wie dick der PoP angebunden ist. Damit die Limitierung von PON auf dem Stück zwischen HÜP und PoP zum Tragen kommt, muß verdammt viel Traffic im Segment sein.
 
LauneBaer86 schrieb:
Cry me a river...hätte man das Thema die letzten 40 Jahre nicht verpennt, wäre das heute auch schon lange gegessen! (Grüße an der Stelle an Helmut Kohl fürs Stoppen des Ausbaus)
Was ein populistischer Schwachsinn, echt. Die damaligen Leitungen wären überhaupt nicht für die heutige Technik geeignet und hätten ohnehin neu gebaut werden müssen.

Natürlich hat man es in Deutschland verpennt, aber nicht vor 40 Jahren und Kohl hat damit gar nichts zu tun.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Atkatla, herrStreusalz und SamSoNight
alyk.brevin schrieb:
warum wird dann bei uns zuerst aufm land und später erst in der stadt ausgebaut?

aufm land 100mbit/s dsl oder 1gbit/s kabel, seit einer weile auch 2,5gbit/s glasfaser.

in der stadt 40mbit/s dsl...
Liegt unter anderem auch daran, dass die "weiße Flecken" Förderung für Gebiete mit unter 30MBit im ländlichen Raum oft zum Ausbau geführt hat.
Wenn da Gebiete mit 40MBit sind, sind diese nicht gefördert und können nur eigenwirtschaftlich ausgebaut werden.
Da im Moment die graue Flecken Förderung (<100MBit) in den meisten Gebieten in der Beantragungsphase ist, wird es für die Gebiete (30 - 100Mbit) noch ein Stück dauern, wenn die Anbieter nicht eigenwirtschaftlich ausbauen wollen.
Der Ausbau nach graue Flecken Förderung müsste aber in den Gebieten auch bald starten, weil die ersten Genehmigungs und Ausschreibungsverfahren in den Endzügen liegen sollten.
 
Infrastruktur darf nicht in private Hände sein es sind Monopole
Das der Kohl das überhaupt privatisiert hat und dann noch Kupfer als basis genommen hat war ein Skandal
Nun jetzt muss das irgendwie von Staat zurückgeholt werden den die privaten werden nenn feuchten tun und ländlich ausbauen zudem muss bei jeden Gebäude der Besitzer zustimmen.
Das ist bürokratisch und kostet zeit und dann faseln die was von Abschaltung,

Glasfaser gibt es seit 1980 und es hat sich abseits verbesserter standards frequenzen nix geändert daher wären die Leitungen noch zuu gebrauchen und altern ist auch nicht da glas nicht verwittert oder korrudiert.
kabel tv hatte die option man entschied sich für analoge da es billiger war.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: frkazid
In meinem Dorf kann man weder den Firmen noch dem Staat die Schuld geben. Es sind die Anwohner und ihr mangelndes Interesse. Die eine Hälfte hat Vodafone, also Koax, und damit ihre Dröftausend Mbit für 30€ im Monat und die andere ist 70+ und zufrieden mit einem Telefonanschluss der Telekom. Mehrere Glasfaser-Anbieter wollten ausbauen, haben aber nicht genügend Unterschriften bekommen. Tja, kann man nur sagen. Und ich habe halt Pech, in einem Neubau ohne Vodafone und am Ende der DSL-Leitung zu wohnen, also werde ich wohl weiterhin mit 50Mbit/s klarkommen müssen.
 
Würde ein shared Zugang, wie 4 Fasern je FTTB Einfamilienhaus verbaut, so wären Erschließungskosten in Rechnung stellbar.
Für 20 Mio. Haushalte und 2.000€ anteilig also 40 Mrd. €.
Umgerechnet etwa 25€ monatlich auf 8 Jahre oder einmalig ohne Zinsen dann günstiger.

Das Problem ist die Raffgier der Provider und ein Denken aus der Nullzinsphase 'kostenlos'.
Bei NE4 im Mehrfamilienhaus wären anteilig etwa 15€ momatlich anzusetzen.
 
Eigentlich sollte man doch meinen, dass in einem so wichtigen Zukunftsmarkt, der so wichtig für Firmen, Forschung, Unterhaltung, etc. ist, dass die Regierung alles Unternimmt, dass schnellstens alle mit High-Speed versorgt sind.... ah sorry, ok, wir reden von Detuschland, tschuldigung, hab nix gesgt.
 
Incanus schrieb:
Weil Du vermutlich schon mit VDSL oder Koaxleitung sehr gut versorgt bist, während man in anderen Gebieten noch trommelt und die bevorzugt ausgebaut werden.

Ja schon aber das ist doch kein vernünftiger Grund, jetzt die Städte, die früher zuerst dran waren, jetzt am Schluss dran zu nehmen.
 
Spriti schrieb:
dass die Regierung alles Unternimmt, dass schnellstens alle mit High-Speed versorgt sind
Das müssen die Anwohner / Eigentümer auch wollen und vor allem in ländlichen Bereich ist das Interesse an Glasfaser tatsächlich eher gering so dass schon einige Bauvorhaben der Gemeinden und Landkreise im Vorfeld gescheitert sind.
 
syfsyn schrieb:
Glasfaser gibt es seit 1980 und es hat sich abseits verbesserter standards frequenzen nix geändert daher wären die Leitungen noch zuu gebrauchen und altern ist auch nicht da glas nicht verwittert oder korrudiert.
kabel tv hatte die option man entschied sich für analoge da es billiger war.

