Ansturm bzw. Hype des Wahnsinns auf Unterhaltungselektronik

@Daaron

Aber wodurch sinkt der Verbrauch denn?

Hybrid ist da was anderes, aber bei anderen geschieht dies nur durch Downsizing und weil dann der Motor per Kompressor oder Turbo aufgeladen wird um die Leistung eines größer volumigen Aggregates zu erhalten. Allerdings ist ja der Nebeneffekt, dass die Motoren zwangsläufig einfach anfälliger werden allein durch die Tatsache, dass die Literleistung deutlich ansteigt und Bauteile wie Turbolader wenn sie mal kaputt gehen, sehr teuer sind.

Dabei könnte man auch technologisch gesehen den Wirkungsgrad von Ottomotoren deutlich erhöhen und somit nochmals massivst Benzin einsparen. Man baut allerdings weiterhin auf die alte Technik. Schau nur mal wie lange z.b. der 1.9 TDI Motor bei VW gebaut wurde und wie wenig in Sachen verbrauch der 2.0 TDI sich zu diesem Motor unterscheidet.

Klar technisch ist da einiges geändert worden aber effektiv im Alltag ist es nahezu identisch für den Laien.

Ein 20 Jahre alter 2 Liter Motor verbrauch meistens genausoviel wie ein aktueller 2 Liter Motor, das meine ich doch. Schaut man sich z.b. mal den c20xe von Opel an, der lange Zeit der Motor mit dem höchsten Wirkungsgrad war und schon lange vor anderen mit 7,5 bis 8 Liter auf 100km zu bewegen war, trotz seiner 150ps Motorleistung.

Es gibt da auch viele Konzepte die nicht realisiert werden wie Motoren die variabel ihre Kompression verändern. Hat z.b. Saab entwickelt.
 
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nebulein schrieb:
@Daaron
Aber wodurch sinkt der Verbrauch denn?
Bei Mazda Skyactive: keiner von deinen genannten Punkten, zumindest beim Benziner. Der Skyactive-Diesel dürfte ein TDI sein, aber einen Diesel ohne Turbo will auch keiner, glaub ich.
Aber sparsamer sind sie trotzdem, weil gleichzeitig der Wirkungsgrad der Motoren verbessert wurde und anderseits das Gewicht gefallen ist. Bessere Materialien, präzisere Fertigung, die neue Form des Krümmers und die angepasste Verdichtung reißens raus. N normaler Benziner mit Verdichtungswerten wie n F1-Rennwagen? Na logisch... warum nicht?

Es gibt da auch viele Konzepte die nicht realisiert werden wie Motoren die variabel ihre Kompression verändern. Hat z.b. Saab entwickelt.
Und wir alle wissen, wie gut Saab ihre Spielerei bekommen ist... Es muss auch immer wirtschaftlich bleiben. Das haben die Saab-Manager nie begriffen.

Außerdem kannst du schon mit Kleinigkeiten einen Unterschied machen, z.B. ner Start-Stop-Automatik. Moderne Motorsteuerungen halten so etwas locker aus, einen Trabant hättest du damit gekillt.
 
nebulein schrieb:
Was ich aber wirklich bekloppt finde ist z.b. der Run auf Tablets, der sich mir einfach nicht erschließt. Gibt da zwar auch Vertreter für 250 €, aber die meisten haben dann doch das dicke Ipad, Dick natürlich in Form von teuer, welches 600-800 Öcken gekostet hat und warum? Weil viele nicht wissen wohin mit ihrem Geld und unsere Konsumgesellschaft übersättigt ist. Dabei kann das Ding nicht mehr als das 250 € Tablet und der 250 € Laptop stampft sie dann trotzdem mit Pauken und Trompheten ein und bietet sogar noch mehr Möglichkeiten, vorallem im Office Bereich. Tablets sind für die meisten ne Spielerei für Abends auf die Couch.

