News Analyse: Wie hoch die Mehrkosten des Glasfaserausbaus auf dem Land sind

Ich bin in der "glücklichen" Situation, dass unsere Kupferleitung 250mbit erlaubt. Beruflich würde ich mich aber über ein Upgrade freuen. Mein Hasu wurde 2020 fertiggestellt. Kurz danach tauchte ein unfähiger EON Klinkenputzer auf und wollte uns Glasfaser schmackhaft machen, war aber nicht in der Lage die einfachsten Fragen zu beantworten.
Ich habe das dann selber erledigt. Ich warte nun seit Jahren darauf, dass endlich die Leitungen gezogen werden. Nichts. Das ganze ist einfach lächerlich.
 
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Dass das Nord-Süd-Gefälle so extrem ist sollte der Maggus bei uns mal beantworten.

Dieser "Bericht zum Stand des Glasfaserausbaus in Deutschland" ist aber auch ordentlich statistisch verwässert.
Das liegt aber auch daran was hier alles als "Glasfaseranschluss" verkauft wird.
 
Aduasen schrieb:
Trotzdem (oder gerade deswegen) wundere ich mich, warum das in den größten deutschen Städten (hier: Hamburg) so lange dauert.
Weil Du vermutlich schon mit VDSL oder Koaxleitung sehr gut versorgt bist, während man in anderen Gebieten noch trommelt und die bevorzugt ausgebaut werden.
 
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Fujiyama schrieb:
Ich gehe davon aus das man bei vielen/einigen Haushalten in Zukunft kein Glasfaser verbaut (da zu teuer und zu aufwändig) und dafür Alternativen verwendet, wie Mobilfunk. Das Netz hierfür ist für die meisten Anwendungsfälle mehr als ausreichend.
Nein, bitte nicht schon wieder shared Medium für alle anbieten, wo dann wieder Segmente überlastet sind und man sich wie 1995 fühlt. Für Glasfaser als Minimum gibt es keine alternative höchstens zum Überbrücken aber Glasfaser sollte in 5 Jahren überall Standard sein bzw. das Angebot vorhanden sein.
 
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Auch Glasfaser ist ein 'shared medium'. Wie beim Mobilfunk müssen die Segmente dementsprechend ausgebaut sein. Ich bekomme von meinem Provider maximal 130Mbit/s im Download, weil er vermutlich das ganze Dorf mit einer einzigen Zuleitung versorgt hat.
 
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@Incanus: Da liegt das Problem aber bei deinem Anbieter, dass er das Segment überbucht. Bei Mobile kann der Betreiber nicht viel, wenn ein Mast mal am Limit ist, wenn zu viele Leute zur gleichen Zeit Online sind. Per Kabel kann man dies aber planen bzw. vorhersehen da man ja weiß wie viel Anschlüsse gebucht wurden.
 
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Besser planbar ist es per Kabel sicher, aber auch bei Mobilfunk weiß der Betreiber ja was los ist und kann gegensteuern.
Wenn nicht gerade ein Sportstadion oder Veranstaltungsgelände in der Nähe ist, ändert sich da auch nicht so viel oder plötzlich an der Auslastung.
 
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@DocAimless
Glasfaser hat klar große Vorteile, jedoch sehe ich bei den meisten Anwendern und Anwendungsfällen keinen oder kaum einen Mehrwert durch Glasfaser. Zumindest für einen sehr großen Nutzerkreis bietet der Mobilfunk ein gleiches/ähnliche User Experience.
So oder so wird aber viel Glasfaser benötigt, keine Frage.
 
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LauneBaer86 schrieb:
Cry me a river...hätte man das Thema die letzten 40 Jahre nicht verpennt, wäre das heute auch schon lange gegessen! (Grüße an der Stelle an Helmut Kohl fürs Stoppen des Ausbaus)
Und jetzt ist dieser Ausbau eine zähe Geschichte, der sich noch ewig hinzieht...

Hat ja jeder die Möglichkeit den Glasfaserausbau eigenwirtschaftlich zu finanzieren. Telekom Bauherren Hotline ist das Stichwort.
Kostet dann halt je nach Standort zwischen 10k bis 400.000+€.
Von demher brauch niemand einen river cryen weil er kein GF hat

Zumal ist es auch stammtischgelaber, da vor 40 Jahren noch nicht eine webadresse online war und man noch lange geglaubt hat, dass es sowas für private nicht braucht

https://www.derstandard.de/story/496477/internet-wird-kein-massenmedium
 
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Incanus schrieb:
Auch Glasfaser ist ein 'shared medium'.
Nur, wenn es PON-Glasfasersegment ist.

In einem "normalen" Glasfasernetz (z.B. im Backbone des Anbieters) kannst du jedem Link ggf. weitere Fasern/Links hinzufügen und damit die Kapazität des Mediums LWL vervielfachen. LACP, Trunking usw...
 
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Blutomen schrieb:
Kommt arg auf die Regionen an .. wenn man an den Demografischen Wandel denkt .. vor 10 Jahren hab ich in nen Bericht aus Thüringen schon gelesen, wie viele Orte/Dörfer eigentlich vor dem Rückbau stehen müssten. Hier muss man sich Gesellschaftlich eigentlich die Frage stellen, inwiefern sollte man nicht über den Rückbau von Kleinstdörfern nachdenken.