Das ist reiner Quark, die Art der Technik der Kabel hat sich geändert (Singlemode VS Multimode), die Qualität der Kabel hat sich massiv geändert und nach um die 30 Jahren musst die Glasfasern so oder so ersetzen. Wäre also heute nicht mehr brauchbar.
Die damaligen Kabel wären bestenfalls für 100 Mbit auf 2 Km gut gewesen. So lange sie neu waren.
Das war damals eine beachtliche Geschwindigkeit, heut brauch ich dafür kein Glas.
 
Zuletzt bearbeitet:
Immerhin gibt es mit StarLink zumindest eine Alternative die einen unabhängig von Ausbau macht.
Selbst die Antenne ist ja mittlerweile recht klein und kann überall mal eben angebracht werden.
Muss man sich halt nur Gedanken um die eigene Verkabelung machen.
 
Aduasen schrieb:
Ja schon aber das ist doch kein vernünftiger Grund, jetzt die Städte, die früher zuerst dran waren, jetzt am Schluss dran zu nehmen.
Doch, finde ich schon, erstmal sollen die drankommen, die bisher noch abgehängt sind.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Renegade334
syfsyn schrieb:
Glasfaser gibt es seit 1980 und es hat sich abseits verbesserter standards frequenzen nix geändert daher wären die Leitungen noch zuu gebrauchen und altern ist auch nicht da glas nicht verwittert oder korrudiert.
An diesem Satz ist nahezu alles falsch.

Zum einen verstehst du nicht, in welchen Punkten sich die unterschiedlichen Glasfaserntypen unterscheiden und was sich alles in der Zeit geändert hat. Wellenlängen? Moden? Dämpfung pro Entfernung? Das muss alles zusammenpassen. Zum andern scheinen dir die Alterungseffekte im Außenbereich völlig unbekannt zu sein, sei es in den Fasern oder an den Übergängen/Muffen.

Es hat seinen Grund, warum man als Netzbetreiber die Empfangs- und Sendeleistungen kontinuierlich überprüft, um reagieren zu können, wenn die Dämpfung der Fasern oder an den Übergängen zu hoch wird. Oder warum man so alle 10-20 Jahre neue Fasern auflegen muss, um neuere leistungsfähigere Standards umsetzen zu können. Mit den Opal-fasern von damals hättest du heute nicht das bauen können, was du heute brauchst.
 
syfsyn schrieb:
Glasfaser gibt es seit 1980 und es hat sich abseits verbesserter standards frequenzen nix geändert daher wären die Leitungen noch zuu gebrauchen und altern ist auch nicht da glas nicht verwittert oder korrudiert.
kabel tv hatte die option man entschied sich für analoge da es billiger war.
Es hat sich sogar sehr viel geändert. Zudem besteht eine Glasfaser nicht nur aus dem Trägermedium Glas (Kern), sondern auch aus dem Mantel sowie dem Coating, welche für die Totalreflexion bzw. den Langzeitschutz verantwortlich sind. Und genau dieses Coating verwittert sehr wohl. Zudem gab es damals ausschließlich Single-Mode-Glasfasern (nur bestimmte Wellenlängen konnten transportiert werden), während heute Multimode Standard ist (hunderte Wellenlängen können parallel übertragen werden (letzteres ist extrem wichtig für den Backbone-Bereich).
 
Stoerdienst schrieb:
Liegt unter anderem auch daran, dass die "weiße Flecken" Förderung für Gebiete mit unter 30MBit im ländlichen Raum oft zum Ausbau geführt hat.
ich verstehe nicht, was du meinst, oder du hast nicht verstanden, was ich meine.

aufm land ist schon viele jahre lang mehr als 100mbit/s und dort wird zuerst glasfaser ausgebaut anstatt in der stadt mit 40mbit/s, obwohl laut artikel es sich doch in der stadt mehr lohnen würde und laut deiner aussage es sogar förderung dafür gibt oder geben wird.

ich will mich nicht doxxen, deshalb werde ich keine namen nennen oder links senden. die stadt wird hier als letztes ausgebaut. je ländlicher desto früher.

der glasfasermonopolanbieter hat sogar einen heul-blogeintrag veröffentlicht, dass in diesem städtischen ausbaugebiet mittlerweile die konkurrenz auch anbieten will und denen die besten kunden wegnimmt. ja hätten sie halt dort angefangen anstatt 5 jahre später die verträge zu verlieren.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: Aduasen
In der Heimat (Kleinstadt) gibt es auch seit letztem Jahr dann endgültig Glasfaser, war überrascht als ich erstmal wieder hergezogen war. In meinen Städten davor (Berlin/Stuttgart) hatte ich das nicht als Option, Berlin ist dann aber auch einige Jahre her wohlgemerkt, als ich dort weggezogen war (City West) gab es dann gerade die Option auf 1000 Mbit mit Vodafone/Kabel Deutschland und Kabel.
 
Zurück
Oben