Das LCD TV ohne Smart TV Funktionen muss ausgetauscht werden, weil es ja auch ein viel besseres Bild bei RTL bietet, das Auto muss alle 3 Jahre neu, damit ich meinen Nachbar beeindrucke den ich nicht leiden kann. So siehts doch meistens aus und gerade im KFZ Bereich tappt man auch eigentlich seit Jahren auf der Stelle. Der Verbrauch sinkt nicht wirklich, die Dinger haben die gleiche Ausstattung, selbst der Komfort hat eigentlich in den letzten 10 Jahren sich kaum verändert.

Genau DAS!!

Die Tablets erschließen sich mir gar nicht...anfangs wars doch mehr so eine Art "Handheld" den es aber schon seit, ich glaube, 10 Jahren gab, ein Handy mit Organiserfunktion, um es kurz zu treffen...

Aber so praktisch ist das Ding doch auch gar nicht, ein Laptop ist um einiges günstiger und bietet vor allem mehr Funktionen!

Muß gestehen, daß mir Computerbase mit der enormen News- und Test- Flut von Tablets einwenig unsympathisch wurde, da ich Tablets und Handies NICHT zu der üblichen PC-Sparte zugehörig halte...


Die Auto-Sparte ist ohnehin ein Witz...Der Ottomotor ist auch heute noch immer ein klassischer Verbrennungsmotor (den es seit fast 150 Jahren gibt!!!!), da nützt im Fahrzeug auch ein DSG-Getriebe (mit Rückrufskandal) und Sitzheizung nichts...

Wenn ich mir nun vorstelle wo wir in 150 Jahren mit der Computertechnologie wären, dann würden wir wahrscheinlich daheim mit nem kleinen Quanten-Cube herumsitzen der uns die Eingabegeräte und alles Visuelle als Touch-Holo-Kombination vor die Nase projeziert...aber daß wir noch immer eine 150 Jahre alte "Technologie" bei Fahrzeugen verwenden zeigt schon, daß etwas gar nicht korrekt abläuft (Kundenbindung aufgrund des ertragreichen Erdöls...usw..)
 
R3sist_the_NW0 schrieb:
Aber so praktisch ist das Ding doch auch gar nicht, ein Laptop ist um einiges günstiger und bietet vor allem mehr Funktionen!
Zeig mir den Laptop, der sich im Preis-Leistungs-Verhältnis mit nem 100-140€ - Android Tablet messen kann...

Wenn ich mir nun vorstelle wo wir in 150 Jahren mit der Computertechnologie wären, dann würden wir wahrscheinlich daheim mit nem kleinen Quanten-Cube herumsitzen der uns die Eingabegeräte und alles Visuelle als Touch-Holo-Kombination vor die Nase projeziert...aber daß wir noch immer eine 150 Jahre alte "Technologie" bei Fahrzeugen verwenden zeigt schon, daß etwas gar nicht korrekt abläuft (Kundenbindung aufgrund des ertragreichen Erdöls...usw..)
Es gibt sowas wie physikalische Grenzen... und an denen kratzt man bei Motoren schon sehr lange. Wenn du mehr Leistung willst, geht das zu Lasten der Stabilität.
Du kannst z.B. auch heute schon jeden modernen Motor mit etwas Öko-Chiptuning um 10-15% im Verbrauch senken und/oder dabei die Maximalleistung erhöhen. Das alles geht aber nur, weil ziemlich große Toleranzen in der Steuerung vorhanden sind. Dabei senkst du aber den Temperaturbereich, innerhalb dessen der Motor sauber arbeitet. Wenns dann doch mal -20° hat, oder +40, wars das.
 
Daaron schrieb:
Zeig mir den Laptop, der sich im Preis-Leistungs-Verhältnis mit nem 100-140€ - Android Tablet messen kann...

Ich habe mir vor ca. 2 Jahren um 240 Euro ein Asus Notebook gekauft ohne Betriebssystem mit 4 GB RAM usw...

