Tomsenq schrieb:
In den USA als US Bürger hätte man es weiter nutzen können.
Wie soll Anthropic denn anhand von E-Mail und Kreditkarte sicherstellen, dass jemand US-Bürger ist? Auch eine zweite Staatsangehörigkeit macht hier die Nutzung illegal. Wenn Anthropic auch nur unwissend gegen diese Exportverbote verstößt bekommt jemand richtig auf den Sack, da gehen Leute lange in Knast für.
Die USA wissen, dass sie Anthropic damit sehr viel Geld kosten, weil sie das Modell kaum noch vermarkten können. Und genau das dürfte das Ziel sein: Anthropic kann die Kosten nicht mehr reinholen und das Weiße Haus hat OpenAI, Facebook und Amazon sowohl akut als auch strategisch-mittelfristig die stärkere Konkurrenz vom Hals geschafft.
Allenfalls an Konzernkunden, die sich verpflichten, die Prüfung selbst durchzuführen und vor allem auch dafür zu bürgen, kann Anthropic noch vermarkten. Das ist... nicht trivial, kostet viel Marge, und bleibt rechtlich sehr dünnes Eis, weil man sich nicht darauf verlassen kann, wie die Justiz sowas auslegt.
Nachtrag:
Noch schlimmer: Diese Exportverbote treffen erstmal auch Anthropic-Angestellte, sofern die keine Ausnahmegenehmigung bekommen. Die AI-Teams sind sehr international und Anthropic ist damit effektiv erstmal völlig sabotiert, die Leute können nicht mehr an und mit ihrem eigenen Produkt arbeiten!