Die Infrastruktur die da ist, verfällt eh.
Neue Infrastruktur hinziehen ist unsinnig und ein Grab für Fördergeld.
Und in spätestens 10-20 Jahren sind die letzten Bewohner für die man Glasfaser hin zieht eh .. nicht mehr da.
Und das wird in den nächsten 10-20 Jahren ja nicht besser.
Kinder kommen ja kaum noch nach.
Das Durchschnittsalter in Deutschland liegt bei ca. 45 Jahren.

Wir haben in der Gegend bereits vor Jahren 2-3 kleine Dorfgebiete aufgelöst (Neubau und große Sarnierungen waren dort seit 20 Jahren nicht mehr erlaubt).
Jetzt ist eines davon vollständig zurückgebaut worden.
Dort waren auch nur eine handvoll Häuser.

Und die Gemeinden legen sich hier langsam zusammen. Das wird sicherlich auch in anderen Teilen Deutschland passieren.
 
@Incanus: Mobilfunk ist für mich wie eine Straße/Autobahn sie ist da und jeder kann sie nutzen und da kommt es hin und wieder mal zu Staus. Glasfaser ist für mich wie die Bahn mit Gleisen wo im Vorfeld schon geplant wird wie viel geht und was maximal geht.
Wer denkt, Mobil ist die Zukunft vergisst einfach, das ohne Glasfaser im Boden auch kein Mobilfunk diese ganzen Daten tragen kann. Entweder das Netz an Masten müsste dann verstärkt werden oder die vorhanden sehen dann aus wie Fernsehtürme in Großstädten.
@Fujiyama: Klar Mobilfunk ist eine zusätzliche Maßnahme aber könnte nie dies leisten, was Glasfaser direkt kann.
Ich will Mobilfunk nicht schlecht machen mit 5G ist es eine alternative, wenn man immer noch bei 6000 DSL hängt oder so. Aber es kann kein 100+ MBit Anschluss komplett ersetzen erst recht nicht zuverlässig ohne Schwankungen.
Stelle mir gerade die Leute vor die Zuhause auf ihr LAN Kabel vom Router zum PC usw. schwören und das Signal vom Router zum ISP per Funk erhalten. Da wäre ja dann das Märchen mit WLAN ist nicht gut als Medium auch hinfällig.
 
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warum wird dann bei uns zuerst aufm land und später erst in der stadt ausgebaut?

aufm land 100mbit/s dsl oder 1gbit/s kabel, seit einer weile auch 2,5gbit/s glasfaser.

in der stadt 40mbit/s dsl... deshalb aus not 500mbit/s 5g o2 dazugeholt (aber sehr schwankend, schlechter ping, ausfälle). glasfaserausbau irgendwann in der zukunft.
 
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Atkatla schrieb:
Nur, wenn es PON-Glasfasersegment ist.

Du hast insofern recht, daß Point to Point da überlegen ist. Das Problem ist aber in den seltensten Fällen das Stück bis zum PoP sondern der Uplink vom PoP zum Backbone. An dem wird gern gespart und nur mit 10 G oder so angebunden, was dann mit 10 Leuten, die gleichzeitig ihren gebuchten 1000-Mbit/s-Anschluß ausreizen, schon gesättigt ist. Ob du PtP oder PON davor hast, ist dann egal.
 
Incanus schrieb:
@Atkatla: Aber irgendwo kommen sie dennoch alle zusammen und teilen sich die Leistung.
Nein, denn im Backbone kannst du den Durchsatz von Links durch zusammenschalten mehrerer Links erhöhen. Das ist normal. (Stichwort: Redundanz)

Nur auf dem GPON-Segment zum Kunden geht das nicht.
Ergänzung ()

DeusoftheWired schrieb:
An dem wird gern gespart und nur mit 10 G oder so angebunden...
Das ist dann eine Limitierung, die aus wirtschaftlichen Gründen entsteht. Hat aber nichts mit "Shared medium" zu tun. Denn du kannst dort mehrere Medien einsetzen (wenn die Kunden es bezahlen und das Geschäftsmodell es hergibt).
 
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Incanus schrieb:
Aber irgendwo kommen sie dennoch alle zusammen und teilen sich die Leistung.
Das hängt davon ab, wie beim "Übergang" von z.B. 100 Subfasern auf eine Hauptfaser verfahren wird. Wenn einfach 100 verschiedene Wellenlängen moduliert werden, kann die Hauptfaser locker 100 GBit übertragen (100 mal 1 GBit parallel pro Wellenlänge), wenn die Subfasern jeweils mit 1 GBit beaufschlagt werden. War jetzt nur mal ein Beispiel, in der Realität liegen andere Zahlen vor bzgl. Datenrate und Anzahl der Anschlüsse.
 
DocAimless schrieb:
Wer denkt, Mobil ist die Zukunft vergisst einfach, das ohne Glasfaser im Boden auch kein Mobilfunk diese ganzen Daten tragen kann.
Es ging hier nicht um einen Ersatz für alle, sondern den Ausbau für besonders abgelegene Häuser, der per Kabel zu aufwändig wäre.
alyk.brevin schrieb:
warum wird dann bei uns zuerst aufm land und später erst in der stadt ausgebaut?
Weil es logisch ist zuerst da (gefördert) auszubauen, wo Mangel ist.
Atkatla schrieb:
Nein, denn im Backbone kannst du den Durchsatz von Links durch zusammenschalten mehrerer Links erhöhen. Das ist normal.
Wenn in dörflichen Strukturen keine ungenutzten Links vorhanden sind geht das nicht.
 
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