Zeig mir ein Tablet, auf welchem ich eine vollständige und vollwertige Tastatur vorfinde, ein ebensogroßes Display, ein DVD-Laufwerk, integrierte Kamera, den entsprechenden Festplatten-Speicher-Platz usw... (natürlich um einen ähnlichen Preis!)
Arbeiten geht mit einem Notebook viel komfortabler vonstatten, als mit einem Tablet.

Ein Tablet ist und bleibt nur ein Hybrid-Ding, als PC- oder Notebook- Ersatz völlig ungeeignet.


Daaron schrieb:
Es gibt sowas wie physikalische Grenzen... und an denen kratzt man bei Motoren schon sehr lange. Wenn du mehr Leistung willst, geht das zu Lasten der Stabilität.
Du kannst z.B. auch heute schon jeden modernen Motor mit etwas Öko-Chiptuning um 10-15% im Verbrauch senken und/oder dabei die Maximalleistung erhöhen. Das alles geht aber nur, weil ziemlich große Toleranzen in der Steuerung vorhanden sind. Dabei senkst du aber den Temperaturbereich, innerhalb dessen der Motor sauber arbeitet. Wenns dann doch mal -20° hat, oder +40, wars das.


Zunächst gelten die physikalischen Grenzen nur für die "bekannte" Physik, mit fortschreitender Entwicklung wird man neuartige Materialkombinationen, Fertigungsverfahren, usw...entwickeln, dies in Kombination kann ein völlig anderes Resultat ergeben.

Bei Verbrennermotoren finde ich nur traurig, daß ein großteil unserer Energiegewinnung auf Verbrennung basiert.
Was würde z.B. passieren wenn Öl ganz ausbleibt...?
Nur mit Wasser- Wind- Solar-Energie alles decken?? Geht leider nicht, da müßte man JETZT schon mehr investieren in Entwicklung sowie Infrastruktur-Ausbau.

In welchem Stadium sich neuartige Energiegewinnungs-Möglichkeiten wirklich befinden ist für uns ja auch noch nicht wirklich einsehbar...aber es ist lächerlich ständig von Öl abhängig zu sein...
 
Viele dieser Methoden stehen uns aber erst jetzt zur Verfügung. Wieso konnten Mazda denn den Motor so viel leichter bauen, ohne die Stabilität zu gefährden? Verbesserte Möglichkeiten, Stahl zu härten und zu bearbeiten. Andere Hersteller, z.B. VW, nehmen hochpräzise Pulslaser um ihre verbesserten Einspritzdüsen herzustellen. Nun zeig mal, wie du irgend etwas davon vor 50 Jahren nutzen konntest... gerade die Pulslaser hättest du vor 10 Jahren noch nicht gehabt. Und auch die Hybrid-Ansätze hättest du in der Form vor 20 Jahren nicht bringen können, weil die Akkus vollkommen unbrauchbar waren. Selbst heute sind die Akkus noch recht mau.
 
Daaron schrieb:

Egal ob Einspritzdüsen dazukommen oder andere Teile...ein Verbrennungsmotor bleibt Verbrennungsmotor...es hat sich in seinem Prinzip nie etwas geändert...der Motor wird NUR DANN funktionieren wenn er auch Treibstoff zur Verfügung hat, und das ist in meinen Augen das Problem....der Treibstoff!
Selbst Strom bezieht man woraus? Aus 60-70% fossiler Energie...


Wenn ich erinnern darf...Tesla und auch einige andere Denker haben vor ca. 100 Jahren Konzepte entwickelt und auch teilweise realisiert, womit gezeigt wurde, daß man sehr wohl umsteigen kann auf anderes. Die Hintergründe was mit Tesla geschehen ist, kennen einige ja bereits.

Aber es will mir nicht in den Kopf, daß nicht irgendein Institut oder andere schlaue Köpfe nicht dort weitermachten wo Tesla aufhörte, denn bis heute hat keiner dazu jemals etwas veröffentlicht, außer diese kabellose Stromübertragung, welche ja nur einigen elektronischen Geräten zur Verfügung gestellt werden "darf". Also auch wieder erzwungene Babyschritte in der Entwicklung...

Schon depremierend, daß man 1000 Jahre alt werden muß, um vielleicht eine Technologie so richtig erblühen sehen darf, was aber wahrscheinlich viel schneller voranschreiten könnte. :(
 
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R3sist_the_NW0 schrieb:
...und das ist in meinen Augen das Problem....der Treibstoff!
Den kannst du getrost synthetisieren. Ist alles kein Hexenwerk. Die einfachste Form ist "Windgas", also Methan-Synthese durch Windkraft. CO2-neutral, Verteilbar über das Erdgas-Netz und gar nicht mal so teuer.
Tatsächlich wird viel Erdöl nicht als Treibstoff verwendet, sondern landet als Plastetüte im Atlantik.

...außer diese kabellose Stromübertragung, welche ja nur einigen elektronischen Geräten zur Verfügung gestellt werden "darf".
Diese tolle kabellose Stromübertragung ist tatsächlich ziemlich gefährlich. Wir reden hier von wirklich starken EM-Feldern. Bist du schon einmal unter einer Hochspannungsleitung hindurch gelaufen und hast das Brummen gehört und gespürt, wie sich dir die Nackenhaare aufrichten? Das sind EM-Felder...
Ein EM-Feld, das stark genug ist, könnte z.B. unsere sämtlichen Nervenimpulse durcheinander bringen. Das kann einfacher kurzer Synapsenfasching sein, bei dem du nicht klar denken kannst, und sich ausdehnen bis zu ner Störung des Herzmuskels.
 
Natürlich kann man das synthetisieren...nur bisher war ja das Problem mit der Rentabilität...vor wenigen Tagen las ich im Internet einen Artikel, der besagt daß nun Algen kostengünstig Erdöl "produzieren" können, die Kosten sollen das übliche Rohöl auch nicht übersteigen...bin gespannt ob das auch salonfähig wird...

Und ja, starke Elektromagnetische Felder können gefährlich sein, doch das waren die ersten Flug-Versuche auch...alles eine Frage von Zeit, Geld und Köpfchen um was besseres draus zu machen...

P.S. Sei nicht so negativ ;) hab einwenig mehr Weitsicht was die Entwicklung angeht...Probleme sind damals schon gelöst worden, und werden es auch zukünftig, nur stolpern wir derzeit noch einwenig auf der Stelle.
 
Die Auto-Sparte ist ohnehin ein Witz...Der Ottomotor ist auch heute noch immer ein klassischer Verbrennungsmotor (den es seit fast 150 Jahren gibt!!!!), da nützt im Fahrzeug auch ein DSG-Getriebe (mit Rückrufskandal) und Sitzheizung nichts...

Überleg mal wie lange es her ist, dass wir das Rad erfunden haben - Hat der Brauchbarkeit auch noch keinen Abbruch getan :D Verbrennungsmotoren sind ja für sich nicht schlecht, Ist halt nur schöner wenn sie mit Gas betrieben werden. :)
 
R3sist_the_NW0 schrieb:
Und ja, starke Elektromagnetische Felder können gefährlich sein, doch das waren die ersten Flug-Versuche auch...alles eine Frage von Zeit, Geld und Köpfchen um was besseres draus zu machen...
Du kannst forschen solange du willst, gegen ganz simple physikalische Gesetzmäßigkeiten kommst du nicht an. Dazu gehört auch, dass die Feldstärke quadratisch zur Entfernung fällt.
 
Prom07 schrieb:
Ist halt nur schöner wenn sie mit Gas betrieben werden. :)

Oder noch schöner, OHNE jeglichen nachfüllbaren Treibstoff... :D


Daaron schrieb:

Ich schrieb ja vorhin schon mal, daß physikalische Gesetze nur für die UNS BEKANNTE Physik gelten.
 
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Das ist immer so eine schöne Ausrede von all den Spinnern, die z.B. die Existenz von Freie Energie - Technologien standhaft behaupten, aber nie beweisen...
Fakt ist: Drahtlose Übertragung hoher elektrischer Leistung ohne "Kollateralschäden" ist mit den uns bekannten physikalischen Gegebenheiten nicht vereinbar. Auch eine Übertretung der herrschenden Gesetzmäßigkeiten ist nicht in Aussicht. Und selbst wenn, die bestehenden Gesetze behalten Gültigkeit, sie werden nur um spezielle Sonderfälle erweitert.

Ich sage nicht, es wird NIE möglich sein, aber ich sag dir: Es wird nicht in absehbarer Zeit passieren. Es ist vollkommen irrelevant, darüber nachzudenken. Eher fetzt uns in ein paar Jahren (99942) Apophis aus dem Orbit, oder 2038 löst der Überlauf der Unix Timestamp den Kollaps aus, an dem wir mit dem Millenium Bug gerade so vorbei gekommen sind.

Es ist Ressourcenverschwendung, sich über ungelegte Eier den Kopf zu zerbrechen. Wir HABEN Verbrennungsmotoren, sie SIND der Stand der Technik sie WERDEN nicht in nächster Zeit spurlos verschwinden, weil sie unglaublich praktisch sind... also müssen wir alles tun, um sie an die Grenzen des Machbaren zu bringen....
 
AW: Anstum bzw Hype des Wahnsinns auf Unterhaltungselektronik

de la Cruz schrieb:
Jeden Tag, Tag für Tag und in jedem Jahr, verhungern
etwa 30.000 (dreißigtausend) Kinder auf dieser Erde !

So lange weiterhin täglich 210.000 Kinder neu geboren werden sehe ich das Soylent-Green-Szenario noch immer ungefährdet...
 
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Der Vergleich zwischen Rad und Verbrennungsmotor hinkt gewaltig, denn beim Rad handelt es sich schon theoretisch um ein absolutes Optimum (kann ich bei Bedarf noch genauer erklären), beim herkömmlichen Verbrennungsmotor handelt es sich NICHT um ein theoretisches Optimum (das beweist schon die tröpfchenweise Verbesserung der Technologie).
Ganz nebenbei war es mit der Erfindung des Rades keineswegs schon getan. Set seiner Erfindung hat sich die Form eines Rades zwar nicht großartig verändert (wie auch, optimaler als "Kreis" geht mathematisch nicht), allerdings hat sich die Technologie Rad nebenher stark weiterentwickelt. Wäre dem NICHT so, würden unsere Autos heute noch auf Metallreifen über Kopfsteinpflaster Rattern - was ganz nebenbei die komplette moderne Steuerelektronik unmöglich machen würde (die ist ja schon mit unebenen Straßen oder Schlaglöchern teilweise überfordert) - und sogar der Metallreifen ist bei weitem nicht der erste Entwicklungsschritt gewesen (Speichenrad und Versuche der Federung gab es schon vorher). Wirklich für unsere mobile Welt geeignete Rad-Technologie wurde erst möglich, als von Vollgummi- auf Luftbereifung umgeschwenkt wurde. Erst seitdem es Luftbereifung gibt, sind mit Autos Geschwindigkeiten über 100km/h möglich.

Das Problem beim Verbrennungsmotor hat viele Facetten.
Zum einen ist der Verbrennungsvorgang an sich durch die Begrenzung (natürlicher) Ressourcen sowie der Verbrennungsrückstände nicht ganz unproblematisch. Hier wäre die Lösung in sparsamen Autos zu suchen. Z.B. mit Start/Stop-Automatik, Hybrid-technologie oder ganz einfach kleineren Motoren. Alles recht einfach schon heute umzusetzen - trotzdem gibt es nur wenig tatsächlich sparsame Autos, was mich zum nächsten Punkt führt.

Der Kunde - will scheinbar kein sparsames Auto, jedenfalls keines nach Vorbild des 3l-Lupo (ist lange her, und kurz nach dem Markteintritt nahm VW keine Bestellungen dafür mehr an), der einen extrem sparsamen Motor, Start/Stop-Automatik u.Ä. bereits realisiert hatte. Stattdessen versteift sich die Autoindustrie dann doch lieber auf auf großmotorige SUV's oder Limosinen, die auch voll beladen noch ihre 250Km/h schaffen. Sowas "säuft" dann eben zwischen 10 und 20 Liter auf 100km, und ist dabei "für diese Fahrzeugklasse" sogar noch "recht sparsam".

Die Agilität und Power ihrer PKW ist zumindest aus Sicht der Hersteller am Markt attraktiver, als ein Auto, das nur 80Km/h fährt, dafür aber auch nicht viel mehr als 2l/100km verbraucht.
Leider gibt der Markt diesem Größenwahn Recht. Selbst in den USA - wo man offiziell nirgendwo weit über 100km/h fahren darf, werden fast nur Autos hergestellt, die man zumindest gesetzeskonform nicht ausfahren kann. Allerdings verbrauchen diese Boliden auch im Stadtverkehr nicht weniger (eher mehr - stop&go), als bei 200 auf der A-Bahn.

Ich denke, dass ein 1000PS-Mini sich besser verkaufen würde, als ein 3l-Lupo, obwohl SO viel Power bei einem solch kleinen Gefährt für jeden Nicht-Rennfahrer echt gefährlich werden kann.
Scheinbar ist den Leuten die Powerreserve von mehreren 100PS wichtiger, als ein Fahrzeug mit nachhaltiger Energiebilanz - meiner Meinung nach ist die größte Entwicklungsbremse hier leider der von Konzernleitungen angenommene Kundenwunsch.

Jeder 2CV (Ente) wird mit einem Motorad-Doppelvergaser zu einem 3Liter-Auto, aber wer willl schon eine 50PS-Ente fahren, wenn er auch einen schicken Mini oder NewBeetle mit 150PS haben kann?
Gut ... schlechter Vergleich (Ente hat so viel Komfort einfach nicht - z.B. Heizung oder Lüftung, (elektrische) Fensterheber, Zentralverriegelung uvm.) ... aber er soll auch hier nur einem Zweck dienen:

Das 3Liter Auto ist seit Jahrzehnten machbar und wünschenswert - was die Frage aufwirft, warum Autos durchschnittlich noch immer um die 10L auf 100km vebrauchen.

Was bringt einem tolle sparsame Technologie, wenn sie nur eingesetzt wird, um aus den Motoren NOCH mehr Power zu holen? Heute können wir auch mit dem 10L-Auto 250Km/h erreichen (theoretisch), vor knapp 20 Jahren hätten wir dafür wahrscheinlich einen Motor gebraucht, der mindestens das doppelte schluckt. Nachhaltig wäre es gewesen, den Verbrauch der Motoren bei gleichbleibender Leistung zu senken - allerdings hätte sich der Markt da nicht auf diese Leistungs-Spirale einlassen dürfen. So wie es gelaufen ist, haben wir nun eben ein beständiges Leistungs-Plus bei winzigen Zugeständnissen an die Öko-Spinner. Das sparpotenzial moderner Technologie wird durch den Leistungswahn größtenteils vernichtet. Spar-Vehikel gibt es in dieser Welt allenfalls als "Designstudie", da können die Entwiickler zeigen, was möglich wäre, wenn es denn jemand produzieren würde. Und das läuft nun seit ca. 50 Jahren so.

Fazit: Nicht das physikalisch (un-)machbare oder die noch nicht entwickelte Thechnologie steht sparsamen Fahrzeugen im weg, sondern der Kundenwunsch, der eben nicht so sehr in Richtung ökologische Nachhaltigkeit geht, sondern eben von allem (Komfort, Design, Platz, Beschleunigung/Topspeed) immer nur mehr haben will. Es ist einigermaßen logisch, dass sich das mit Nachhaltigkeit nicht gut vereinbaren lässt, aber solange auch ein 20L-Monster gekauft wird und Blicke auf sich zieht, wird sich die Industrie nicht auf das Glatteis der ökologischen Nachhaltigkeit begeben.
Wozu den auch, wäre ja schön doof - never change a running system, und für die Industrie läuft das System momentan bestens. Ökonomisch betrachtet, ist dieses System der Mini-Fortschritte sogar extrem Nachhaltig - und das hat sich noch nie mit der Umwelt vertragen.
 
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@ DerOlf
hätte ein guter Post werden können, wenn Du nicht so in maßloser Übertreibung verfallen wärst!
Grundsätzlich ist das richtig, dass die Autos mehr Leistung haben - dafür aber keinen höheren Verbrauch, die Evolution geht also schon voran - nur eben sehr langsam!
Ich selber fahre einen 1,5 to Audi A3 2.0 Diesel. Sicher kein Sparfahrzeug, allein schon wegen dem Gewicht, aber ich erreicht trotz 80% Stadtverkehr nie die 8 Liter! Im Gegenteil, im Sommer liege ich oft unter 6 Liter Diesel.

Ich komme aus der Autobranche und habe in den 80ern bei Ford gearbeitet - ein 1,5 to Fahrzeug hat da immer mehr als 10 Liter verbraucht! Und die Autos hatten noch nicht so viele elektrische Helferlein die auch Energie verbrauchen!

Der einzige Grund der gegen die neuen Fahrzeuge spricht, ist der Neuwagenpreis!
Langsam aber sicher haben wir Preisregionen für Autos erreicht die sich kaum mehr einer leisten kann! Wer dann nicht auf den Finanzierungszug aufspringt, kann sich keinen Neuwagen mehr leisten. Das mag noch ein paar Jahre gut gehen, aber dann wird es kräftig knallen in der Automobilbranche.

Die Menschen bei VW, Mercedes, BMW, Audi verdienen für das geleistete viel zu viel Geld - gleichzeitig werden die Firmen aber auch noch gieriger und wollen noch mehr verdienen - das funktioniert nicht, wenn 80% der Bevölkerung in den letzten 10 Jahren keinen Cent mehr Geld verdient haben oder gar Einbussen haben!
Über den Daumen kann man sagen, dass sich alle 12-15 Jahre die Fahrzeugpreise verdoppeln - das ist einfach irrsinnig!

Neulich beim Autohändler habe ich einen Audi A1 für >40.000 € gesehen - gut, da hat der Händler einiges an Extras reingesteckt, aber bitte, so einen Schwachmatenpreis für dieses Auto würde ich nicht zahlen wenn ich den ganzen Geld schei..... könnte!
 
Dürfte ich an das Threadthema erinnern. Es gibt wahrlich genug Autothreads in denen weiterdiskutiert werden kann.
 
@diRAM
Danke für den Hinweis, mal schauen ob's was bringt.

@Lars_SHG
Ich habe keine konkreten Werte im Kopf, um die ging es aber auch nicht.
Ich wollte nur drauf hinweisen, dass es sparsame Technologie schon sehr viel länger gibt, als seit gestern, sie aber vor allem dadurch glänzt, das sie NICHT primär dafür eingesetzt wird, um ökologisch verträglichere Fahrzeuge zu bauen, sondern dafür, dass das Auto trotz schmalerem Verbrauch noch mehr Leistung liefert, als irgend jemand braucht oder einsetzen kann.
Zum persönlichen Nachvollziehen:
1. Wie schnell kann deiner Fahren (laut Hersteller) und
2. wie oft bist du mit ihm schon so schnell gefahren?
Vorstellen könnte ich mir diese Antwort:
1.: 220km/h
2.: Noch Nie.
Und genauso sieht das bei den meisten anderen auch aus - warum gibt es also solche Autos?
oder besser noch warum kauft man sie?
Zum Spritsparen ja ganz sicher nicht, den sparsam sieht anders aus.

Aber was hat das alles mit dem Hype auf Konsolen oder Handys/Tablets zu tun?
Kauft irgendjemand eine PS4, weil die weniger Strom braucht als eine PS3? Hoffentlich nicht, so dumm kann ja kaum einer sein.
Nein. Bei der Elektronik geht es uns (wie beim Auto auch) zuerst um Leistung, dann um Komfort, und erst ganz am Ende machen wir uns (vielleicht) Gedanken darum, ob der Verbrauch (inkl. Anschaffungspreis) uns angemessen erscheint.
Natürlich gibt es da dann die Leistungssteigerung ohne Mehrverbrauch. Leider ist aber auch das in der Elektronikbranche nicht immer so.
Tatsächlich ist es vielen bei den Hochleistungsmodellen sogar recht egal, ob die doppelt so viel Strom fressen, solange sie eben die "notwendigen" 10-20% mehr Leistung bringen.

Mit Exzessen zum Release der Elektronik hat aber auch das nur ganz entfernt etwas zu tun. Die Sparsamkeit der Produkte ist dafür mMn piepegal. Sie werden nicht gehypt oder gekauft, weil sie sparsam sind, sondern nur weil sie NEU sind. Wenn sie nebenbei noch energieeffizienter arbeiten, ist das schön, hat aber mit der Kaufentscheidung (oder der Entsceidung sich die letzte pre-Release Nacht mit Gleichgesinnten vorm Shop um die Ohren zu hauen) in den meisten Fällen nicht das geringste zu tun.
 
Um aufs On-Topic zu kommen:

@DerOlf hats sehr gut auf den Punkt gebracht, dem kann man nichts hinzufügen. Denn wieso man vor einem Apple-Store campt oder eine PS4 gefühlt 1 Jahr vorher vorbestellt ohne irgendwas darüber gelesen zu haben/sie mal getestet zu haben (und wir reden hier doch von einer größeren Summe Geld) lässt sich schwer rational begründen. Und die Gründe, die ein Fanboy anbringt erscheinen einem Aussenstehenden auch nur als schwachsinnig.
 
Die Vernetzung verschiedener Medien und die Vielfalt an Möglichkeiten mit diesen sowie der (viell. fehlende) Lebensinhalt eines jeden, tragen mitunter dazu bei, dass man sich insbesondere als junger Mensch, nicht der Option etwas im Leben verpassen zu können, hingeben möchte. Der Gedanke das jeden Tag ein Abenteuer, eine Info, ein Event oder was auch immer an einem vorbeigehen kann, sind schon Anzeichen einer krankhaft werdenen Kontroll und Erlebnissucht, die an der Realität vorbeigeht. Merkt man schon an der Haltung und Lebensweise einiger Menschen, jeden Tag muss was geschehen sonst ist es langweilig. Langeweile war normal und ist es immer noch, soll es aber nicht sein. Ich denke so schwierig es ist, so hilft nur die Erziehung und intensive Beschäftigung seitens der Eltern, was Heranwachsende angeht. Erstens muss man nicht alles haben und teuer gleich gut ist nicht immer zwangsläufig der Fall. Auch darf man den Preis was solche Geräte kosten nicht ausser Acht lassen, ich meine es gibt Menschen die verdienen sich ihr Geld und suchen gezielt ein für sie passendes Gerät und wägen ab, während Schüler mit 600€ Produkten herumlaufen. Das ist denke ich zuviel Belohnung oder lieben seitens der Familie. Ich kenne sowas nicht und halte das für eine Fehlentwicklung. Zumal Elektronik dermaßen schnell an Wert verliert und sich rasant weiterentwickelt, dass ich es schon als eine Geldmaschinerie bezeichnen möchte. Dauernd neue kleine Features oder Verbesserung die zum kaufen anregen sollen statt etwas vorhandenes zu stabilisieren und ausreifen zu lassen.
 
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